Stelian Moculescu

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Stelian Moculescu
Stelian Moculescu.jpg
Stelian Moculescu 2006
Porträt
Geburtsdatum 6. Mai 1950
Geburtsort Brașov, Rumänien
Größe 1,93 m
Position Trainer
Vereine

1966–1970
1970–1972
1972–1973
1973–1980
1980–1981
1981–1983


1977–1980
1981–1983
1983–1985
1985–1986
1986–1989
1987–1990
1990–1991
1991–1997
1997–2016
1999–2008
2008–2012

Stationen als Spieler:
Ştiinţa Timişoara
Rapid Bukarest
USC Münster
TSV 1860 München
Tyrolia Wien
VC Passau

Stationen als Trainer:
TSV 1860 München (Spielertrainer)
VC Passau (Spielertrainer)
Tyrolia Wien (Spielertrainer)
Landestrainer Bayern
TSV 1860 München
Deutschland
TSV Milbertshofen
ASV Dachau
VfB Friedrichshafen
Deutschland
Rumänien

Nationalmannschaft
30 Einsätze für
55 Einsätze für
Rumänien
Deutschland[1]

Stelian Moculescu (* 6. Mai 1950 in Brașov (Kronstadt), Rumänien) ist ein rumänisch-deutscher Volleyballtrainer und ehemaliger Spieler.

Moculescu ist der erfolgreichste Volleyball-Trainer Deutschlands. Er wurde mehrfach Meister und Pokalsieger mit mehreren Vereinen. Seit 1997 bis 2016 gewann er mit dem VfB Friedrichshafen 27 Titel, bestehend aus Meistertitel, Pokalsiege und Champions League.[2]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der gebürtige Rumäne spielte in seinem Heimatland für Ştiinţa Timişoara und Rapid Bukarest. 1972 nahm er als rumänischer Nationalspieler an den Olympischen Spielen in München teil, setzte sich am 11. September dort von seiner Mannschaft ab und blieb in Westdeutschland, wo er beim USC Münster und TSV 1860 München spielte. Seine Trainer-Laufbahn in Deutschland begann Moculescu 1977 als Spielertrainer beim TSV 1860 München, mit dem er 1978 und 1980 das Double gewann. In der Saison 1981/83 war er in gleicher Funktion beim VC Passau tätig. Von 1983 bis 1985 spielte er unter Trainer Peter Kleinmann für die Tyrolia Wien. Anschließend übernahm er das Amt des bayrischen Landestrainers bis 1986. Ein Jahr später kehrte er als hauptamtlicher Trainer nach München zurück. Gleichzeitig übernahm er das Amt des Bundestrainers, das er zunächst bis 1990 innehatte. Dann ging er für eine Saison zum TSV Milbertshofen. Von 1991 bis 1997 war er beim ASV Dachau tätig, ehe er zu seinem heutigen Verein VfB Friedrichshafen wechselte. Von 1999 bis zu den Olympischen Spielen 2008 war er in Personalunion als Bundestrainer tätig. Ab November 2008 bis April 2012 trainierte er die rumänische Männer-Nationalmannschaft und brachte diese zweimal (2010 und 2011) in die Final-Four der Europaliga.

Erfolge als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moculescu führte die deutsche Nationalmannschaft zu den Europameisterschaften 2001 in Tschechien und 2003 in Deutschland sowie zur WM 2006 in Japan. Unter seiner Leitung gelang zum ersten Mal seit 1972 die Teilnahme an dem olympischen Volleyballturnier, wo er in Peking im August 2008 den neunten Platz erreichte.

Er wurde als Vereinstrainer bislang 18 Mal deutscher Meister (1978, 1980, 1991, 1995, 1996, 1998–2002, 2005–2011, 2015) und gewann 19 Mal den DVV-Pokal (1978–1980, 1982, 1990, 1997–1999, 2001–2008, 2012, 2014, 2015). Mit dem ASV Dachau und dem VfB Friedrichshafen erreichte er mehrfach das Finale der Champions League. In der Saison 2006/07 gewann der VfB Friedrichshafen unter der Leitung von Stelian Moculescu als erster deutscher Verein das „Triple“ (deutsche Meisterschaft, DVV-Pokal und Champions League). In Anerkennung seiner Verdienste um den Volleyball erhielt Moculescu 2007 den Volleyball-Award, der seit 2006 vergeben wird.

Weitere Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stelian Moculescu: der erfolgreichste deutsche Bundestrainer. Berliner Morgenpost, 8. Oktober 2006, abgerufen am 10. Oktober 2012.
  2. Abschieds-Gala für VfB-Coach Stelian Moculescu. Südkurier, 10. Mai 2016, abgerufen am 18. Juni 2016.
  3. „Stelian Moculescu ist zu einer Marke in unserer Sportart geworden!“ fanclub-dvv.de, 4. März 2007, abgerufen am 10. Oktober 2012.
  4. Moculescu ist bester Trainer der „Königsklasse“. Focus.de, 23. Juni 2007, abgerufen am 10. Oktober 2012.
  5. Der Ehrenbrief der Stadt Friedrichshafen für Verdienste um den Sport. Friedrichshafen.de, 15. Mai 2007, abgerufen am 10. Oktober 2012 (PDF).
  6. Stelian Moculescu erhält Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg. Volleyball Landesverband Württemberg, 27. April 2008, abgerufen am 10. Oktober 2012.