USC Münster

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USC Münster
Deutscher Volleyball-Verband
Vereinsdaten
Gründung 1961
Adresse Sperlichstraße 10
48151 Münster
Präsident Martin Gesigora
Homepage http://www.usc-muenster.de/
Volleyball-Abteilung
Liga Bundesliga
Spielstätte Großsporthalle Berg Fidel
Trainer Teun Buijs
Co-Trainer Marvin Mallach, Lisa Thomsen
Erfolge Männer:

Frauen:

letzte Saison 7. Platz Bundesliga, Playoff-Viertelfinale
Stand: 9. Juli 2019

Der USC Münster ist ein Volleyball-Verein aus Münster, dessen erste Frauen-Mannschaft in der Bundesliga spielt. Mit neun Meistertiteln, elf Siegen im DVV-Pokal sowie vier Titeln im Europapokal ist diese eine der erfolgreichsten deutschen Mannschaften. In früheren Jahren waren die Männer in Münster erfolgreich, sie waren von 1965 bis 1972 deutscher Meister und gewannen 1976 den DVV-Pokal.

Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kader für die Saison 2020/21 besteht aus folgenden Spielerinnen.

Kader – Saison 2020/21
Name Nr. Nation Größe Geburtsdatum Position im Verein seit Vertrag bis
Nele Barber DeutschlandDeutschland Deutschland 1,83 m 27. Okt. 1994 AA 2020[1] 2021[1]
Linda Bock 1 DeutschlandDeutschland Deutschland 1,80 m 27. Mai 2000 L 2018[2] 2022[2]
Anika Brinkmann DeutschlandDeutschland Deutschland 1,77 m 4. Aug. 1986 AA 2020[3] 2021[3]
Liza Kastrup 5 DeutschlandDeutschland Deutschland 1,85 m 5. Okt. 1999 D 2018[4] 2021[2]
Luisa Keller 3 DeutschlandDeutschland Deutschland 1,83 m 25. Aug. 2001 AA 2016[5] 2021[2]
Demi Korevaar 6 NiederlandeNiederlande Niederlande 1,87 m 9. Aug. 2000 MB 2019[6] 2021[2]
Heloiza Lacerda Pereira BrasilienBrasilien Brasilien 1,88 m 2. Nov. 1990 D 2020[7] 2021[7]
Adeja Lambert Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1,87 m 25. Jan. 1996 AA 2020[8]
Juliane Langgemach 9 DeutschlandDeutschland Deutschland 1,88 m 6. Nov. 1994 MB 2016[9] 2022[9]
Taylor Nelson 2 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1,80 m 3. März 1996 Z 2019[10] 2021[2]
Sarah van Aalen 10 NiederlandeNiederlande Niederlande 1,83 m 21. Jan. 2000 Z 2019[11] 2021[2]
Barbara Roxana Wezorke 11 DeutschlandDeutschland Deutschland 1,86 m 12. Apr. 1993 MB 2019[12] 2021[2]

Positionen: AA = Annahme/Außen, D = Diagonal, L = Libero, MB = Mittelblock, Z = Zuspiel

Neuzugänge 2020
Spieler bisheriger Verein
Nele Barber SSC Palmberg Schwerin[13]
Anika Brinkmann AO Thiras Santorini[14]
Heloiza Lacerda Pereira Municipal Olympique Mougins Volley Ball[15]
Adeja Lambert Pölkky Kuusamo[8]
Abgänge 2020
Spieler neuer Verein
Lina Alsmeier SSC Palmberg Schwerin[16]
Doreen Luther unbekannt[2]
Johanna Müller-Scheffsky BSV Ostbevern[17]
Ivana Vanjak ASPTT Mulhouse[18]

Cheftrainer ist der Niederländer Teun Buijs. Er wird unterstützt von Marvin Mallach und Lisa Thomsen, wobei Thomsen auch gleichzeitig als Teammanagerin fungiert[19]. Für die medizinische Betreuung sind die Mannschaftsärzte Christian Fechtrup, Stephan Maurer, Jessica Maurer und Rieke Herzog sowie die Physiotherapeutinnen Anna Lea Pannenbäcker, Chistoph Lang, Nadine Rensing und Rolf Riegert zuständig. Als Scout arbeitet Manuela Kiousis.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde der USC unter dem Namen Universitäts-Sportclub Münster im Jahre 1961. Zunächst waren die Männer um Karl Herzog, Hans-Ulrich Graßhoff und Manfred Kindermann erfolgreich. Sie waren von 1965 bis 1972 ununterbrochen Deutscher Meister und gewannen 1976 den DVV-Pokal. Seit die Volleyballabteilung 1981/82 eigenständig wurde und Unabhängiger Sportclub Münster heißt, haben die Frauen die Führung übernommen. Mit derzeit neun Deutschen Meisterschaften und elf DVV-Pokalsiegen ist der USC nach dem Schweriner SC der zweiterfolgreichste deutsche Verein bei den Frauen. Ein weiterer Meistertitel wurde 1998 aberkannt, weil die Münsteranerin Wendy Stammer gedopt war.[20] Auch international waren die Münsteranerinnen erfolgreich: Sie gewannen den CEV-Pokal 1982, 1994 und 1996 sowie den Europapokal der Pokalsieger 1992. Zahlreiche Rekordnationalspielerinnen und Volleyballerinnen des Jahres spielten beim USC: Annedore Richter, Margret Stender, Uschi Westphal, Heidi Kerstiens, Marina Staden, Sigrid Terstegge, Gudula Staub, Karen Baumeister, Alexandra Ludwig, Ariane Radfan, Ines Pianka, Beate Bühler, Ulrike Schmidt, Anne-Kathrin Schade, Judith Flemig, Angelina Grün, Maren Brinker, Louisa Lippmann.[21] Die Mannschaft wurde vom Sportbund der Stadt Münster beim Ball des Sports 1995, 1996, 1997, 2000, 2001, 2004, 2005 sowie 2011 als Mannschaft des Jahres ausgezeichnet.[22]

Bundesliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der USC Münster wurde 2004 zum achten Mal deutscher Meister. In der folgenden Saison gelang den Westfalen die Titelverteidigung. In der Saison 2005/06 belegte die Mannschaft nach der Meisterrunde den vierten Platz. Ein Jahr später konnte sich der USC nicht für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft qualifizieren und belegte als bestes Team der Playdown-Runde den siebten Platz. Noch schlechter war das Ergebnis in der 2008 mit dem neunten Platz. Nachdem die Endrunde abgeschafft worden war, wurde Münster in der Saison 2008/09 erneut Neunter, wobei der USC die gleiche Punktzahl und das gleiche Satzverhältnis wie der achtplatzierte Köpenicker SC und außerdem punktgleich mit dem Zehnten und Elften war. In der folgenden Saison verbesserte sich der Verein um einen Rang. 2011 wurde Münster ebenfalls Achter. In der Saison 2011/12 gelang dem USC das beste Ergebnis seit sechs Jahren, als er sich als Vierter der Hauptrunde für die Play-Offs qualifizierte und erst im Halbfinale dem Dresdner SC unterlag. Ein Jahr später musste sich die Mannschaft dem gleichen Gegner im Play-Off-Viertelfinale geschlagen geben. 2014 gelangte der USC als Siebter der Hauptrunde über die Pre-Play-Offs ins Viertelfinale und schied dort nach drei Spielen gegen den 1. VC Wiesbaden aus. Den gleichen Weg ging Münster in der Saison 2014/15, als es das Aus im Viertelfinale gegen Allianz MTV Stuttgart gab. In der Saison 2015/16 qualifizierte sich der USC wie vier Jahre zuvor als Vierter der Hauptrunde für die Play-Offs und unterlag erneut erst im Halbfinale dem Dresdner SC, der sich anschließend den Meistertitel holte. In der Saison 2016/17 belegten die Münsteranerinnen nach der Hauptrunde Platz Sieben, qualifizierten sich durch zwei Siege in den Pre-Play-Offs über Suhl für das Viertelfinale und schieden dort nach zwei Niederlagen gegen Stuttgart aus. In der Saison 2017/18 erreichten sie als Hauptrunden-Sechster ebenfalls das Play-Off-Viertelfinale, in dem sie nach zwei 0:3-Niederlagen gegen den späteren Meister SSC Palmberg Schwerin ausschieden. Wieder Hauptrunden-Siebter wurden sie in der Saison 2018/19, woraufhin sie im anschließenden Play-Off-Viertelfinale erneut gegen Schwerin mit zwei Niederlagen (0:3 und 2:3) ausschieden.

DVV-Pokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Münsteranerinnen gewannen 2004 in Schwerin mit einem 3:2 im Finale gegen den TV Fischbek den DVV-Pokal. In der folgenden Saison erreichten sie als Titelverteidiger erneut das Endspiel und setzten sich in Bonn mit 3:0 gegen Bayer Leverkusen durch. 2006 schafften sie zum dritten Mal in Folge den Einzug ins Finale, das erstmals im Gerry-Weber-Stadion ausgetragen wurde; diesmal musste sich der USC jedoch dem Schweriner SC mit 0:3 geschlagen geben. In der Saison 2006/07 schied Münster bereits im Viertelfinale gegen Leverkusen aus. 2007/08 gegen den VfB 91 Suhl, 2008/09 gegen Schwerin und 2009/10 gegen den Dresdner SC endete der Pokalwettbewerb für die Westfalen ebenfalls im Viertelfinale. In der Saison 2010/11 verlor Münster das Achtelfinale daheim gegen das Allgäu Team Sonthofen mit 2:3. Ein Jahr später konnte der USC den Titelverteidiger Smart Allianz Stuttgart im Viertelfinale nicht aufhalten. Im DVV-Pokal 2012/13 wiederholte sich dieses Ergebnis. In der folgenden Saison unterlag Münster im Viertelfinale den VolleyStars Thüringen. 2014/15 erreichte der USC das Halbfinale, das er gegen den späteren Pokalsieger Stuttgart verlor. In der Saison 2015/16 schied der USC erneut im Halbfinale gegen Allianz MTV Stuttgart aus. 2016/17 gewann Münster im Achtelfinale mit 3:2 gegen Wiesbaden und schied im Viertelfinale mit 0:3 gegen Schwerin aus. 2017/18 sowie 2018/19 scheiterte man erneut jeweils im Viertelfinale gegen Stuttgart bzw. Schwerin.

Weitere Mannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim USC Münster gibt es neben der Bundesliga-Mannschaft vier weitere Frauen-, zwei Männer- und zahlreiche Jugendmannschaften. Die zweite Frauenmannschaft spielte jahrelang in der 2. Bundesliga Nord und heute in der 3. Liga West. Die Jugendmannschaften des Vereins gewannen zahlreiche Westdeutsche und Deutsche Meisterschaftstitel.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Nele Barber wechselt zum USC. USC Münster, 30. April 2020, abgerufen am 16. Mai 2020.
  2. a b c d e f g h i Linda Bock bleibt dem USC treu. USC Münster, 30. März 2020, abgerufen am 16. Mai 2020.
  3. a b Anika Brinkmann kehrt zum USC zurück. USC Münster, 17. Juni 2020, abgerufen am 17. Juni 2020.
  4. USC Münster verpflichtet Rückkehrerin Liza Kastrup. Westfälische Nachrichten, 17. Dezember 2017, abgerufen am 16. Mai 2020.
  5. USC holt Alsmeier und Keller in die erste Mannschaft. Westfälische Nachrichten, 30. Juni 2017, abgerufen am 16. Mai 2020.
  6. Der USC Münster macht die Mitte dicht – Koorevaar und Luther kommen. Westfälische Nachrichten, 10. Juli 2019, abgerufen am 16. Mai 2020.
  7. a b Caramba! USC verpflichtet Helo Lacerda. USC Münster, 27. Mai 2020, abgerufen am 27. Mai 2020.
  8. a b US-Girl Adeja Lambert vestärkt den USC Münster. Westfälische nachrichten, 7. Juli 2020, abgerufen am 7. Juli 2020.
  9. a b Jule bleibt - für weitere 2 Jahre. USC Münster, 26. Juni 2020, abgerufen am 26. Juni 2020.
  10. Der USC Münster verpflichtet Zuspielerin Taylor Nelson – Enning geht dagegen. Westfälische Nachrichten, 16. Juli 2019, abgerufen am 16. Mai 2020.
  11. Zuspielerin Sarah van Aalen wechselt zum USC Münster. USC Münster, 3. Juli 2019, abgerufen am 16. Mai 2020.
  12. Doppelter Transfer: Barbara Wezorke und Helge Baues zieht es nach Münster. Westfälische Nachrichten, 24. Mai 2019, abgerufen am 16. Mai 2020.
  13. Nele Barber wechselt zum USC. USC Münster, 30. April 2020, abgerufen am 16. Mai 2020.
  14. Anika Brinkmann kehrt zum USC zurück. USC Münster, 17. Juni 2020, abgerufen am 17. Juni 2020.
  15. Caramba! USC verpflichtet Helo Lacerda. USC Münster, 27. Mai 2020, abgerufen am 27. Mai 2020.
  16. Lina Alsmeier wechselt nach Schwerin. USC Münster, 9. April 2020, abgerufen am 16. Mai 2020.
  17. Ralf Aumüller: Müller-Scheffsky vom USC Münster zum BSV Ostbevern. Westfälische Nachrichten, 20. Mai 2020, abgerufen am 17. Juni 2020.
  18. Ligue A (F): Mulhouse recrute Ivana Vanjak. L'Equipe, 10. Mai 2020, abgerufen am 16. Mai 2020 (französisch).
  19. Henner Henning: Lisa Thomsen in neuer Mission für den USC Münster unterwegs. Westfälische Nachrichten, 26. Juni 2019, abgerufen am 10. Juli 2019.
  20. Die Deutschen dürfen doch vom Olympiagold träumen welt.de 9. März 2016
  21. Geschichte USC Münster (Memento vom 24. Juni 2009 im Internet Archive)
  22. Westfälische Nachrichten: Letzte Runde ist eingeläutet – Hochgeschwindigkeits-Endspurt: Viele Kandidaten geben im neuen Jahr schon wieder Vollgas, Münsters Sportler des Jahres 2012, 30. Januar 2013.