Susanne Czepl

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Susanne Czepl (* 29. Mai 1959 in Salzburg[1]) ist eine österreichische Schauspielerin und Kabarettistin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Czepl wurde als Susanne Victoria Czepl geboren. Sie absolvierte ihre Schauspielausbildung am Mozarteum Salzburg. Sie hatte Theaterengagements u. a. am Theater der Courage in Wien (1981), an der Schauburg München (1982–1984), am Stadttheater Basel (1984; als Rosetta in Leonce und Lena), am Schauspielhaus Bonn (1985), am Schauspielhaus Zürich (1988; u.a in Der Bockerer), am Staatstheater am Gärtnerplatz (Spielzeit 1988/89; in der Operette Im weißen Rößl, Regie: Werner Schneyder), am Künstlerhaus Wien (1990) und am Theater rechts der Isar (1999). Sie gastierte bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel (1987; in Ein Sommernachtstraum) und bei den Festspielen Schwäbisch Hall (1997; in der Operette Im weißen Rößl). 1992 trat sie bei der Münchner Lach- und Schießgesellschaft in über 200 Vorstellungen des Kabarettprogramms Heim ins Reich auf. An der Schauburg München schrieb sie mit verschiedenen Kollegen mehrere Stücke, u. a. Echt ätzend.[1] Das Stück wurde mit dem AZ-Stern der Woche ausgezeichnet.[1]

1992 wirkte sie unter der Regie von Bruno Jonas in der Kinokomödie Wir Enkelkinder mit. Seit 1992 arbeitete Czepl als Schauspielerin hauptsächlich für das Fernsehen.[1] Czepl spielte in zahlreichen Fernsehserien des ZDF und des ORF mit; sehr häufig war sie dabei in Serien mit süddeutschem, oberbayerischen oder österreichischem Hintergrund eingesetzt. Sie hatte durchgehende Serienrollen, Episodenrollen und Gastrollen. Erste durchgehende Serien rollen hatte sie in Die Stadtklinik (1993) und in Katrin ist die Beste, wo sie in der Rolle der Evelyn die neue Freundin von Katrins Ex-Ehemann Martin Volz spielte. In der ZDF-Serie Tierarzt Dr. Engel übernahm sie von 1998 bis 2002 in der Rolle der Angelika Engel die von ihrem Ehemann, dem Tierarzt Dr. Quirin Engel, getrennt lebende Ehefrau. In der Fernsehserie Mein Leben & Ich (2001–2005) hatte sie eine wiederkehrende Serienrolle; sie verkörperte in mehreren Folgen die Rolle der Klassenlehrerin Frau Ehlert. In der Telenovela Lotta in Love (2006) war sie die Waschereibesitzerin Simone Wiesner; sie spielte die Mutter der Titelfigur Lotta.

Czepl wirkte auch in einigen Fernsehfilmen mit. In dem ZDF-Fernsehfilm Melodie der Herzen aus der Rosamunde Pilcher-Reihe war sie 1998 in einer Nebenrolle zu sehen. Sie spielte Elena Royston, die Ex-Frau des im Mittelpunkt der Handlung stehenden attraktiven jungen George Royston (Björn Kegel-Casapietra).[2]

Außerdem hatte sie seit 2000 Episodenrollen in den Fernsehserien Der Bulle von Tölz (2000; 2002), SOKO Kitzbühel (2001), Für alle Fälle Stefanie (2003), Der Bergdoktor (2005), Die Rosenheim-Cops (2007; 2012; 2016), Ihr Auftrag, Pater Castell (2008) und Oben ohne (2010). In der ZDF-Fernsehreihe Der Bergdoktor war sie in der Folge Außenseiter (Erstausstrahlung: Februar 2014) in der Rolle der Johanna Kirchner zu sehen. Sie spielte die Inhaberin eines Lebensmittelgeschäfts und die Mutter der im Mittelpunkt des Fernsehfilms stehenden jungen Angelika Kirchner. In der ZDF-Krimiserie Die Garmisch-Cops übernahm sie in der Folge Der Chef ist Tot! (Erstausstrahlung: Februar 2014) eine Episodenhauptrolle. Sie spielte Sybille Gerlach, die Witwe des Holzschnitzerei-Inhabers Christoph Gerlach, die als Tatverdächtige in Frage kommt. Im Oktober 2015 war sie in der ZDF-Krimiserie Der Alte in einer Episodenhauptrolle zu sehen; sie spielte Renate Weidinger, die unter Verdacht stehende Ex-Frau des Münchner Gastronomen Karl Weidinger.

In dem deutsch-österreichischen Fernsehfilm Die Toten von Salzburg (2016), der im März 2016 in Österreich und im September 2016 in Deutschland erstausgestrahlt wurde, war sie in einer Nebenrolle als Landtagspräsidentin Zirner zu sehen.

Gastauftritte hatte sie 1994/1995 auch in der satirischen Fernsehshow Wie bitte?!. Czepl tritt regelmäßig als Kabarettistin auf. Seit 2008 tritt Czepl gemeinsam mit dem Musiker Christoph Lindenbauer mit dem Projekt Geile Gedichte auf, bei dem sie erotische Poesie u. a. von Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine, Frank Wedekind, Joachim Ringelnatz und Erich Kästner vorträgt.[3]

Czepl ist mit dem österreichischen Wirtschaftsmanager und Industriellen Rudolf Zrost verheiratet; aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor.[4] Czepl lebt abwechselnd in München und Salzburg.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Susanne Czepl Profil beim Theaterstückverlag München. Abgerufen am 16. Februar 2014.
  2. Rosamunde Pilcher - Melodie der Herzen Handlung, Szenenfoto und Besetzung. Abgerufen am 16. Februar 2014.
  3. Geile Gedichte. Erotische Poesie mit Musik. Abgerufen am 16. Februar 2014.
  4. KR Mag. Rudolf Zrost Curriculum Vitae (als pdf). Offizielle Internetpräsenz der Industriellenvereinigung Salzburg. Abgerufen am 16. Februar 2014.