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Das Amt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Fernsehserie
Titel Das Amt
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Genre Sitcom
Länge 22 Minuten
Episoden 86 in 7 Staffeln
Produktions­unternehmen Cologne-Sitcom
Idee Dietmar Jacobs
Produktion
Musik
Erstausstrahlung 14. Feb. 199711. Apr. 2003 auf RTL
Besetzung
Jochen Busse
Hagen Krause
Ulrike Bliefert
Ulla Herbst
Thorsten Nindel
Rüdiger Poppels
Claudia Scarpatetti
Nadia Schäfer
Günter Bothur
Dr. Paul Stüsser
Leonhard Mader
Rudi Kimmel
Gerd Lohmeyer
Lünebach
Karen Friesicke
Stefanie Hemmer (ab Staffel 3)
Jan Henrik Stahlberg
Hans-Günther Timpel (Staffel 4)
Isabella Schmid
Silvia Meier (ab Staffel 6)

Das Amt ist eine deutsche Sitcom um den Büroalltag auf einem Bauamt, deren sieben Staffeln von 1997 bis 2003 auf RTL erstausgestrahlt wurden. Hauptdarsteller Jochen Busse führte als Hagen Krause ein Ensemble an, das mit satirischem Blick auf die bundesdeutsche Bürokratie typische Klischees des Verwaltungstums verkörperte. Die Serie des späteren Grimme-Preisträger Dietmar Jacobs war Wegbereiter für eine Reihe von RTL-Formaten um die Besetzung von 7 Tage, 7 Köpfe.

Schauplatz ist das Bauamt einer rheinischen Kleinstadt, hauptsächlich das Büro von Amtsrat Hagen Krause und seinen Mitarbeitern. Dort arbeiten neben dem grantigen Chef seine routinierte Sekretärin Ulla Herbst, der naive Frauenheld Rüdiger Poppels sowie die idealistische Nadia Schäfer. Die Bürogemeinschaft folgt jedoch hauptsächlich privaten Interessen unter Vermeidung jeglicher Arbeit und Anstrengung. Eingehende Bauanträge werden deshalb generell erst einmal ungesichtet abgelehnt. Dabei achten alle immer darauf, nicht von ihrem Vorgesetzten Dr. Stüsser ertappt zu werden. Dieser wiederum ist vorwiegend damit beschäftigt, nach außen hin in einem guten Licht zu erscheinen, und lässt hierfür auch des Öfteren die Vorschriften außer Acht. Die Verantwortung für begangene Fehler verschiebt er dann am liebsten zum Büro von Hagen Krause. Da grundsätzlich jeder im Amt vor allem auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist, entstehen regelmäßig – teils skurrile – Probleme, die von den Mitarbeitern im weiteren Verlauf bewältigt werden müssen. Einzig die engagierte Nadia Schäfer nimmt ihre Aufgaben ernst.

Hauptdarsteller Busse zwei Jahre nach Serienende
Hagen Krause
leitet als Amtsrat das Büro zur Genehmigung von Bauanträgen, Abteilung A–K, im örtlichen Dort hat er im Laufe der Jahre nach eigenen Angaben „einige Dutzend“ Anträge bewilligt, meist aber nur auf Anweisung von höherer Stelle oder wenn sie in seinem eigenen Interesse lagen. Die meisten anderen werden zwecks Arbeitsvermeidung pauschal abgelehnt. Insbesondere seine offene Geringschätzung gegenüber den Antragstellern („Raus!“) bringt ihn oft in Konflikt mit seiner jungen Kollegin Nadja Schäfer. Der schnell aufbrausende Hagen ist egoistisch und selbstverliebt. Konflikten, die er direkt austragen muss, geht er meistens aus dem Weg und schickt andere vor. Gleichzeitig steht er unter der Fuchtel seiner dominanten Ehefrau, mit der er unglücklich verheiratet ist. Noch schlimmer als seinen Arbeitstag findet er nur den Feierabend daheim – besonders wenn seine Schwiegermutter zugegen ist. Hagens bester Freund ist sein Hund, der Boxer Rex. In seiner Leidenschaft für Wohnmobile wird er regelmäßig von Stüsser übertrumpft. Am Ende der zweiten Staffel rechnet er zunächst mit einer Beförderung. Diese wird jedoch abgelehnt, da es von ihm außer der Tatsache, dass er in den 1970er-Jahren die Kartei mit Bauanträgen überarbeitet hat, nichts Positives gibt. Als er dann noch erfährt, dass sein Rivale Rudi Kimmel befördert wird und er daher manche Aufgaben von ihm übernehmen soll, beschließt er, sich verrückt zu stellen, um dienstunfähig entlassen zu werden. Unfreiwillig sorgt er so dafür, dass plötzlich alle in der Kantine das Lied "Kuckuck, Kuckuck ruft's aus dem Wald "singen. Dr. Stüsser ist von Hagens Motivationsfähigkeit so begeistert, dass er den Beförderungsantrag noch einmal prüfen lässt und dieser sogar bewilligt wird. Hagen versteht dies jedoch zunächst und nicht spielt weiter den Verrückten, sodass er seinen Vorgesetzten, der ihm eigentlich nur die gute Nachricht überbringt, sogar beleidigt. So wird aus der Beförderung wieder nichts. Im Verlauf der fünften Staffel erbt seine Frau ein Anwesen in Pröselkow, einem (fiktiven) Ort in den neuen Bundesländern. Nachdem er zuerst sehr abfällig über Ostdeutschland spricht, findet er jedoch an dem Ort gefallen, da das einen Anwesen ein kleines Schloss ist. Nach einigen Streitigkeiten mit Dr. Stüsser, der seiner Ansicht nach neidisch ist, möchte er vorzeitig in den Ruhestand gehen und sich im Osten niederlassen, kommt jedoch von dem Gedanken noch einmal ab. Im Verlauf der sechsten Staffel gerät seine Ehe in eine tiefe Krise. Seine Frau verlässt ihn und will sogar die Scheidung. Zunächst ist er darüber sehr erfreut und hat sogar ein vielversprechendes Date mit einer neuen Frau, das er jedoch völlig in den Sand setzt, weil er gedanklich und emotional von seiner Frau nicht loskommt. Nach einiger Zeit merkt er schließlich, dass er ohne seine Frau doch nicht zurechtkommt, und kehrt wieder in seine unglückliche Ehe zurück. In der siebten Staffel startet er erneut den Versuch einer Beförderung bzw. Bewerbung auf eine A14-Stelle und möchte sich als Leiter des Bäderamts bewerben, aber auch daraus wird nichts. In der letzten Folge übernimmt Hagen schließlich Stüssers Posten, nachdem dieser wegen eines groben Fehlers entlassen wurde.
Ulla Herbst
ist Sekretärin und gute Seele in Hagens Büro. Außerdem ist im Gegensatz zu ihren drei Kollegen nicht verbeamtet, sondern angestellt. Sie und Hagen kennen sich schon 18 Jahre. Die meiste Zeit verbringt sie mit Kaffeekochen, dem Belegen von Schnittchen und jeglichen – meist privaten – Aufträgen von Hagen. Auch beginnt sie während der Arbeitszeit sehr erfolgreich an einem Kochbuch zu arbeiten, das sogar professionell veröffentlicht wird. Die zu Beginn alleinstehende Ulla ist stets um ihr Äußeres besorgt und flirtet gern, woraus sich auch gelegentliche Affären ergeben. Zu Beginn der vierten Staffel ist sie sogar kurzzeitig verlobt. Am Ende der siebten Staffel verliebt sie sich in den Vater der neuen Sekretärin Silvia Meier und die beiden werden ein Paar. Da dieser ein Juweliergeschäft betreibt, entschließt sie sich in der letzten Folge, das Amt zu verlassen, um dort zu arbeiten.
Rüdiger Poppels
sitzt als eher schlichter Amtsanwärter in Hagens Büro. Der selbsternannte „sexy Rüdi“ erscheint regelmäßig verkatert zum Dienst, entweder nach einer durchzechten Nacht oder wegen einer neuen Eroberung. Auf der Arbeit werden seine platten Anmachsprüche aber von den meisten radikal zurückgewiesen, ohne jedoch sein Selbstbewusstsein als Frauenheld zu erschüttern. Trotzdem ist er sehr gutmütig und hilfsbereit. Insbesondere seine Kollegin Nadia hält ihn für einen faulen und unterbelichteten Sexisten, obwohl sich beide in der fünften Staffel sogar eine gemeinsame Wohnung teilen. Seine Naivität macht ihn häufig – vor allem für Hagen – zum Sündenbock für Probleme, die er aber nicht selten mitverursacht hat. So wird er dafür verantwortlich gemacht, dass ein Gast einer japanischen Delegation statt einer vorbereiteten Rede eine eher anzügliche E-Mail vorliest, die eigentlich für Ulla gedacht ist. Für diesen Fehler ist allerdings Hagen verantwortlich. Dr. Stüsser ist hierüber zunächst so erzürnt, dass er Rüdiger eine Abmahnung schreiben möchte. Da dies schon seine dritte Abmahnung wäre, droht nun seine Entlassung aus dem Beamtenverhältnis. Hagen möchte eigentlich einlenken und dies verhindern, jedoch hat Rüdiger den Plan, mit dem Motorrad nach Afrika zu fahren, da er sich auch nicht mehr als Beamter sieht. Wenig später kommt Dr. Stüsser mit einem Scheck über 5000 DM[1] zu Rüdiger und überreicht ihm diesen, weil sich der japanische Gast offenbar so über die Rede amüsiert hat, dass er sogar zu einer neuen Geschäftsidee inspiriert wurde. Eine Abmahnung bzw. Entlassung ist zwar jetzt vom Tisch, dennoch setzt Rüdiger sein Vorhaben um und verlässt das Amt zunächst. Seinen Posten übernahm in dieser Zeit Hans-Günther Timpel, dessen erste Aufgabe das Auffinden eines Bauantrages ist, den Rüdiger in einem geheimen Raum deponiert hat, der voller unbearbeiteter Anträge ist. In der fünften Staffel kehrt er wieder aus Afrika zurück und arbeitet nach einigem Hin und Her auch wieder Hagens Büro. Im Verlauf der Serie eröffnet er nebenberuflich ein Fitness-Studio, was aber gründlich schiefgeht. In der letzten Folge erfährt Rüdiger das Geheimnis, um Stüssers Sekretärin Silvia Meier „willenlos“ zu machen, die ihm daraufhin endlich verfällt.
Nadia Schäfer
tritt zu Beginn der Serie eine Stelle als Amtsanwärterin im Büro Krause an. Hoch motiviert und engagiert will die Fachhochschulabsolventin, die nach eigenen Angaben acht Semester studiert hat, die Behörde bürgerfreundlicher gestalten. Ihre Diplomarbeit trägt den Titel „Hallo Bürger! Hallo Partner!“, aus der sie zu Beginn immer wieder Ideen umsetzen möchte. Die aktive Frauenrechtlerin ist außerdem überzeugte Veganerin, Friedensaktivistin, Atomkraftgegnerin, Begründerin mehrerer Bürgerinitiativen und vertritt diese Ansichten sehr beherzt im Beruf wie auch auf Demonstrationen. Gleichzeitig, weiß sie aber auch ihre weiblichen Reize auszuspielen, wenn sie Ziele erreichen möchte. Als sie von Hagen Krause zum ersten Mal mit „Fräulein Schäfer“ angesprochen wird, korrigiert sie dies mit „Frau Schäfer“. Daraus entwickelt sich ein Running Gag, der sich durch die gesamte Serie zieht, aber im deren Verlauf spürbar weniger gebraucht wird. Ihr wiederholter Einsatz für gesunde Ernährung am Arbeitsplatz stößt auf wenig Zustimmung unter den Kollegen. Sie missbilligt Hagens Verhalten gegenüber Antragstellern zutiefst. Gegen Kimmel hegt Nadia eine noch tiefere Abneigung. In der vierten Staffel soll sie schließlich nach einer positiven Beurteilung verbeamtet werden. Hagen sträubt sich zuerst dagegen, lenkt dann auf Druck von Dr. Stüsser jedoch ein und möchte ihr eine hervorragende Beurteilung schreiben. Nadja hegt jedoch plötzlich Zweifel, ob sie wirklich ihr Leben als Beamtin, die in behördlich Gehorsamsstrukturen agiert, verbringen möchte. Nachdem ihr ein Antragsteller, der Häuser aus Torf bauen möchte, ein Jobangebot macht, erwägt sie ernstlich eine berufliche Neuorientierung. Da sie jedoch sehr schnell bemerkt, dass diese Firma eher unseriös ist, entscheidet sie sich doch für die Verbeamtung. In der letzten Folge möchte sie sich auf eine Stelle als Europabeamtin bewerben. Nachdem sie sich in einem Bewerbungsgespräch gegen ihren Kollegen Rudi Kimmel erfolgreich gesetzt hat, verlässt sie das Amt.
Dr. Paul Stüsser
ist Verwaltungsdirektor und Mitglied in der CDU. Der eitle und stets kurzamtige Chef des Bauamtes – Besoldungsgruppe A 14, wie er stets betont – ist er der Vorgesetzte von Hagen und Kimmel. Gerade ersterer hält ihn aber für unfähig, wohingegen Stüsser selbst immer wieder einen Grund findet, Hagen zu tadeln. Gegenüber einflussreichen Personen ist er stets um einen guten Eindruck bemüht ohne Rücksicht auf seine eigenen Untergebenen, sodass er auch Hagen öfter in den Rücken fällt, was Hagen mit seinen „Untergebenen“ allerdings genauso macht. Stüsser hat eine Tochter, begeistert sich für Wohnmobile und war in seiner Jugend Torwart in der Fußball-Auswahlmannschaft. Auf seinen Doktortitel (Volkswirtschaft) ist er so stolz, dass er sogar als Weihnachtsmann auf der Amts-Weihnachtsfeier darauf besteht. In der letzten Folge stellt sich heraus, dass er als Amtsleiter einen groben Fehler begangen hat und verliert daher seinen Posten, der nun von Hagen Krause besetzt wird.
Rudi Kimmel
assistiert Stüsser, bei dem er sich regelmäßig einschleimt, um seine Karriere voranzutreiben. Mit Hagen, den der spießerhafte Amtsrat Kimmel immer wieder in Schwierigkeiten bringt, verbindet ihn ein inniges Konkurrenzverhältnis; beide versuchen bei jeder Gelegenheit, den jeweils anderen bei Vorgesetzten bloßzustellen. Gerade Kimmels Lieblings-Fußballverein Bayern München befeuert Hagens Verachtung. Auf seine Kollegin Nadia hat er von Beginn an ein Auge geworfen, doch sie lässt seine penetranten Annäherungsversuche stets abblitzen. In der letzten Folge hegt er schließlich den Wunsch, das Amt zu verlassen und möchte sich als Europabeamter bewerben, unterliegt allerdings im Bewerbungsgespräch seiner Kollegin Nadja Schäfer.
Lünebach
hat als Bürobote Zugriff auf alle Vorgänge im Amt, was ihm viel Einfluss verschafft. Für Informationen oder andere Gefälligkeiten lässt er sich – besonders von Hagen – gut entlohnen. Er weiß stets aus jedermanns Notlage persönlichen Profit zu schlagen und geht immer wieder als lachender Dritter hervor.
Stefanie Hemmer (ab Staffel 3)
wird im Verlauf der Serie Bürgermeisterin und nutzt in dieser Funktion jede Gelegenheit, die Stadt bekannter zu machen und ihre Karriere voranzutreiben. Hierfür spielt sie auch oft die Mitarbeiter des Bauamts gekonnt gegeneinander aus. Als Frau und Sozialdemokratin wird sie sowohl von Stüsser als auch Hagen nicht ernst genommen. Ihre Amtsvorgänger (unter anderem Henry van Lyck und mehrfach Lutz Herkenrath als Bürgermeister Dr. Behr) hatten zuvor sporadisch Gastauftritte.
Hans-Günther Timpel (Staffel 4)
übernimmt Rüdigers Stelle während dessen Afrikareise. Hans-Günther ist im Gegensatz zu Rüdiger kein chauvinistischer Frauenheld und im Grunde sehr gutmütig und fleißig. Dabei zeigt er auch immer wieder sehr viel Eigeninitiative, die leider durch sein naives und ungeschicktes Vorgehen immer im Chaos endet. Er entstammt aus einer Familie, die im Besitz einer Brauerei ist. Als er die Geschäftsführung der Brauerei vertretungsweise übernahm, weil sein Vater in Urlaub war, kamen Interessenten, die die Brauerei übernehmen wollten. Diesen gewährte er in seiner nativen Art Akteneinsicht. Sein Vater enterbte ihn darauf, wonach er schließlich als Amtsanwärter in den öffentlichen Dienst wechselte, um sich zu rehabilitieren. Bürobote Lünebach verschaffte ihm den Posten mit gefälschten hervorragenden Zeugnissen, doch das vermeintliche Genie fällt durch seine Ungeschicklichkeit auf. Er sollte zunächst bei Kimmel arbeiten, der ihn jedoch mit Lünebachs Hilfe schleunigst versetzen lassen konnte. Infolgedessen kann er Kimmel nicht ausstehen, sieht aber in Hagen schnell ein Vorbild, dem er nacheifert. Die Beziehung zu seiner besitzergreifenden Freundin Babsi wird zum Ende der vierten Staffel beendet, als sie eine Affäre zwischen Hans-Günther und Nadia vermutet. In der fünften Staffel wird Timpel wieder durch Rüdiger ersetzt, ohne dass sein Verbleib thematisiert wird.
Silvia Meier (ab Staffel 6)
ist Sekretärin von Dr. Stüsser, legt aber größten Wert darauf seine „persönliche Assistentin“ zu sein. Ihre schlagfertige, selbstbewusste und meist sehr herablassende und überhebliche Art macht sie bei den Kollegen unbeliebt, was sie aber nicht zu stören scheint. Trotzdem schwärmt Rüdiger für sie. Seinen permanenten Avancen gibt sie jedoch erst im Serienfinale nach und die beiden werden ein Paar.

Die Serie entstand zwischen 1996 und 2002 bei Cologne-Sitcom.[2] Neben Serienschöpfer und Hauptautor Dietmar Jacobs schrieben auch Andrea Bosse und der Kölner Autor Torsten Goffin weitere Drehbücher. Jacobs erhielt später den renommierten Grimme-Preis für seine Arbeit an der ähnlich gelagerten Büro-Mockumentary Stromberg. Regie führten unter anderem Micha Terjung, Titus Selge und Franziska Meyer Price. Erstere fungierte ab Staffel fünf zusätzlich als Produzentin. Für die Außenaufnahmen der Serie diente das alte Rathaus von Wesseling, das insbesondere am Stadtwappen über dem Eingang erkennbar bleibt, sowie dessen Umfeld. Die Gebäude rund um das Rathaus wurden auch als Kulissenbild für die Fensteraussichten verwendet. Als Gastdarsteller wirkten viele prominente Bühnen- und Fernsehkomiker wie Hans-Joachim Heist, Hugo Egon Balder, Elisabeth Wiedemann, Oliver Kalkofe, Rudi Carrell oder Bastian Pastewka sowie die Schlagersänger Peter Kraus und Achim Mentzel mit.

Die halbstündige Serie wurde von 1997 bis 2003 freitagabends vor der Comedy-Panelshow 7 Tage, 7 Köpfe erstausgestrahlt, deren Moderator ebenfalls Jochen Busse war. Bereits die Premiere am 14. Februar 1997 verfolgten 6,12 Millionen Zuschauer, was sie zu einem der erfolgreichsten Comedy-Serienstarts im deutschen Fernsehen macht.[3] Bedingt durch die Popularität des Amts erhielten in den Folgejahren auch andere der Köpfe eigene Comedyserien am selben Abend wie Ritas Welt (1999–2003) um Gaby Köster oder Bernds Hexe (2002–2005) mit Bernd Stelter, die in der Spitze bis zu 8 Millionen Zuschauer erreichten.[4] Im Sommer 2002 bestätigte Hauptdarsteller Busse das Ende der Serie nach Staffel sieben, weil „die Geschichten alle erzählt“ seien.[5] Die Serie wurde mehrfach wiederholt und liegt inzwischen auf DVD vor mit Ausnahme der beiden Staffelpremieren Jeder Jeck ist anders und Das Amt in Berlin.

Das Amt hatte 1998 verschiedene Crossover mit den Serien Und tschüss! sowie Nikola: Zunächst traten Ulrike Bliefert und Thorsten Nindel in ihren Rollen aus Das Amt im Fernsehfilm Und tschüss!: Ballermann olé auf. Später lieferten Krankenschwester Nikola Vollendorf (Mariele Millowitsch) und Dr. Robert Schmidt (Walter Sittler) aus Nikola Hagen Krause ins Krankenhaus ein (Das Amt, Folge 20 Des Wahnsinns fette Beute), der daraufhin als nörgelnder Patient in Nikola (Folge 17 Is’ was Doc?) zu sehen war. Im Anschluss an Das Amt entwickelte Serienschöpfer Jacobs die kurzlebige Serie Nicht von dieser Welt, ebenfalls für Cologne-Sitcom und mit Busse in der Hauptrolle des Außerirdischen Yok. Die Ausstrahlung der an Mork vom Ork angelehnten Familien-Sitcom erfolgte auf demselben Sendeplatz wie Das Amt, konnte aber nicht an dessen Erfolg anknüpfen.

Im Jahr 2000 erschien Die amtliche Comedy-CD zur Serie mit verschiedenen Versionen des Lieds Wir sind das Amt aus Folge 20 Des Wahnsinns fette Beute, Wortbeiträgen der Figuren sowie Jingles. Das beigelegte Booklet enthält zu jeder Figur eine Biographie. In Folge 60 Der Frührentner hängt ein Werbeplakat für diese CD in der Amts-Kantine.

  • Dr. Stüsser ist nach eigenen Angaben Verwaltungsdirektor und betont in vielen Situationen immer, dass er „A14“ sei. In Wirklichkeit wäre das Amt eines Verwaltungsdirektors sogar die Besoldungsgruppe A15.[6] In einer Folge gegen Ende der Serie bezeichnet er sich jedoch als Oberverwaltungsrat. Diese Amtsbezeichnung entspräche der Stufe „A14“. Hagen Krause wiederum erwähnt gelegentlich, dass er „A13“ sei. Ein Amtsrat ist aber in der Besoldungsgruppe A12 eingestuft[7].
  • Hagen Krause betont immer wieder, dass er für die Bundesrepublik Deutschland arbeite. Da er jedoch kein Bundes- sondern ein Kommunalbeamter ist, ist sein Dienstherr die Stadt, Gemeinde oder der Landkreis, bei dem er beschäftigt ist.[8]
  • Nadja Schäfer wird nach ihrer positiven Beurteilung direkt auf Lebenszeit verbeamtet. In Wirklichkeit wird ein Anwärter, der im Beamtenverhältnis auf Widerruf eingestellt ist, zunächst in das Beamtenverhältnis auf Probe berufen. Dieses kann dann in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit überführt werden.[9][10]
  • Rüdiger gibt an, dass er schon zwei Abmahnungen erhalten habe und daher bei einer dritten mit einer Kündigung rechnen müsste. Für Beamtinnen und Beamten gibt es jedoch keine Abmahnungen. In solchen Fällen wird ein Disziplinarverfahren eingeleitet, da auch einem Amtsanwärter im Beamtenverhältnis auf Widerruf nicht so einfach gekündigt werden kann.[11]
  • Rüdiger bekommt von Dr. Stüsser einen Scheck über 5000 DM als Geschenk eines Gastes einer japanischen Delegation überreicht, mit dem er seine Afrikareise finanzieren kann. Ein solches Vorgehen ist in Wirklichkeit Beschäftigten im öffentlichen Dienst, egal ob Beamten oder Angestellten, verboten.[12]
  • Rüdiger, der in der vierten Staffel kurzzeitig nach Afrika reiste, spielt bereits in der ersten Folge der 5. Staffel (Stille Nacht, einer schmollt, alles lacht.) wieder mit, in der zweiten Folge (Ausgerechnet Rüdiger) wird aber erst thematisiert wie er aus Afrika wieder ins Büro zurückkommt.[13]
  1. DM-Euro-Rechner mit Inflation / Euro-DM-Umrechnung (DM / D-Mark / DMark). Abgerufen am 16. August 2026.
  2. Das Amt bei crew united, abgerufen am 17. April 2019.
  3. Schwerpunkt – 20 Jahre RTL: 1996–1998. In: quotenmeter.de. 31. Januar 2004, abgerufen am 17. April 2019.
  4. Christian Richter: Schwerpunkt – So war das Fernsehen vor zehn Jahren: RTL. In: quotenmeter.de. 6. Februar 2010, abgerufen am 17. April 2019.
  5. Diana Michnay: Sieben Staffeln sind genug. In: kressreport. 24. Juli 2002, abgerufen am 17. April 2019.
  6. Öffentlicher-Dienst.Info - Beamte - Besoldungsgruppen. Abgerufen am 15. August 2026.
  7. Besoldungsgruppe A 12: Gehalt, Aufgaben & Karriereweg (Amtsrat / Amtsrätin). Abgerufen am 16. August 2026.
  8. Copyright Haufe-Lexware GmbH & Co KG- all rights reserved: Dienstherr | Haufe. Abgerufen am 15. August 2026.
  9. Verbeamtung auf Probe. Abgerufen am 16. August 2026 (deutsch).
  10. Beamtenanwärter. Abgerufen am 16. August 2026.
  11. Disziplinarverfahren. Abgerufen am 16. August 2026.
  12. Geschenke für Beamte: Was ist erlaubt? Abgerufen am 16. August 2026.
  13. imfernsehen GmbH & Co KG: Das Amt: Episodenguide. Abgerufen am 17. August 2026.