Valtellina Superiore

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Valtellina Superiore sind trockene italienische Rotweine, die in der Provinz Sondrio (Region Lombardei) erzeugt werden. Sie besitzen seit 1968 den Status einer „kontrollierten Herkunftsbezeichnung“ (Denominazione di origine controllata – DOC). Im Jahr 1998 erhielten die Weine den Status einer „kontrollierten und garantierten Herkunftsbezeichnung“ (Denominazione di Origine Controllata e Garantita – DOCG), die zuletzt am 7. März 2014 modifiziert wurde.[1]

Anbaugebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Anbaugebiet liegt nördlich der Gemeinde Sondrio in der Region Lombardei.[1]

Erzeugung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weine werden hauptsächlich (90–100 %) aus der Rebsorte Nebbiolo, die vor Ort auch oft als „Chiavennasca“ bezeichnet wird, hergestellt. 0–10 % dürfen von anderen roten Rebsorten stammen, die für den Anbau in der Lombardei zugelassen sind. Die Weine können auch mit einer der fünf Unterzonen (Maroggia, Sassella, Grumello, Inferno, Valgella) gekennzeichnet sein, ebenso ist das Prädikat „Riserva“ möglich.[1]

Im Jahr 2017 wurden 14.324 Hektoliter DOCG-Wein erzeugt.[2]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rotweine mit den Bezeichnungen „Valtellina Superiore“, „Valtellina Superiore …“ (mit der Kennzeichnung der jeweiligen Unterzone s. o.) sowie „Valtellina Superiore Riserva“ müssen folgende Eigenschaften aufweisen:[1]

  • Farbe: rubinrot, mit einer Tendenz zu granatrot
  • Geruch: unverwechselbares Aroma, anhaltend und angenehm
  • Geschmack: trocken und leicht tanninhaltig, samtig, harmonisch und charakteristisch
  • Alkoholgehalt: mindestens 12,0 Vol.-%
  • Säuregehalt: mind. 4,5 g/l
  • Trockenextrakt: mind. 23,0 g/l

Für das Prädikat „Riserva“ müssen die Weine mindestens drei Jahre gereift sein, bevor sie in den Verkauf kommen dürfen.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Steffen Maus: Italiens Weinwelten – Wein, Vino, Wine. Gebrüder Kornmayer, Dreieich 2013, ISBN 978-3-942051-18-7.
  • Burton Anderson: Italiens Weine 2004/05. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2004, ISBN 3-7742-6365-5.
  • Jacques Orhon: Le nouveau guide des vins d’Italie. Les editions de l’homme, Montreal 2007, ISBN 978-2-7619-2437-5.
  • Valeria Camaschella (Hrsg.): Lexikon der italienischen Weine – Sämtliche DOCG- & DOC-Weine. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2002, ISBN 3-7742-0756-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Disciplinare di Produzione della Denominazione di Origine Controllata (Produktionsvorschriften und Beschreibung). (PDF) In: ismeamercati.it. 27. November 2017, abgerufen am 6. August 2018 (italienisch).
  2. Weinbau in Zahlen 2018. (PDF) In: V.Q.P.R.D. d’Italia 2018. federdoc.com, abgerufen am 4. Juni 2019 (italienisch).