Velichov

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Velichov
Wappen von Velichov
Velichov (Tschechien)
(50° 17′ 1″ N, 13° 0′ 32″O)
Basisdaten
Staat: TschechienTschechien Tschechien
Region: Karlovarský kraj
Bezirk: Karlovy Vary
Fläche: 235,1714[1] ha
Geographische Lage: 50° 17′ N, 13° 1′ OKoordinaten: 50° 17′ 1″ N, 13° 0′ 32″ O
Höhe: 384 m n.m.
Einwohner: 551 (1. Jan. 2021)[2]
Postleitzahl: 363 01
Kfz-Kennzeichen: K
Verkehr
Bahnanschluss: Vojkovice nad Ohří–Kyselka
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Markéta Moravcová (Stand: 2010)
Adresse: Velichov 13
363 01 Ostrov
Gemeindenummer: 555703
Website: www.velichov.cz
Lage von Velichov im Bezirk Karlovy Vary
Karte

Velichov (deutsch Welchau) ist eine Gemeinde in Tschechien.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Velichov liegt vier Kilometer südöstlich der Stadt Ostrov nad Ohří an der Mündung des Baches Petrovský potok in die Eger im früheren Okres Karlovy Vary, Karlovarský kraj. Östlich des Ortes befindet sich das Duppauer Gebirge.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Gemeinde Velichov sind keine Ortsteile ausgewiesen. Grundsiedlungseinheiten sind Velichov und Velichov-za řekou.[3]

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ostrov (Schlackenwerth) Vojkovice (Wickwitz)
Kyselka (Gießhübl-Sauerbrunn) Nachbargemeinden Truppenübungsplatz Hradiště
Truppenübungsplatz Hradiště

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Welchau war von 1142 bis 1336 der westlichst gelegene Besitz des Klosters Doxan im Egertal. Danach wurde es ein zur Burg Hauenstein gehöriger Lehnsbesitz. Das Schloss wurde im 16. Jahrhundert von den Grafen Schlick erbaut und 1621 während des Dreißigjährigen Krieges samt dem Dorf von bayerischen Soldaten eingeäschert. 1667 war der Besitzer der k. k. Generalfeldwachtmeister und Kommandant in Ungarn Freiherr Olivier von Wallis und von 1711 bis 1714 Johann Christoph Kager Freiherr von Stampach.[4]

Wegen Überschuldung wurde das Gut 1747 gerichtlich feilgeboten und vom kaiserlichen Rat Johann Franz von Heßler erstanden. Er erbaute ein neues Schloss mit einer Brauerei.[5] Nach Heßlers Tod 1770 ging der Besitz an seine Tochter Anna Regina von Heßler über, die Welchau 1792 an ihren Neffen Karl Ritter von Gamsenberg veräußerte.[6] 1798 abermals feilgeboten gelangte es an die Grafen von Zettwitz. Nach Aufhebung der Patrimonialherrschaften 1848/49 wurde Welchau Teil des Gerichtsbezirkes Karlsbad.

1895 nahm die Lokalbahn Wickwitz–Gießhübl-Sauerbrunn den Betrieb auf. Nach dem Münchner Abkommen wurde der Ort dem Deutschen Reich zugeschlagen und gehörte bis 1945 zum Landkreis Karlsbad. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten 655 Einwohner in 121 Häusern im Ort, in der Mehrzahl Deutschböhmen, die Welchau nach dem Krieg verlassen mussten. Nach dem Krieg kam es zum Zuzug von Tschechen aus Zentralböhmen und Mähren, Repatrianten, Slowaken und Roma.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.uir.cz/obec/555703/Velichov
  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2021 (PDF; 349 kB)
  3. http://www.uir.cz/zsj-obec/555703/Obec-Velichov
  4. Elbogner Kreis: 15. Ehrlich, 1847 (google.de [abgerufen am 9. März 2020]).
  5. Egerradweg 4. Abgerufen am 22. Februar 2017.
  6. Franz Franieck: Album der König Otto's Quelle bei Gießhübl in Böhmen. Souvenir und Führer mit mehreren Ansichten und einem Promenadenplane. Gebr. Franiek, Karlsbad 1857, (Digitalisat).