Smolné Pece

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Smolné Pece. Für die gleichnamige Wüstung in der Gemeinde Potůčky, siehe Smolné Pece (Potůčky).
Smolné Pece
Wappen von Smolné Pece
Smolné Pece (Tschechien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Karlovarský kraj
Bezirk: Karlovy Vary
Fläche: 644,9913[1] ha
Geographische Lage: 50° 18′ N, 12° 46′ OKoordinaten: 50° 17′ 42″ N, 12° 46′ 22″ O
Höhe: 518 m n.m.
Einwohner: 183 (1. Jan. 2017)[2]
Postleitzahl: 362 25
Kfz-Kennzeichen: K
Verkehr
Straße: Božičany - Děpoltovice
Bahnanschluss: Karlovy Vary - Johanngeorgenstadt
Nächster int. Flughafen: Flughafen Karlsbad
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Jana Rédlová (Stand: 2007)
Adresse: Smolné Pece 143
362 25 Nová Role
Gemeindenummer: 538027
Website: smolnepece.cz
Lage von Smolné Pece im Bezirk Karlovy Vary
Karte

Smolné Pece (deutsch Pechöfen) ist eine Gemeinde im Karlovarský kraj in Tschechien.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Smolné Pece befindet sich zehn Kilometer nordwestlich von Karlovy Vary und gehört zum Okres Karlovy Vary. Die Ortslage befindet sich an der Südabdachung des Erzgebirges linksseitig des Tals der Rolava auf einem Sattel entlang der Straße nach Fojtov. Östlich erhebt sich der Berg Hutnický vrch (637 m). Im Rolavatal verläuft die Bahnstrecke Karlovy Vary–Johanngeorgenstadt mit dem Haltepunkt Nová Role zastávka.

Nachbarorte sind Pozorka im Norden, Nový Fojtov und Fojtov im Nordosten, Děpoltovice im Osten, Mezirolí im Südosten, Nová Role und Hamry im Süden, Rájec und Kobelec im Westen sowie Suchá im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurde die Ansiedlung Pechöfen im Jahre 1847 in der topographischen Beschreibung des Elbogener Kreises von Johann Gottfried Sommer. Ihre Bewohner lebten von der Köhlerei und Pechherstellung. Seit 1872 wurde der Ort im politischen Bezirk Neudek als Dorf bezeichnet. 1881 entstand die Lokalbahn Chodau–Neudek; im Tal lag die Bahnstation Hammerhäuser. Die Strecke wurde 1899 Teil der Bahnstrecke Karlsbad–Johanngeorgenstadt. Gepfarrt war Pechhöfen nach Tüppelsgrün, politisch bildete es einen Ortsteil von Voigtsgrün (Fojtov).

Heute spielt der Tourismus im Ort eine große Rolle; viele Häuser dienen als Feriendomizile.

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl[3]
1890 185
1900 247
1910 280
1930 327
Jahr Einwohnerzahl
1961 177
1970 139
1980 87
1991 57
Jahr Einwohnerzahl
2001 91
2011 148

Hinweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sowohl in deutschen als auch tschechischen Schriften wird der Ort sehr häufig mit dem wesentlich älteren und heute nicht mehr bestehenden Smolné Pece (Pechöfen) bei Potůčky verwechselt, das im selben Bezirk lag und nach Bergstadt Platten gepfarrt war. Auch die Angaben auf der Website der Gemeinde beziehen sich teilweise auf den falschen Ort.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Smolné Pece – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.uir.cz/obec/538027/Smolne-Pece
  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2017 (PDF; 371 KiB)
  3. Historický lexikon obcí České republiky - 1869-2015. Český statistický úřad, 18. Dezember 2015, abgerufen am 16. Februar 2016 (tschechisch).