Otovice u Karlových Var

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Otovice
Wappen von Otovice
Otovice u Karlových Var (Tschechien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Karlovarský kraj
Bezirk: Karlovy Vary
Fläche: 441,7808[1] ha
Geographische Lage: 50° 15′ N, 12° 52′ OKoordinaten: 50° 15′ 19″ N, 12° 52′ 20″ O
Höhe: 417 m n.m.
Einwohner: 916 (1. Jan. 2019)[2]
Postleitzahl: 362 32
Kfz-Kennzeichen: K
Verkehr
Straße: Karlovy VaryHroznětín
Nächster int. Flughafen: Flughafen Karlsbad
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Stefana Švecová (Stand: 2008)
Adresse: Hroznětínská 130
362 02 Otovice
Gemeindenummer: 537969
Website: www.otovice.cz
Lage von Otovice u Karlových Var im Bezirk Karlovy Vary
Karte

Otovice (deutsch Ottowitz) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt drei Kilometer nördlich von Karlovy Vary und gehört zum Okres Karlovy Vary.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otovice befindet sich im Falkenauer Becken. Nördlich des Dorfes erhebt sich der Vitický vrch (451 m). Westlich und nordöstlich liegen mehrere stillgelegte Braunkohlen- und Kaolingruben.

Nachbarorte sind Kocourek, Březinka und Podlesí im Norden, Sadov und Nová Hospoda im Nordosten, Vysoká im Osten, Dalovice im Südosten, Bohatice und Sedlec im Süden, Rosnice im Südwesten, Čankov im Westen sowie Mezirolí und Nivy im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste schriftliche Erwähnung von Otnawitz stammt aus dem Jahre 1325, als Johann von Luxemburg seinem Getreuen Kojata von Otnawitz 16 Hufen Land zwischen der Eger und der Tepla bei Elbogen schenkte. Ab 1490 war Ägidius von Steinbach Besitzer von Otovice. Unter den Steinbachern entstand als Lehngut der königlichen Burg Elbogen ein Herrensitz. Nachfolgend gehörte das Dorf verschiedenen Adligen, die im Dienste der Burg standen.

Ab 1850 bildete Ottowitz/Ottovice eine politische Gemeinde im Bezirk Karlsbad. 1930 hatte die Gemeinde 1480 Einwohner. Infolge des Münchner Abkommens wurde Ottowitz 1938 dem Deutschen Reich angeschlossen. Zu dieser Zeit bestanden mit der Jakobi-Zeche, Josefi-Zeche, Antoni-Eleonorenzeche, Caroli-Zeche und der Eleonorenzeche fünf kleine Braunkohlengruben in Ottowitz. 1939 lebten in Ottowitz 1445 Menschen. Von 1938 bis 1945 war die Gemeinde Teil des deutschen Landkreises Karlsbad und kam nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zur Tschechoslowakei zurück. Von 1946 bis 1960 gehörte Otovice zum Okres Karlovy Vary-okolí und seit 1961 wieder zum Okres Karlovy Vary. Zwischen 1975 und 1990 war Otovice nach Karlovy Vary eingemeindet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Gemeinde Otovice sind keine Ortsteile ausgewiesen. Grundsiedlungseinheiten sind Nové Otovice (Neu Ottowitz) und Otovice (Ottowitz).[3]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.uir.cz/obec/537969/Otovice
  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2019 (PDF; 0,8 MiB)
  3. http://www.uir.cz/zsj-obec/537969/Obec-Otovice