Faido

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Faido
Wappen von Faido
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Leventinaw
Kreis: Kreis Faido
BFS-Nr.: 5072i1f3f4
Postleitzahl: 6760
Koordinaten: 704347 / 14841746.478958.79747711Koordinaten: 46° 28′ 44″ N, 8° 47′ 51″ O; CH1903: 704347 / 148417
Höhe: 711 m ü. M.
Fläche: 126.3 km²
Einwohner: 2993 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 24 Einw. pro km²
Website: www.faido.ch
Bahnhof Faido

Bahnhof Faido

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Faido (deutsch Pfaid (veraltet), Dialekt Fait) ist eine politische Gemeinde und Hauptort des Kreises Faido und des Bezirks Leventina im Kanton Tessin in der Schweiz. Es ist Hauptort des gleichnamigen Kreises.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Faido umfasste vor wenigen Jahren nur den Talboden. Inzwischen haben aber sämtliche Gemeinden der mittleren Leventina unterhalb des Piottino bis zur Biaschina fusioniert.

Geschichte[Bearbeiten]

Faido liegt in der Valle Leventina (Livinental) am Fluss Tessin. Der Ort wurde 1171 als Faedo erstmals erwähnt. 1639 hatte Faido 255 Einwohner, 1850 704, 1950 1173 und 2002 waren es 1522 Einwohner.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bau der Nationalstrasse N2 (Autobahn 2 (Schweiz)) stellte die Gemeinde vor eine Bewährungsprobe, denn das offizielle Projekt sah eine offene Linienführung zwischen dem Dorfkern und dem Spital vor. Unterstützt durch Robert Steiner, Bauberater des Schweizerischen Heimatschutzes und Hans Marti, Delegierter für die Stadtplanung der Stadt Zürich, beide in der Kommission Hürlimann, gelang es, bei Bundesrat Hans-Peter Tschudi eine Tunnellösung zu erwirken. Bei der Eröffnung wurde Bonvin zum Ehrenbürger und Marti zum Ehrengast ernannt.[2]

Im Frühjahr 2004 haben die Einwohner von Faido die Fusion ihrer Gemeinde mit Chiggiogna, Osco, Mairengo, Calpiogna, Campello, Rossura, Calonico, Anzonico, Cavagnago und Sobrio in einer Volksabstimmung angenommen. Zur Gemeinde gehört seit 2005 auch das Bergdorf «Aldescio» auf 1'550 m ü. M. an einem Südhang oberhalb von Chiggiogna.

Da aber die meisten Gemeinden das Fusionsbegehren verworfen haben, wurde die neue Gemeinde zunächst nur aus Faido, Chiggiogna, Rossura und Calonico gebildet. Am 5. Juni 2005 wurde die neue Fusionsvorlage in einer Volksabstimmung angenommen und auf den 29. Januar 2006 erfolgte der rechtskräftige Zusammenschluss.

Am 1. April 2012 fusionierte Faido mit den Gemeinden Anzonico, Calpiogna, Campello, Cavagnago, Chironico, Mairengo und Osco.

Durch die Fusion hat sich die Einwohnerzahl von 1527 Einwohner (Stand Ende 2005, alte Gemeinde) auf etwa 2000 Einwohner (neue Gemeinde Faido) erhöht.

Ortsbürgergemeinde[Bearbeiten]

Aktive Ortsbürgerfamilien sind Beltrami, Cappelletti, Caso, Cattaneo, Costa, Disteli, Grassi, Karpf, Lentini, Lucchini, Merzaghi, Pedrini, Picchiotini, Solari, Tagliabue, Vicari.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Propsteikirche Sant’Andrea[4][5]
  • Patrizier Palast, Architekt: Paolo Zanini[4]
  • Kirche San Francesco und Kapuzinerkloster[4][6][7][8]
  • Torre dei Varesi[9]
  • In der Nähe der Ortsmitte ist der Piumogna-Wasserfall zu besichtigen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

  • Faido ist vorwiegend durch die Gotthardautobahn und der nahen Alptransit-Baustelle für den Zwischenangriff Faido-Polmengo des Gotthard-Basistunnels geprägt. Faido war 1889 die erste Tessiner Gemeinde, die elektrisches Licht einführte.
  • Cooperativa Elettrica Faido, Elektrizitätsgenossenschaft[10]

Sport[Bearbeiten]

  • Leventina Calcio[11]
  • Football Club Drina[12]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Johann Rudolf Rahn: I monumenti artistici del medio evo nel Cantone Ticino. Tipo-Litografia di Carlo Salvioni, Bellinzona 1894, S. 96–98.
  • Kurt Held (Kläber), (* 4. November 1897 in Jena; † 9. Dezember 1959 in Sorengo), Der Trommler von Faido. (Jugendroman) 1941.

Weblinks[Bearbeiten]

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Claude Ruedin et at.: Hans Marti – Pionier der Raumplanung. GTA, 2008.
  3. Patriziato di Faido auf patriziatofaido.ch
  4. a b c Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 129–132.
  5. Propsteikirche Sant’Andrea (Foto)
  6. Kapuzinerkloster
  7. Kirche San Francesco (Foto)
  8. Kapuzinerkloster (Foto)
  9. Torre dei Varesi (Foto)
  10. Cooperativa Elettrica Faido
  11. Leventina Calcio
  12. Football Club Drina