Warndt

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Der Warndt ist ein ausgedehntes, rund 5000 Hektar großes Waldgebiet und umfasst Teile des deutschen Saarlandes und der französischen Region Grand Est (Lothringen bis 2016) westlich von Saarbrücken. Die Landschaft des Warndt besteht geologisch aus Buntsandstein, der von Eisenerzbändern durchzogen wird und auf Steinkohle lagert. Sie ist heute ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Das Gebiet wird von der Saar und zwei ihrer linksseitigen Zuflüsse begrenzt, der Bist im Norden und der Rossel im Süden. Durchflossen wird es vom Lauterbach, der in Geislautern in die Rossel mündet. Der Name Warndt wurde in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ottos III. im Jahre 999 erstmals schriftlich erwähnt.

Als verwarnter, für die Untertanen verbotener Wald war der Warndt seit dem Mittelalter ein herrschaftliches Jagdrevier. Landesfürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken ließ sich 1717 in Karlsbrunn ein Jagdschloss errichten und nutzte es oft für große und mehrere Tage dauernde Jagden. Im Jahre 1815 zog die staatliche Forstverwaltung in das Anwesen ein. Im 17. Jahrhundert war der Warndt Zufluchtsort für französische Hugenotten. Ihre Ansiedlungen im Warndt, in Ludweiler, lösten dabei eine nachhaltige Wirkung auf das Gebiet aus, da sie das Glasbläserhandwerk mitbrachten und die Glasindustrie an der Saar einführten. Der Holzreichtum des Warndt wurde zum Befeuern der Glashütten verwendet. Der Steinkohlenbergbau endete Mitte 2005. Die Kunst der Glasbläser lässt sich heute in der Demonstrationsmanufaktur von Villeroy & Boch in Wadgassen besichtigen.

Rehbruchweiher, Geislautern

Orte in der Warndt-Region[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Industrie im Warndt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ehemals grenzüberschreitendes Steinkohlenabbaugebiet
  • Ehemals Erzschmelzen und Glashütten
  • Grube Velsen
  • Bergwerk Warndt

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]