Dalem

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Dalem
Dalem (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Forbach-Boulay-Moselle
Kanton Bouzonville
Gemeindeverband Houve-Pays Boulageois
Koordinaten 49° 14′ N, 6° 37′ OKoordinaten: 49° 14′ N, 6° 37′ O
Höhe 206–355 m
Fläche 7,32 km²
Einwohner 690 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 94 Einw./km²
Postleitzahl 57550
INSEE-Code

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Kirche St. Pierre

Dalem ist eine französische Gemeinde mit 690 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2016 Lothringen).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Dalem liegt im Norden Lothringens, 35 Kilometer ostnordöstlich von Metz, zehn Kilometer nordöstlich von Boulay-Moselle (Bolchen), acht Kilometer südöstlich von Bouzonville (Busendorf) und sechs Kilometer westlich der saarländischen Gemeinde Überherrn.

Nachbargemeinden von Dalem sind Rémering (Reimeringen) im Nordosten, Merten im Osten, Falck (Falk) im Südosten, Hargarten-aux-Mines (Hargarten) im Süden, Téterchen (Teterchen) im Westen sowie Tromborn (Tromborren) im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde urkundlich erwähnt als Dala (1179), Dalcheim (1299), le chasteau et maison forte de Dales (1303), la forte maison de Dalle (1337), Dalheim (1594) und Dhallem (1778).[1] Die Ortschaft gehörte früher zum Herzogtum Lothringen[2] im Heiligen Römischen Reich. Hier befand sich einst ein Schloss, Sitz einer Baronie, das schon im 17. Jahrhundert zerstört war,[1] von dem im 19. Jahrhundert aber noch eine Ruine stand.[2]

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam das Gebiet von Frankreich zurück an Deutschland, und das Dorf wurde dem Kreis Bolchen im Bezirk Lothringen des Reichslandes Elsaß-Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreide-, Kartoffel-, Obst- und Gemüsebau.[2]

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt und stand unter deutscher Verwaltung.

Von 1940 bis 1944 trug die Gemeinde den Namen Dahlem (Westmark)[3].

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2019
Einwohner 487 530 550 574 545 577 636 690

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche St. Pierre von 1902

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dalem, Kreis Bolchen, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Dalem (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 358–359 (google.books.com).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 122 (books.google.com).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 85 (books-google.com).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Dalem (Moselle) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 85 (books-google.com).
  2. a b c Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 358–359 (google.books.com).
  3. Liste aller Namen vom Ort Dalem zwischen 1900 und 1990 - Ehemalige Ostgebiete. Abgerufen am 15. Juli 2021.