Rhein-Weser-Express

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RE 6 Rhein-Weser-Express
Strecke der Rhein-Weser-Express
Kursbuchstrecke (DB): 370 (Minden–Bielefeld)
400 (Bielefeld–Hamm)
415.1/2 (Hamm–Düsseldorf)
485 (Düsseldorf–Neuss)
495 (Neuss–Köln)
465 (Köln–Köln/Bonn Flughafen)
Streckenlänge: 280 km
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Verlauf
   
280 Minden (Westf) ICE, IC
Haltepunkt, Haltestelle
274 Porta Westfalica
Haltepunkt, Haltestelle
265 Bad Oeynhausen IC
Bahnhof, Station
259 Löhne (Westf)
Bahnhof, Station
249 Herford ICE, IC
Bahnhof, Station
235 Bielefeld Hbf ICE, IC
Bahnhof, Station
217 Gütersloh Hbf ICE, IC
Bahnhof, Station
208 Rheda-Wiedenbrück
Bahnhof, Station
198 Oelde
Bahnhof, Station
189 Neubeckum
Bahnhof, Station
179 Ahlen (Westf)
Haltepunkt, Haltestelle
171 Heessen
Bahnhof, Station
168 Hamm (Westf) ICE, IC
Bahnhof, Station
153 Kamen
   
137 Dortmund Hbf THA, ICE, IC
   
119 Bochum Hbf ICE, IC
Haltepunkt, Haltestelle
112 Wattenscheid
   
103 Essen Hbf THA, ICE, IC
   
94 Mülheim (Ruhr) Hbf ICE, IC
   
84 Duisburg Hbf THA, ICE, IC
   
67 Düsseldorf Flughafen   ICE, IC
   
60 Düsseldorf Hbf THA, ICE, IC
   
49 Neuss Hbf (seit 12/2016) IC
   
33 Dormagen (seit 12/2016)
   
11 Köln Hbf (seit 12/2016) THA, ICE, IC
   
10 Köln Messe/Deutz (nur NVZ, teilw.) ICE, IC
   
0 Köln/Bonn Flughafen (seit 12/2016) ICE, IC

Der Rhein-Weser-Express ist ein Regional-Express-Zuglauf in Nordrhein-Westfalen, der Städte Westfalens (unter anderem Minden, Bielefeld und Hamm) mit dem Ruhrgebiet (insbesondere Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg) und dem Rheinland (Düsseldorf, Neuss und Köln) verbindet.

Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 hieß der Zuglauf noch Westfalen-Express und endete bereits in Düsseldorf Hauptbahnhof.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der NRW-Express (RE 1) war eine der ersten Regional-Express-Linien und verkehrte anfangs mit fünf und zwischenzeitlich bis zu acht Doppelstockwagen von Bielefeld über Dortmund, Düsseldorf und Köln nach Aachen. Vorläufer des heutigen Rhein-Weser-Express waren werktägliche Zwischenzüge des NRW-Express, die zur Taktverdichtung zwischen Bielefeld und Dortmund dienten. Zu dessen Entlastung wurde dann auf dem Abschnitt Bielefeld – Düsseldorf am 24. Mai 1998 der Westfalen-Express (damals noch mit der Liniennummer RE 11) eingerichtet.

Zum Fahrplanwechsel 2002 erfolgte eine Verlängerung dieses Zuglaufs von Düsseldorf über Dortmund und Bielefeld hinaus bis Minden, verbunden damit wurde die Liniennummer in RE 6 geändert. Im Gegenzug wurde der schlechter ausgelastete Abschnitt des NRW-Express zwischen Bielefeld und Hamm abgetrennt, damit sollte insbesondere die Pünktlichkeit der gesamten Linie verbessert werden. Für die Strecke Bielefeld – Minden bedeutete der neue Westfalen-Express montags bis freitags eine Verdoppelung des Nahverkehrsangebots.

Als Vorlaufbetrieb für den Rhein-Ruhr-Express wurde zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015 die Linie RE 6a in Betrieb genommen. Diese verband Düsseldorf Hauptbahnhof erstmals regelmäßig mit dem Flughafen Köln/Bonn und bediente dabei Unterwegshalte in Neuss Hauptbahnhof, Dormagen, Köln Hauptbahnhof sowie einzelne Züge auch Köln Messe/Deutz.

Diese Interims-Linie wurde im Stundentakt planmäßig mit elektrischen Triebzügen der Baureihe 425 in Doppeltraktion befahren. Grund für die vorläufige Getrenntführung von RE 6 und RE 6a war die fehlende Notbremsüberbrückung der auf der Linie RE 6 (Minden – Düsseldorf) eingesetzten Doppelstockwagen, welche die Flughafenschleife Köln nicht befahren dürfen.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 wurde der Wagenpark durch nachgerüstete Doppelstockzüge ersetzt, der RE 6 bis Köln/Bonn Flughafen verlängert und die Linie RE 6a eingestellt. Der RE 6 trägt seit der Verlängerung den Namen Rhein-Weser-Express.[1]

Zuglauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rhein-Weser-Express befährt insgesamt neun Eisenbahnstrecken:

Ähnlich wie der Rhein-Emscher-Express befährt der Rhein-Weser-Express einen weiten Teil der Stammstrecke der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft, zwischen Dortmund und Duisburg benutzt er allerdings die besser ausgebaute und zentraler gelegene Ruhrgebietsstrecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft und zwischen Düsseldorf und Köln die Linksniederrheinische Strecke.

Zugangebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rhein-Weser-Express verkehrt seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2016 tagsüber im Stundentakt von Minden nach Köln/Bonn Flughafen, seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2010 auch als Vollangebot auf der gesamten Linie von 7 Uhr bis 22 Uhr.[2] Bis zum Fahrplanwechsel Dezember 2010 gab es jedoch in Tagesrandlagen auch einzelne Züge mit den Wendepunkten Dortmund, Hamm und Bielefeld.

Verdichtet wird der Takt auf Teilabschnitten durch den NRW-Express und den Rhein-Hellweg-Express zwischen Hamm und Duisburg, durch die Ems-Börde-Bahn RB 69 zwischen Bielefeld und Hamm, Weser-Leine-Express RE 70 und Porta-Express RE 78 zwischen Bielefeld und Minden.

RE 6 in Essen Hauptbahnhof nach Düsseldorf

Der RE 6 verläuft auf einem großen Abschnitt parallel zu S-Bahnlinien und hat teilweise den Charakter einer schnellen S-Bahn oder Schnellbahn übernommen beziehungsweise wird von den Fahrgästen entsprechend genutzt.

Er wird im Schienenpersonennahverkehr von der DB Regio NRW betrieben, die Wendezüge aus fünf Doppelstockwagen bespannt mit Elektrolokomotiven der Baureihe 146.3 einsetzt. Als Ersatz kommen regelmäßig auch Elektrolomotiven der Baureihe 111 zum Zuge. Die fahrplanmäßige Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h kann auf weiten Abschnitten ausgefahren werden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt 84,5 km/h. Vereinzelt gelangen auch Fahrzeuge der Baureihe 425 in den Einsatz als RE 6.

Der Rhein-Weser-Express ist in Köln, Neuss, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Dortmund, Hamm, Bielefeld, Herford, Löhne und Minden mit dem übrigen Nahverkehrsnetz in NRW bzw. Niedersachsen verknüpft. Zudem sichert er an einem Teil der Halte direkte Anschlüsse an den Fernverkehr.

Ausschreibung der Strecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Bestellung sind vier Zweckverbände in Nordrhein-Westfalen, der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), der Zweckverband SPNV Ruhr-Lippe, der Zweckverband SPNV Münsterland und der Verkehrsverbund OstWestfalenLippe beteiligt.

Gemäß Qualitätsbericht 2007 des VRR hatten die Zugfahrten der RE 6 im Jahre 2007 eine durchschnittliche Verspätung von 3,6 Minuten und liegen damit etwas über dem Durchschnitt der RE-Linien in NRW. Die Quote der nicht vorhersehbaren Ausfälle lag bei circa 1,75 % aller Zugfahrten, womit sich die RE 6 ungefähr im Mittelfeld der RE-Linien in NRW bewegt.[3]

Der große Verkehrsvertrag, auf dessen Grundlage die Linie zwischen Dortmund und Düsseldorf betrieben wird, wurde vom VRR am 12. Juni 2008 fristlos gekündigt, seitdem betreibt die DB ihn auf diesem Ast auf Basis einer Auferlegung. Am 19. Dezember 2008 entschied das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, dass die Kündigung des „großen Verkehrsvertrages“ rechtswidrig gewesen sei. Die nordrhein-westfälischen Aufgabenträger haben einen gemeinsamen Ausschreibungsfahrplan vorgelegt, wonach die Linie RE 6 gemeinsam mit dem RE 5 Rhein-Express ausgeschrieben werden soll. Betriebsaufnahme für den RE 6 war der 11. Dezember 2016.[4]

Im Rahmen der sogenannten Rhein-Ruhr-Express Interimsvergabe werden die Leistungen vom Dezember 2016 bis zur Inbetriebnahme der Rhein-Ruhr-Express-Fahrzeuge durch DB Regio erbracht.[5] Ab 2019 wird der Rhein-Weser-Express von der National Express Rail GmbH betrieben werden.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Westfalen-Express – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. NVR, Sitzung des Hauptausschusses am 5.11.2016, SPNV-Jahresfahrplan 2017 – Änderungen und Neuerungen zum Fahrplanwechsel
  2. Fahrplanänderungen 2010 in NRW abgerufen Dezember 2010
  3. Qualitätsbericht 2007 des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (pdf, 659,8 KB)
  4. [1]
  5. RRX-Interimsvergabe geht an DB Regio NRW. NVR, 11. April 2014, abgerufen am 11. April 2014 (Pressemitteilung).
  6. Ein starkes Team für den RRX. RRX, abgerufen am 20. Februar 2017.