Rhein-IJssel-Express

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RE 19 Rhein-IJssel-Express
Karte des Zuglaufs
Streckenlänge:123 km
Provinz (NL):
Bundesland (D):
Gelderland
Nordrhein-Westfalen
Auftraggeber: VRR, NWL, Provincie Gelderland
Betreiber: VIAS
Zuglauf
122,9 Arnhem Centraal ICE, IC
108,9 Zevenaar
103,8 Staatsgrenze Niederlande/Deutschland
100,8 Emmerich-Elten
92,0 Emmerich
85,8 Praest
81,6 Millingen (b Rees)
79,9 Empel-Rees
76,0 Haldern (Rheinland)
70,3 Mehrhoog
60,5 Wesel-Feldmark
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78,3 Bocholt
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75,3 Bocholt-Mussum (ab 2023)
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71,1 Hamminkeln-Dingden
BSicon STR.svgBSicon BHF.svg
67,1 Hamminkeln
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62,6 Wesel-Blumenkamp
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57,9 Wesel
BSicon BS2l.svgBSicon BS2r.svg
Flügelung in Wesel
54,4 Friedrichsfeld (Niederrhein)
50,0 Voerde (Niederrhein)
45,1 Dinslaken
38,9 Oberhausen-Holten
35,4 Oberhausen-Sterkrade
31,2 Oberhausen Hbf ICE, IC
23,6 Duisburg Hbf ICE, IC, THA, FLX
8,2 Düsseldorf Flughafen ICE, IC, THA
0 Düsseldorf Hbf ICE, IC, THA, FLX
Haltepunkte: RE 19 0025
technische Details
Triebwagen: RE 19 00Flirt 3
Streckenlänge: RE 19 nach Arnhem 0122,9 km
RE 19 nach Bocholt 0078,3 km
Höchstgeschwindigkeit: RE 19 nach Arnhem 0160 km/h
RE 19 nach Bocholt 0100 km/h

Der Rhein-IJssel-Express (RE 19) ist eine dem Niederrhein-Netz zugehörige stündlich verkehrende, grenzüberschreitende Regional-Express-Linie in Nordrhein-Westfalen und der niederländischen Provinz Gelderland. Sie verbindet Düsseldorf am Rhein, Oberhausen und Emmerich mit Arnheim an der IJssel und Bocholt.

Nach erfolgter Elektrifizierung der Bahnstrecke Wesel–Bocholt im Februar 2022 wurde die Linie in den RE 19 integriert und wird seither in Wesel nach Bocholt geflügelt, sodass eine umsteigefreie Verbindung von Düsseldorf nach Bocholt besteht.[1][2]

Mit dem Maas-Wupper-Express (RE13), LIMAX (RE18) und dem euregioAIXpress (RE29) gibt es drei weitere internationale Regional-Expresse in Nordrhein-Westfalen.

Die unentgeltliche Beförderung für Schwerbehinderte gilt nur auf dem deutschen Streckenabschnitt.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rhein-IJssel-Express bei Praest

Die Linie RE 19 wurde mit dem Fahrplanwechsel zum 11. Dezember 2016 eingeführt. Zuvor verkehrte auf der Bahnstrecke Oberhausen–Arnhem die Regionalbahn-Linie Der Weseler (ehemals RB 35), welche 1998 mit der Einführung des NRW-Takts entstand.[4] Der Weseler verband bis zum Dezember 2016 Duisburg und Wesel und verkehrte lediglich in der Hauptverkehrszeit (HVZ) in Lastrichtung bis Emmerich bzw. Düsseldorf oder Köln. Die Linie wurde mit Triebfahrzeugen der Baureihe 425/426 sowie (zumeist in der HVZ) mit lokbespannten Zügen mit n-Wagen von DB Regio NRW bedient.

Mit dem auslaufenden Vertragsende zum Dezember 2016 zwischen der DB Regio NRW und dem VRR wurde das gesamte rechte Niederrhein-Netz neu ausgeschrieben. Hierbei war auch eine grenzüberschreitenden Nahverkehrslinie vorgesehen. Die Ausschreibung für das Niederrhein-Netz und damit auch die internationale Linie gewann Abellio Rail NRW. Die Linie RE 19 nahm zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 den Betrieb auf – allerdings zunächst nur auf dem Abschnitt von Emmerich bis Düsseldorf. Erst seit dem 6. April 2017 verkehrt der Rhein-IJssel-Express ab Emmerich weiter über Zevenaar bis Arnheim.[5] In Arnheim bestehen Anschlüsse an das nationale Intercity-Netz der Niederländischen Eisenbahnen sowie zu regionalen Sprinter- und Stoptreinverbindungen. Zwischen Zevenaar und Arnheim ergänzt der RE 19 die niederländischen Stoptreinlinien Arnheim–DoetinchemWinterswijk und Arnheim–Doetinchem auf der Bahnstrecke Zevenaar-Winterswijk.

Seit Einstellung der Eilzugverbindungen zwischen Amsterdam und Köln in den 1980er Jahren gab es auf der Bahnstrecke Oberhausen–Arnhem keinen grenzüberschreitenden Nahverkehr. Es existierten nur Buslinien und eine Intercity-Express-Linie. Lediglich vom Dezember 2005 bis Juni 2006 betrieb das niederländische Nahverkehrsunternehmen Syntus zu Testzwecken die Regionalbahn-Linie Der Arnheimer (RB 34) zwischen Emmerich und Arnheim.[6]

Ein weiterer Bestandteil der Ausschreibung zum Dezember 2016 war die Bedienung der nicht elektrifizierten Bahnstrecke Wesel–Bocholt. Auf dieser Verbindung wurde die Regionalbahn-Linie Der Bocholter (ehemals RB 32) von Wesel nach Bocholt eingeführt.[7] Unter der Annahme, dass die Elektrifizierung der Bahnstrecke zum Dezember 2021 abgeschlossen und somit eine Flügelung der Linie RE 19 in Wesel möglich ist, wurde die Liniennummer RB 32 im Vorfeld des Fahrplanwechsel 2019 der Linie Rhein-Emscher-Bahn zugeteilt, womit die Linie Der Bocholter eine neue Liniennummer bekam. Die Linie trägt seitdem die Linienkennung RE 19a.

Nach dem Ausscheiden des Bahnunternehmens Abellio im Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen Ende Januar 2022 wurde der Rhein-IJssel-Express von der VIAS Rail GmbH, einem privaten mittelständischen Anbieter aus Düren, übernommen.[8][9]

Angebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Linien verkehren täglich zwischen 5 und 23 Uhr. Zusammen mit dem Rhein-Express (RE 5 (RRX)) und dem Wupper-Lippe-Express (RE 49) wird so von Montag bis Freitag auf dem Abschnitt von Wesel und Oberhausen ein angenäherter 20-Minuten-Takt, samstags und sonntags ein Halbstundentakt angeboten. Auf dem Abschnitt Wesel – Düsseldorf wird von Montag bis Freitag zusammen mit dem Rhein-Express (RE 5 nach Koblenz) ein Halbstundentakt angeboten, zudem kommen in der Hauptverkehrszeit zwischen 6 und 9 Uhr und zwischen 16 und 18 Uhr zusätzliche Züge zum Einsatz.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Rhein-IJssel-Express bestimmter Triebzug im Abellio-Betriebswerk, April 2016

Auf der Linie RE 19 kommen Fahrzeuge vom Typ Stadler Flirt 3 zum Einsatz. Abellio erwarb für die Linien RE 19, und RB 35 insgesamt 21 Triebwagen diesen Typs.[10] Sieben von diesen Triebwagen sind Mehrsystemfahrzeuge, welche für die Streckenabschnitte Düsseldorf–Elten (15 kV 16,7 Hz ~), Elten–Zevenaar (Übergang zur Betuweroute) (25 kV 50 Hz ~) und Zevenaar–Arnhem (1,5 kV =) benötigt werden. Auf dem anderen Abschnitt nach Bocholt werden Einsystemfahrzeuge des Flirt eingesetzt, Düsseldorf–Bocholt (15 kV 16,7 Hz). Auch beim nachfolgenden Betreiber VIAS werden diese eingesetzt.

Für die Instandhaltung der Fahrzeuge unterhält der Betreiber eine Werkstatt in unmittelbarer Nähe des Duisburger Hauptbahnhofs.

Zuglauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regional-Express-Linien befahren folgende Bahnstrecken:

RE 19:

Hellweg-Express[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Anfangszeit des NRW-Taktes gab es von 1998 bis 2002 bereits eine Regional-Express-Linie, die die Bezeichnung RE 19 trug. Diese von DB Regio NRW betriebene Verbindung führte von Dortmund über Unna nach Warburg und wurde zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2002 durch die Linien RB 59 (Hellweg-Bahn) und RB 89 ersetzt.[11]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. VRR beauftragt Abellio mit dem Betrieb des Niederrhein-Netzes. In: abellio.de. Abellio GmbH, 2. April 2013, abgerufen am 30. April 2016.
  2. Abellio Rail NRW baut Bahnbetriebswerk in Duisburg. In: newstix.de. 2. Dezember 2015, abgerufen am 1. Mai 2016.
  3. Keine Freifahrt zwischen Emmerich-Elten und Arnheim In: oepnv-info.de, abgerufen am 1. Dezember 2021.
  4. Beschreibung der Linie Der Weseler im NRWbahnarchiv von André Joost
  5. Über die Grenze hinaus: Meine Fahrt mit dem RE 19 nach Arnhem. In: vrr.de. Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR, 28. Oktober 2019, abgerufen am 16. Dezember 2019.
  6. Beschreibung der Linie Der Arnheimer im NRWbahnarchiv von André Joost
  7. Beschreibung der Linie Der Bocholter im NRWbahnarchiv von André Joost
  8. Bahn, National Express und Vias übernehmen in NRW. Die Zeit, 9. Dezember 2021, abgerufen am 9. Dezember 2021.
  9. Drei Bahnunternehmen ersetzen Abellio in NRW. Westdeutscher Rundfunk, 9. Dezember 2021, abgerufen am 9. Dezember 2021.
  10. Rhein-IJssel-Express. In: abellio.de. Abellio GmbH, abgerufen am 16. Dezember 2019.
  11. Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (Hrsg.): Verbundfahrplan Schnellverkehr 2003. Gelsenkirchen 2002, S. 6.