Alfons Haider

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Alfons Haider auf der Regenbogenparade 2007

Alfons Haider (* 24. November 1957 in Wien) ist ein österreichischer Schauspieler, Sänger, Fernsehmoderator, Kabarettist und Entertainer.

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten]

Haider begann 1976 seine Schauspiel- und Musicalausbildung in Wien, welche er am Lee Strasberg Institut in Los Angeles (Kalifornien) verfeinerte.

Er spielte an verschiedenen Wiener Bühnen wie dem Wiener Volkstheater, dem Theater in der Josefstadt, der Tribüne, den Kammerspielen, am Theater der Jugend sowie im Vienna's English Theatre (1990 und 2014). Zwischendurch führten ihn große Tourneen durch das deutschsprachige Europa. Schließlich wurde Alfons Haider auch für Film und Fernsehen aktiv, wobei er nicht nur für das deutschsprachige Fernsehen arbeitete, sondern auch in diversen internationalen Produktionen tätig war.
Alfons Haider war sechs Jahre lang – von 1985 bis 1991 – die Stimme des Verkehrsratgebers für Kinder im ORF, Helmi.
1989 begann seine Karriere als Moderator beim ORF, die bis heute andauert und mit der Präsentation des Wiener Opernballs (gemeinsam mit Arabella Kiesbauer) jährlich einen Höhepunkt erfährt.
Nebenbei feierte er große Bühnenerfolge in Rollen der Weltliteratur (Hamlet, Dorian Gray, Heinrich II., Anatol …).

2003 kehrte er in der Rolle als Jeff Zodiak im von Rainhard Fendrich und Harold Faltermeyer geschriebenen Musical Wake up! ans Wiener Raimundtheater zurück.
1995 präsentierte er sein erstes Kabarettprogramm „Haiderkeit kennt keine Grenzen“. Sein inzwischen achtes Programm Haider an die Macht war wiederum ein großer Erfolg.

Alfons Haider mit Dita von Teese (Life Ball 2010)

Den Stockerauer Festspielen ist Alfons Haider eng verbunden, seit er hier im Alter von 23 Jahren in Skup, der Geizige von Ragusa debütierte. 1998 übernahm er die künstlerische Leitung des Open Air Festivals und sorgte in seiner Eröffnungssaison mit The King and I für den bis dahin größten Erfolg in der Festspielgeschichte. 2003 konnte dieser Erfolg mit Sag beim Abschied… (Haider in der Rolle des Willi Forst) noch übertroffen werden. Im Sommer 2007 stand er ab Juli in der Uraufführung des Musicals C'est la vie auf dieser Bühne, dem gesellschaftskritischen Stück um Aufstieg und Fall eines Idols.[1] Im Herbst 2014 steht er bei der Uraufführung der Englischen Fassung der Erfolgskomödie Butterbrot von Gabriel Barylli im Vienna's English Theatre auf der Bühne.

Am 30. Januar 2006 war Alfons Haider mit seiner in Österreich so erfolgreichen Show Entertainer zum ersten Mal in der New Yorker Carnegie Hall zu Gast. Am 2. März 2006 wurde die neue Musicalhalle F in der Wiener Stadthalle mit dem Musicalklassiker The King and I von Richard Rodgers (Musik) und Oscar Hammerstein II (Texte, Buch) eröffnet. Haider war in der Rolle des König von Siam zu sehen. Haider moderierte die Erfolgssendung Dancing Stars auf ORF 1, für die zweite Staffel erhielt er 2006 die Goldene Romy. Gemeinsam mit Mirjam Weichselbraun moderierte er auch ab 9. März 2007 die dritte Staffel von Dancing Stars. Er war auch in der vierten Staffel dabei, allerdings ersetzte Klaus Eberhartinger ihn als Moderator, und Haider war der vierte Juror. Bei der fünften Staffel 2009 übernahm er wieder die Moderatoren-Rolle, Klaus Eberhartinger wechselte in die Jury.

Ab 23. November 2007 moderierte Haider die ORF-Sendung „Musical! Die Show“, in der acht Wochen lang zehn junge Leute versuchten, die Zuschauer von ihrem Talent zu überzeugen. Die Kandidaten mussten in Singen, Tanzen und Schauspielen ihr Bestes geben.

Bei der 6. Staffel von Dancing Stars war Alfons Haider mit dem Profitänzer Vadim Garbuzow als erstes gleichgeschlechtliches Paar zu sehen. Das Tanzpaar erreichte den 4. Platz in dieser Staffel.

Privatleben[Bearbeiten]

Haider hatte 1997 als bereits bekannter Fernsehmoderator und Schauspieler sein Coming-out als Homosexueller, um, wie er sagte, einem geplanten Outing zuvorzukommen. Heute bereut er dies zwar nicht, würde es allerdings vor allem zum Schutz von Familie und Lebensgefährten nicht mehr tun (Haiders Mutter wurde wegen seiner Homosexualität von einem Unbekannten misshandelt).[2]

Haider hatte eine Zwillingsschwester, die aber mittlerweile verstorben ist.

Soziales Engagement[Bearbeiten]

Haider mit Fran Drescher (Dancer against Cancer 2010)

Haider unterstützt seit Jahren Arnold Pollak, den Primarius der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde am Wiener Allgemeinen Krankenhaus, und dabei insbesondere die Arbeit mit „Frühchen“. Nach jeder Vorstellung sammeln Alfons Haider, seine Mutter Anna und seine Bühnenkollegen für die Aktion „Unser Kind“[2].

Filme[Bearbeiten]

  • 1981: Der Wüstensohn
  • 1983: Happy Weekend
  • 1985: Bitter Herbs
  • 1993: Mein Freund, der Lipizzaner
  • 1994: Höhenangst
  • 1995: Ein fast perfekter Seitensprung
  • 1997: Der See
  • 1998: Kubanisch rauchen
  • 2003: Dinner for two

Fernsehserien[Bearbeiten]

CDs[Bearbeiten]

  • 2002: Ich bin Du
  • 2004: Entertainer - Das ist mein Tag
  • 2005: Christmas Entertainer
  • 2006: Bel Ami
  • 2007: For Once In My Life

Hörbücher[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alfons Haider – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.musicalzentrale.de/index.php?service=0&subservice=2&details=1655&PHPSESSID=6db638076497650d1841b3c159c9920d
  2. a b Kronen Zeitung: 50 Jahre und kein bisschen leise..., 25. November 2007