Barbara Schöneberger

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Barbara Schöneberger beim Deutschen Fernsehpreis 2007 in Köln

Barbara Schöneberger (* 5. März 1974 in München) ist eine deutsche Fernsehmoderatorin, Schauspielerin und Sängerin.

Leben[Bearbeiten]

Barbara Schöneberger ist die Tochter des Soloklarinettisten Hans Schöneberger und seiner Frau Annemarie. Sie wuchs als Einzelkind in Gröbenzell bei München auf[1] und sammelte in einer Foto-Love Story der Zeitschrift Mädchen 1989 erste Erfahrungen vor der Kamera.[2] Nach ihrem Abitur am Pestalozzi-Gymnasium in München 1993 absolvierte Schöneberger ein Volontariat bei der Modezeitschrift Mode Spezial in München. 1994 begann sie ein Studium der Soziologie, Kommunikationswissenschaft und Kunstgeschichte in Augsburg. Während ihres Studiums arbeitete Schöneberger für die Agentur Trendhouse EventMarketing in München. In dieser Zeit hatte sie auch ihren ersten Fernsehauftritt, eine Gastrolle in der Serie Café Meineid. 1999 brach sie ihr Studium nach zehn Semestern ab.

Barbara Schöneberger lebt in Berlin, ist seit 2009 verheiratet und hat einen Sohn (* 2010) und eine Tochter (* 2013).[3][4]

Karriere[Bearbeiten]

Barbara Schöneberger beim Benefiz-Konzert „Cover me“ im Kölner E-Werk 2006

Fernsehen[Bearbeiten]

Ihre Fernsehkarriere begann Schöneberger 1998 als Assistentin von Elmar Hörig in der Sat.1-Sendung Bube, Dame, Hörig. Nach einem Auftritt in der Harald Schmidt Show äußerte Moderator Harald Schmidt, sie solle eine eigene Sendung bekommen. Unmittelbar nach diesem Auftritt wurde Schöneberger zu einem Casting für die Sendung Tie Break eingeladen. 1999 bestritt Schöneberger mit dieser DSF-Sendung zum Thema Tennis ihre erste Moderation. Im selben Jahr übernahm sie neben Matthias Opdenhövel die Co-Moderation der Sendung Weck Up, die Sonntag morgens bei Sat.1 ausgestrahlt wird. Schöneberger moderierte Weck Up bis 2003. Anfang 2001 moderierte Schöneberger mit Kena Amoa die Reality-TV-Show Girlscamp.

Schönebergers bislang größter Erfolg war ihre Sendung Blondes Gift. Die Talkshow lief ab 23. April 2001 zunächst auf dem Privatsender suntv (ein Programmfenster auf den städtischen Privatsendern Hamburg 1, TV.München und TV.Berlin) und wurde dann für ein Jahr vom WDR Fernsehen übernommen. Im März 2004 wechselte Schöneberger mit Blondes Gift zu ProSieben, wo sie bis zum 8. August 2005 zu sehen war. Wiederholungen werden teilweise auf dem Sender TIMM ausgestrahlt.

Zwischenzeitlich wurde Schöneberger für eine Show am späten Samstagabend vom ZDF angeworben, um junge Zuschauer zu binden. Die Schöneberger-Show wurde aber wegen zu geringer Einschaltquoten nach 17 Folgen abgesetzt. Regelmäßige Gastauftritte in der Talkshow Blond am Freitag, dem Comedy-Quiz Genial daneben – Die Comedy Arena und anderen Panel-Shows folgten.

2005 war Schöneberger in der einminütigen Fernsehkolumne Big City Fever zu sehen, die als Werbevorspann für Coca-Cola vor Sex and the City seit dem 12. April 2005 wöchentlich auf ProSieben zu sehen war. Darin kommentierte Schöneberger Alltagsbegebenheiten aus dem Leben in einer Großstadt. Zudem ist sie Stammgast der Improvisationscomedy Frei Schnauze, in der sie auch die Fähigkeit zeigt, sehr schnell zu erraten, was die anderen Kandidaten darstellen. Des Weiteren ist sie Gast in allen sechs Folgen der RTL-Spielshow Typisch Frau – Typisch Mann (2006).

Seit dem 18. Januar 2008 moderiert Schöneberger zusammen mit Hubertus Meyer-Burckhardt die NDR Talk Show.[5]

Schöneberger übernahm eine Reihe kleinerer Schauspielrollen in deutschen Filmen und Fernsehserien und moderiert regelmäßig Galas und andere Veranstaltungen außerhalb des Fernsehens. Als Kolumnistin hat Schöneberger für die Magazine Maxim, Jolie, Woman und die Fernsehzeitschrift Hörzu geschrieben und sie engagiert sich für karitative Einrichtungen wie terre des hommes und bei Wohltätigkeitsveranstaltungen.

Als Fotomodell stand Schöneberger unter anderem für das Männermagazin Maxim leicht bekleidet vor der Kamera.

Am 30. Mai 2011 gewann sie beim Prominenten-Special der Sendung Wer wird Millionär? eine Million Euro, die sie zu Gunsten von Terre des hommes, Livslust und Herzenswünsche spendete.[6][7]

Seit dem 9. September 2013 moderiert sie die auf RTL ausgestrahlte Live-Show Die 2 – Gottschalk & Jauch gegen alle. In ihr treten Günther Jauch und Thomas Gottschalk gegen mehrere Studiokandidaten, das Studiopublikum und die Fernsehzuschauer an.

Musik[Bearbeiten]

Im Februar 2006 sang Schöneberger im Rahmen der Show Stars go Swing mit dem Capital Dance Orchestra, produziert von Robert Mudrinic, im TIPI am Kanzleramt. Im September 2007 startete sie ihre erste Tour als Sängerin der Band The Berlin Pops Orchestra unter der Leitung von Joris Bartsch Buhle; am 2. November 2007 erschien ihr erstes Album Jetzt singt sie auch noch!, aus dem als erste Single Männer muss man loben veröffentlicht wurde. Im Februar 2008 wurde die zweite Single Zu hässlich für München ausgekoppelt.

Am 25. September 2009 erschien ihr Zweitwerk Nochmal, nur anders, das sich thematisch vom Swing entfernt und dem typischen Disco-Sound der siebziger Jahre zuwendet.

Am 25. Oktober 2013 erschien ihr drittes Album Bekannt aus Funk und Fernsehen, das sich thematisch um ihr Leben zwischen Fernsehfrau und Hausfrau dreht, und welches sie 2014 auch live auf der Bühne präsentieren wird.[8]

Ehrenamtliches Engagement[Bearbeiten]

Schöneberger engagiert sich ehrenamtlich für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei und übernahm mehrmals die Moderation des DKMS Dreamballs. Für ihr Engagement wurde sie 2009 mit dem Douglas Hoffnungsträger Preis ausgezeichnet.[9]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten]

Film[Bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten]

Barbara Schöneberger beim Benefiz-Konzert „Cover me“ 2007

Album

Jahr Titel Chartpositionen
DE AT CH
2007 Jetzt singt sie auch noch! 28
(12 Wo.)
2009 Nochmal, nur anders 43
(2 Wo.)
2013 Bekannt aus Funk und Fernsehen 52
(3 Wo.)

Single

Jahr Titel Chartpositionen
DE AT CH
2007 Männer muss man loben 58
(5 Wo.)
72
(1 Wo.)
2008 Zu hässlich für München
2009 Jingle Bells
2014 Herr Kaiser

DVD

  • Jetzt singt sie auch noch (2008)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Barbara Schöneberger – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Johanna Adorján: Nicht von schlechten Eltern. fluter 4/2003, S. 42 f. bpb.de
  2. Barbara Schöneberger „Eine Foto-Love-Story für die Zeitschrift Mädchen“
  3. Barbara Schönebergers Baby ist da; Welt Online, abgerufen am 15. Juni 2010 oder auf news.de
  4. www.welt.de
  5. spiegel.de, 18. September 2007.
  6. LIVSLUST – LEBENSLUST: TV-Star spendet für Childhood-Projekt, abgerufen am 18. November 2011
  7. News; Ganz schön reiche Schöneberger, abgerufen am 18. November 2011
  8. http://www.schlager.de/news/events/barbara-schoeneberger-auf-grosser-tour-durch-deutschland-197.html
  9. Douglas Hoffnungsträger (PDF; 249 kB), Pressemitteilung, Abruf 30. Oktober 2013