Am Mellensee

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Am Mellensee führt kein Wappen
Am Mellensee
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Am Mellensee hervorgehoben
52.14305555555613.38611111111160Koordinaten: 52° 9′ N, 13° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Teltow-Fläming
Höhe: 60 m ü. NHN
Fläche: 104,41 km²
Einwohner: 6473 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15838
Vorwahlen: 033703, 03377 (Saalow)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: TF
Gemeindeschlüssel: 12 0 72 002
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Zossener Str. 21c, OT Klausdorf
15838 Am Mellensee
Webpräsenz: www.gemeinde-am-mellensee.de
Bürgermeister: Frank Broshog
Lage der Gemeinde Am Mellensee im Landkreis Teltow-Fläming
Am Mellensee Baruth/Mark Blankenfelde-Mahlow Dahme Dahmetal Großbeeren Ihlow (Fläming) Jüterbog Luckenwalde Ludwigsfelde Niederer Fläming Niedergörsdorf Nuthe-Urstromtal Rangsdorf Trebbin Zossen BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Am Mellensee ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg. Sie ist erst 2002 durch den freiwilligen Zusammenschluss von zunächst sechs Gemeinden entstanden. 2003 wurden zwei weitere Gemeinden im Zuge der Gemeindereform per Gesetz in Am Mellensee eingegliedert. Das Gemeindegebiet ist heute nun identisch mit dem Amtsgebiet des von 1992 bis 2003 existierenden Amtes Am Mellensee.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Am Mellensee befindet sich etwa 40 km (Luftlinie) südlich von Berlin-Mitte und grenzt an die Stadt Trebbin im Nordwesten, die Stadt Zossen im Nordosten und Osten, die Stadt Baruth/Mark im Südosten und die Gemeinde Nuthe-Urstromtal im Südwesten und Westen. Jeweils an den Grenzen der Gemeinden liegen Heegesee, Mellensee, Neuendorfer See und Schulzensee.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Für die Gemeinde Am Mellensee sind nach der Hauptsatzung acht Ortsteile ausgewiesen[2].

Auf dem Gemeindegebiet gibt es außerdem die den folgenden Wohnplätze:[3] * Alexanderdorf, Fernneuendorf, Hanschenland, Kummersdorf, Mönninghausen und Waldkater

Naturdenkmale[Bearbeiten]

Siehe Liste der Naturdenkmale in Am Mellensee

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte der Gemeinde Am Mellensee ist im Grunde die Geschichte der Einzelgemeinden, die im Mittelalter alle zur Herrschaft Zossen gehörten. Mit dem Aufkommen der Kreisgliederung der Mark Brandenburg im 17. Jahrhundert kamen die Gemeinden zum Kreis Teltow, der 1952 aufgelöst wurde. Alle Gemeinden kamen zum Kreis Zossen (1990 bis 1993 Landkreis Zossen). Bis 1974 existierten auf dem Gemeindegebiet noch zehn eigenständige Gemeinden. 1974 schlossen sich Kummersdorf und Alexanderdorf zur Gemeinde Kummersdorf-Alexanderdorf zusammen, und Fernneuendorf wurde nach Sperenberg eingemeindet. Am 6. Dezember 1993 ging der Landkreis Zossen im Landkreis Teltow-Fläming auf.

Amt Am Mellensee und Bildung der Gemeinde Am Mellensee[Bearbeiten]

Zum 1. Juni 1992 schlossen sich die acht Gemeinden Gadsdorf, Klausdorf, Kummersdorf-Alexanderdorf, Kummersdorf-Gut, Mellensee, Rehagen, Saalow und Sperenberg zum Amt Am Mellensee zusammen[4]. Sitz der Amtsverwaltung war Sperenberg.

Im Zuge der kommunalen Neuordnung des Landes Brandenburg schlossen sich sechs der Gemeinden des Amtes Amt Mellensee – Klausdorf, Kummersdorf-Alexanderdorf, Kummersdorf-Gut, Mellensee, Rehagen und Sperenberg – am 1. Februar 2002 freiwillig zur zunächst noch amtsangehörigen Gemeinde Am Mellensee zusammen[5]. Danach bestand das Amt Am Mellensee nur mehr aus drei Gemeinden. Zum Abschluss der Gemeindegebietsreform wurden mit Wirkung zum 26. Oktober 2003 die Gemeinden Gadsdorf und Saalow per Gesetz in die Gemeinde Am Mellensee eingegliedert. Das Amt Am Mellensee wurde zum 26. Oktober 2003 aufgelöst, die Gemeinde Am Mellensee amtsfrei[6].

Die Gemeindezusammenschlüsse und Eingemeindungen in der Übersicht:

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Alexandersdorf 1. Januar 1974 Zusammenschluss mit Kummersdorf zu Kummersdorf-Alexandersdorf
Fernneuendorf 1. April 1974 Eingemeindung nach Sperenberg
Gadsdorf 26. Oktober 2003
Klausdorf 1. Februar 2002
Kummersdorf 1. Januar 1974 Zusammenschluss mit Alexandersdorf zu Kummersdorf-Alexandersdorf
Kummersdorf-Alexandersdorf 1. Februar 2002
Kummersdorf-Gut 1. Februar 2002
Mellensee 1. Februar 2002
Rehagen 1. Februar 2002
Saalow 26. Oktober 2003
Sperenberg 1. Februar 2002

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Am Mellensee:
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen

Gebietsstand 1. Januar 2013
Jahr Einwohner
1875 3716
1890 4845
1925 6158
1933 6894
1939 9954
1946 9993
1950 10424
1964 9420
1971 9138
1981 8320
Jahr Einwohner
1985 8153
1989 7832
1990 7645
1991 7486
1992 7410
1993 7335
1994 7357
1995 7296
1996 7194
1997 7141
Jahr Einwohner
1998 7070
1999 7091
2000 7083
2001 6997
2002 6794
2003 6780
2004 6786
2005 6695
2006 6648
2007 6661
Jahr Einwohner
2008 6575
2009 6585
2010 6479
2011 6490
2012 6473

Die Quellen der Daten, die Grundlage der Darstellungen sind, finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[7].

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2008
Wahlbeteiligung: 42,3 % (2004: 50,3 %)
 %
30
20
10
0
26,8 %
24,1 %
22,6 %
19,2 %
4,9 %
2,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2003
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-16
+11,6 %p
-2,3 %p
-1,6 %p
-15,1 %p
+4,9 %p
+2,4 %p

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 18 Gemeindevertretern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister.

  • LINKE: 5 Sitze (+2)
  • CDU: 4 Sitze (–1)
  • UWg: 4 Sitze (±0)
  • SPD: 4 Sitze (–2)
  • FDP: 1 Sitz (+1)

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 2003–2007: Manfred Donath (SPD) (Rücktritt wegen Krankheit)
  • seit 2007: Frank Broshog (parteilos, für CDU) (Wahl am 28. Oktober 2007)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Denkmalliste[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Am Mellensee und der Liste der Bodendenkmale in Am Mellensee stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Andere Sehenswürdigkeiten sind:

  • Das Strandbad Klausdorf
  • Der Denkmalssplatz in Klausdorf
  • Originalpflasterung aus Hartbrandziegeln der Ebereschenallee
  • Heldenfriedhof in Mellensee

Benediktinerinnenabtei St. Gertrud[Bearbeiten]

In Alexanderdorf befindet sich mit der Benediktinerinnenabtei St. Gertrud das einzige nachreformatorische Benediktinerinnen-Kloster in Brandenburg. Es wurde 1934 gegründet und 1984 zur Abtei erhoben.


Verkehr[Bearbeiten]

Durch die Bundesstraße 96 (BerlinFinsterwalde) ist die Gemeinde an das überregionale Verkehrsnetz angeschlossen. Bis 1996/98 verfügten die Gemeindeteile Kummersdorf Gut, Sperenberg, Rehagen, Klausdorf und Mellensee mit der Bahnstrecke Zossen–Jüterbog über einen Bahnanschluss. Seit 2003 verkehren auf den Gleisen der ehemaligen K. M. E. (Königlich Preußische Militär-Eisenbahn) nur noch die Draisinen der Erlebnisbahn Zossen–Jüterbog.

Tourismus[Bearbeiten]

Im Ort befindet sich am Nottekanal eine Schleusenanlage, die erst kürzlich modernisiert worden ist. Wassersportler können dadurch auf dem Wasserweg bis nach Berlin gelangen. Die rund 40 km lange Draisinenbahn Zossen nach Jüterbog auf der stillgelegten Gleisstrecke der ehemaligen historischen Königlich Preußischen Militär-Eisenbahn führt über das Gemeindegebiet direkt am Nottekanal entlang. Auf dem Mellensee ist Wassersport möglich. Der Wassersportclub am Mellensee e.V. wurde am 1. Februar 2008 gegründet. Auf dem See werden im Sommer Rundfahrten mit einem Grachtenboot angeboten. Der Mellensee ist außerdem ein beliebtes Angelrevier. Im Ortsteil Mellensee gibt es noch hauptberufliche Fischer bzw. Fischereibetriebe.

In den letzten Jahren wurde auch das Netz der Wanderwege auf dem Gemeindegebiet ausgebaut.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Am Mellensee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Am Mellensee vom 21.10.2009 PDF
  3. Gemeinde am Mellensee auf der Website des Landes Brandenburg
  4. Bildung des Amtes Amt Mellensee. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 30. Mai 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 44, vom 3. Juli 1992, S. 835.
  5. Bildung der neuen Gemeinde Am Mellensee. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 8. Januar 2002. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, Nummer 4, 23. Januar 2002, S. 43.PDF
  6. Viertes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Havelland, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming
  7. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons