Ananke (Mond)

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XII Ananke
Zentralkörper Jupiter
Eigenschaften des Orbits [1]
Große Halbachse 21.276.000 km
Periapsis 16.095.000 km
Apoapsis 26.457.000 km
Exzentrizität 0,2435
Bahnneigung 148,89°°
Umlaufzeit 629,770 Tage
Mittlere Orbitalgeschwindigkeit 2,42 km/s
Physikalische Eigenschaften
Albedo 0,04
Scheinbare Helligkeit 18,75 mag
Mittlerer Durchmesser 28 km
Masse 3,0 ⋅ 1016 kg
Oberfläche 2500 km²
Mittlere Dichte 2,6 g/cm³
Fallbeschleunigung an der Oberfläche ≈ 0,010 m/s²
Fluchtgeschwindigkeit ≈ 16,9 m/s
Entdeckung
Entdecker

S. B. Nicholson

Datum der Entdeckung 28. September 1951

Ananke (auch Jupiter XII) ist einer der äußeren Monde des Planeten Jupiter.

Entdeckung[Bearbeiten]

Ananke wurde am 28. September 1951 von dem Astronomen Seth Barnes Nicholson am Mount-Wilson-Observatorium in Kalifornien entdeckt.

Benannt wurde der Mond nach Ananke, einer Geliebten des Zeus aus der griechischen Mythologie. Seinen offiziellen Namen erhielt er 1975, vorher wurde er einfach als Jupitermond XII bezeichnet, da er der zwölfte entdeckte Mond bei Jupiter war.

Bahndaten[Bearbeiten]

Ananke umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 21,28 Mio. km in 629 Tagen, 18 Stunden und 29 Minuten. Die Bahn weist eine Exzentrizität von 0,2435 auf. Mit einer Neigung von 148,9° gegen die lokale Laplace-Ebene[A 1][1] ist die Bahn retrograd, d. h. der Mond bewegt sich entgegen der Rotationsrichtung des Jupiters um den Planeten.

Ananke ist die Namensgeberin einer Gruppe von Monden, die sich auf ähnlichen Bahnen um Jupiter bewegen. Die Ananke-Gruppe umfasst acht bis sechzehn Monde, wobei Ananke das größte Mitglied ist.

Physikalische Daten[Bearbeiten]

Ananke hat einen mittleren Durchmesser von etwa 28 km. Ihre Dichte wird auf 2,6 g/cm³ geschätzt. Sie ist vermutlich überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut. Ananke hat eine sehr dunkle Oberfläche mit einer Albedo von 0,04. Ihre scheinbare Helligkeit beträgt 18,8m.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Die Laplace-Ebene von Ananke weicht für einen äußeren Mond mit etwa 2,4° recht deutlich von der Ekliptik ab. Grund hierfür sind äußere Störungen, vor allem durch den großen Nachbarplaneten Saturn. Gegen die Äquatorebene des Jupiters ist die Laplace-Ebene um etwa 4,9° geneigt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b R. A. Jacobson: The Orbits of Outer Jovian Satellites. In: Astronomical Journal. 120, 2000, S. 2679–2686. doi:10.1086/316817.