Kiviuq (Mond)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
XXIV Kiviuq
Vorläufige oder systematische Bezeichnung S/2000 S 5
Zentralkörper Saturn
Eigenschaften des Orbits
Große Halbachse 11.110.000 km
Periapsis 7.399.000 km
Apoapsis 14.821.000 km
Exzentrizität 0,334
Bahnneigung 46,16°
Umlaufzeit 449,2 Tage
Mittlere Orbitalgeschwindigkeit 1,8 km/s
Physikalische Eigenschaften
Albedo 0,06
Scheinbare Helligkeit 22,0 mag
Mittlerer Durchmesser ≈ 16 km
Masse ≈ 3,3 × 1016 kg
Mittlere Dichte 2,3 g/cm³
Siderische Rotation ≈ 21 h 49 min[1]
Fallbeschleunigung an der Oberfläche ≈ 0,0344 m/s²
Fluchtgeschwindigkeit ≈ 23,5 m/s
Entdeckung
Entdecker

Brett Gladman et al.

Datum der Entdeckung 7. August 2000

Kiviuq (auch Saturn XXIV) ist einer der kleineren äußeren Monde des Planeten Saturn.

Entdeckung[Bearbeiten]

Die Entdeckung von Kiviuq durch ein Team bestehend aus Brett Gladman, John J. Kavelaars, Jean-Marc Petit, Hans Scholl, Matthew J. Holman, Brian G. Marsden, Philip D. Nicholson und Joseph A. Burns auf Aufnahmen vom 7. August bis zum 4. November 2000 wurde am 18. November 2000 bekannt gegeben. Kiviuq erhielt zunächst die vorläufige Bezeichnung S/2000 S 5. Benannt wurde der Mond nach Kiviuq, einem Helden epischer Geschichten in der Welt der Inuit in den arktischen Regionen Kanadas, Alaskas und Grönlands.

Bahndaten[Bearbeiten]

Kiviuq umkreist Saturn auf einer exzentrischen Bahn in einem mittleren Abstand von 11.365.000 km in rund 449 Tagen und 17 Stunden. Die Bahnexzentrizität beträgt 0,3336, wobei die Bahn mit 46,148° stark gegen die Ekliptik geneigt ist[2]. Kiviuq gehört zur Inuit-Gruppe der Saturnmonde.

Aufbau und physikalische Daten[Bearbeiten]

Kiviuq besitzt einen Durchmesser von 14 km. Seine Dichte ist mit 2,5 g/cm3 im Vergleich zu den anderen Saturnmonden relativ hoch. Er ist vermutlich aus Wassereis mit einem hohen Anteil an silikatischem Gestein zusammengesetzt. Er besitzt eine sehr dunkle Oberfläche mit einer Albedo von 0,06, d. h., nur 6 % des eingestrahlten Sonnenlichts werden reflektiert. Von der Erde aus gesehen ist er mit einer scheinbaren Helligkeit von 22,0m ein äußerst lichtschwaches Objekt. Die Rotationsperiode wurde von der Raumsonde Cassini-Huygens gemessen und ist mit etwa 21 Stunden und 49 Minuten Dauer ungewöhnlich lang[1].

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b T. Denk, S. Mottola, et al. (2011): Rotation Periods of Irregular Satellites of Saturn. EPSC/DPS-Konferenz 2011, Nantes (Frankreich), abstract 1452 (PDF; 252 kB).
  2. DLR Institut für Planetenforschung: Cassini-Huygens Datenblatt der Saturnmonde