Artjomowski

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Stadt
Artjomowski
Артёмовский
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Ural
Oblast Swerdlowsk
Stadtkreis Artjomowski
Bürgermeister Olga Borissowna Kusnezowa
Gegründet 1938
Stadt seit 1938
Fläche 47 km²
Bevölkerung 33.160 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 706 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 180 m
Zeitzone UTC+6
Telefonvorwahl (+7) 34363
Postleitzahl 623780–623785
Kfz-Kennzeichen 66, 96, 196
OKATO 65 406
Website www.artemovsky66.ru
Geographische Lage
Koordinaten 57° 22′ N, 61° 52′ O57.36666666666761.866666666667180Koordinaten: 57° 22′ 0″ N, 61° 52′ 0″ O
Artjomowski (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Artjomowski (Oblast Swerdlowsk)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Swerdlowsk
Liste der Städte in Russland

Artjomowski (russisch Артёмовский) ist eine Stadt in der Oblast Swerdlowsk (Russland) mit 33.160 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt im Westen des Westsibirischen Tieflandes, etwa 120 km nordöstlich der Oblasthauptstadt Jekaterinburg unweit der Mündung des Flüsschens Bobrowka (von russisch bobr für Biber, siehe Stadtwappen) in den Irbit im Flusssystem des Ob.

Artjomowski ist Zentrum eines gleichnamigen Stadtkreises.

Bei der Station Jegorschino der Stadt Artjomowski kreuzen sich die Eisenbahnstrecken Jekaterinburg – Tawda (eröffnet 1916) und BogdanowitschAlapajewsk (eröffnet 1918, später weiter bis Serow).

Geschichte[Bearbeiten]

An der Stelle der heutigen Stadt entstand 1665 das Dorf Jegorschino. In seiner Nähe wurde 1871 ein Steinkohlenvorkommen entdeckt, deren Abbau gegen Ende des Jahrhunderts begann. Die zugehörige Bergarbeitersiedlung erhielt später, bereits in der sowjetischen Periode, den Namen imeni Artjoma nach dem Revolutionär Fjodor Sergejew (genannt „Artjom“).

1938 wurden Dorf und Siedlung vereinigt und erhielten unter dem heutigen Namen Stadtrecht.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1939 17.884
1959 34.775
1970 37.740
1979 39.192
1989 41.247
2002 34.980
2010 33.160

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sowjetisches Stadtwappen (1967)

Die Stadt besitzt ein Historisches Museum.

Im ehemaligen Wärmekraftwerk Jegorschino (russisch Егоршинская ГРЭС/Jegorschinskaja GRES) wurde ein Museum der Energetik eingerichtet. Das Kraftwerk hatte 1923 nach dem GOELRO-Plan – als erstes im Uralgebiet – den Betrieb aufgenommen und wurde 2003 stillgelegt.[2]

15 Kilometer von Artjowowski entfernt liegt am linken Ufer des Irbit der 10 Meter hohe Felsen Pissany kamen (Beschriebener Stein) mit prähistorischen Felszeichnungen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Neben der Steinkohlenförderung gibt es eine Maschinenfabrik, ein Werk für Radioelektronik, Bau- und Holzwirtschaft sowie Lebensmittelindustrie, basierend auf den Erzeugnissen des die Stadt umgebenden Landwirtschaftsgebietes.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Kraftwerk Jegorschino auf der Webseite „85 Jahre GOELRO-Plan“ des Unified Energy System (russisch)