Bellstedt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Bellstedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bellstedt hervorgehoben
51.27305555555610.788333333333225Koordinaten: 51° 16′ N, 10° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Kyffhäuserkreis
Erfüllende Gemeinde: Ebeleben
Höhe: 225 m ü. NHN
Fläche: 4,77 km²
Einwohner: 156 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99713
Vorwahl: 036020
Kfz-Kennzeichen: KYF, ART, SDH
Gemeindeschlüssel: 16 0 65 005
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 2
99713 Ebeleben
Bürgermeister: Thomas Trietchen (parteilos)
Lage der Gemeinde Bellstedt im Kyffhäuserkreis
Thüringen Abtsbessingen Artern/Unstrut Bad Frankenhausen/Kyffhäuser Kyffhäuserland Bellstedt Kyffhäuserland Clingen Borxleben Bretleben Donndorf Ebeleben Etzleben Freienbessingen Gehofen Kyffhäuserland Gorsleben Greußen Großenehrich Kyffhäuserland Kyffhäuserland Hauteroda Helbedündorf Heldrungen Hemleben Heygendorf Holzsußra Ichstedt Kalbsrieth Mönchpfiffel-Nikolausrieth Nausitz Niederbösa Oberbösa Oberheldrungen Oldisleben Reinsdorf Ringleben Rockstedt Roßleben Kyffhäuserland Kyffhäuserland Sondershausen Kyffhäuserland Thüringenhausen Topfstedt Trebra Voigtstedt Wasserthaleben Westgreußen Wiehe WolferschwendaKarte
Über dieses Bild

Bellstedt ist eine Gemeinde im thüringischen Kyffhäuserkreis. Erfüllende Gemeinde (Verwaltungsort) ist die nahegelegene Stadt Ebeleben.

Geografie[Bearbeiten]

Bellstedt liegt im nordwestlichen Teil des Thüringer Beckens. Der Ort befindet sich 12 km (Luftlinie) südwestlich von Sondershausen sowie 4 km (Luftlinie) südöstlich von Ebeleben. Bellstedt liegt am linken Ufer der Helbe.

Kirche St. Andreas in Bellstedt

Geschichte[Bearbeiten]

Bellstedt wurde in alten Urkunden Baldersteti, Bilistat und Bilistade genannt.

Während des Dreißigjährigen Krieges waren Bellstedt und Thüringenhausen längere Zeit Filialorte von Hohenebra, da der dortige Pfarrer von 1629 bis 1640 in Bellstedt wirkte. Dieser Status endete 1657, als der Ort wieder einen eigenen Pfarrer erhielt.

Bis zum 1. Juli 1850 war Bellstedt ein Gerichtsdorf, in dem der Gutsherrschaft die Gerichtsbarkeit oblag. Ihr standen zudem die Patronate über Schule und Kirche zu. Hierbei wurde im Wechsel mit dem Landesherrn die örtliche Pfarrstelle besetzt, denn dieser verfügte weiterhin über das Patronat über die Filialkirche in Thüringenhausen. Ursprünglich hatte das Kirchenpatronat dem Kloster Ilfeld zugestanden.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1995: 226
  • 2000: 212
  • 2005: 199
  • 2010: 172
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die evangelische Kirche St. Andreas stammt ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert. Am 22. März 1585 erhielt die Gemeinde von Johann Günther I. die Erlaubnis, eine Kollekte für den Umbau der einsturzgefährdeten Kirche zu sammeln. Eine bedeutende Reparatur erfolgte 1709/10. Die tonnengewölbte Saalkirche mit eingezogenem Polygonalchor besitzt auf einem Satteldach im Westen einen Dachreiter. Die Nordseite enthält ein Spitzbogenportal mit Maßwerkfüllung. Im Inneren befindet sich eine zweigeschossige Empore, hierbei an der Nordwand eine Loge mit flachem Schnitzwerk. Der figurenreiche Flügelaltar (1520) und der Taufstein stammen aus dem 16. Jahrhundert. Die Glocke datiert von 1571.[3][4]

Politik[Bearbeiten]

Bei der Thüringer Landtagswahl 2014 erreichte in Bellstedt die NPD mit 24,1 % der Zweitstimmen (bei einem Landesergebnis von 3,6%) ihr Rekordergebnis im Vergleich aller Thüringer Gemeinden.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Bellstedt ist wie viele andere Orte im Thüringer Becken von der Landwirtschaft geprägt (z.B. Raps, Getreide, Mais und Kartoffeln).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Friedrich Apfelstedt: Heimathskunde für die Bewohner des Fürstenthums Schwarzburg-Sondershausen. Erstes Heft. Sondershausen 1854, S. 145.
  3. Friedrich Apfelstedt: Heimathskunde für die Bewohner des Fürstenthums Schwarzburg-Sondershausen. Erstes Heft. Sondershausen 1854, S. 144.
  4. Georg Dehio, bearbeitet von Stephanie Eißing u. a.: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Thüringen. 2. Auflage. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2003, ISBN 3-422-03095-6, S. 118.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bellstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien