Ebeleben

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Ebeleben
Ebeleben
Deutschlandkarte, Position der Stadt Ebeleben hervorgehoben
51.28333333333310.733333333333245Koordinaten: 51° 17′ N, 10° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Kyffhäuserkreis
Höhe: 245 m ü. NN
Fläche: 40,74 km²
Einwohner: 3059 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99713
Vorwahl: 036020
Kfz-Kennzeichen: KYF
Gemeindeschlüssel: 16 0 65 014
Stadtgliederung: 4 Ortschaften
Adresse der Stadtverwaltung: Rathausstraße 2
99713 Ebeleben
Webpräsenz:
Bürgermeister: Uwe Vogt
Lage der Stadt Ebeleben im Kyffhäuserkreis
Karte
Rathaus Ebeleben
Ehemaliges Rathaus am Markt
Stadtkirche
Unterer Teil des Schlossparks
Palmenhaus im Schlossgarten
Ehemalige Wasserkunst im Schlosspark

Ebeleben ist eine Stadt im thüringischen Kyffhäuserkreis.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Ebeleben liegt in Nordthüringen und ist im Norden von der Hainleite, im Westen vom Dün und im Süden von den Heiliger Höhen umgeben.

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Zur Stadt Ebeleben gehören die vier Ortschaften Allmenhausen, Gundersleben, Rockensußra und Wiedermuth. Für die Gemeinden Abtsbessingen, Bellstedt, Freienbessingen, Holzsußra, Rockstedt, Thüringenhausen und Wolferschwenda fungiert Ebeleben als Verwaltungsstandort.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Gründung des Ortes durch Angeln und Warnen wird für die Zeit zwischen dem 4. Jahrhundert und dem 6. Jahrhundert n. Chr. angenommen. Der Ebelebener Ortsteil Marksußra wird 732 in der Bonifatiuslegende genannt und 772 auch urkundlich nachgewiesen. Ebeleben selbst wird erstmals 1198 urkundlich erwähnt.

Im Jahr 1544 wurde in Ebeleben die Reformation durch Ritter Hans von Ebeleben eingeführt. Die Stadt war zwischen 1651 und 1681 Residenz der Grafschaft Schwarzburg-Ebeleben. 1928 bekam der Ort Ebeleben das Stadtrecht verliehen.

Während des Zweiten Weltkrieges mussten Zwangsarbeiter aus von Deutschland besetzten Ländern in der Landwirtschaft arbeiten.[2]Am Ende des Krieges zerstörten Truppen der US Army 1945 noch das Ebelebener Schloss; Kirche, Domäne, fünf Häuser und fünfzehn Wirtschaftsgebäude sowie die Ziegelei wurden beschädigt. Um das Vorrücken dieser Truppen zu verhindern, sprengte die SS Brücken.

Als unmittelbare Folge des Krieges zogen Vertriebene in großer Zahl nach Ebeleben, das um 1.000 Neubürger anwuchs. Mit der Übergabe der Besatzungsmacht in Thüringen durch die US-Militäradministration an die sowjetische wurde auch die Stadt Ebeleben Teil der sowjetischen Besatzungszone.

Ein schweres Hochwasser überschwemmte 1947 unter anderem der Ortsteil Marksußra.

[Bearbeiten] Eingemeindungen

Im Jahr 1994 wurde die Einheitsgemeinde Ebeleben gegründet. Dabei wurden die bisher selbständigen Orte Allmenhausen, Rockensußra und Wiedermuth eingemeindet, 1997 kam Gundersleben dazu. Sie behielten jedoch als kommunale Vertretung eigene Ortschaftsräte.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994 - 3159
  • 1995 - 3363
  • 1996 - 3403
  • 1997 - 3348
  • 1998 - 3332
  • 1999 - 3293
  • 2000 - 3265
  • 2001 - 3221
  • 2002 - 3202
  • 2003 - 3179
  • 2004 - 3118
  • 2006 - 3026
  • 2007 - 3059
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat der Stadt besteht aus 17 Personen. Neben dem Bürgermeister setzt er sich seit der letzten Kommunalwahl im Juni 2004 so zusammen:

Unter den Ratsmitgliedern befinden sich lediglich vier Frauen, zwei in der Fraktion der SPD und jeweils eine in der CDU und der PDS.

[Bearbeiten] Bürgermeister

Derzeitiger Bürgermeister ist Uwe Vogt - SPD

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: „In Blau ein goldener Bienenkorb mit silbernem Bodenbrett und sieben goldenen Bienen.“

Das älteste vorhandene Gemeindesiegel von 1884 zeigt nur den Bienenkorb; die Anzahl der Bienen war im Laufe der Zeit verschieden. Ursprünglich waren es wohl 8, zur Jahrhundertwende 12, im 3.Reich ein Bienenschwarm, und zur Zeit sind es 7. Zeitweise wurde der Bienenkorb auch ohne Bienen dargestellt. Zur Stadterhebung Ebelebens im Jahr 1928 erschien das Wappen mit 8 Bienen. Über die Bedeutung der Anzahl gibt es verschiedene Thesen: Anzahl der Ratsherren, Anzahl der zum damaligen Amtsbezirk Ebeleben gehörenden Orte, Verbindung zum einstigen Marksußraer Kloster - möglicherweise weisen sie auf Zisterziensermönche, die in der Umgebung Klöster besaßen, Anzahl der früher in Ebeleben ansässigen Innungen. Am wahrscheinlichsten ist wohl, dass die Anzahl keinerlei Bedeutung hat. Im Zusammenhang mit der Stadtrechtsverleihung am 1. September 1928 wurde auch das Stadtwappen amtlich bestätigt. [3]


[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Rathaus

[Bearbeiten] Parks

  • Bedeutsam ist der Schlosspark, der zurzeit umgestaltet wird.

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

Seit 1992 wird jährlich Anfang Juli ein Schlossparkfest veranstaltet.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Die Wirtschaft Ebelebens ist gekennzeichnet von klein- und mittelständischen Betrieben, mit Schwerpunkt Bau und Futtermittel. Ebeleben ist zwar noch an das Schienennetz angeschlossen, der reguläre Personenverkehr und der überwiegenden Teil des Güterverkehrs auf den hier kreuzenden Bahnen Hohenebra–Ebeleben, Ebeleben–Mühlhausen und Greußen–Keula aber schon seit Jahre wegen Bedeutungslosigkeit eingestellt.


[Bearbeiten] Quellen

  1. Thüringer Landesamt für Statistik: Bevölkerung nach Gemeinden
  2. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 179, ISBN 3-88864-343-0
  3. Neues Thüringer Wappenbuch Band 2 Seite 24; Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Thüringen e.V. 1998 ISBN 3-9804487-2-X

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Ebeleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen