Trebra

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Trebra (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Trebra
Trebra
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Trebra hervorgehoben
51.28444444444410.979166666667260Koordinaten: 51° 17′ N, 10° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Kyffhäuserkreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Greußen
Höhe: 260 m ü. NHN
Fläche: 7,94 km²
Einwohner: 293 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99718
Vorwahl: 036379
Kfz-Kennzeichen: KYF, ART, SDH
Gemeindeschlüssel: 16 0 65 075
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstr. 13a
99718 Greußen
Bürgermeister: Reinhold Ackermann
Lage der Gemeinde Trebra im Kyffhäuserkreis
Thüringen Abtsbessingen Artern/Unstrut Bad Frankenhausen/Kyffhäuser Kyffhäuserland Bellstedt Kyffhäuserland Clingen Borxleben Bretleben Donndorf Ebeleben Etzleben Freienbessingen Gehofen Kyffhäuserland Gorsleben Greußen Großenehrich Kyffhäuserland Kyffhäuserland Hauteroda Helbedündorf Heldrungen Hemleben Heygendorf Holzsußra Ichstedt Kalbsrieth Mönchpfiffel-Nikolausrieth Nausitz Niederbösa Oberbösa Oberheldrungen Oldisleben Reinsdorf Ringleben Rockstedt Roßleben Kyffhäuserland Kyffhäuserland Sondershausen Kyffhäuserland Thüringenhausen Topfstedt Trebra Voigtstedt Wasserthaleben Westgreußen Wiehe WolferschwendaKarte
Über dieses Bild

Trebra ist eine Gemeinde im thüringischen Kyffhäuserkreis. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Greußen.

Nicht zu verwechseln mit Trebra (Hohenstein) im Landkreis Nordhausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Kirche St. Petri in Trebra

Zu Beginn des 9. Jahrhunderts wurde Trebra in einem Verzeichnis der Güter des von Erzbischof Lullus († 786) von Mainz erbauten Klosters Hersfeld als Dribure erstmals urkundlich erwähnt. 874 errichteten Mönche des Benediktinerordens in unmittelbarer Nähe der ersten Ansiedlungen ein großes Gut. Von dem alten Klosterhof zeugt noch eine alte Scheune, in der Seccomalerei auf Lehm und Darstellungen biblischer Motive vorhanden sind. 1000 schenkte König Otto III. das Dorf Trebra dem Erzbistum Magdeburg. Später gab es dort eine Adelsfamilie, die sich nach dem Ort von Trebra nannte.

In der Folgezeit gehörte Trebra bis 1918 zur Unterherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 360
  • 1995: 346
  • 1996: 361
  • 1997: 367
  • 1998: 361
  • 1999: 354
  • 2000: 332
  • 2001: 321
  • 2002: 328
  • 2003: 335
  • 2004: 321
  • 2005: 320
  • 2006: 314
  • 2007: 310
  • 2008: 305
  • 2009: 304
  • 2010: 303
  • 2011: 309
  • 2012: 304
  • 2013: 293
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 10. März 1992 genehmigt.

Blasonierung: „In Schwarz zwei schrägrechte goldene Balken.“

Dem Ortswappen wurde das Familienwappen derer von Trebra, deren Name auf den Ort zurückgeht, zugrunde gelegt.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kirche "Sankt Petri"
  • Kriegerdenkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten des Ortes, Sandstein mit den Namen stark verwittert. Davor Tafel aus der Zeit nach der "Wende" mit den Namen der 21 im Zweiten Weltkrieg gefallenen und vermißten Soldaten aus Trebra. Seit 2011 neues Denkmal für die Gefallenen beider Weltkriege.
  • Reste des ehemaligen Klosters: spärlich und schwer zugänglich
  • gut erhaltenes Dorfensemble, einige schöne und gut restaurierte Torbögen und Fachwerkhäuser

Wirtschaft[Bearbeiten]

  • Agrargenossenschaft Trebra

Verkehr[Bearbeiten]

Trebra liegt fünf Kilometer östlich der Bundesstraße 4, etwa in der Mitte zwischen Nordhausen und Erfurt.

Der nächste Bahnhof ist Greußen an der Bahnstrecke Nordhausen–Erfurt, etwa acht Kilometer südlich von Trebra. Wochentags besteht dorthin eine Busverbindung mit der Linie 444 der Regionalbus-Gesellschaft Unstrut-Hainich- und Kyffhäuserkreis. Vor allem an Schultagen verkehrt außerdem die Linie 442 in die Kreisstadt Sondershausen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Neues Thüringer Wappenbuch Band 2 Seite 31; Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Thüringen e.V. 1998 ISBN 3-9804487-2-X

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Trebra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien