Blake Geoffrion

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Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Blake Geoffrion Eishockeyspieler
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 3. Februar 1988
Geburtsort Plantation, Florida, USA
Größe 188 cm
Gewicht 85 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Center
Schusshand Links
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 2006, 2. Runde, 56. Position
Nashville Predators
Spielerkarriere
2004–2006 USA Hockey National Team Development Program
2006–2010 University of Wisconsin-Madison
2010–2012 Milwaukee Admirals
Nashville Predators
2012–2013 Hamilton Bulldogs
Montréal Canadiens

Blake Geoffrion (* 3. Februar 1988 in Plantation, Florida) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Eishockeyspieler, der zuletzt bei den Montréal Canadiens aus der National Hockey League unter Vertrag stand und parallel für deren Farmteam Hamilton Bulldogs in der American Hockey League auf der Position des Centers spielte. Er stammt aus einer traditionsreichen Eishockeyfamilie – sein Ur-Großvater Howie Morenz sowie sein Großvater Bernie Geoffrion sind Mitglied in der Hockey Hall of Fame und sein Vater Dan Geoffrion spielte ebenfalls in der NHL.[1]

Karriere[Bearbeiten]

Blake Geoffrion wurde in der Stadt Plantation im US-Bundesstaat Florida geboren und wuchs in Brentwood, Tennessee auf.[1] Seine ersten Erfahrungen im organisierten Eishockey hatte Geoffrion mit dem Team der Culver Militärakademie im US-Bundesstaat Indiana, mit dem er 2003 den regionalen Meistertitel gewann. Danach erhielt er eine Einladung in das USA Hockey National Team Development Program des US-amerikanischen Eishockeyverbandes USA Hockey. Beim NHL Entry Draft 2006 wurde Geoffrion in der zweiten Runde an insgesamt 56. Position von den Nashville Predators ausgewählt, kurz darauf ging Blake Geoffrion auf die University of Wisconsin-Madison und spielte fortan für das Eishockeyteam der Universität, die Wisconsin Bagders. Für die Badgers absolvierte der Angriffsspieler insgesamt vier Spielzeiten, in seiner letzten gewann er als erster Wisconsin-Spieler überhaupt den Hobey Baker Memorial Award, der jährlich an den besten College-Spieler vergeben wird.[2]

Am 16. April 2010 unterschrieb der Stürmer einen Probevertrag mit den Milwaukee Admirals aus der American Hockey League (AHL), dem Farmteam der Predators, für die er drei Play-off-Spiele bestritt und dabei zwei Tore erzielen konnte.[3] Im Juni des gleichen Jahres unterschrieb Geoffrion bei den Nashville Predators aus der National Hockey League (NHL) einen Einstiegsvertrag.[4] Den Großteil der Saison 2010/11 verbrachte der Spieler jedoch bei den Admirals in der AHL. Blake Geoffrion absolvierte am 26. Februar 2011 sein erstes NHL-Spiel gegen die Dallas Stars; somit stand zum ersten Mal in der Geschichte der National Hockey League ein Spieler in der vierten Generation auf dem Eis.[5] Sein erstes NHL-Tor erzielte er am 1. März 2011 gegen die Edmonton Oilers.

Geoffrion konnte sich in der Saison 2011/12 nicht dauerhaft im NHL-Kader der Nashville Predators etablieren und absolvierte wie in der Vorsaison sowohl für die Predators als auch für die Milwaukee Admirals einige Spiele. Am 17. Februar 2012 transferierten die Predators Geoffrion, Robert Slaney sowie ein Zweitrunden-Wahlrecht für den NHL Entry Draft 2012 zu den Montréal Canadiens. Nashville erhielt im Gegenzug Verteidiger Hal Gill.[6] Sein Großvater Bernie Geoffrion und sein Ur-Großvater Howie Morenz spielten ebenfalls für die Canadiens und sind Mitglied der Hockey Hall of Fame. Zudem wurden die Rückennummern beider Spieler von den Montréal Canadiens gesperrt. Auch sein Vater Dan Geoffrion war in der Saison 1979/80 für die Canadiens aktiv.

Im Sommer 2013 entschied Geoffrion, der im November 2012 einen Schädelbruch erlitten hatte, seine aktive Laufbahn zu beenden. Anschließend wurde er als Scout von den Columbus Blue Jackets engagiert.

International[Bearbeiten]

Geoffrion vertrat die Vereinigten Staaten erstmals bei der U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2006, wo er mit seinem Team nach einem Sieg im Finale gegen die finnische Nationalmannschaft die Goldmedaille gewann. Bei der U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2007 verlor Geoffrion mit den USA das Halbfinalspiel gegen die Kanadier, im Spiel um den dritten Platz bezwangen sie die schwedische Auswahl und sicherten sich so die Bronzemedaille. Ein Jahr später platzierten er sich mit den USA auf dem vierten Rang, nachdem sie im Halbfinale erneut gegen Kanada unterlagen und sich im Spiel um den dritten Platz Russland geschlagen geben mussten.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

International[Bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga GP G A Pts PIM +/− GP G A Pts PIM +/−
2004–05 USA Hockey National Team Development Program NAHL 37 7 15 22 62
2005–06 USA Hockey National Team Development Program NAHL 13 6 9 15 30
2006–07 University of Wisconsin-Madison WCHA 36 2 4 6 62
2007–08 University of Wisconsin-Madison WCHA 36 10 20 30 52 +11
2008–09 University of Wisconsin-Madison WCHA 35 15 13 28 73 –3
2009–10 University of Wisconsin-Madison WCHA 40 28 22 50 56 +13
2009–10 Milwaukee Admirals AHL 3 2 0 2 0 –1
2010–11 Milwaukee Admirals AHL 45 11 26 37 38 +2 1 0 2 2 2 –1
2010–11 Nashville Predators NHL 20 6 2 8 7 +3 12 0 2 2 4 +1
2011–12 Milwaukee Admirals AHL 20 2 7 9 8 –3
2011–12 Nashville Predators NHL 22 0 3 3 17 –2
Hamilton Bulldogs AHL 9 4 8 12 4 –1
Montréal Canadiens NHL 13 2 0 2 10 +2
2012–13 Hamilton Bulldogs AHL 10 4 2 6 9 –2
NAHL gesamt 50 13 24 37 92
WCHA gesamt 147 55 59 114 243
AHL gesamt 84 21 43 64 59 –4 4 2 2 4 2 –2
NHL gesamt 55 8 5 13 34 +3 12 0 2 2 4 +1

International[Bearbeiten]

Jahr Team Veranstaltung Resultat GP G A Pts PIM
2006 USA U18-WM Gold 6 1 4 5 8
2007 USA U20-WM Bronze 7 0 1 1 6
2008 USA U20-WM 4. 6 0 1 1 8
Junioren gesamt 19 1 6 7 22

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b cstv.com, CHAT LIVE With Wisconsin Forward Blake Geoffrion. Abgerufen am 17. Februar 2012 (englisch).
  2. uscho.com, Geoffrion First Wisconsin Player to Win Hobey Baker Award. 9. April 2010, abgerufen am 17. Februar 2012 (englisch).
  3. predators.nhl.com, Admirals Sign Blake Geoffrion; Will Join Team For Playoff Run. Nashville Predators, 16. April 2010, abgerufen am 17. Februar 2012 (englisch).
  4. predators.nhl.com, Preds Sign Brentwood Native Blake Geoffrion. Nashville Predators, 15. Juni 2010, abgerufen am 17. Februar 2012 (englisch).
  5. versus.com, Predators' Geoffrion Carries on the Name. Versus, abgerufen am 11. März 2011 (englisch).
  6. tsn.ca, Canadiens acquire Geoffrion from Predators in trade for Gill. The Sports Network, 17. Februar 2012, abgerufen am 17. Februar 2012 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten]