Cesare Prandelli

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Cesare Prandelli
Spielerinformationen
Voller Name Claudio Cesare Prandelli
Geburtstag 19. August 1957
Geburtsort OrzinuoviItalien
Größe 176 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
US Cremonese
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1974–1978
1978–1979
1979–1985
1985–1990
US Cremonese
Atalanta Bergamo
Juventus Turin
Atalanta Bergamo
88 (4)
27 (1)
89 (0)
89 (1)
Stationen als Trainer
1990–1997
1997–1998
1998–2000
2000–2002
2002–2004
2004
2005–2010
2010–
Atalanta Bergamo (Jugend)
US Lecce
Hellas Verona
AC Venedig
FC Parma
AS Rom
AC Florenz
Italien
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Claudio Cesare Prandelli (* 19. August 1957 in Orzinuovi) ist ein ehemaliger italienischer Fußballspieler und heutiger -trainer. Aktuell betreut er die italienische Fußballnationalmannschaft.

Karriere[Bearbeiten]

Als Spieler[Bearbeiten]

Prandelli begann seine Spielerkarriere mit der Saison 1974/75 beim italienischen Verein US Cremonese, wo er insgesamt vier Spielzeiten in der dritten und zweiten italienischen Liga verbrachte. Nach einem einjährigen Gastspiel bei Atalanta Bergamo in der Saison 1978/79 wechselte er zu Juventus Turin, wo er zwischen 1979 und 1985 die erfolgreichste Zeit seiner Karriere verbrachte. Mit Juve gewann er insgesamt drei italienische Meisterschaften, einen italienischen Pokal, einen Pokal der Landesmeister, einen Pokal der Pokalsieger, einen europäischen Supercup und einen Weltcup. Im Sommer 1985 kehrte er nach Bergamo zurück, wo er noch bis zur Saison 1989/90 spielte.

Als Trainer[Bearbeiten]

Nach dem Ende seiner Spielerlaufbahn arbeitete Prandelli zunächst als Jugendtrainer bei Atalanta, wobei es ihm 1993 gelang, das Torneo di Viareggio, einen internationalen Wettbewerb für Jugendmannschaften, zu gewinnen. Er blieb noch Jugendtrainer bei Atalanta bis 1997 und wechselte dann ins Profigeschäft.

Seine erste Saison mit US Lecce verlief noch alles andere als glücklich, aber bereits bei seinem nächsten Verein, Hellas Verona, war er erfolgreich und stieg in die Serie A auf. Auch mit der Mannschaft von Venezia gelang ihm der sofortige Aufstieg in die Serie A. Zwei erfolgreiche Jahre mit dem FC Parma, in denen er zweimal in Folge den 5. Platz der Serie A erreichte, etablierten ihn endgültig unter den italienischen Erfolgstrainern. Nach einem kurzen Gastspiel beim AS Rom, das er aufgrund familiärer Probleme abbrechen musste, trainierte er fünf Jahre lang den AC Florenz.

Prandelli gelang es, aus Florenz ein schlagkräftiges Team zu formen. Seine größten Erfolge bei der Fiorentina waren die beiden vierten Plätze in den Spielzeiten 2007/08 und 2008/09, das Erreichen des Halbfinales im UEFA-Pokal 2007/08 sowie das Erreichen des Champions League-Achtelfinales 2009/10, nachdem seine Mannschaft in der Gruppenphase vor Olympique Lyon, dem FC Liverpool und dem Debreceni VSC den ersten Platz belegte. Im Januar 2009 wurde er zu Italiens Trainer des Jahres 2008 gewählt.[1]

Nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 wurde er als Nachfolger Marcello Lippis neuer italienischer Nationaltrainer.[2] Bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine wurde die Squadra Azzurra unter ihm Vize-Europameister.

Sonstiges[Bearbeiten]

Prandelli schrieb ein Vorwort zu einem Buch, das sich mit Homosexualität im Sport befasst. Darin verurteilt er Homophobie als eine Art von Rassismus.[3]

Als Nationaltrainer bestraft Prandelli unrühmliches Verhalten auf dem Platz mit seinem Ethik-Code. So verzichtet er freiwillig auf Spieler, die aus unsportlichen Gründen wie Beschimpfungen oder Tätlichkeiten einen Platzverweis oder eine Sperre erhalten.[4]

Erfolge[Bearbeiten]

Als Spieler[Bearbeiten]

Als Trainer[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cesare Prandelli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ibrahimovic ist Italiens Bester vom 19. Januar 2009 auf kicker.de
  2. Prandelli wird neuer Trainer vom 31. Mai 2010 auf weltonline.de
  3. Prandelli: 'Homophobia is racism' vom 24. April 2012 auf football-italia.net
  4. Prandelli verzichtet auf De Rossi vom 12. November 2012 auf sport1.de