Arrigo Sacchi

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Arrigo Sacchi

Arrigo Sacchi (2007)

Spielerinformationen
Voller Name Arrigo Sacchi
Geburtstag 1. April 1946
Geburtsort FusignanoItalien
Position Abwehr
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1964–1977
1977–1979
Fusignano CF
Bellaria
Stationen als Trainer
1985–1987
1987–1991
1991–1996
1996–1997
1998–1999
2001
2004–2005
FC Parma
AC Mailand
Italien
AC Mailand
Atlético Madrid
FC Parma
Real Madrid (Fußballdirektor)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Arrigo Sacchi (* 1. April 1946 in Fusignano (RA), Italien) ist ein italienischer Fußballtrainer.

Karriere[Bearbeiten]

Sacchi war in seiner aktiven Zeit ein durchschnittlicher Fußballer und konnte keine großen Erfolge mit seinen Klubs feiern. 1982 gab er bei Rimini Calcio in der Serie C1 sein Debüt als Trainer. Er führte den Club in die Serie B und sorgte für Aufmerksamkeit, als seine Mannschaft im italienischen Pokal der Saison 1986/87 den großen AC Mailand bezwang. Daraufhin verpflichtete ihn Milan-Präsident Silvio Berlusconi als Trainer der Rossoneri. Damit begann eine Erfolgsgeschichte. Arrigo Sacchi prägte einen neuen Offensivstil, den die italienische Serie A in dieser Form selten erlebt hatte. Mit Kapitän und Abwehrorganisator Franco Baresi, dem jungen offensiven Außenverteidiger Paolo Maldini und dem holländischen Duo Ruud Gullit und Marco van Basten gewann er gleich 1987/88 die italienische Meisterschaft. Ein Jahr später, mit Frank Rijkaard war ein weiterer Niederländer hinzugekommen, holten sie den Europapokal der Landesmeister, den die Norditaliener 1989/90 verteidigen konnten. 1989 und 1990 gewann er außerdem zweimal den Weltpokal und Europäischen Supercup. Er wurde als modernster Trainer Italiens gefeiert.

Dies führte geradlinig dazu, dass Sacchi 1991 zum Trainer der italienischen Nationalmannschaft ernannt wurde, die in einer Krise steckte, da sie sich nicht für die Fußball-Europameisterschaft 1992 in Schweden qualifizieren konnte.[1] Sacchi baute auf seine italienischen Stars vom AC Milan, was ihm jedoch fehlte waren die holländischen Stars, so dass die Nationalmannschaft nicht den von Sacchi gewollten Offensivfußball umsetzen konnte. Die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 1994 in den USA wurde dennoch erreicht. Das Turnier begann jedoch mit einer Enttäuschung. Italien verlor gegen Irland mit 0:1. Die Mannschaft überstand jede Runde knapp, konnte sich unter anderem dank der Tore von Roberto Baggio bis ins Finale vorspielen. Im Finale gegen Brasilien kam es zum Elfmeterschießen, bei dem Baresi und Baggio zu den tragischen Helden wurden, indem sie ihre Elfmeter vergaben und so den Brasilianern zum vierten Mal den Gewinn des Titels ermöglichten.

Zwei Jahre später, bei der Fußball-Europameisterschaft 1996 in England, enttäuschte die Sacchi-Elf die Fans. Die Italiener schieden in der Vorrunde aus und konnten nie wirklich überzeugen.

Sacchi wurde nach diesem Misserfolg durch Cesare Maldini ersetzt und versuchte sich bei Vereinen wie Atlético Madrid und dem AC Parma wieder als Vereinstrainer, jedoch ohne den Erfolg, den er mit dem AC Mailand erreicht hatte.

Ab dem 21. Dezember 2004 war Sacchi Sportdirektor von Real Madrid. Am 6. Dezember 2005 kündigte er seinen Abschied zum Jahresende an.

Erfolge als Trainer[Bearbeiten]

Als Trainer der Nationalmannschaft

Mit dem AC Mailand

Persönliche Auszeichnungen als Trainer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Italian National Team Coaches