Cristoforo Landino

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Cristoforo Landino (vollständig: Cristoforo di Bartolomeo Landino, lateinisch: Christophorus Landinus; zu vermeidende hybride Schreibweise: Christoforo Landino; * 8. Februar 1425 in Pratovecchio (wahrscheinlicher) oder Florenz; † 24. September 1498 (umstritten) in Borgo alla Collina [1] , heute Ortsteil von Castel San Niccolò) war ein italienischer Humanist und Dichter, Lehrer der Rhetorik und der Poetik, Staatskanzler der Republik Florenz.

Leben[Bearbeiten]

Er widmete sich in Volterra und seiner Vaterstadt den klassischen Studien, übernahm 1457 die Professur der Poesie und Beredsamkeit in Florenz. Er wurde gefördert von Piero de Medici, der Landino die Erziehung seiner 1449 und 1453 geborenen Söhne Lorenzo de Medici und Giuliano I. de Medici anvertraute. Er erhielt später die Sekretärstelle der Florentiner Signorie. Seit 1497 vom öffentlichen Leben zurückgezogen, starb er 1504 in Prato Vecchio. Er war Lehrer bekannter Persönlichkeiten wie Angelo Poliziano (1454-1494) und Marsilio Ficino (1433-1499). Die Hauptwerke Landinos sind seine „Disputationes Camaldulenses“ (Flor. 1475, Straßb. 1508) und sein umfassender Kommentar zu Dantes „Divina Commedia“, wodurch er die Dante-Studien in Italien wesentlich förderte. Die Florentiner Signorie schenkte ihm dafür ein in Borgo alla Collina auf dem Wall gelegenes Turmhaus, wo er begraben liegt. Außerdem hinterließ Landino Kommentare zu Horaz und Vergil, lateinische Gedichte, eine Übersetzung von Plinius „Naturgeschichte“.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Dizinario Biografico degli Italiani zu Cristoforo Landini