Coluche

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Unfallstelle im Dezember 2011
Schild an der Place Coluche in Paris

Coluche, bürgerlich Michel Gérard Joseph Colucci, (* 28. Oktober 1944 in Paris; † 19. Juni 1986 in Opio bei Grasse)[1] war ein französischer Humorist, Filmschauspieler, Komödiant und Autor.

Leben[Bearbeiten]

Bekannt wurde er durch Filme wie Brust oder Keule mit Louis de Funès. Für seine Darstellung des Lambert in Claude Berris Film Am Rande der Nacht erhielt er 1984 den César als bester männlicher Hauptdarsteller.

Ende Oktober 1980 kündigte Coluche an, für das französische Präsidentenamt zu kandidieren, um gegen die politischen Zustände im Land zu protestieren. In Umfragen erhielt er bis zu 16 % der Befragtenstimmen und wurde von zahlreichen Intellektuellen unterstützt, reichte aber dann keine offizielle Kandidatur ein.

Außerdem ist er der Initiator der Initiative Les Restos du Cœur (deutsch: Die Restaurants des Herzens), einer Art Suppenküchen, die noch heute betrieben werden.

Michel Colucci starb im Jahr 1986 im Alter von 41 Jahren in Südfrankreich durch Genickbruch bei einem Motorradunfall. Er ruht auf dem Gemeindefriedhof von Montrouge, Département Hauts-de-Seine in der Pariser Banlieue.[2]

Im Oktober 2006 jährte sich Coluches Todestag zum zwanzigsten Mal. Dies nahmen der Pariser Oberbürgermeister Bertrand Delanoë und die Bezirksbürgermeister des 13. und 14. Arrondissements zum Anlass, den Künstler durch die Einweihung eines Platzes an der Kreuzung der Straßen Rue d'Alésia und Rue de Tolbiac zu ehren. Der nach Coluccis Künstlernamen Place Coluche benannte Platz liegt unweit des Parc Montsouris und der Rue Gazan, in der er bis 1981 gewohnt hatte.

Coluche war von 1975 bis 1981 verheiratet mit Véronique Kantor. Sie hatten zusammen zwei Söhne.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1970: Eselshaut (Peau d’âne)
  • 1971: Der große Coup des Kommissars (Laisser aller… c’est une valse)
  • 1973: Das Jahr Null Eins (L’an 01)
  • 1973: Themroc
  • 1973: Die tollen Charlots – Wo die grünen Nudeln fliegen (Le grand bazar)
  • 1976: Brust oder Keule (L’aile ou la cuisse)
  • 1980: Inspektor Loulou – Die Knallschote vom Dienst (Inspecteur la Bavure)
  • 1981: Le maître d’école
  • 1982: Die verrücktesten 90 Minuten vor Christi Geburt (Deux heures moins le quart avant Jésus-Christ)
  • 1983: Ticket ins Chaos (Banzai)
  • 1983: Die Frau meines Kumpels (La femme de mon pote)
  • 1983: Am Rande der Nacht (Tchao pantin)
  • 1984: Der dicke König Dagobert (Le bon roi Dagobert)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://colucheoutsita.ifrance.com/ (französisch)
  2. knerger.de: Das Grab von Coluche