François Mitterrand

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François Mitterrand, 1984
Mitterrands Unterschrift

François Maurice Adrien Marie Mitterrand [fʀɑ̃ˈswa mitɛˈʀɑ̃] (* 26. Oktober 1916 in Jarnac, Charente; † 8. Januar 1996 in Paris) war ein französischer Politiker der sozialistischen Partei (PS) sowie von Mitte 1981 bis Mitte 1995 französischer Staatspräsident.

Leben[Bearbeiten]

Jugend und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

François Mitterrand wuchs als fünftes von sieben Kindern eines Stationsvorstehers und späteren Essigfabrikanten in der südwestfranzösischen Provinz auf. In Angoulême besuchte er die Klosterschule „Collège Saint Paul“; diese schloss er 1934 mit dem Baccalauréat ab. Danach studierte er an der Sorbonne in Paris bis 1939. Sein Studium beendete er mit dem Lizentiat der Rechte und der Literaturwissenschaften, dem Diplom in Öffentlichem Recht sowie einem Diplom von Sciences Po Paris. Während dieser Zeit neigte der junge Mitterrand zu nationalistischen und rechtsextremen Ansichten. Der israelische Historiker Michael Bar-Zohar behauptete 1996, Mitterrand sei vor dem Zweiten Weltkrieg Mitglied der rechtsextremen Untergrundorganisation Cagoule gewesen.[1]

1937 erhielt er das Diplom der École libre des sciences politiques[2] und meldete sich zum Militärdienst bei den Kolonialtruppen Frankreichs bei der Infanterie. Er traf dort seinen alten Bekannten Georges Dayan; die beiden wurden beste Freunde.[3] Im September begann Mitterrand beim 23. régiment d'infanterie coloniale.

Im September 1939 beendete er seine juristischen Studien.

Am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg mit dem Polenfeldzug; am 3. September erklärte Frankreich Deutschland den Krieg. Mitterrand wurde zum Dienst an der Maginot-Linie in der Nähe von Montmédy eingezogen. Sein Dienstgrad war sergent chef.

Am 14. Mai 1940 (dem fünften Tag des Westfeldzuges) wurde er bei Verdun durch einen Granatsplitter an der Brust verwundet und geriet in deutsche Gefangenschaft. Er war im Stammlager IX A (heute Trutzhain) und im Stammlager IX C in Rudolstadt-Schaala interniert. Dort wurde er als Zwangsarbeiter im Straßenbau und in der Landwirtschaft eingesetzt. 1941 glückte ihm nach mehreren Versuchen die Flucht. Nach Frankreich zurückgekehrt, arbeitete er vom Mai 1942 an für das Vichy-Regime bei der Verwaltung der Kriegsgefangenen und erhielt dafür von Marschall Pétain am 16. August 1943 den Francisque-Orden. Gleichzeitig hielt er über geheime Kanäle der Résistance Charles de Gaulle in London auf dem Laufenden. Zusammen mit dem ebenfalls aus deutscher Kriegsgefangenschaft entflohenen General Henri Giraud und anderen ehemaligen französischen Kriegsgefangenen bildete er ein Widerstandsnetzwerk namens RNPG. Die Gestapo führte im November 1943 in Vichy eine Razzia auf der Suche nach „François Morland“ durch, dem (von einer Pariser Métro-Station abgeleiteten) Decknamen Mitterrands bei der Résistance. Mitterrand floh daraufhin nach London. Er trat der Exilregierung de Gaulles bei. Der ab 1944 gebildeten provisorischen Regierung von de Gaulle gehörte er als Kabinettsmitglied für die Angelegenheiten der Kriegsgefangenen an.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Mitterrand an der Front in der Nähe des deutschen Dorfes Reichenbach am Heuberg (Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg) von deutschen Soldaten gefangen genommen. Er wurde zum Reichenbacher Ortsgruppenleiter gebracht und dann mit der Heubergbahn nach Spaichingen transportiert; später konnte er von französischen Truppen befreit werden.

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Von 1946 bis 1958 war François Mitterrand Abgeordneter der französischen Nationalversammlung. Zeitweilig war er Präsident der sozialistischen Union démocratique et socialiste de la Résistance. Im Mai 1948 nahm er zusammen mit Winston Churchill, Harold Macmillan, Paul-Henri Spaak, Albert Coppé, Altiero Spinelli und Konrad Adenauer am Kongress in Den Haag teil, der für die Europäische Einigung grundlegende Bedeutung hatte. Zwischen 1947 und 1957 hatte er verschiedene Ministerposten inne. Während der Vierten Republik gehörte Mitterrand elf verschiedenen Regierungen als Staatssekretär oder Minister an. 1952, 1953 und 1956–1957 war er Staatsminister, 1954–1955 Innenminister -- als solcher verantwortlich für die Einführung der „französischen Doktrin“ im algerischen Reichsteil -- und 1956–1957 Justizminister.

In der Französischen Staatskrise (1958) stellte er sich gegen Charles de Gaulle, obwohl er dessen Algerienpolitik guthieß. 1959 wurde auf Mitterrand auf der Avenue de l’Observatoire in Paris ein Anschlag verübt, dem er durch einen Sprung hinter eine Hecke entkommen konnte. Dieser Anschlag verschaffte ihm hohe mediale Aufmerksamkeit. Von 1959 bis 1962 war er Senator des Wahlkreises Nièvre und ab 1962 erneut Abgeordneter der französischen Nationalversammlung. Ein Besuch in China 1961, während des Großen Sprungs nach vorn, trug mit zur Anerkennung der Volksrepublik China durch Frankreich im Jahre 1964 bei, die deutlich vor der durch die Bundesrepublik erfolgte.[4] 1964 wurde er President des Conseil général von Nièvre. Er übernahm eine leitende Rolle bei der Convention des Institutions Républicaines (CIR). Mit der Veröffentlichung des Buchs Le Coup d'État permanent (dt. der permanente Staatsstreich) gelang ihm der Durchbruch als wichtigstem linken Herausforderer von de Gaulle, den er beim Referendum zur Einführung der Fünften Republik 1958 noch einen „neuen Diktator“ genannt hatte. Obwohl er nur einer kleinen linken Gruppierung angehörte, schnitt er bei den Präsidentschaftswahlen am 5. Dezember 1965 von allen Kandidaten der Linken mit 31,72 % der Stimmen und damit vor Jean Lecanuet mit 15,6 % im ersten Wahlgang am besten ab und wurde daraufhin vom gesamten linken Lager (SFIO, PCF, PR, PSU) unterstützt. In der notwendigen Stichwahl unterlag er am 19. Dezember 1965 gegen Charles de Gaulle mit 44,8 % der Stimmen achtbar.

Von 1965 bis 1968 war Mitterrand Vorsitzender der Fédération de la Gauche Démocrate et Socialiste, einem Bündnis von Liberalen und Sozialdemokraten. Bei den Wahlen zur Nationalversammlung 1967 erzielte die Linke unerwartet ihr bestes Ergebnis seit langem. Zwar war die Kommunistische Partei (PCF) mit 22,5 % der Stimmen noch immer die stärkste linke Fraktion, aber das Regierungslager besaß nur noch eine Mehrheit von einem Sitz. Doch der Mai 68 traf die französische Linke völlig unvorbereitet: Die Streiks wurden nicht durch die Gewerkschaften geleitet und die Demonstrationen, ihre Ziele und Losungen wurden nicht durch die Parteien der Linken dominiert. Die traditionelle Zersplitterung der französischen Linken, insbesondere der außerhalb des kommunistischen Partei, in politische Clubs und verschiedene Parteien sowie ihre geringe organisatorische Kraft machte sich hier besonders nachteilig bemerkbar. De Gaulle beendete die Streiks, löste die Nationalversammlung auf, trat am 28. April 1969 zurück und setzte Neuwahlen an, die die französische Rechte im Juni 1969 mit ihrem größten Sieg seit 1919 gewann.

Mitterrand unterhielt zu dieser Zeit enge Kontakte mit dem Großorient von Frankreich in der Freimaurerei.[5] Ab 1971 war Mitterrand Erster Sekretär (= Vorsitzender) der neu konstituierten Parti socialiste, die 1972 gemeinsam mit den Kommunisten das Bündnis Union de la Gauche bildete. Mitterrand unterlag bei den Präsidentschaftswahlen von 1974 dem bürgerlichen Kandidaten Giscard d’Estaing nur knapp mit 49,19 % der Stimmen. Am 10. Mai 1981 konnte er sich schließlich durchsetzen und wurde vierter Präsident der Fünften französischen Republik. Gleichzeitig war er damit das erste sozialistische Staatsoberhaupt in der Fünften Republik. Unter Konservativen rief die Wahl Unbehagen und Ängste hervor, unter anderem wurde die polemische Propaganda verbreitet, dass im Falle eines Wahlsieges von Mitterrand Paris zu einem neuen Gulag mit sowjetischen Panzern auf den Champs-Élysées werden würde.[6]

Präsidentschaft, erste Amtszeit[Bearbeiten]

Gedenkplatte vor dem Beinhaus von Douaumont in Erinnerung an das Treffen zwischen François Mitterrand und Helmut Kohl im Jahr 1984

In seiner ersten Amtszeit berief er Pierre Mauroy zum Premierminister, der trotz absoluter Mehrheit der Sozialisten eine Koalition mit den Kommunisten bildete (Kabinett Mauroy). Sie stimulierten den Konsum durch die Festlegung von Mindestlöhnen, Rentenerhöhungen und Familienbeihilfen, verstaatlichten Schlüsselindustrien und Banken und verkürzten die Arbeitszeit. Innenpolitisch führte Mitterrand Reformen durch, die die Linke während ihrer Oppositionszeit in den 1970er-Jahren gefordert hatte: Dezentralisierung der Verwaltung, Abschaffung der Allmacht der Präfekten, Einführung der Regionalräte, Abschaffung der Todesstrafe (1981), Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs, Abschaffung bestimmter Sicherheitsgesetze und Reform der Medien. Trotz Anerkennung der Besonderheiten des „korsischen Volkes“ betonte er die unteilbare Zugehörigkeit Korsikas zu Frankreich. Obwohl die Politik Mitterrands in kompletter Opposition zu seinem Vorgänger Valery Giscard d'Estaing stand, hielt Mitterrand an den neu entwickelten französischen Technologien wie dem Schnellzug TGV und Minitel[7] fest. Minitel und die TGV-Schnellzugtrasse Paris-Lyon wurden nur wenige Wochen nach der Präsidentschaftswahl eingeweiht.

Zu Beginn seiner Präsidentschaft suchte Mitterrand in der Außenpolitik (möglicherweise unter dem Eindruck seines distanzierten Verhältnisses zu Bundeskanzler Helmut Schmidt, der zu Giscard d'Estaing einen engen Kontakt pflegte) eine stärkere Annäherung an Italien (Ministerpräsident war von Juni 1981 – November 1981 Giovanni Spadolini). Mitterrand trat ein für die Beibehaltung der Force de frappe und die Einführung der Neutronenbombe sowie für Rüstungskontrollverhandlungen über beiderseitige Abrüstung der Mittelstreckenraketen der Militärblöcke ein, was die Koalition mit der PCF belastete, weil er die Einbeziehung der französischen Atomwaffen in die Genfer Abrüstungsverhandlungen ablehnte. Mitterrand verurteilte die Verhängung des Kriegsrechts in Polen durch General Wojciech Jaruzelski. Seine Treffen mit Muammar al-Gaddafi, Hafiz al-Assad und dem marokkanischen König Hassan II. blieben umstritten. 1982 beteiligte sich Frankreich auf Mitterrands Vorschlag an einer multinationalen Truppe von US-Amerikanern, Italienern und Franzosen zur Lösung des Libanon-Konflikts (Bürgerkrieg 1975–1990), der mit verheerenden Selbstmordanschlägen auf das amerikanische und französische Kontingent und dem Abzug der Truppe endete. Zwischen 1982 und 1986 etablierte Mitterrand im Inland eine Anti-Terror-Zelle, die nur seinem Befehl unterstand (nicht der Kommando- und Führungsstruktur des Innen- bzw. des Verteidigungsministeriums). Sie war nicht Teil der gesetzlich zuständigen nationalen Polizei oder der Gendarmerie (die damals verfeindet waren[8]).

François Mitterrand (vorne) mit Ronald Reagan, 1984
François Mitterrand empfängt 1987 den deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl
Francois Mitterrand empfing den zu einem Staatsbesuch in Paris weilenden Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzenden des Staatsrates der DDR, Erich Honecker, im Elysée-Palast (8. Jan. 1988)

Als Mitterrand die Präsidentschaft antrat, war Frankreich in einer Wirtschaftskrise mit steigender Arbeitslosigkeit und einer relativ hohen Inflation. Ursachen waren unter anderem die hohen Ölpreise ab Ende 1970er Jahre und der hohe Kurs des US-Dollar. Die Wirtschaftspolitik von Mitterrands erster Regierung Mauroy gilt als mitverantwortlich für eine weitere Verschärfung der Wirtschaftskrise.[9] Unter dem Druck der schlechten Wirtschafts- und Arbeitsmarktdaten zerbrach die Koalition mit dem PCF im Juli 1984, wofür die Kommunisten in erster Linie Mitterrand verantwortlich machten. Mitterrands zweiter Premierminister Laurent Fabius betrieb eine andere Wirtschaftspolitik und setzte ein Austeritätsprogramm durch. Ab Mitte der 1980er Jahre verbesserte sich die wirtschaftliche Lage Frankreichs. Mitterrand entdeckte die Bedeutung der Europapolitik und fand in Bundeskanzler Helmut Kohl einen deutschen Regierungschef, mit dem er die Erweiterung und den Ausbau der Europäischen Gemeinschaft zur Europäischen Union vorantrieb. Mitterrand trat für das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser ein, forderte jedoch von der PLO die Anerkennung des Existenzrechts Israels in gesicherten Grenzen. In der Kontroverse zwischen dem französischen Forscherteam um Luc Montagnier und dem amerikanischen um Robert Gallo um die Entdeckung der Immunschwäche HIV, die für AIDS verantwortlich ist, mussten Mitterrand und sein amerikanischer Amtskollege Ronald Reagan vermitteln. Die Leistung beider Teams wurde als bahnbrechend gewürdigt. Frankreich erlebte die massenweise Ansteckung von Patienten durch HIV-verseuchte Blutkonserven.

Als Reagans Regierung in Nicaragua die Contras offen unterstützte und 1984 den Pazifikhafen Corinto verminte (siehe Contra-Krieg), bot Mitterrand den Sandinisten den Kauf französischer Mirage-Kampfflugzeuge an. Er lehnte eine Beteiligung Frankreichs am SDI-Programm ab, weil er einen „einseitigen Technologietransfer“ befürchtete. Stattdessen lancierte er das europäische Programm EUREKA. 1985 führte der französische Geheimdienst DGSE die Operation „Satanique“ durch. Dabei wurden das Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior I durch einen Bombenanschlag versenkt und ein Journalist ermordet. Dieses Verbrechen belastete die diplomatischen Beziehungen zu Neuseeland schwer.[10] Obwohl seine Partei die Parlamentswahlen 1986 verlor, trat Mitterrand entgegen der allgemeinen Erwartung nicht zurück, sondern berief Jacques Chirac als Ministerpräsident der ersten Cohabitation. Für die zweite Amtszeit kündigte Mitterrand inhaltlich eine Fortsetzung der ‚Politik des Ausgleichs‘ an und somit, weder Nationalisierungen noch Privatisierungen und Deregulierungen durchzuführen.

Am 22. September 1984 trafen sich Mitterrand und Helmut Kohl in Verdun, wo von Februar bis Dezember 1916 eine der wichtigsten und blutigsten Schlachten des Ersten Weltkriegs getobt hatte. „Während der Gedenkzeremonie vor dem Beinhaus Douaumont, in dem die sterblichen Überreste von 130.000 unbekannten Kriegstoten lagern, fassten sich die beiden Staatsmänner plötzlich an den Händen. Minutenlang verharrten sie schweigend in dieser Haltung.“[11]

Das Foto ging in Frankreich und Deutschland ins kollektive Gedächtnis ein; die Rheinische Post schrieb 2011: der „Handschlag hat das gleiche Gewicht wie der Kniefall von Willy Brandt in Warschau.“[12]

Präsidentschaft, zweite Amtszeit[Bearbeiten]

1988 setzte er sich in einer Stichwahl mit 54 Prozent der Stimmen gegen Chirac durch und wurde somit für eine zweite Amtszeit als Staatspräsident bestätigt. Nach anfänglichem Zögern stimmte Mitterrand der deutschen Wiedervereinigung zu. Obwohl Mitterrand bis zuletzt für einen Rückzug des Irak aus Kuwait eintrat, befahl er die Entsendung französischer Truppen nach Saudi-Arabien und deren Teilnahme an der Operation Desert Storm. Die französische Luftwaffe nahm auch in den Folgejahren zusammen mit der amerikanischen und britischen an Aufklärungsflügen über dem Irak zur Überwachung der Flugverbotszonen und der Einhaltung der Waffenstillstandsbedingungen ein, bis die wiederholten amerikanischen Bombardements die Vorbereitung des Dritten Golfkriegs offenkundig werden ließen.

Im einsetzenden Krieg in Bosnien-Herzegowina, insbesondere bei der Belagerung Sarajevos bemühte sich Mitterrand persönlich in Sarajevo um Verhandlungen zwischen allen drei Volksgruppen. Als diese wiederholt scheiterten, sich die Kriegshandlungen fortsetzten und auch zahlreiche zivile Gebäude in Sarajevo beschossen wurden, stimmte Mitterrand der Stationierung von Artillerieeinheiten der französischen Fremdenlegion auf dem Berg Igman zu, die Teil des Schnellen Einsatzverbandes aus britischen, französischen und niederländischen Streitkräften an der zeitweilig einzigen Zugangsstraße zum belagerten Sarajevo wurde.

Als Staatspräsident hinterließ Mitterrand in Paris zahlreiche architektonische Spuren, die sogenannten Grands Travaux oder Grands Projets, wie das moderne Hochhaus Grande Arche im Pariser Stadtteil La Défense, die gläserne Pyramide im Innenhof des Louvre, die Opéra Bastille an der Place de la Bastille, die neue Nationalbibliothek Bibliothèque nationale de France und das Institut der Arabischen Welt Institut du Monde Arabe.

Als der Kollaborateur Paul Touvier aufgespürt und vor Gericht gestellt wurde, entstand in den französischen Medien der Eindruck, Mitterrand habe jahrelang Kontakt zu Touvier unterhalten und möglicherweise seine Entdeckung aus gemeinsamer Verbundenheit aus Vichy-Tagen verhindert. Belegt ist, dass er mit dem ehemaligen Polizeichef von Vichy René Bousquet (1909–1993) eine freundschaftliche Beziehung unterhielt, die er allerdings, als Bousquet 1991 angeklagt wurde, abbrach, da er um seinen Ruf fürchten musste. Am 8. Juni 1993 wurde Bousquet von einem als unzurechnungsfähig bezeichneten Mann erschossen.[13] Als 1992 öffentlich wurde, dass Mitterrand seit 1987 am Jahrestag des Waffenstillstands einen Kranz am Grabmal von Marschall Philippe Pétain, dem französischen Kriegshelden von Verdun und Symbol des Vichy-Regimes, hatte niederlegen lassen, wurde seine Rolle während des Vichy-Regimes erneut hinterfragt. Der Marschall war zwar auch von all seinen Vorgängern als Staatspräsident auf diese oder ähnliche Weise geehrt worden, die öffentliche Meinung über die Zeit der Kollaboration hatte sich aber inzwischen deutlich gewandelt. Nach heftigen Protesten, u. a. der jüdischen Gemeinde Frankreichs, unterließ Mitterrand weitere Ehrenbezeugungen. Erst nach Ende seiner Amtszeit wurde die Mitschuld Frankreichs an der Judenvernichtung von Regierungsseite eingestanden.[14]

Der Journalist Jean Montaldo veröffentlichte 1994 ein Buch unter dem Titel „Mitterrand und die 40 Räuber“, in dem er Mitterrand vorwarf, sich mit fragwürdigen Freunden wie Bernard Tapie umgeben und Korruption der sozialistischen Parteifreunde um sich geduldet zu haben. Bekanntermaßen lag die Parteienfinanzierung in Frankreich lange Zeit im Zwielicht, weshalb sich alle Parteien lange Zeit berechtigt sahen, ihren politischen Einfluss auf Bau- und Rüstungsvorhaben bzw. -projekte in Parteispenden umzuwandeln. Montaldo stützte sich in seinem Buch hauptsächlich auf angebliche Informationen von François de Grossouvre (* 1918, über 35 Jahre einer der engsten Vertrauten Mitterrands), der am 7. April 1994 im Élysée-Palast mit einer Kugel im Kopf tot aufgefunden wurde. Pierre-Yves Guézou (* 1943), der Verantwortliche für Abhöraktionen 1983–1986 im Élysée-Palast, wurde am 12. Dezember 1994 in seiner Wohnung erhängt aufgefunden, Pierre Bérégovoy (1992–1993 Premierminister und ab 1993 Verteidigungsminister) starb am 1. Mai 1993 in Nevers. Sein Leibwächter sagte aus, Bérégovoy habe seine Dienstwaffe entwendet und sich mit dieser wohl getötet.

Mitterrand und die Wiedervereinigung[Bearbeiten]

Im Sommer 1989, als sich der Zerfall der DDR abzeichnete, äußerte Mitterrand in mehreren Interviews die Überzeugung, dass die Wiedervereinigung „ein legitimes Verlangen“ der Deutschen sei. Nachdem am 9. November 1989 die Mauer gefallen war, trat Mitterrand aber nicht offensiv für die Vereinigung Deutschlands ein. Seine britische Amtskollegin Margaret Thatcher war eine entschiedene Gegnerin der deutschen Wiedervereinigung. Es wurde daraufhin kritisiert, er bremse Kohls Vereinigungspolitik. Gegenüber Gregor Gysi äußerte Mitterrand bei einem Besuch in Ost-Berlin im Dezember 1989 laut einem Gesprächsdokument die Befürchtung, ein mächtiges wiedervereinigtes Deutschland könnte, wie unter der Naziherrschaft, abermals Forderungen nach einer Gebietsausweitung im Osten stellen und somit zu einer Bedrohung für Europa werden.[15]

Monate nach seinem Tod erschien sein Buch Über Deutschland. Darin zeichnet er sich als derjenige, der 1989/90 sensibler als die anderen Staatschefs auf deutsche Befindlichkeiten reagiert habe. Er sei stets ein Freund Preußens und der preußischen Kultur der Toleranz und Transparenz des Staatswesens gewesen. Er habe sich mit Kohl angelegt; dabei ging es um die Bedingung der Einigung, die Ostgrenzen Deutschlands anzuerkennen. Sein Beharren auf der Grenzenfrage sei entscheidend für das Einlenken der Sowjetunion gewesen. Indem er dieselbe Position vertreten habe wie vor allem Gorbatschow und die polnische Regierung (die gegen die Vereinigung Deutschlands agierte), habe er entscheidend dazu beigetragen, die Verhandlungen voranzubringen und die starke innerdeutsche Opposition gegen die Anerkennung der Grenzen aufzuweichen.[16]

Seit Juli 1989 betonte er immer wieder, dass die deutsche Wiedervereinigung eine innerdeutsche Angelegenheit sei, die sich friedlich und demokratisch vollziehen solle und die die bestehenden Grenzen innerhalb der europäischen Union respektieren solle. Allerdings wies er in vertraulichen Regierungsgesprächen gegenüber Deutschland darauf hin, dass die mit einer Einführung einer gemeinsamen europäischen Währung zu vertiefende Wirtschafts- und Währungsunion ein wichtiger Gesichtspunkt für die Haltung Frankreichs sei.[17] Als Frankreich im ersten Halbjahr die EU-Präsidentschaft innehatte, hatte Mitterrand einen besonderen Einfluss auf die Wiedervereinigung. Am 25. April 1990 verkündete Kohl während der Abschlusspressekonferenz des deutsch-französischen Gipfels, dass die Europäische Einheit und die deutsche Einheit gemeinsam, Hand in Hand, realisiert würden; Mitterrand antwortete: „Ich bin bereit.“ Mit der Formulierung ‚Hand in Hand‘[18] spielte Kohl auf ein berühmtes Foto[19] an, das Mitterrand und Kohl in Verdun Hand in Hand in ehrendem Gedenken an die beiderseits Gefallenen von 1916 zeigt.

Als 20 Jahre später die diplomatischen Archive des Jahres 1989 geöffnet wurden, offenbarten diese, dass Mitterrand „trotz aller Freundschaftsbekundungen von der französischen Urangst vor dem einstigen Erbfeind besessen war“. So hatte er etwa gegenüber dem polnischen General Jaruzelski Folgendes gesagt: „Auch wenn Deutschland heute freundlicher agiert als Hitler, wollen wir diese Wiedervereinigung mit allen Mitteln verhindern […] Wir müssen brutal vorgehen. Die Deutschen wollen das alles nicht.“ Mit letzterem war die Oder-Neiße-Linie gemeint. „Erst als Briten und Russen grünes Licht gaben, fügte sich Mitterrand widerwillig.“[20] Mitterrand habe Kohl gegenüber der britischen Premierministerin Margaret Thatcher sogar in die Nähe von Adolf Hitler gerückt und behauptet, Deutschland habe „nie seine wahren Grenzen“ gefunden. Der „plötzliche mentale Schock“ einer möglichen Wiedervereinigung habe die Deutschen wieder zu den alten, „schlechten“ Deutschen gemacht.[21]

Diesen Sachverhalt, und zugleich die Tatsache, dass Mitterrand politisch erheblich geschickter war als Thatcher, bestätigte Sir Christopher Mallaby, der 1989 britischer Botschafter in Bonn war, in der gleichen Ausgabe der Zeitschrift: „Ja, Mitterrands Rolle ist sehr interessant […] privat äußerte er sich viel extremer als Frau Thatcher. Aber nach außen verhielt er sich neutral. Wenn Sie die Protokolle lesen […], gewinnen Sie aber noch einen Eindruck: Mitterrand sagte diese Dinge zu Thatcher in der Hoffnung, dass sie öffentlich wiederholen würde, was er selbst nicht offen aussprechen wollte.“[21]

Privatleben[Bearbeiten]

Aus der Ehe mit seiner Frau Danielle Gouze gingen die Söhne Pascal (*/† 1945), der noch als Säugling starb, sowie Jean-Christophe (* 1946) und Gilbert (* 1949) hervor.

Legendär war Mitterrands Landsitz in Latche (Département Landes) in der Gascogne im Südwesten Frankreichs. Dort empfing er enge politische Freunde. Hier bemühte sich im Dezember 1989 (am 9. November 1989 war die Mauer gefallen) Bundeskanzler Helmut Kohl um Mitterrands Zustimmung für den deutschen Wiedervereinigungsprozess.

Ganz in der Nähe, in Hossegor, lebte Anne Pingeot (* 1943), mit der Mitterrand eine langjährige außereheliche Beziehung unterhielt und mit der er eine Tochter, Mazarine Pingeot (* 1974), hatte.

Ruhestand und Tod[Bearbeiten]

Mitterrand trat zur Präsidentschaftswahl im April/Mai 1995 nicht mehr an; für die PS kandidierte Lionel Jospin. Jospin verlor in der Stichwahl knapp (47,36 % zu 52,64 %) gegen Jacques Chirac (der damit Mitterrands Nachfolger wurde).

Im Januar 1996 starb Mitterrand an einer Prostatakrebserkrankung, die bereits vor seinem Amtsantritt im Jahr 1981 festgestellt worden war [22] und die er mit falschen ärztlichen Dokumenten jahrelang vor der Öffentlichkeit geheim hielt. (1974 war nach dem plötzlichen Tod von Georges Pompidou die Regelung eingeführt worden, dass regelmäßig Bulletins zum Gesundheitszustand des Staatspräsidenten veröffentlicht werden.) Ärzte von Mitterrand hatten ihm 1981 maximal drei weitere Lebensjahre vorausgesagt.

Rezeption nach dem Tod[Bearbeiten]

Auch nach seinem Tod wurde Mitterrand in der französischen Öffentlichkeit nicht vergessen (ähnlich wie de Gaulle). 2006 war der 10. Todestag Mitterrands Anlass für zahlreiche Rückblicke und Gedenkveranstaltungen.

Im Mai 2011 gedachten in Frankreich mit 150 Veranstaltungen und einem Freiluftkonzert am Pariser Place de la Bastille viele Franzosen des Wahlsiegs von Mitterrand vor 30 Jahren. Er sei „dieser Tage in Frankreich allgegenwärtig: in Sondersendungen und Büchern, auf Zeitungstiteln, Briefmarken und T-Shirts“.[23]

Die Parti Socialiste pflegt sein Andenken. Mitterrand ging als „Sphinx“ oder gar „Dieu“ („Gott“) in die Geschichte ein; seine rätselhafte Person sowie seine politische Leistung faszinieren viele Franzosen bis heute. Er dezentralisierte das Land, verstaatlichte Schlüsselindustrien und Banken, schaffte die Todesstrafe ab, ließ Freies Radio zu und führte einen Mindestlohn sowie Familienbeihilfen (Caisse d'allocation familiale) ein. Letzteres setzte er durch, obwohl Frankreich in den 80er Jahren in einer schwierigen Wirtschaftssituation mit hoher Arbeitslosenquote und Inflation steckte.[23]

Zudem gelang es ihm, die (anfangs keineswegs geschlossen hinter ihm stehende) Linke zu einigen: „Heute ist es vor allem diese Leistung, die zahlreiche französische Sozialisten herausheben, ja geradezu heraufbeschwören. In einer Art „Mitterrandmania“, gemischt mit Nostalgie, hofft die PS bei den Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr [2012] auf eine ähnliche Dynamik wie 1981 und setzt darauf, nach 14 Jahren Opposition wieder die Macht zu übernehmen. […] Um sich zu legitimieren, überbieten sich erklärte und potenzielle Anwärter schier im Anspruch auf Mitterrands politisches Erbe. […] Am deutlichsten setzt dabei Ségolène Royal auf die Mitterrand-Karte."[23]

Die konservative Zeitung Le Figaro kritisierte 2007 die „Mitterrand-Mania“ und schrieb sinngemäß: „In einer Zeit, als Reagan, Thatcher und Kohl ihre Länder für die Zukunft fit machten, setzte Frankreich eine unglaubliche Serie ökonomischer grober Fehler fort, für die die Rechnung heute noch bezahlt werden muss. Rente mit 60? Zwanzig Jahre später schätzt das Finanzministerium, dass diese Maßnahme Frankreich 200 Milliarden Euro gekostet hat. Masseneinstellungen in den öffentlichen Dienst? Weitere 100 Milliarden Euro. […] 35-Stunden-Woche […] 100 Milliarden Euro. Zukünftige Generationen werden nicht mit dankbaren Augen auf Mitterrand zurückschauen.“[24] Gerade diese erwähnten sozialpolitischen Maßnahmen sorgen für Konflikstoff: Vertretern der Linken gelten sie als große Errungenschaften des französischen Sozialstaats, der konservative Präsident Nicolas Sarkozy strich hingegen seit Beginn seiner Amtszeit viele dieser Leistungen mit der Begründung zusammen, sie schadeten der wirtschaftlichen Entwicklung und belasteten den Haushalt.

2005 – 20 Jahre nach der Versenkung der Rainbow Warrior I – sagte der damalige Geheimdienstchef Pierre Lacoste der Nachrichtenagentur AFP, dass Mitterrand in den Plan eingeweiht gewesen sei.[25]

Im preisgekrönten Spielfilm Letzte Tage im Elysée (César 2006) von Regisseur Robert Guédiguian verkörpert Michel Bouquet den bereits todkranken Mitterrand in seinen letzten Tagen im Amt.

Ehrungen[Bearbeiten]

Werke von François Mitterrand[Bearbeiten]

Vorworte[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Pierre Favier und Michel Martin-Roland: La Décennie Mitterrand. éd. du Seuil, Paris, 1995–1999
  • Michel Martin-Roland (Hrsg.): Il faut laisser le temps au temps: les mots de François Mitterrand. Ed. Hors Collection, Paris 1995, ISBN 2-258-04029-9.
  • Hélène Myard-Delacroix: „Ungebrochene Kontinuität François Mitterrand und die deutschen Kanzler Helmut Schmidt und Helmut Kohl, 1981–1984“. Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 44. Jg., 1999, 4. Heft, Oktober, S. 539–558.
  • François Mitterrand und Georges-Marc Benamou: Mémoires interrompus. Jacob, Paris 1996, ISBN 2-7381-0402-9.
  • Serge Berstein, Pierre Milza und Jean-Louis Bianco: Les Années Mitterrand, les années du changement, Paris, éd. Perrin, 2001.
  • Franz-Olivier Giesbert: François Mitterrand: une vie. éd. du Seuil, Paris 1996, ISBN 2-02-029760-4.
  • Ulrich Lappenküper: Mitterrand und Deutschland. Die enträtselte Sphinx. Oldenbourg-Verlag, München 2011, ISBN 978-3-486-70511-9.
  • Ali Magoudi: Rendez-vous: La psychanalyse de François Mitterrand. ISBN 2-35004-038-0.
  • Jean Montaldo: Mitterrand und die 40 Räuber, Bettendorf, Essen 1994, ISBN 3-88498-082-3.
  • Hubert Védrine: Les Mondes de François Mitterrand. A l'Élysée, 1981–1995. Fayard, Paris 1996, ISBN 2-213-59621-2.
  • Brigitte Sauzay, Rudolf von Thadden (Hrsg.): Mitterrand und die Deutschen, Genshagener Gespräche, Wallstein, Göttingen 1998
  • Ernst Seidl: La Grande Arche de La Défense in Paris: Form – Macht – Sinn, Hamburg: Kovac, 1998, ISBN 3-86064-702-4.
  • Tilo Schabert: Wie die Weltgeschichte gemacht wird. Frankreich und die deutsche Einheit, Stuttgart, Klett-Cotta, 2002; Mitterrand et la réunification allemande. Une histoire secrète. 1981–1995, Paris, éd. Grasset, 2005.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: François Mitterrand – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael Bar-Zohar, Bitter Scent: The Case of L'Oréal, Nazis, and the Arab Boycott (London, Dutton Books: 1996) Seite 264 ff.."
  2. siehe 'archives de Sciences politiques, François Mitterrand aux côtés de son camarade de promotion Jean Kreitmann, en 1937'
  3. Jean Lacouture: Mitterrand, une histoire de Français, éd. du Seuil, « Points », S. 46–48.
  4. François Mitterrand à la découverte de la “patience” chinoise, Bericht zu den französisch-chinesischen Beziehungen auf mitterrand.org, von Aurélie Lebelle, 12. September 2007.
  5. Jacques Mitterrand: La politique des francs-maçons, Ed. Roblot, Paris, 1973, SS. 21-29
  6. Sylvie Stephan: Sozialisten im Schatten Mitterrands. In: rp-online.de vom 11. Mai 2011
  7. Geschichte des Minitel
  8.  Vollkommen krank. In: Der Spiegel. Nr. 29, 1988, S. 126–127 (18. Juli 1988, online).
  9. Jeffrey Sachs/Charles Wyplosz: The Economic Consequences of President Mitterrand. Economic Policy, Vol. 1, No. 2 (1986), S. 261–322 [1]
  10. www.nzherald.co.nz
  11. einestages.spiegel.de
  12. Rheinische Post vom 28. Mai 2011, Seite A6
  13. Benjamin Korn: Tod eines Mörders. Über René Bousquet, Polizeichef von Vichy und Vertrauter Mitterrands, S. 43, in: Lettre International, Heft 89, Berlin 2010, S. 40–43.
  14. Henry Rousso: Le syndrome de Vichy, Paris 1987, S. 366.
  15.  Armin Mitter, Klaus Wiegrefe: Brüder im Geiste. In: Der Spiegel. Nr. 18, 2010, S. 38 (3. Mai 2010, online).
  16. Mitterrand: Über Deutschland, 1996
  17. Mitterrand forderte Euro als Gegenleistung für die Einheit, Artikel vom 25. September im Portal Spiegel-Online, abgerufen am 10. Juli 2011.
  18. Interview mit Filmregisseur Patrick Barbéris, 23.Nov.2009, abgerufen am 16. April 2012.
  19. Das digitalisierte Foto bei Welt.de vom September 1984 abgerufen am 16. April 2012.
  20. Der wahre Mitterrand. In: Focus, 9. November 2009, S. 11.
  21. a b Ein Insider erinnert sich: was Kohl, Thatcher und Mitterrand wirklich für die Einheit taten, Interview mit dem damaligen britischen Botschafter in Bonn. Focus 46/2009.
  22. Ernst Weisenfeld: Geschichte Frankreichs seit 1945. Von de Gaulle bis zur Gegenwart. 3., völlig neubearbeitete und aktualisierte Auflage, Beck, München 1997, ISBN 3-406-42007-9, hier S. 338
  23. a b c Sylvie Stephan: Sozialisten im Schatten Mitterrands. In: rp-online.de vom 11. Mai 2011
  24. Against Mitterrand-mania
  25. http://www.nzherald.co.nz/nz/news/article.cfm?c_id=1&objectid=10333480
  26. Vidéo Ina – François Mitterrand parle de François Mauriac, vidéo François Mitterrand parle de François Mauriac, vidéo Art et Culture Littérature – Archives vidéos Art et Culture Littérature : Ina.fr
Vorgänger Amt Nachfolger
Léon Martinaud-Déplat Innenminister von Frankreich
19. Juni 1954 bis 23. Februar 1955
Maurice Bourgès-Maunoury
Robert Schuman Justizminister von Frankreich
1. Februar 1956 bis 13. Juni 1957
Édouard Corniglion-Molinier