Döbritschen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Döbritschen im Landkreis Weimarer Land. Ein Ortsteil der thüringischen Stadt Camburg trägt ebenfalls den Namen Döbritschen.
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Döbritschen führt kein Wappen
Döbritschen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Döbritschen hervorgehoben
50.91916666666711.476666666667355Koordinaten: 50° 55′ N, 11° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Weimarer Land
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Mellingen
Höhe: 355 m ü. NN
Fläche: 8,33 km²
Einwohner:

216 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99441
Vorwahl: 036454
Kfz-Kennzeichen: AP
Gemeindeschlüssel: 16 0 71 013
Adresse der Verbandsverwaltung: Karl-Alexander-Str. 134a
99441 Mellingen
Bürgermeister: Horst Hallmeyer
Lage der Gemeinde Döbritschen im Landkreis Weimarer Land
Mönchenholzhausen Nohra Nauendorf Vollersroda Hetschburg Frankendorf Nirmsdorf Ködderitzsch Ettersburg Daasdorf a. Berge Kleinobringen Rannstedt Niederreißen Obertrebra Ballstedt Rohrbach Heichelheim Hammerstedt Isseroda Oettern Eberstedt Ramsla Kleinschwabhausen Wiegendorf Kiliansroda Wohlsborn Flurstedt Mechelroda Mattstedt Sachsenhausen Ottstedt a. Berge Oberreißen Niederroßla Reisdorf Leutenthal Kapellendorf Bechstedtstraß Großheringen Lehnstedt Schwerstedt Willerstedt Umpferstedt Buchfart Wickerstedt Großobringen Döbritschen Rittersdorf Hohenfelden Neumark Auerstedt Hopfgarten Liebstedt Gebstedt Niedertrebra Troistedt Krautheim Vippachedelhausen Tonndorf Bad Sulza Schmiedehausen Kromsdorf Pfiffelbach Großschwabhausen Niederzimmern Mellingen Klettbach Oßmannstedt Nohra Mönchenholzhausen Berlstedt Buttelstedt Magdala Kranichfeld Saaleplatte Apolda Bad Berka BlankenhainKarte
Über dieses Bild

Döbritschen ist eine Gemeinde im Süden des Landkreises Weimarer Land und Teil der Verwaltungsgemeinschaft Mellingen. Sie besteht aus den Orten Döbritschen und Vollradisroda.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Funde weisen auf eine Besiedlung des Ortes seit der Jungsteinzeit hin. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte im Jahr 1190. 1290 war das Dorf im Besitz der Familie der Schenken von Döbritschen. 1332 ging Döbritschen von den Schenken von Nidda in den Besitz der Grafen von Weimar-Orlamünde über. Die mitten im Dorf liegende damalige Wasserburg war ein mittelalterlicher Herrensitz und 45m x 80 m von einem Wall mit schützendem Graben umgeben. Sie wurde 1450 zerstört. Auf dem Wall ist die Dorfkirche aufgebaut worden.[2]. Später folgten die Grafen von Lichtenhain, später die Vitztume von Apolda sowie das Kloster Kapellendorf. Im frühen 19. Jahrhundert wurde Döbritschen Kammergut des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach. Die Domäne mit 96 ha bewirtschaftete 1923 Albin Gellert.[3]

Der Ortsteil Vollradisroda wird erstmals 1311 als „Volradesrode“ erwähnt, der Name bedeutet Rodungssiedlung eines Vollrad. Das Dorf wurde im wettinischen Bruderkrieg zerstört und erst nach 1700 wieder teilweise besiedelt. Es war seit dem 19. Jahrhundert Vorwerk des Kammergutes Döbritschen. Um 1900 hatte Vollradisroda 38 Einwohner. Am 16. Oktober 1923 wurde Vollradisroda nach Döbritschen eingemeindet.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Kirche
  • Reste der ehemaligen Befestigungsanlage aus dem 12. Jahrhundert
  • Gedenkstätte auf dem Friedhof in Vollradisroda für 3 unbekannte KZ-Häftlinge

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)
  2. Th. Bienert Mittelalterliche Burgen in Thüringen Wartberg Verlag 2000 S. 84 ISBN 3-86134-631-1
  3. Jürgen Gruhle:Schwarzbuch der Bodenreform-Thüringen. Abgerufen am 25. Juni im Internet

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Döbritschen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen