Dahme (Holstein)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dahme
Dahme (Holstein)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dahme hervorgehoben
54.22305555555611.0877777777781Koordinaten: 54° 13′ N, 11° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Ostholstein
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Grömitz
Höhe: 1 m ü. NHN
Fläche: 9,08 km²
Einwohner: 1280 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 141 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23747
Vorwahl: 04364
Kfz-Kennzeichen: OH
Gemeindeschlüssel: 01 0 55 010
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchenstraße 11
23743 Grömitz
Webpräsenz: www.groemitz.eu
Bürgermeister: Heinrich Plön (CDU)
Lage der Gemeinde Dahme im Kreis Ostholstein
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Über dieses Bild

Dahme ist eine Gemeinde im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Ostseestrand Dahme - Dahmeshöved im Herbst

Dahme ist ein Ostseeheilbad, das etwa 20 km nordöstlich von Neustadt in Holstein und knapp 15 km (je Luftlinie) südöstlich von Oldenburg in Holstein direkt südlich des östlichen Endes vom Oldenburger Graben liegt. Der Ort befindet sich damit in der idyllischen Landschaft Wagriens am Nordwestrand der Lübecker Bucht zwischen Grube und Kellenhusen. Westlich verläuft die Bundesstraße 501 von Neustadt in Richtung Fehmarn. Dahme wurde im Jahr 1299 erstmals urkundlich erwähnt. Davon zeugt auch der Gedenkstein im Zentrum von Dahme.

Politik[Bearbeiten]

Verwaltung[Bearbeiten]

Dahme gehörte von 1889 bis 2006 zum Amt Grube. Seitdem bilden Dahme und die Gemeinden Grube und Kellenhusen (Ostsee) eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Gemeinde Grömitz, die die Verwaltungsgeschäfte für die drei Gemeinden führt.

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Von den 11 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2008 sieben Sitze und die Wählergemeinschaft DWG vier.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Über blau-silbernen Wellen wachsend in Gold der rote, ältere und der rot-silbern-rote, jüngere Leuchtturm der Gemeinde nebeneinander.“[2]

Bei dem kleineren Turm handelt es sich entgegen den Angaben in der Blasonierung nicht um einen Leuchtturm, sondern um den Marinebeobachtungsturm, der 1939 errichtet wurde.

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Dahme ist seit August 1972 mit Nysted in Dänemark freundschaftlich verbunden. Die Pflasterung des Nystedplatz an der Seebrücke in Dahme ist in Richtung der dänischen Partnergemeinde ausgerichtet.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Mit mehr als 60.000 Badegästen und 800.000 Übernachtungen im Jahr ist der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle für die Gemeinde, die einen mehrere Kilometer langen Sandstrand hat, der über eine Promenade gut zu erreichen ist.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wittenwiewerbarg, Reste einer Turmhügelburg

Der Wittenwiewerbarg (Weiße-Weiber-Berg) ist der Rest einer Turmhügelburg aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Sie war von einem Graben und einem Wall umgeben. Heute ist nur noch ein kleiner Hügel davon zu sehen.

Wittenwiewerbarg, Infotafel

Der Wittenwiewerbarg steht seit 1974 unter Denkmalschutz.

Leuchtturm Dahmeshöved[Bearbeiten]

Leuchtturm Dahmeshöved, rechts der Marinebeobachtungsturm von 1939

Der Leuchtturm Dahmeshöved wurde 1878/79 auf einer Höved (nddt. für Anhöhe) errichtet und dient der Schifffahrt in der Lübecker und in der Mecklenburger Bucht. Der denkmalgeschützte Leuchtturm kann besichtigt werden und wird auch als Standesamt verwendet.

NSG Vansite Dahme[Bearbeiten]

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Von 1957 bis 1972 war das US-amerikanische Militär auf der großen Uferkoppel (im Zweiten Weltkrieg Standort einer 2-cm-Flak), schräg gegenüber dem Leuchtturm, zum Schluss mit einer Vansite der NSGA Todendorf vertreten. Hier wurde mit mobilem Gerät unter anderem der sowjetische Übungsplatz auf der Halbinsel Wustrow abgehört.

Jugendherberge und ehemalige Fernmeldestelle der Bundesmarine[Bearbeiten]

DJH-Jugendherberge Dahme

Die Jugendherberge Dahme an der ostholsteinischen Ostseeküste ist eine 2006 fertiggestellte und am 6. Juli 2006 eröffnete Jugendherberge des Deutschen Jugendherbergswerks. Es handelt sich damit um eine der jüngsten Jugendherbergen des Landesverbands Nordmark e.V. Die Jugendherberge liegt am Dahmeshöved 1 an der Straße zum Leuchtturm Dahmeshöved, der die Einfahrt zur Lübecker Bucht markiert. Damit liegt sie in einer Reihe mit mehreren Villen und dem Mutter-Kind-Heim südlich vom eigentlichen Ortskern Dahmes. Das Gelände der Jugendherberge grenzt direkt an die Steilküste zum Ostseestrand, der über eine große, hölzerne Treppenanlage erreichbar ist.

Wo heute die Jugendherberge steht, befanden sich bis 2004 die Gebäude einer Marinefernmeldestelle der Bundeswehr (im Zweiten Weltkrieg existierte hier eine Marine-Funkmessortungsanlage, FuMO 3, eine sogenannte Calais-Zerstörersäule). Die Marinefernmeldegruppe 53 wurde Ende 1963 in Dahmeshöved in Betrieb genommen. Nach Auflösung des Marinefernmeldeabschnitts 5 1967 wurde sie dem Marinefernmeldeabschnitt 1 unterstellt. Hier wurde mit mobilem Radargerät die Ostsee bewacht. Die Marinefernmeldegruppe 53 wurde Ende September 1991 aufgelöst.

Nach der Aufgabe der Fläche durch die Bundesmarine lag das Gelände einige Zeit brach und sollte nach dem Willen des Bürgermeisters von Dahme für einen gemeinnützigen Zweck verwendet werden. Der ehemalige Standplatz der Radarantennen, eine erhöhte, asphaltierte Fläche, wird nun für Ballspiele genutzt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Paul Walter (* 1913 Mönchengladbach; † 1993 in Dahme), Bühnenbildner, Ausstattungsleiter am Nationaltheater Mannheim, wohnte in Dahme.

In den 1960er Jahren ließ sich Uwe Johnson bei Aufenthalten in einem Sommerhaus in Dahmeshöved für seinen Roman „Jahrestage“ inspirieren. In einem seiner Textbücher erwähnt der Schriftsteller Helmut Heissenbüttel in dem Gedicht „Postbus Dahme“ eine Begegnung mit seinem Kollegen Uwe Johnson in Dahmeshöved.

Friedrich Dahl und Gerhard Domagk (Nobelpreis für Medizin 1939, ausgehändigt 1947) wohnten in Dahmeshöved, ebenso Heinrich Plett, erster Geschäftsführer der Neuen Heimat, Hans Koch von Hans Koch & Sohn und Tyll Necker.

Fledermäuse[Bearbeiten]

Dahme ist der erste „Fledermausfreundliche Ort Deutschlands“. Über 100 Häuser sind vom NABU Schleswig-Holstein / Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein als „Fledermausfreundliches Haus“ ausgezeichnet worden. Seit Mai 2006 ist Dahme das Zentrum der ersten offiziellen „Fledermausfreundlichen Region“ Deutschlands. Im Oktober 2006 wurde das Fledermausprojekt mit dem Muna 2006, Preis für den aktiven Umweltschutz von Deutsche Bundesstiftung Umwelt und ZDF ausgezeichnet.[3]

Sport- und Gesundheitszentrum[Bearbeiten]

Das Sport- und Gesundheitszentrum wird von der Europäischen Union kofinanziert. Es verfügt über ein klassischen Bade- Massage- und Inhalationsangebot. Daneben gibt es private bewegungstherapeutische Angebote.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  3. http://www.dbu.de/123artikel25912_533.html

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dahme (Holstein) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Dahme (Holstein) – Reiseführer