Der Schrecken vom Amazonas

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Filmdaten
Deutscher Titel Der Schrecken vom Amazonas
Das Ungeheuer der schwarzen Lagune (Österreich)
Originaltitel Creature from the Black Lagoon
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1954
Länge 79 Minuten
Altersfreigabe FSK 12 (ehem. 16)
Stab
Regie Jack Arnold
Drehbuch Harry Essex
Arthur Ross
Produktion William Alland
Musik Hans J. Salter
Henry Mancini
Herman Stein
Milton Rosen
Robert Emmett Dolan
(alle ungenannt)
Kamera William E. Snyder
Charles S. Welbourne
Schnitt Ted J. Kent
Besetzung

Der Schrecken vom Amazonas (Original Creature from the Black Lagoon) ist ein im 3D-Format gedrehter Horrorfilm-Klassiker des US-amerikanischen Regisseurs Jack Arnold aus dem Jahre 1954.

Eine Forschungsexpedition stößt in einem Seitenarm des Amazonas, der „Schwarzen Lagune“, auf einen „Kiemenmenschen“, halb Meeres-, halb Landlebewesen, der schnell zu einer tödlichen Bedrohung für die Expeditionsteilnehmer wird.

Handlung[Bearbeiten]

Eine Gruppe von Geologen findet bei Grabungen am Amazonas eine versteinerte Hand, die von einem fehlenden Verbindungsglied zwischen Meeres- und Landlebewesen stammen könnte. Um nach weiteren Funden zu forschen, rüstet Dr. David Reed, ein Ichthyologe, eine neue Expedition aus, die neben ihm aus den Wissenschaftlern Williams, Thompson und Maia besteht. Reeds Freundin Kay Lawrence schließt sich der Expedition ebenfalls an.

Mit dem kleinen Dampfer „Rita“ macht man sich auf den Weg zum alten Lager, findet aber die zurückgelassenen Expeditionsmitglieder nur noch tot vor. Kapitän Lucas von der „Rita“ vermutet, dass sie von einem Jaguar getötet wurden, doch die Wissenschaftler können sich der Vermutung nicht anschließen. Als ein Besatzungsmitglied verschwindet, breitet sich unter den Forschern Unbehagen aus.

Weil weitere Grabungen kein Ergebnis bringen, entschließt man sich, weiter stromaufwärts zur so genannten Schwarzen Lagune zu fahren, aus der der bisherige Fund herausgespült worden sein könnte. Unbemerkt ist ihnen ein „Kiemenmensch“, der sowohl an Land als auch unter Wasser atmen kann, bis in die Lagune gefolgt. Der Kiemenmensch beobachtet unter Wasser, wie Kay Lawrence ein Bad in der Lagune nimmt und gerät in ein Fischernetz, aus dem er aber entkommen kann. Nachdem er zwei weitere Besatzungsmitglieder getötet hat, gelingt es den Forschern, ihn in einem Käfig zu fangen. In der Nacht kann er erneut entkommen und verletzt Dr. Thompson schwer.

Als sich die Forscher entschließen, die Expedition abzubrechen, finden sie den Ausgang der Lagune von Baumstämmen blockiert. David Reed versucht, die Blockade zu entfernen, wird aber vom Kiemenmenschen angegriffen. Dr. Williams ertrinkt beim Versuch, die Kreatur zu fangen. Kurz danach entführt der Kiemenmensch Kay in seine Höhle an Land. Bei der Befreiungsaktion wird er scheinbar durch Gewehrschüsse tödlich verletzt und versinkt in den Tiefen der Schwarzen Lagune.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Kiemenmensch im Witch’s Dungeon Wax Museum in Bristol, Connecticut

Der Schrecken vom Amazonas entstand auf dem Studiogelände des Produktionsstudios Universal und verschiedenen Drehorten in Kalifornien und Florida. Die Unterwasseraufnahmen wurden von einem Second unit-Team unter Leitung von James C. Havens in Wakulla Springs, Florida, gedreht.[1]

In dem Kostüm des Kiemenmenschen steckte in den Unterwasseraufnahmen der professionelle Taucher Ricou Browning, der später unter anderem bei der Fernsehserie Flipper mitwirkte und für die Unterwasseraufnahmen in den James-Bond-Filmen Feuerball und Sag niemals nie verantwortlich zeichnete. Der Darsteller Ben Chapman spielte den Kiemenmenschen an Land.

Gleich fünf Musiker waren an der Komposition der Filmmusik beteiligt: Hans J. Salter, Henry Mancini, Herman Stein, Milton Rosen und Robert Emmett Dolan. Keiner von diesen wurde in den Titeln genannt, stattdessen fand Joseph Gershenson Erwähnung für „Musical Direction“. Mancini erklärte in einem Interview, dass es zu jener Zeit bei Universal üblich war, dass Gershenson, Leiter der Musikabteilung, mehreren Musikern gleichzeitig die Komposition für ein Projekt übertrug, um so Zeit zu sparen.[2]

Ursprünglich wurde der Film für das Polarisationsverfahren in 3D aufgenommen[3][4]. Bei der Projektion wird hierfür jedoch eine teure silberbeschichtete Leinwand benötigt, die in der Lage ist, das polarisierte Licht zurückzustrahlen. Zwei mechanisch gekoppelte Projektoren müssen beide Filme (einen für das linke und einen für das rechte Auge) bildgenau aufführen. Dabei passierte es immer wieder, dass einer der Filme riss und dann eine passgenaue Aufführung kaum mehr möglich war und der Film in der normalen „flachen“ Version fortgesetzt werden musste. Aus diesen Gründen wurde der Film umkopiert in das billigere anaglyphe Rot-Grün-Verfahren, das mit nur einem Film auskommt und auf eine normale Kinoleinwand projiziert werden kann. Diese Fassung wurde am 28. August 2010 von dem TV-Sender ARTE ausgestrahlt. Vielfach wurde der Film (im Kino, im Fernsehen und auf Video/DVD) aber auch nur in flachem Schwarzweiß gezeigt.

Erstaufführung[Bearbeiten]

Kinostart[Bearbeiten]

Der Schrecken vom Amazonas startete am 5. März 1954 in den amerikanischen und am 24. September 1954 in den bundesdeutschen Kinos. In Österreich startete der Film im selben Jahr unter dem Titel Das Ungeheuer der schwarzen Lagune.[1][5][6]

Deutsche Fassung[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand 1954 in den Ateliers der Berliner Synchron GmbH in Berlin.[7]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
David Reed Richard Carlson Hermann Lenschau
Kay Lawrence Julie Adams Gertrud Meyen
Mark Williams Richard Denning Rolf Mamero
Carl Maia Antonio Moreno Rudolf Fenner

Thematik[Bearbeiten]

Der Schrecken vom Amazonas gilt als Musterbeispiel für das Subgenre des Monsterfilms. Kritiker und Filmhistoriker zogen Parallelen zu King Kong und La Belle et la Bête (Hahn/Jansen[8]) sowie zu Der weiße Hai (Phil Hardy[9]):

Der Schrecken vom Amazonas mag […] als Zusammenfassung der erotischen Mythologie des Genres und zugleich seine poetische Reflexion gelten. […] In Arnolds Film ist die genregemäße Rationalisierung (das Monster ist das letzte einer verschollenen Rasse, die sich in der Evolutionsgeschichte vor dem Menschen herausbildete) kaum noch mehr als eine ‚Zugabe‘ zum gotischen Schrecken und seiner Moral. Es ist der aus dem Horror-Genre bekannte Zyklus: die Beschwörung eines Teufels durch Eintritt in verbotenes Gebiet, durch einen frevelhaften Wissensdrang oder durch leichtsinnigen Umgang mit alten Überlieferungen, seine Erscheinung, seine ersten unbedeutenden und nur der Demonstration seiner Macht dienenden Opfer, seine Begegnung mit der Frau, die seiner Existenz plötzlich einen anderen Sinn zu geben scheint, seine Verletzlichkeit durch sie, seine Rückkehr in die Hölle.“

Georg Seeßlen[10]

„Trotz der abstoßenden Hässlichkeit, die auf ihre Weise schon wieder originell war, machte [die Kreatur] aufgrund ihrer Einsamkeit und Leidenschaft für Kay […] eine höchst beeindruckende Figur, die der von King Kong nicht unähnlich war: Der unbestrittene Gott einer abgekapselten Welt wird urplötzlich durch seine Schwäche für eine Schönheit verwundbar gemacht, die ihm nie zuvor begegnet ist.“

Douglas Brode[11]

Nachwirkung[Bearbeiten]

Lebendrekonstruktion von Eucritta melanolimnetes

Aufgrund des kommerziellen Erfolgs des Films entstanden zwei Fortsetzungen: Die Rache des Ungeheuers (Revenge of the Creature, 1955), der ebenfalls von Jack Arnold in 3D gedreht wurde, und Das Ungeheuer ist unter uns (The Creature Walks Among Us, 1956) von Regisseur John Sherwood, der als reiner Schwarzweißfilm in die Kinos kam. In beiden Fortsetzungen spielte wieder Ricou Browning den Kiemenmenschen in den Unterwasseraufnahmen. Für die Aufnahmen an Land schlüpften in Die Rache des Ungeheuers Tom Hennesy, in Das Ungeheuer ist unter uns Don Megowan in das Kostüm. Nestor Paiva, der im ersten Teil Kapitän Lucas verkörperte, trat auch in Die Rache des Ungeheuers auf.

In Billy Wilders Komödie Das verflixte 7. Jahr kommen Marilyn Monroe und ihr Filmpartner aus einem Kino, in dem Der Schrecken vom Amazonas gezeigt wird.

1964 tauchte der Kiemenmensch in der Fernsehserie Die Munsters in der Folge Love Comes to Mockingbird Heights auf. Dort erhielt er den Namen „Onkel Gilbert“ (von „Gill Man“, deutsch „Kiemenmensch“).

Der Film inspirierte die amerikanische Metal-Band Iced Earth zu dem Song Dragon’s Child auf ihrem Album Horror Show aus dem Jahr 2001.[12]

Das Filmmonster fand auch Eingang in die Paläontologie. Als Jenny Clack von der Universität Cambridge ein neues Fossil entdeckte, benannte sie es Eucritta melanolimnetes (griechisch für creature from the black lagoon).[13]

Kritiken[Bearbeiten]

Die ersten drei Rezensionen datieren nahe zum Filmstart, die nachfolgenden entstanden in zeitlich größerem Abstand:

„Regisseur Jack Arnold liefert in puncto Schauereffekte und Spannung erstklassige Arbeit ab.“

Variety[14]

„Die Geschehnisse über und unter Wasser wurden in 3D gefilmt, um eine Illusion der Tiefe zu erzeugen, wenn man sie durch polarisierte Gläser betrachtet. Der Abenteuergeschichte fehlt die Tiefe.“

The New York Times[15]

„Naiv-gruseliger Unsinn.“

6000 Filme[16]

„Archetypischer 50er Jahre-Monsterfilm, der so oft kopiert wurde, dass er etwas von seiner Kraft eingebüßt hat, aber die Geschichte […] hat immer noch Unterhaltungswert.“

Leonard Maltin[17]

„Die mechanisch ablaufende Geschichte […] wird durch Arnolds Sinn für atmosphärische Schauplätze und die oft sympathische Darstellung des Monsters stark aufgewertet. Interessanterweise wird die Bedrohung auch als sexuell wahrgenommen (insbesondere in der Szene, in der das Wesen gebannt unter der mit einem hautengen Badeanzug bekleideten [Julie] Adams schwimmt), wodurch der Film als Vorläufer des Weißen Hais gesehen werden kann.“

Geoff Andrew, Time Out Magazine[18]

„Arnold […] inszenierte das abenteuerliche Geschehen als ‚Ökothriller‘ mit erotischen Akzenten um eine gefährdete und unbekannte Natur. Wertung: 3 Sterne (sehr gut).“

Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz: Lexikon „Filme im Fernsehen“[19]

„Seinerzeit im 3-D-Verfahren hergestellter Abenteuerfilm mit raffinierten Unterwasseraufnahmen, der mit seinen naiv-gruseligen Schauereffekten gute und lange Zeit unterschätzte Unterhaltung bietet. Ein Musterbeispiel an filmästhetischer Homogenität, wie man es selten im Genrekino findet.“

Lexikon des Internationalen Films[5]

Veröffentlichungen zum Film[Bearbeiten]

Blu-ray/DVD/Super-8[Bearbeiten]

  • In den USA erschien Creature From the Black Lagoon 2000 als Einzel-DVD und 2004 als Teil einer Box mit allen drei Teilen unter dem Titel Creature From the Black Lagoon: The Legacy Collection. In Deutschland erschien Der Schrecken vom Amazonas als Einzel-DVD 2004 und 2010 mit wechselndem Cover und dem Zusatz „Monster Collection“ beziehungsweise „Universal Horror“. Alle diese Veröffentlichungen präsentieren den Film in nicht-stereoskopischem Schwarzweiß und enthalten neben dem Hauptfilm eine Dokumentation und einen Audiokommentar des Filmhistorikers Tom Weaver.
  • 2012 erschien Creature From the Black Lagoon auf Blu-ray als Teil der „Universal Monsters Collection“-Box. Diese Veröffentlichung enthält den Film in einer 3D- und einer nicht-stereoskopischen Version. Gegenüber früheren Fassungen werden beide Versionen statt im 1,33:1-Normalbild- bzw. Open Matte-Format in einem abgekaschten 1,85:1-Breitwandformat präsentiert.
  • Piccolo Film veröffentlichte in Deutschland eine 110-Meter-Kurzfassung des Films in 3D auf Super-8 (ca. 15 Minuten lang).

Filmmusik[Bearbeiten]

Hans J. Salters Filmmusik erschien wiederholt auf Kompilationsalben, wobei diese zumeist nicht die Originalaufnahmen, sondern Neueinspielungen enthielten.[20] 1994 erschien ein 15-minütiger Auszug aus den Originalaufnahmen auf dem Album Creature From the Black Lagoon. A Symphony of Film Music by Hans J. Salter auf dem US-Label Intrada. Das Label Monstrous Movie Music veröffentlichte 2000 das Kompilationsalbum Creature from the Black Lagoon (and other Jungle Pictures), das erstmals alle Kompositionen der fünf beteiligten Musiker enthielt, eingespielt vom Radiosinfonieorchester der Slowakei.

Buch zum Film[Bearbeiten]

1954 erschien eine so genannte „Novelization“ (deutsch „Buch zum Film“), verfasst von John Russell Fearn unter dem Pseudonym Vargo Statten. Eine weitere, stärker vom Film abweichende Romanfassung erschien 1977, verfasst von Walter Harris unter dem Pseudonym Carl Dreadstone.[21][22]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ronald M. Hahn, Volker Jansen: Der Schrecken vom Amazonas. In dies.: Kultfilme. Von „Metropolis“ bis „Rocky Horror Picture Show“. 2. Auflage. Heyne-Filmbibliothek Nr. 73. Heyne, München 1987, ISBN 3-453-86073-X, S. 245–252

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Der Schrecken vom Amazonas in der Internet Movie Database.
  2. John Stanley: The Composer from the Black Lagoon (Version vom 13. Mai 2008 im Internet Archive), Dark Corridors Vol. 1, No. 8, 2000, abgerufen auf thecolumnists.com am 3. März 2012.
  3. Technische Daten bei der IMDb
  4. 3D-Filme in diesem Verfahren
  5. a b Eintrag im Lexikon des Internationalen Films, abgerufen am 1. März 2012.
  6. Illustrierter Film-Kurier (Wien), Wien August 1954.
  7. Der Schrecken vom Amazonas, Illustrierte Film-Bühne Nr. 2496, München o. J.
  8. Ronald M. Hahn, Volker Jansen: Lexikon des Science Fiction Films, 5. Auflage, Wilhelm Heyne Verlag, München 1992.
  9. Phil Hardy (Hrsg.): The Aurum Film Encyclopedia – Science Fiction, Aurum Press, London 1991.
  10. Georg Seeßlen: Kino des Utopischen. Geschichte und Mythologie des Science-fiction-Films, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg, 1980.
  11. Douglas Brode: The Films of the Fifties, Citadel Press, Secaucus (New Jersey) 1976, zitiert nach Ronald M. Hahn, Volker Jansen: Lexikon des Science Fiction Films, a. a. O.
  12. Discography–Horror Show. In: www.icedearth.com. Abgerufen am 11. April 2013 (englisch).
  13. Clack (1998) Nature 394: 66-69; und Clack (2001) Transactions of the Royal Society of Edinburgh: Earth Sciences 92, 75-95
  14. Jack Arnold's direction does a firstrate job of developing chills and suspense […] – Besprechung in Variety, abgerufen am 1. März 2012.
  15. The proceedings above and under water were filmed in 3-D to impart an illusion of depth when viewed through polarized glasses. This adventure has no depth. – Besprechung in The New York Times vom 1. Mai 1954, abgerufen am 1. März 2012.
  16. 6000 Filme. Kritische Notizen aus den Kinojahren 1945 bis 1958. Handbuch V der katholischen Filmkritik, 3. Auflage, Verlag Haus Altenberg, Düsseldorf 1963, S. 379
  17. Archetypal '50s monster movie has been copied so often that some of the edge is gone, but story […] is still entertaining […] – Leonard Maltin's 2008 Movie Guide. Signet/New American Library, New York 2007.
  18. The routine story […] is mightily improved by Arnold's sure sense of atmospheric locations and by the often sympathetic portrait of the monster. Interestingly, the threat is perceived as partly sexual (notably in the scene where the creature swims mesmerised beneath the tightly swimsuited Adams), and thus the film can be seen as a precursor of Jaws. – Time Out Film Guide, Seventh Edition 1999. Penguin, London 1998.
  19. Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz: Lexikon „Filme im Fernsehen“ (Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 722
  20. Übersicht der Veröffentlichungen der Filmmusik auf Soundtrackcollector.com
  21. Eintrag zur Ausgabe von 1954 auf Isfdb.org
  22. Eintrag zur Ausgabe von 1977 auf Isfdb.org

Weblinks[Bearbeiten]