Devils Night

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Devils Night
Studioalbum von Logo von D12
Veröffentlichung 5. Juni 2001
Aufnahme 2000-2001
Label Shady Records, Interscope
Format CD
Genre Hip-Hop
Anzahl der Titel CD 1: 19 / (CD 2: 3)
Laufzeit 75:19 / (CD 2: 14:05)

Besetzung

Produktion

Studios

  • 54 Sound Studio (Detroit)
  • Record One Studios
  • The Lodge
  • Vanguard Studio
  • Studio A
Chronologie
The Underground EP
(1997)
Devils Night D12 World
(2004)
Singleauskopplungen
5. Dezember 2000 Shit on You
8. Mai 2001 Purple Pills
5. November 2001 Fight Music

Devils Night (benannt nach einer Tradition in der Nacht vor Halloween in Detroit) ist das erste Studioalbum der Detroiter Rap-Crew D12. Es erschien am 5. Juni 2001 als erstes Album über Eminems neu gegründetes Label Shady Records.[1]

Produktion und Samples[Bearbeiten]

Eminem fungiert bei dem Longplayer als ausführender Produzent. Er produzierte die Beats zu sechs Liedern (Pistol Pistol, American Psycho, Purple Pills, Pimp Like Me, Girls, Words Are Weapons) selbstständig. Die Produktionen zu Instigator, Blow My Buzz und Devils Night entstanden in Zusammenarbeit mit Jeff Bass als Co-Produzent. Außerdem zeigte sich Dr. Dre für die musikalische Auskleidung der Songs Nasty Mind, Ain't Nuttin' But Music, Fight Music und Revelation verantwortlich. D12-Mitglied Denaun Porter produzierte Shit Can Happen und mit Eminem als Co-Produzent That's How.... Des Weiteren produzierten Eminem, Jeff Bass und DJ Head den Beat zu These Drugs und DJ Head mit Eminems Hilfe als Co-Produzent Shit on You.

Lediglich zwei Lieder des Albums enthalten Samples von Stücken anderer Künstler. So enthält That's How Elemente des Songs If There's A Hell Down Below von Curtis Mayfield und Revelation sampelt Another Brick In The Wall, Part 2 von Pink Floyd.

Covergestaltung[Bearbeiten]

Das Albumcover zeigt eine brennende schwarze Streichholzschachtel, auf der sich das Logo von D12 befindet. Der Hintergrund ist schwarz gehalten und am rechten unteren Bildrand befindet sich der Schriftzug Devils Night.[2]

Gastbeiträge[Bearbeiten]

Neben den Mitgliedern von D12 sind auf sechs Titeln andere Künstler oder Personen zu hören. So tritt die Sängerin Truth Hurts beim Song Nasty Mind in Erscheinung und die Sängerin Dina Rae hat, wie schon bei Eminems Soloalben, einen Auftritt auf Track 13 (Pimp Like Me). Rapper und Produzent Dr. Dre ist beim Refrain von Ain't Nuttin' But Music zu hören, wird aber im Booklet nicht mit aufgeführt. Das Shady Records-Mitglied Obie Trice rappt beim gleichnamigen Skit ein paar Zeilen. Außerdem kann man auf weiteren Skits den Produzent Jeff Bass und Steve Berman hören.

Titelliste[Bearbeiten]

# Titel Gastbeiträge Produzent Länge Besetzung
1 Another Public Service Announcement (Intro) Jeff Bass 0:49 Jeff Bass, Kuniva
2 Shit Can Happen Denaun Porter 4:52 1. Vers: Kon Artis, Kuniva
2.Vers: Swift, Eminem
Refrain: Eminem, Kon Artis
Outro: Eminem
3 Pistol Pistol Eminem 5:23 1. Vers: Swift, Proof
2.Vers: Kuniva, Kon Artis
3. Vers: Bizarre
Refrain: Eminem
Intro/Outro: Bizarre, Swift
4 Bizarre (Skit) 1:12 Kuniva, Bizarre
5 Nasty Mind Truth Hurts Dr. Dre 4:43 1. Vers: Swift, Kuniva
2. Vers: Kon Artis, Bizarre
Refrain: Bizarre, Truth Hurts
Intro/Outro: Truth Hurts, Bizarre
6 Ain't Nuttin' But Music Dr. Dre Dr. Dre 5:11 1. Vers: Eminem
2. Vers: Bizarre, Kuniva, Kon Artis, Proof
3. Vers: Swift, Kon Artis
Refrain: Eminem, Dr. Dre
7 American Psycho Eminem 4:36 1. Vers: Eminem
2. Vers: Bizarre
3. Vers: Kon Artis
Refrain: Eminem
8 That's How (Skit) 0:37 Kon Artis
9 That's How... Denaun Porter und Eminem (Co) 4:49 1. Vers: Kuniva, Proof, Kon Artis, Swift
2. Vers: Kuniva, Proof, Kon Artis, Bizarre, Swift
Refrain: D12
10 Purple Pills Eminem 5:05 1. Vers: Eminem, Kon Artis, Kuniva
2. Vers: Proof, Swift
3.Vers: Bizarre
Refrain: Eminem
11 Fight Music Dr. Dre 4:22 1. Vers: Kon Artis, Bizarre
2. Vers: Proof, Swift, Kuniva, Eminem
Refrain: Eminem
12 Instigator Eminem und Jeff Bass (Co) 4:58 1. Vers: Kuniva, Swift
2.Vers: Kon Artis, Proof
3. Vers: Swift
Refrain: Swift
13 Pimp Like Me Dina Rae Eminem 5:57 1. Vers: Swift
2. Vers: Proof, Kon Artis, Kuniva
3. Vers: Bizarre
Refrain: Eminem, Dina Rae
Intro/Outro: Kuniva
14 Blow My Buzz Eminem und Jeff Bass (Co) 5:10 Intro: Swift
1. Vers: Eminem
2. Vers: Bizarre, Swift
3. Vers: Kuniva, Kon Artis, Proof
Refrain: Kon Artis
15 Obie Trice (Skit) Obie Trice Denaun Porter 1:07 Vers: Obie Trice
16 Devils Night Eminem und Jeff Bass (Co) 4:19 1. Vers: Eminem, Swift
2. Vers: Kon Artis, Kuniva
3. Vers: Bizarre
Refrain: Eminem
17 Steve Berman (Skit) Steve Berman 0:50 Eminem, Steve Berman
18 Revelation Dr. Dre 5:48 1. Vers: Bizarre, Kon Artis, Eminem
2. Vers: Swift, Kuniva, Proof
Refrain: Eminem
19 Girls (Hidden-Track) Eminem 5:35 Eminem-Solo

Bonus-CD:

# Titel Gastbeiträge Produzent Länge Besetzung
1 Shit on You DJ Head und Eminem (Co) 5:14 1. Vers: Swift
2. Vers: Bizarre, Eminem
3. Vers: Kon Artis, Kuniva
4. Vers: Eminem
Refrain: Eminem
2 Words Are Weapons Eminem 4:09 1. Vers: Eminem
2. Vers: Swift
3. Vers: Bizarre
Refrain: Eminem
3 These Drugs Eminem, Jeff Bass und DJ Head 4:44 1. Vers: Eminem, Bizarre
2. Vers: Swift, Proof
Refrain: Eminem

Charterfolge und Singles[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
Shit on You
  DE 8 26.02.2001 (12 Wo.)
  AT 45 25.02.2001 (9 Wo.)
  CH 21 25.02.2001 (12 Wo.)
  UK 10 17.03.2001 (8 Wo.)
Purple Pills
  DE 39 10.09.2001 (4 Wo.)
  AT 41 29.07.2001 (12 Wo.)
  CH 25 22.07.2001 (14 Wo.)
  UK 2 21.07.2001 (12 Wo.)
  US 19 04.08.2001 (15 Wo.)
Fight Music
  DE 38 19.11.2001 (11 Wo.)
  AT 61 25.11.2001 (4 Wo.)
  CH 51 18.11.2001 (9 Wo.)
  UK 11 17.11.2001 (5 Wo.)
[3]

Devils Night stieg in der 27. Kalenderwoche des Jahres 2001 auf Platz 5 in die deutschen Charts ein und belegte in den folgenden Wochen die Plätz 10 und 7, bevor es sich nochmal für zwei Wochen auf Platz 5 festsetzte. Insgesamt konnte sich das Album 18 Wochen in den Top 100 halten.[4]

Chartübersicht
Titel Chartpositionen[5]
DE AT CH UK US
Devils Night 5
(18 Wo.)
12
(13 Wo.)
7
(13 Wo.)
2
(17 Wo.)
1
(22 Wo.)
Titel Jahrescharts 2001[6]
DE AT CH UK US WW
Devils Night 42 39 33

Als Singles wurden Shit on You (DE #8, 12 Wo.), Purple Pills (DE #39, 4 Wo.) und Fight Music (DE #38, 11 Wo.) ausgekoppelt.[7]

Verkaufszahlen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weltweit konnte sich das Album über vier Millionen mal verkaufen.[8] Devils Night erreichte aufgrund der Verkaufszahlen unter anderem in Deutschland für mehr als 150.000 verkaufte Exemplare Gold-Status. In den USA verkaufte sich das Album in der ersten Woche 372.000 mal[9] und erhielt für insgesamt über zwei Millionen Verkäufe eine doppelte Platin-Auszeichnung.[10]

Übersicht:

Land Zertifikation[11] Verkäufe
AustralienAustralien Australien Platin 70.000
DeutschlandDeutschland Deutschland Gold 150.000
FrankreichFrankreich Frankreich Gold 150.000
KanadaKanada Kanada 3x Platin 300.000
NeuseelandNeuseeland Neuseeland Platin 15.000
NorwegenNorwegen Norwegen Gold 15.000
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 2x Platin 2.000.000
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Platin 300.000
insgesamt
  • 3x Gold
  • 8x Platin
3.000.000

Kritiken[Bearbeiten]

Professionelle Bewertungen
Kritiken
Quelle Bewertung
laut.de [12]
Rolling Stone [13]
allmusic [14]
RapReviews [15]

Das Album erhielt überwiegend positive Kritiken.

  • laut.de gab Devils Night vier von möglichen fünf Punkten. Es wird hervorgehoben, dass Eminem sich deutlich von den anderen Crew-Mitgliedern abhebt:

Zwar hört man Mr. Mathers wie erwartet in jedem zweiten Hook und mit seinen Skillz rappt er die anderen D-12-Mitglieder Kon Artis, Proof, Swift, Kuniva und Bizarre auch an die Wand, doch es entsteht kein zu großer Riss zwischen dem Superstar und seinen unbekannten Kollegen. Denn diese versuchen, mit ihren Flows und zuweilen lustigen Ideen dagegen zuhalten. [...] Überhaupt führen D-12 die zumeist vor Ironie triefende lyrische Linie der beiden Eminem-Alben konsequent fort. [...] Bei den Beats hingegen sind keine Spielereien zu erwarten, es geht sehr ernst und straight zur Sache.

Auszug aus der Rezension von laut.de[16]
  • Die Internetpräsenz der taz stellt das Album als provokant dar:

Mit "Devil's Night" hat das "dreckige Dutzend" aus der Autostadt Detroit ein völlig übertriebenes, von schwarzem Humor strotzendendes Gangster-Rap-Opus aufgenommen. Auch wenn "Devil's Night" weniger selbstreflexiv ist als Eminems Soloalben, eines wird auch bei D12 sofort deutlich: Das "Böse Buben"-Image ist von vornherein kalkuliert. [...] Musikalisch haben D12 unter tatkräftiger Mithilfe von Dr. Dre das klassische HipHop-Schema längst verlassen. Während sie auf Songs wie dem erwähnten "Revelation" gekonnt Rockcrossover (inklusive Gitarrensolo) betreiben, integrieren sie auf dem Rest des Albums Elemente wie Mundharmonika (auf der Drogenhymne "Purple Pills") und Falsettgesang.

Auszug aus der Rezension von taz.de[17]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Devils Night" auf Shadyrecords.com
  2. Albumcover bei amazon.de
  3. Chartquellen (Singles): DE AT CH UK US
  4. Chartverfolgung Devils Night bei musicline.de
  5. Chartquellen: DE AT CH UK US
  6. Jahrescharts 2001: DE AT CH UK US (Version vom 11. Januar 2011 im Internet Archive) WW
  7. Singleauskopplungen bei musicline.de
  8. Foto der Gesamtverkäufe
  9. US-Verkaufszahlen erste Woche
  10. Foto der Auszeichnungen
  11. Quellen für Plattenverkäufe
  12. Bewertung: laut.de
  13. Bewertung: Rolling Stone
  14. Bewertung: allmusic.com
  15. Bewertung: RapReviews.com
  16. laut.de: Rezension des Tonträgers
  17. taz.de: Rezension des Tonträgers