Dirk Böhling

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Dirk Böhling

Dirk Böhling (* 30. November 1964 in Preetz / Schleswig-Holstein) ist ein deutscher Schauspieler, Regisseur, Moderator und Autor.

Biografie[Bearbeiten]

Böhling wuchs in Plön auf und machte dort 1984 sein Abitur am „Staatlichen Internatsgymnasium Schloss Plön“. Schon zu Schulzeiten spielte er an der niederdeutschen Bühne Neumünster diverse Haupt- und Nebenrollen und schrieb Artikel und Kolumnen für Tageszeitungen. Nach dem Wehrdienst, den er größtenteils singend im "Seemannschor der MVS" List (Sylt) verbrachte, absolvierte er eine Schauspielausbildung in Hamburg und spielte an Theatern in Deutschland. Als Regisseur inszenierte er bisher an deutschen Theatern, sowie für Hörfunkproduktionen für den NDR und Radio Bremen.

Nach absolviertem Schauspiel-Diplom trat Böhling sein Anfänger-Engagement am Landestheater Detmold an. Er spielte in dem Drei-Sparten-Theater im Schauspiel, in Musicals und in Operetten. Es folgten Fest- und Gastverpflichtungen als Schauspieler an verschiedenen Bühnen wie dem Stadttheater Bremerhaven, dem Oldenburgischen Staatstheater, den Städtischen Bühnen Osnabrück, dem Theatern in Lüneburg und Herford sowie auf Tournee. Dabei war er sowohl in klassischen Schauspielrollen als auch im Musical-Repertoire zu sehen. Außerdem wirkte er schon vor und während seines Schauspielstudiums in NDR- und Radio Bremen-Hörspiel sowie in Fernsehproduktionen wie „Ein heikler Fall“, „Die Bombe“ oder der „Schwarzwaldklinik“ mit und arbeitete für den Hörfunk als Nachrichtensprecher und Moderator. Im Laufe der Jahre war er in sehr vielen TV-Rollen in ARD, ZDF, SAT1 oder RTL und in einigen Kino-Produktionen zu sehen und lieh seine Stimme Rollen in Hörspielen und Hörbüchern. Darüber hinaus steht Dirk Böhling als Entertainer mit seiner Band auf der Bühne und moderiert Hörfunk- und Fernsehsendungen bei Radio Bremen.

Für Radio Bremen erfand und moderiert Dirk Böhling zum Beispiel die monatlichen Radio-Formate „Böhlings Bildschirm“ und die „Oldiebörse“. Als TV-Moderator präsentierte Dirk Böhling unter anderem die ZDF-Game-Show „Mattscheibe“, die Show zum 40. Geburtstages des „Beat-Club“ von Radio Bremen sowie mehr als 100 Folgen der Musiksendung „VINYL“ zusammen mit Jörg Sonntag und die Quiz-Show "Sieh An".

1997 begann Dirk Böhling seine Tätigkeit als Theaterregisseur in Theatern der Bundesrepublik. So inszenierte er u.a. an Stadt- und Staatstheatern in Herford, Kiel, Bremerhaven, Detmold, Osnabrück, Münster, Schwerin und Bremen sowie am Hamburger Ohnsorg Theater. Im Jahr 2005 wurde Dirk Böhling künstlerischer Leiter und Direktor der Komödie Kassel. Seit 2007 gehörte er zum festen Regie-Stamm des Bremer Theaters. Außerdem arbeitet er seit 2003 als Hörspielregisseur für Radio Bremen, den NDR und für diverse Hörbuch-Projekte. Im Jahr 2004 realisierte Dirk Böhling als Regisseur sein Hörbuch „Bremer Sagen und Geschichten – neu erzählt“ für Kinder, seine Kurzfilme „Schiet“, und „Der zwölfte Mann ist eine Frau“ wurden im Bremer Kino Schauburg gezeigt. 2009 wurde Dirk Böhling zum Kulturberater Bremens für die EXPO 2010 in Shanghai berufen.

2011 wurde Dirk Böhling künstlerischer Leiter und Direktor des Packhaustheaters Bremen, leider stellte das Theater noch vor Amtsantritt Böhlings wegen diverser technischer Mängel zum 31. Mai 2011 den Spielbetrieb ein.

Böhling lebt in Bremen, ist verheiratet und hat drei Kinder. Er engagiert sich als Botschafter für die Bremer Leselust und die SOS-Kinderdörfer.

Werke[Bearbeiten]

Nach Bearbeitungen, Einaktern und Stück-Übersetzungen ins Plattdeutsche konnte sich Dirk Böhling im Jahr 2000 mit seiner 1970er-Jahre-Revue „Hossa oder als Robert Lembke nicht kam“ erstmals einen Namen als Bühnenautor machen. Das Stück wurde auf Bühnen in Detmold, Kassel, Rotenburg/Fulda, Lübeck, Linz/Österreich, Dinkelsbühl u. a. gespielt und allein auf dem Theaterschiff in Bremen gut 500 Mal gezeigt.

Danach liefen unter anderem die 1980er-Jahre-Fortsetzung „Ich will Spaß oder wo bitte ist die Fernbedienung“, das Fußballkabarett „Der zwölfte Mann ist eine Frau“ oder auch seine Kinderstücke „Der Zauberer von Oz“ nach Lyman Frank Baum, „Das Gespenst von Canterville“ nach Oscar Wilde und "Pinoccio" nach Carlo Collodi am Theater Bremen sowie "Peterchens Mondfahrt" nach Gerdt von Bassewitz, das 2010 an den städtischen Bühnen in Münster uraufgeführt wurde sowie "Das Dschungelbuch" am Opernhaus Kiel. Seine Boulevardkomödie "Abseitsfalle" wurde 2012 am Theater der Altmark in Stendal uraufgeführt.

Neben seinen Bühnenstücken arbeitet Dirk Böhling seit Anfang der 1990er Jahre als Autor für Radio- und Fernsehsender. Er schrieb TV-Sketche und Szenen u.a. für die „ZDF-Flop-Show“, die Neuauflage der ARD-Reihe „Sketchup“ und „RTL Samstag Nacht“, Show Drehbücher für das NDR-Fernsehen und Radio Bremen sowie Hörfunkbeiträge.

2004 wurde sein erstes plattdeutsches Hörspiel „Totalschaden“ bei Radio Bremen ausgestrahlt. 2008 schrieb er die 24teilige Hörfunkreihe „Weihnachten bei den Diepenaus“ für Radio Bremen. 2010 erschienen sein Kinderbuch "Larissa und der Walhai" und sein Jugendroman "Der Schatz der Verona" - 2011 sein aufwendiges Hörbuch "Wie lange stehst du denn schon hier? - Bremer Gebäude erzählen"; 2012 sein Gedichtband "Bremens Tierleben - Heimatverbundene Gebrauchslyrik".

Mitwirkung in Film / TV und Hörspiel (Auswahl)[Bearbeiten]

TV[Bearbeiten]

  • „Napoléon oder die 100 Tage“ (Theateraufzeichnung des WDR)
  • Ein heikler Fall (2 Folgen) / NDR/ARD - Regie: Christian Görlitz
  • Die Schwarzwaldklinik / ZDF - Regie: Hans Jürgen Tögel
  • Die Bombe /ZDF - Regie: Christian Görlitz
  • Großstadtrevier / NDR/ARD - Regie: Jürgen Roland
  • Vera Wesskamp/ WDR/ARD - Regie: Frank Strecker
  • Zwei Münchner in Hamburg /ZDF - Regie: Celino Bleiweis
  • Insel der Träume / ZDF - Regie: Hans Jürgen Tögel
  • SOKO 5113 / ZDF - Regie: Klaus Wichniarz
  • Sommergeschichten / ARD - Regie: Wolfgang Storch
  • Von Fall zu Fall / ARD - Regie: Christa Mühl
  • Küstenwache / ZDF - Regie: Martin Novak
  • Callboys / SAT1 - Regie: Christiane Balthasar
  • Himmel und Erde / ARD - Regie: Claudia Garde
  • Der Fahnder / WDR/ARD - Regie: Peter Adam
  • Das Duo / ZDF - Regie: Maris Pfeiffer
  • Tatort / ARD - Regie: Claudia Garde
  • Großstadtrevier / ARD - Regie: Felix Herzogenrath
  • Arme Millionäre / RTL - Regie: Peter Patzak
  • Dr. Martin - Regie Claudia Garde
  • Flemming / ZDF - Regie Zoltan Spirandelli
  • Prinz und Bottelknabe / KIKA - Regie Karola Hattop
  • Die Trickser / RTL - Regie Denis Satin

Film[Bearbeiten]

  • Chicle / Kurzfilm - Regie: Adelheid Molitoris
  • Drei Liebhaber - Regie: Sabine Willmann
  • Stille Partner - Regie: Thomas Retzbach
  • Morgen in Verona - Regie: Christiane Balthasar
  • ... die man liebt ... - Regie: Claudia Garde
  • SCHIET / Kurzfilm - Regie: Thomas Lippick
  • Up! UP! To the sky - Regie: Hardy Sturm
  • Controlled Flight Into Terrain - Regie: Daniel K Krause
  • Hinter den Dünen - Regie Christian Bach

Hörspiel[Bearbeiten]

  • Paul Klettermeister - Kinderhörspiel Radio Bremen / NDR
  • Der letzte Schneeball trifft - Kinderhörspiel + GEOLINO CD
  • Der Auftrag oder die Sache mit Frazer - Radio Bremen
  • Seenebel - Radio Bremen / NDR
  • Das Dekameron - Radio Bremen
  • Pest-Hölle-Teufel - Live-Hörspiel
  • Hotel Imperial - Live-Hörspiel
  • Komponisten Coaching - RBB/ Hörbuch Preiser Records
  • Kastendieck & Bischoff - RB Hörspielreihe – diverse Folgen
  • Dickie Dick Dickens - Radio Bremen (+ Hörbuch)
  • Werder liest Märchen - Hörbuch
  • Bremer Weihnachten - Hörbuch
  • Weihnachtsgeschichten von Hermann Gutmann - Hörbuch

Rollenspiegel Theater (Auswahl)[Bearbeiten]

Schauspiel

  • Roller - (Schiller / Die Räuber)
  • Bobschinkski - (Gogol / Der Revisor)
  • Isidoro - (Goldoni / Krach in Chiozza)
  • Phillip-Ernst - (Sternheim / 1913)
  • Ferruccio - (Bernhard / Der Theatermacher)
  • Haimon - (Sophokles / Antigone)
  • Plutzerkern - (Nestroy / Der Talisman)
  • Helmut - (Tabori / Das Jubiläum)
  • Eisenring - (Frisch / Biedermann und die Brandstifter)

Musical:

  • Riff - (West Side Story)
  • Brad - (Rocky Horror Show)
  • Seymour - (Der Kleine Horrorladen)
  • Claude - (Hair)
  • Billy Flynn - (Chicago)
  • Oscar - (Sweet Charity)

Theaterinszenierungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Schauspiel[Bearbeiten]

  • „Shakespeares sämtliche Werke leicht gekürzt“ - Landestheater Detmold
  • „Es war nicht die Fünfte – es war die Neunte“ - Theater Herford
  • „Gianni, Ginetta und die Anderen“ - Landestheater Detmold
  • „Und ewig rauschen die Gelder“ - Stadttheater Bremerhaven
  • „Eine Mittsommernachts-Sexkomödie“ - Stadttheater Bremerhaven
  • „Piaf“ - Landestheater Detmold
  • „Creeps“ - Landestheater Detmold
  • „Gretchen 89 ff“ - Stadttheater Bremerhaven
  • „Der Biberpelz“ - Landestheater Detmold
  • „Ein Traum von Hochzeit“ - Komödie Kassel
  • „Kalte Duschen“ - Komödie Kassel
  • „Goodbye Memories – Das Leben der Lale Andersen“ - Theater Osnabrück
  • „Der Kontrabass“ - Landestheater Detmold
  • „Die Zoogeschichte“ - Theater Bremen
  • „Ben Hur“ - Städtische Bühnen Münster
  • „Mona & Lisa“ - Theater der Altmark Stendal
  • „Mein Freund Harvey“ - Theater Bremen
  • „Familienbande“ - Schauspiel Kiel
  • „Allens för Mama“ - Ohnsorg Theater Hamburg

Musical / Operette[Bearbeiten]

  • „The Rocky Horror Show“ - Stadttheater Bremerhaven / Städtische Bühnen Kiel
  • „Der arme Jonathan“ - Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin
  • „Anatevka“ - Stadttheater Bremerhaven
  • „La Cage aux Folles – ein Käfig voller Narren“ - Musical Theater Bremen
  • „Der Vogelhändler“ - Stadttheater Bremerhaven
  • „Sweet Charity“ - Landestheater Detmold
  • „Fame“ - Stadttheater Bremerhaven
  • „Pettycoat und Minirock“ - Stadttheater Bremerhaven
  • „Singin in the Rain“ - Landestheater Detmold
  • „Shockheaded Peter“ - Städtische Bühnen Münster
  • „Der kleine Horrorladen“ - Städtische Bühnen Münster
  • „Hair“ - Landestheater Detmold
  • „Jesus Christ Superstar“ - Stadttheater Bremerhaven

Kinderstücke[Bearbeiten]

  • „Die Biene Maja“ - Komödie Kassel
  • „Der kleine Prinz“ - Stadttheater Bremerhaven
  • „Der Zauberer von Oz“ - Theater Bremen
  • „Das Gespenst von Canterville“ - Theater Bremen
  • „Pinocchio“ - Theater Bremen
  • „Das Dschungelbuch“ - Schauspiel Kiel

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • „Hossa oder als Robert Lembke nicht kam“ (70er Jahre Revue)
  • „Ich will Spaß oder Wo bitte ist die Fernsbedienung“ (80er Jahre Revue)
  • „Verliebt, verlobt, verheiratet oder Happy Ende im Wirtschaftswunder“ (50er/60er Jahre-Revue)
  • „Der zwölfte Mann ist eine Frau“ (Fußball-Kabarett)
  • „Abseitsfalle“ (Boulevard-Komödie)
  • „Lale – oder Kann der Wind erklären warum er zum, Sturm wird“ (Stück mit Musik)
  • „Der Zauberer von Oz“ (Kinderstück mit Musik nach Frank Lyman Baum)
  • „Der Gespenst von Canterville“ (Kinderstück mit Musik nach Oscar Wilde)
  • „Pinocchio“ (Kinderstück mit Musik nach Carlo Collodi)
  • „Peterchens Mondfahrt“ (Kinderstück mit Musik nach Gerdt von Bassewitz)
  • „Das Dschungelbuch“ (Kinderstück mit Musik nach Rudyard Kipling)

(Die Theaterstücke von Dirk Böhling sind im H & S Verlag "Hartmann & Stauffacher" verlegt.)

  • „Totalschaden“ (Hörspiel)
  • „Bremer Sagen und Geschichten – neu erzählt“ (Hörbuch)
  • „Weihnachten bei den Diepenaus“ (Radioserie in 24 Teilen)
  • „Werder liest Märchen“ (Hrsg.)
  • „Bremer Weihnachten“ (Hörbuch) - erschienen 2008 bei Bremer Tageszeitungen AG
  • Larissa und der Walhai“ Kinderbuch - erschienen 2010 im Verlag "Inselzauber Medien"
  • „Der Schatz der Verona“ Roman - erschienen 2010 im Schünemann-Verlag
  • „Weihnachtsgeschichten - Dirk Böhling liest Hermann Gutmann“ (Hörbuch) erschienen 2010 bei Edition Temmen
  • „Wie lange stehst du denn schon hier? Bremer Gebäude erzählen“ ( Hörbuch) - erschienen 2011 bei Bremer Tageszeitungen AG
  • „Bremens Tierleben“ - Heimatverbundene Gebrauslyrik ( Gedichtband) - erschienen 2012 bei Bremer Tageszeitungen AG

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Während seines ersten Theater-Engagements am Landestheater Detmold gewann Dirk Böhling mit seinen Kolleginnen und Kollegen 1990 den Preis für das „Beste junge Ensemble NRW 1990“. Im preisgekrönten TV-Film „Ein Sommer mit Paul“ gehört er außerdem zum „Best Acting Ensemble“ Für sein Drehbuch-Treatment für „Veronas Schatz“ gewann er den Drehbuchpreis „Bremer Filmidee 2006“ der Nordmedia.

Weblinks[Bearbeiten]