Drasenhofen

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Drasenhofen
Wappen von Drasenhofen
Drasenhofen (Österreich)
Drasenhofen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Mistelbach
Kfz-Kennzeichen: MI
Fläche: 35,2 km²
Koordinaten: 48° 45′ N, 16° 39′ O48.75722222222216.648888888889224Koordinaten: 48° 45′ 26″ N, 16° 38′ 56″ O
Höhe: 224 m ü. A.
Einwohner: 1.124 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 32 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2165
Vorwahl: 02554
Gemeindekennziffer: 3 16 06
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Drasenhofen 39
2165 Drasenhofen
Website: www.drasenhofen.at
Politik
Bürgermeister: Reinhard Künzl (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(19 Mitglieder)
18 ÖVP, 1 SPÖ
Lage der Gemeinde Drasenhofen im Bezirk Mistelbach
Altlichtenwarth Asparn an der Zaya Bernhardsthal Bockfließ Drasenhofen Falkenstein Fallbach Gaubitsch Gaweinstal Gnadendorf Großengersdorf Großebersdorf Großharras Großkrut Hausbrunn Herrnbaumgarten Hochleithen Kreuttal Kreuzstetten Laa an der Thaya Ladendorf Mistelbach Neudorf bei Staatz Niederleis Ottenthal Pillichsdorf Poysdorf Rabensburg Schrattenberg Staatz Stronsdorf Ulrichskirchen-Schleinbach Unterstinkenbrunn Wildendürnbach Wilfersdorf (Niederösterreich) Wolkersdorf im Weinviertel NiederösterreichLage der Gemeinde Drasenhofen im Bezirk Mistelbach (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Pfarrkirche
Pfarrkirche
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Drasenhofen ist eine Gemeinde mit 1124 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten]

Drasenhofen, Ansicht über die Kellergasse

Drasenhofen liegt im nördlichsten Teil des Weinviertels in Niederösterreich.

Es gibt einen internationalen Grenzübergang im Zuge der Brünner Straße (B 7 / E 461) zur sieben Kilometer nördlich gelegenen Stadt Mikulov (Nikolsburg) in Tschechien. Die Fläche der Gemeinde umfasst 35,19 Quadratkilometer. 10,55 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Durch die Gemeinde führt der seit 2010 ausgeschilderte Jakobsweg Weinviertel, der vom Heiligen Berg (Svatý kopeček u Mikulova) bei der südmährischen Stadt Mikulov kommend bis Krems an der Donau führt und Teil der Via Francigena und der Via Slavica ist.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Drasenhofen (517)
  • Kleinschweinbarth (194)
  • Steinebrunn (321)
  • Stützenhofen (110)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Drasenhofen, Kleinschweinbarth, Steinebrunn und Stützenhofen.

Geschichte[Bearbeiten]

Drasenhofen wurde im Jahr 1190 erstmals unter dem bis ins 16. Jahrhundert üblichen Namen Taisenhof erwähnt. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs.

Ab dem 14. Jahrhundert erwarb die Familie der Fünfkirchner Güter die ersten Güter in Steinebrunn. Die Adelsfamilie stieg im ausgehenden Mittelalter zu den mächtigsten Grundherren des nördlichen Weinviertels auf.

Prägend für den Ort und seine Geschichte ist die Brünnerstraße, die von Wien über Drasenhofen nach Brünn führt. Ende Mai 1945 war der Ort erste Station in Österreich für den Brünner Todesmarsch, der am 31. Mai 1945 begann und in dem die deutschen Bürger von Brünn aus ihrer Stadt getrieben wurden. Tausende überlebten nicht.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1143 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 1340 Einwohner, 1981 1511 und im Jahr 1971 1698 Einwohner.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde ist Reinhard Künzl , Amtsleiterin Judith Pittner Im Gemeinderat gibt es bei der Wahl 2000 bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung: ÖVP 18, SPÖ 1, andere keine Sitze. Bei der Wahl 2010 ergab sich keine Änderung der Mandatsverteilung.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Drasenhofen

Museen[Bearbeiten]

Das Traktorium bietet eine Ausstellung von alten, restaurierten Traktoren zur Besichtigung, dazwischen eine Auswahl an alten Puch-Motorrädern und Zündapp-Rollern, alten Gendarmerie- und Postuniformen, Schildern, einem Feuerwehrfahrzeug, Puch 500 Autos und einer alten Zapfsäule. [2]

Bauwerke[Bearbeiten]

Wahrzeichen von Drasenhofen ist die Pfarrkirche St. Veit. Die Kirche bildet mit dem monumentalen Pfarrhof, 1911 in Formen des Heimatstil errichtet, der Volksschule und dem 1899 angelegten Jubliäumshügel[3] mit Kaiser-Franz-Josephs-Büste und Kriegerdenkmal den dreieckigen Kirchenplatz. An die Fünfkirchen erinnern das Schloss in Steinebrunn und die Gruftkapelle der Grafen Fünfkirchen im Friedhof von Stützenhofen. Nahe dem Ort Kleinschweinbarth findet man das Südmährenkreuz als Denkmal an die aus Südmähren vertriebenen Deutschen nach Ende des Zweiten Weltkrieges.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Die Kellergasse von Drasenhofen verläuft entlang eines Trassenstücks der alten Kaiserstraße nach Brünn. Seit 2005 wird hier im August ein Fest mit historischen Kostümen gefeiert, das dem Andenken an die Zeit der Kaiserstraße und berühmten Durchreisenden gewidmet ist.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 48, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 109. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 487. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 43,48 Prozent.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Website des Traktoriums abgerufen am 11. Oktober 2010
  3. http://drasenhofen.wordpress.com/2013/05/14/kaiserdenkmal-in-drasenhofen-wird-renoviert/
  4. Kaiserstraßenfest Drasenhofen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Drasenhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien