Dynamo Kiew

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Dieser Artikel weißt insgesamt nur sehr wenige Quellen aus. Einige wesentliche Textteile sind daher unbelegt. --Undeviginti (Diskussion) 17:02, 30. Aug. 2012 (CEST)
Dynamo Kiew
Vereinswappen von Dynamo Kiew
Voller Name FK Dynamo Kiew
Ort Kiew, Ukraine
Gegründet 1. November 1927
Vereinsfarben Weiß-Blau
Stadion NSK Olimpijskyj
Plätze 70.050
Präsident UkraineUkraine Ihor Surkis
Trainer UkraineUkraine Oleh Blochin
Homepage www.fcdynamo.kiev.ua
Liga Premjer-Liha
2012/13 3. Platz
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Heim
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Auswärts

Der FK Dynamo Kiew (ukr. ФК Динамо Київ/FK Dynamo Kyjiw; russisch ФК Динамо Киев, FK Dynamo Kiew) ist ein ukrainischer Fußballverein aus Kiew, der Hauptstadt des Landes.

Der Club gewann dreizehn ukrainische Meistertitel, ist dreizehnfacher sowjetischer Meister, neunmaliger ukrainischer Pokalsieger, neunmaliger sowjetischer Pokalgewinner und konnte zwei mal den Gewinn des Europapokals der Pokalsieger feiern. Er ist damit der erfolgreichste Fußballverein der Ukraine.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

Sowjetunion[Bearbeiten]

Dynamo Kiew wurde im November 1927 von Sergei Barminski und Nikolai Channikow gegründet. Das erste registrierte Spiel des Vereines war am 17. Juli 1929 gegen Dynamo Odessa (2:2). 1936 war Dynamo Gründungsmitglied der Gesamt-sowjetischen Liga, der Club blieb als eine von nur zwei Mannschaften, neben Dynamo Moskau, seit 1936 – mit Ausnahme der Unterbrechung des Spielbetriebs während des Großen Vaterländischen Krieges – stets in der jeweils höchsten sowjetischen Spielklasse und ist nie in die 2. Liga abgestiegen. [1]

Unter der deutschen Besatzung Kiews kam es angeblich am 9. August 1942 zum sogenannten Todesspiel. Eine Auswahl von ukrainischen Spielern, darunter acht Spieler Dynamo Kiews, spielte gegen eine Flakelf der deutschen Wehrmacht und gewann das Spiel mit 5:3. Eine Woche darauf wurden acht der ukrainischen Spieler von der Gestapo verhaftet, im Gefängnis soll einer von ihnen gestorben sein. Die restlichen sieben sollen ins KZ Syrez gebracht worden sein, wo drei von ihnen erschossen wurden. Die Vorfälle sind nicht restlos geklärt (siehe Todeself), das Spiel nimmt in der Historie Dynamos dennoch einen zentralen Platz ein; unter anderem stehen vor dem Stadion drei Skulpturen zur Erinnerung daran.

1954 gewann Dynamo Kiew als erste nicht-Moskauer Mannschaft den sowjetischen Fußballpokal. In der Saison 1961 folgte der erste Meistertitel. Von 1966 bis 1968 folgten drei weitere Titelgewinne in der sowjetischen Liga in Folge.

Der frühere Star Walerij Lobanowskyj kehrte 1974 als Trainer zu seinem Klub zurück und war für zwei weitere Meisterschaften in den Spielzeiten 1974 und 1978 verantwortlich. Daneben gewann der Verein 1975 den ersten Europapokal für eine sowjetische Mannschaft, im Finale des Europapokals der Pokalsieger wurde Ferencvárosi TC mit 3:0 geschlagen. Im anschließenden Duell um den europäischen Supercup setzte sich Dynamo gegen den FC Bayern München durch.

In den 1980er Jahren folgten vier weitere gewonnene Meisterschaften, drei nationale Pokale und im Jahre 1986 ein weiterer Triumph im Pokal der Pokalsieger, als in Lyon vor 50.000 Zuschauern nach einer überragender Vorstellung der spanische Vertreter Atlético Madrid klar mit 3:0 im Endspiel besiegt wurde.[2]

Dynamo Kiew ist mit dreizehn gewonnenen Meisterschaften der erfolgreichste und einer der bekanntesten Fußballvereine der ehemaligen Sowjetunion. Außerdem stellte Dynamo Kiew zahlreiche Spieler der sowjetischen Auswahlmannschaft. Höhepunkt waren die Jahre 1986–1988: Zunächst schossen bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko neun Dynamospieler die UdSSR zu einem 6:0-Sieg über Ungarn; zwei Jahre später bei der Fußball-Europameisterschaft 1988 in Deutschland scheiterte die Elf um Olexander Sawarow und Wassili Raz erst im Finale an den Niederlanden. Auch heute ist Dynamo Kiew einer der wenigen osteuropäischen Fußballvereine, die überregionale Bekanntheit und Popularität vorweisen können.

In der ewigen Tabelle der sowjetischen Liga belegt Dynamo Kiew mit 2306 erzielten Toren und 681 gewonnenen Spielen den zweiten Platz hinter Spartak Moskau.

Ukraine[Bearbeiten]

Im Jahre 1992, nach dem Zerfall der Sowjetunion und anschließender Unabhängigkeit der Ukraine, war Dynamo Kiew einer der Gründungsmitglieder der ukrainischen Wyschtscha Liha und gehört zu den vier Mannschaften, neben Schachtjor Donezk, Dnipro Dnipropetrowsk und Tawrija Simferopol, die noch nie aus der ukrainischen Eliteklasse abgestiegen sind. In der ersten Auflage der ukrainischen Meisterschaft belegte Dynamo nur den zweiten Platz, gewann aber die folgenden neun Meisterschaften in Folge. Neben dem zum Verein zurückgekehrten Startrainer Walerij Lobanowskyj waren vor allem die genialen Stürmer Serhij Rebrow und Andrij Schewtschenko für diese Erfolgsserie verantwortlich. 1998 zog das Team aus Kiew ins Viertelfinale der UEFA Champions League ein, im folgenden Jahr war sogar erst im Halbfinale Endstation. Ebenso stellte Dynamo Kiew in der Saison 1998/99 mit Andrij Schewtschenko und 1999/00 mit Serhij Rebrow den Torschützenkönig der UEFA Champions League.

Während die beiden Topstürmer den Verein richtung Ausland verließen, starb Walerij Lobanowskyj im Jahr 2002. Sein Assistent Oleksij Mychajlytschenko übernahm den Cheftrainerposten, konnte aber nicht verhindern, dass Dynamos Hegemonie vom Schachtar Donezk beendet wurde. Dynamo Kiew holte erst in den Jahren 2003 und 2004 wieder zwei Meistertitel. In den Jahren 2007 und 2009 konnte das Team diese Erfolge wiederholen. Ebenfalls 2009 zog die Mannschaft unter dem russischen Trainer Juri Sjomin ins Halbfinale des UEFA-Pokals ein, unterlag dort aber ausgerechnet dem Landesrivalen aus Donezk. Der neu verpflichtete russische Cheftrainer Waleri Gassajew konnte anschließend nicht verhindern, dass der Klub aus Kiew in der Saison 2009/10 der UEFA Champions League Gruppenletzter wurde.

In der Saison 2012/13 war Dynamo Kiew der Einzug in die Gruppenphase der UEFA Champions League gelungen. In der Play-off-Runde genügte dazu nach einem 3:1-Hinspielsieg beim deutschen Vertreter Borussia Mönchengladbach im Rückspiel eine 1:2-Heimniederlage.[3] In der Gruppenphase der UEFA Champions League erkämpfte die Mannschaft hinter Paris Saint-Germain sowie FC Porto und vor Dinamo Zagreb den dritten Rang und spielte somit in der UEFA Europa League 2012/13 weiter, wo sie im Sechszehntelfinale Girondins Bordeaux unterlegen war. In der selben Spielzeit musste Dynamo Kiew sowohl den Dauerrivalen aus Donezk als auch Metalist Charkiw in der Premjer-Liha vorbeiziehen lassen und belegte den enttäuschenden dritten Rang, was die schlechteste Platzierung der Vereinsgeschichte darstellt.

Zu den bekanntesten Spielern des Klubs gehören Oleh Blochin (Europas Fußballer des Jahres 1975), Ihor Bjelanow (Europas Fußballer des Jahres 1986), Andrij Schewtschenko (Europas Fußballer des Jahres 2004) und Olexandr Schowkowskyj.

Vereinswappenhistorie[Bearbeiten]

Erfolge und Statistiken[Bearbeiten]

Meisterschaftserfolge[Bearbeiten]

Pokalerfolge[Bearbeiten]

Internationale Erfolge[Bearbeiten]

Rekordtorschützen[Bearbeiten]

Treffsicherster Angreifer in Diensten von Dynamo Kiew ist Oleh Blochin, der in 432 Spielen für die Mannschaft aus Kiew insgesamt 211 Tore erzielte.

Platz Name des Spielers Tore Zeitraum
1. SowjetunionSowjetunion Oleh Blochin 211 1969–1987
2. UkraineUkraine Serhij Rebrow 113 1992–2000, 2005–2008
3. UsbekistanUsbekistan Maksim Shatskix 97 1999–2008
4. UkraineUkraine Andrij Schewtschenko 84 1994–1999, 2009–2012
5. SowjetunionSowjetunion Wiktor Kanewski 80 1953–1964
6. SowjetunionSowjetunion Wiktor Serebrjannikow 70 1959–1971
7. SowjetunionSowjetunion Wiktor Kolotow 62 1971–1981
8. UkraineUkraine Wiktor Leonenko 61 1992–1998
9. UkraineUkraine Artem Milewskyj 57 2002–
10. SowjetunionSowjetunion Leonid Burjak 56 1973–1984

Bemerkung: Gezählt wurden nur Ligatreffer. Tore in nationalen und internationalen Pokalwettbewerben wurden nicht mit einbezogen. Stand: Ende der Saison 2011/12.

Rekordspieler[Bearbeiten]

1987 stellte Oleh Blochin mit 432 absolvierten Partien für Dynamo Kiew den Rekord für die meisten Ligaspiele im Dress von Dynamo auf.

Platz Name des Spielers Einsätze Zeitraum
1. SowjetunionSowjetunion Oleh Blochin 432 1969–1987
2. UkraineUkraine Olexandr Schowkowskyj 370 1993–
3. SowjetunionSowjetunion Anatolij Demjanenko 347 1979–1990, 1992–1993
4. SowjetunionSowjetunion Wladimir Weremejew 310 1968–1982
5. SowjetunionSowjetunion Leonid Burjak 304 1973–1984
6. SowjetunionSowjetunion Wolodymyr Muntjan 302 1965–1977
7. SowjetunionSowjetunion Wolodymyr Bessonow 277 1976–1990
8. UkraineUkraine Wladyslaw Waschtschuk 254 1993–2002, 2005–2008
9. UkraineUkraine Oleh Luschnyj 253 1989–1999
10. UkraineUkraine Serhij Rebrow 242 1992–2000, 2005–2008

Bemerkung: Gezählt wurden nur Ligaspiele. Spiele in nationalen und internationalen Pokalwettbewerben wurden nicht mit einbezogen. Stand: Ende der Saison 2011/12.

Kader der Saison 2012/13[Bearbeiten]

Name Rückennummer Nationalität Geboren Im Verein seit Letzter Verein
Trainer
Oleh Blochin UkraineUkraine 5. November 1952 2012 Ukraine
Torwart
Olexandr Schowkowskyj (C)Kapitän der Mannschaft 1 UkraineUkraine 2. Januar 1975 1993 eigene Jugend
Maxym Kowal 35 UkraineUkraine 9. Dezember 1992 2010 Metalurh Saporischschja
Denis Boiko 71 UkraineUkraine 29. Januar 1988 2005 eigene Jugend
Abwehr
Danilo Silva 2 BrasilienBrasilien 24. November 1986 2010 SC Internacional
Taras Mychalyk 17 UkraineUkraine 28. Oktober 1983 2005 FK ZSKA Kiew
Domagoj Vida 24 KroatienKroatien 29. April 1989 2013 Dinamo Zagreb
Jewhen Selin 28 UkraineUkraine 9. Mai 1988 2013 Worskla Poltawa
Taye Taiwo 33 NigeriaNigeria 16. April 1985 2012 AC Mailand
Jewhen Chatscheridi 34 UkraineUkraine 28. Juli 1987 2008 Olkom Melitopol
Mittelfeld
Miguel Veloso 4 PortugalPortugal 11. Mai 1986 2012 CFC Genua
Olexandr Alijew 8 UkraineUkraine 3. Februar 1985 2011 Lokomotive Moskau
Roman Bezus 9 UkraineUkraine 26. September 1990 2013 Worskla Poltawa
Admir Mehmedi 13 SchweizSchweiz 16. März 1991 2012 FC Zürich
Denys Harmasch 19 UkraineUkraine 19. April 1990 2007 eigene Jugend
Oleh Husjew 20 UkraineUkraine 25. April 1983 2003 Arsenal Kiew
Niko Kranjčar 21 KroatienKroatien 13. August 1984 2012 Tottenham Hotspur
Lukman Haruna 25 NigeriaNigeria 4. Dezember 1990 2011 AS Monaco
Wladislaw Kalitwinzew 45 UkraineUkraine 4. Januar 1993 2009 eigene Jugend
Dudu 99 BrasilienBrasilien 7. Januar 1992 2011 Cruzeiro Belo Horizonte
Angriff
Andrij Jarmolenko 10 UkraineUkraine 23. Oktober 1989 2008 Desna Tschernihiw
Ideye Brown 11 NigeriaNigeria 10. Oktober 1988 2011 FC Sochaux
Marco Rubén 15 ArgentinienArgentinien 26. Oktober 1986 2012 FC Villarreal
Artem Krawez 22 UkraineUkraine 3. Juni 1989 2007 eigene Jugend
Lucas SpanienSpanien 10. September 1988 2013 FK Karpaty Lwiw
Stand: März 2013

Trainer[Bearbeiten]

(unvollständig)

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dynamo Kiew – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. UEFA (Hrsg.): FC Dynamo Kyiv. 9. Februar 2011, abgerufen am 3. April 2012.
  2. Finale 1986
  3. Olympia-Verlag GmbH (Hrsg.): Großer Kampf! Gladbach verpasst das Wunder knapp. 29. August 2012, abgerufen am 30. August 2012.