Echoes

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Dieser Artikel behandelt die Komposition der Gruppe Pink Floyd, für den gleichnamigen Film siehe Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt
Echoes
Pink Floyd
Veröffentlichung 30. Oktober 1971
Länge 23:31
Genre(s) Art-Rock, Rockmusik
Autor(en) Pink Floyd
Text Roger Waters, David Gilmour, Nick Mason, Richard Wright
Musik Roger Waters, David Gilmour, Nick Mason, Richard Wright
Album Meddle

Echoes ist eine Komposition der britischen Rockgruppe Pink Floyd, die lange Instrumentalteile, Soundeffekte und Improvisationen enthält.

Beschreibung[Bearbeiten]

Das von allen vier Mitgliedern der Gruppe (Roger Waters, Richard Wright, David Gilmour, und Nick Mason) geschriebene Echoes ist das Finale des Albums Meddle. Das Stück läuft über eine Länge von 23:31 und belegt die zweite Seite (B-Side) der Ausgabe des Albums auf Vinyl-Schallplatte vollständig. Zusätzlich ist es als Titel Nummer 5 in gekürzter Version auf dem Best-Of-Album mit dem Namen Echoes: The Best of Pink Floyd enthalten. Es ist die drittlängste Komposition der Gruppe nach Atom Heart Mother (23:35) und dem zusammengesetzten Shine On You Crazy Diamond, das eine Spielzeit von über 26 Minuten hat. Im Vergleich zu diesen beiden Songs ist Echoes jedoch nicht in verschiedene Teile aufgeteilt, die Komposition wurde aber aus verschiedenen Fragmenten zusammengesetzt. Es wurde für den Film Live At Pompeii als Anfang und Ende verwendet, und in dem Surf-Film Crystal Voyager untermalt der Song in voller Länge Filmsequenzen brechender Wellen in der Abendsonne.

Bemerkenswert ist das Intro, bei dem Richard Wright auf seinem Flügel durch stete Wiederholung eines einzigen hohen Tons (ein dreigestrichenes h) den Klang eines Echolots nachahmt. Der Flügel wird dabei über ein Leslie-Cabinet gespielt, ein Orgel-Verstärker mit rotierendem Lautsprecher. Der Ton bekommt dadurch ein eigenartiges Tremolo. Der Klang unterscheidet sich deshalb deutlich von dem eines unverstärkt gespielten Flügels. Die Beatles haben diesen Klangeffekt erstmals auf dem „weißen Album“ im Lied Don’t Pass Me By verwendet.

Die Klangexperimente im Mittelteil von Echoes verweisen deutlich auf die Vorgängeralben A Saucerful of Secrets und Ummagumma. Roger Waters erzeugt auf seinem E-Bass mit einem Bottleneck durch gleichmäßige Kreisbewegungen gespenstisch heulende Klänge, während Gitarrist David Gilmour mittels umgekehrt angeschlossenem Wah-Wah-Pedal kreischende, an Möwenschreie erinnernde Laute erzeugt, die als seagull effect (dt. Möwen-Effekt) bekannt wurden. Richard Wright ist nur leise hörbar mit seiner Hammond-Orgel, die entweder mit einem Lautstärke-Pedal gekoppelt war oder deren interner Lautstärkeregler während des Spielens bedient wurde.

Das Stück endet mit einem steigenden Shepard-Risset-Glissando. (siehe Shepard-Skala)

Mitwirkende[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

  • Schaltet man beim Film 2001: Odyssee im Weltraum zu Beginn des letzten Kapitels „Wiedergeburt“ den Ton des Films stumm und lässt stattdessen das Stück Echoes synchron dazu laufen (so dass beim ersten „Echolot-Ping“ der Schriftzug „Jupiter“ erscheint), ergeben sich interessante Analogien. Beispielsweise passt sich die Musik geradezu den verschiedenen psychedelischen Bildern an.

Weblinks[Bearbeiten]