Elmlohe

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Elmlohe
Elmlohe
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Elmlohe hervorgehoben
53.5855758.74272222222227Koordinaten: 53° 35′ N, 8° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Samtgemeinde: Bederkesa
Höhe: 7 m ü. NHN
Fläche: 23,3 km²
Einwohner: 813 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27624
Vorwahl: 04704
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 015
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Im Wiebusch 8
27624 Elmlohe
Webpräsenz: www.elmlohe.de (Derzeit in Bearbeitung)
Bürgermeister: Henning von der Lieth (Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Elmlohe im Landkreis Cuxhaven
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Über dieses Bild

Elmlohe (plattdeutsch Elmloh) ist eine Gemeinde im Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen und Teil der Samtgemeinde Bederkesa im Elbe-Weser-Dreieck zwischen den Städten Bremerhaven, Cuxhaven und Bremervörde. Neben dem Hauptort Elmlohe gehört noch Marschkamp zur Gemeinde. Am Südrand des Gemeindegebietes verläuft die Geeste.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Im Norden befindet sich die Gemeinde Drangstedt, im Osten Kührstedt und im Süden Bramel, das bereits zur Gemeinde Schiffdorf gehört. Die nächste Großstadt ist Bremerhaven (ca. 10 km Luftlinie westlich).

Geschichte[Bearbeiten]

Elmlohe wurde am Beginn des 14. Jahrhunderts von den Herren von Bederkesa aus dem an der Geeste gelegenen Quabben-Bach als Niederungsburg erbaut. Mitgründer der befestigten Ansiedlung war Werner von Bederkesa, der 1308 in einer Urkunde des Klosters Neuenwalde erwähnt wird. Auf dem zur Burg führende „Freien Damm“ wurden Handwerker und Kleinbauern auf dem dort gelegenen Ulmenwald (d. h. Elmlohe) angesiedelt. Im Jahre 1346 ließen die Herren von Elme und die von der Lieth hier in Burgnähe eine Kirche erbauen. Das der Gottesmutter Maria benannte Gotteshaus wurde aus dem Kirchspiel von Debstedt herausgelöst. Als Grund wird der weite Weg nach Debstedt und die „Todfeindschaft“ zu den friesischen Wurtsaten benannt. Wegen des Ungehorsames gegen seinen Lehensherrn wurde die Elmloher Burg unter Cord von der Lieth von einem Heer des Bremer Rates 1485 belagert und zerstört. Die Erbherren von der Lieth blieben bis zum 18. Jahrhundert als lehensberechtigte Gutsherren im Besitz ihres Elmloher Besitzes. Zum 700. Jubiläum von Emlohe wurde das Ereignis am 20. Juli 2008 mit einem Umzug durch den Ort gefeiert. Eine umfassende Darstellung über die Geschichte des Ortes wurde unter dem Titel „Elmlohe – ein Dorf im Wandel der Zeit 1308–2008“ veröffentlicht.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich aus 9 Mitgliedern zusammen. Er bestand in der Wahlperiode 2006 bis 2011 aus:

Bürgermeister ist Henning von der Lieth (WG).

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Elmlohe zeigt auf blauem Grund drei Ulmenblätter, die auf die Etymologie des Ortsnamens hinweisen (Elmlohe = Ulmenwald) und von zwei Eichenzweigen eingefasst werden. Unten ist eine Wellenlinie dargestellt, die die Geeste symbolisiert.

Das auf dieser Seite dargestellte Wappen (siehe oben) ist das des Ortsteils Elmlohe. Auch der Ortsteil Marschkamp hat ein eigenes Wappen, das dem der Gemeinde Elmlohe ähnelt. Jedoch sind hier dann statt der drei Ulmenblätter zwei Getreideähren dargestellt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Elmlohe stehen die in der Denkmalliste des Landeskreises Cuxhaven eingetragenen Baudenkmale.

Bauwerke[Bearbeiten]

In Elmlohe besteht seit 1346 die Liebfrauenkirche. Sie wurde mit Einwilligung des Erzbischofs von Bremen gegründet, da der Weg zur Mutterkirche in Debstedt zu der Zeit auf Grund der Feindschaft mit den Friesen des Landes Wursten zu gefährlich war. Der Altar stammt von 1645, das Altarbild zeigt das letzte Abendmahl. Die Kirche war nach der Reformation stets evangelisch-lutherisch, nachdem das Amt Bederkesa unter der Stadt Bremen reformiert geworden war.

Im Jahr 1962 begannen in der Gemarkung Elmlohe die Vorarbeiten für den Bau der Grundnetzschalt- und Vermittlungsstelle der Bundeswehr (GSVBw) 22. Diese stark verbunkerte Fernmeldeanlage war Bestandteil des bundesweiten Bundeswehr-Kommunikationsnetzes und sollte die Kommunikationsfähigkeit im Verteidigungsfall sicherstellen. Der militärische Betrieb wurde im Jahr 1996 eingestellt. Im Februar 2009 hat der Verein Vorbei e. V. die Anlage von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erworben um dort ein Museum einzurichten.

Sport[Bearbeiten]

Turnierplatz

Jährlich finden am letzten Wochenende im Juli die Elmloher Reitertage statt. Dieses Reitturnier mit internationaler und hochrangiger Besetzung hat Elmlohe auch weit über die Grenzen des Landkreises Cuxhaven hinaus bekannt gemacht.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Landwirtschaftliche Betriebe

Elmlohe ist geprägt von der Landwirtschaft, wobei hier der Schwerpunkt auf der Viehwirtschaft liegt. Daneben hat sich jedoch auch die Pferdezucht sowie der Pferdesport als Wirtschaftsfaktor etabliert. Dies, sowie die Lage in einer Urlaubsregion, trägt dafür Sorge, dass auch der Freizeit- und Touristiksektor (Vermietung von Ferienwohnungen) gerade in den Sommermonaten eine große Rolle spielt.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Im Ort befinden sich unter anderem an Unternehmen eine Tankstelle, ein Getränkehandel, zwei Bewirtungsbetriebe, drei Biogasanlagen, ein Landmaschinenhandel, eine Filiale der Volksbank, eine Filiale der Raiffeisengenossenschaft, eine Tischlerei und eine Zimmerei.

Bildung[Bearbeiten]

Zusammen mit der Gemeinde Drangstedt teilt sich Elmlohe eine Grundschule mit Ganztages-Angebot, wobei die ersten und zweiten Klassen im Standort Elmlohe und die dritten und vierten Klassen im Standort Drangstedt unterrichtet werden. Weiterführende Schulen befinden sich in Bad Bederkesa. Dort gibt es die Oberschule und das Niedersächsische Internatsgymnasium (NIG).

Sagen und Legenden[Bearbeiten]

  • Die Liethenburg in Elmlohe
  • Der Priestermord und seine Sühne

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Elmlohe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)