Bad Bederkesa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bad Bederkesa
Bad Bederkesa
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bad Bederkesa hervorgehoben
53.62488.84163333333339Koordinaten: 53° 37′ N, 8° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Samtgemeinde: Bederkesa
Höhe: 9 m ü. NHN
Fläche: 43,17 km²
Einwohner: 5237 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 121 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27624
Vorwahl: 04745
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 003
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Markt 8
27624 Bad Bederkesa
Webpräsenz: www.bad-bederkesa.de
Bürgermeister: Uwe Bischoff (CDU)
Lage der Gemeinde Bad Bederkesa im Landkreis Cuxhaven
Nordsee Schleswig-Holstein Bremerhaven Landkreis Osterholz Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Stade Landkreis Wesermarsch Armstorf Bad Bederkesa Belum Beverstedt Hagen im Bremischen Bülkau Cadenberge Cappel (Niedersachsen) Cuxhaven Drangstedt Hagen im Bremischen Dorum Elmlohe Flögeln Geversdorf Hagen im Bremischen Hechthausen Hemmoor Hollnseth Ihlienworth Köhlen Köhlen Kührstedt Lamstedt Lamstedt Langen (bei Bremerhaven) Lintig Loxstedt Midlum (Land Wursten) Misselwarden Mittelstenahe Mulsum (Land Wursten) Neuenkirchen (Land Hadeln) Neuhaus (Oste) Nordholz Nordleda Oberndorf (Oste) Odisheim Osten (Oste) Osterbruch Otterndorf Padingbüttel Ringstedt Hagen im Bremischen Schiffdorf Steinau (Niedersachsen) Stinstedt Stinstedt Hagen im Bremischen Wanna Wingst Wremen Hagen im BremischenKarte
Über dieses Bild

Bad Bederkesa, (Aussprache: Betonung auf der 3. Silbe, Bederkesa) Luftkurort und Moorheilbad, (plattdeutsch Beers) ist der zentrale Ort (Flecken) der Samtgemeinde Bederkesa im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Bad Bederkesa liegt im nördlichen Elbe-Weser-Dreieck ca. 20 km östlich von Bremerhaven. Der Ort liegt am Bederkesaer See sowie am Hadelner und Bederkesa-Geeste-Kanal, die zusammen mit der Geeste die Elbe und die Weser miteinander verbinden.

Das Gemeindegebiet ist durch mehrere kleine Wälder („Begrabenholz“, „Brunnenholz“, „Holzurburg“, „Spitzackerholz“ und „Zechholz“) geprägt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Neben dem Kernort Bederkesa umfasst die Gemeinde die Ortsteile Ankelohe im Osten und Fickmühlen im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Bederkesa lag im altsächsischen Gau Haduloha, das das Gebiet zwischen der Mündung der Elbe im Norden und der Nordsee im Westen nördlich der Mündung der Weser umfasste, heute sind das die Landschaften Land Hadeln, Land Wursten sowie die Geest- und Moor-Gebieten rund um Bad Bederkesa.

Name[Bearbeiten]

Der Name Bederkesa – richtiger Bederichs-Ahe geht auf einen Ritter Bederich zurück, der hier eine Ahe, einen Herrenwald besaß. Seine Nachfahren errichteten die Burg am südwestlichen Seeufer. Der Name blieb erhalten und ging später auf den Ort über.

So wird der Bederkesa in frühen Urkunden meist in Verbindung mit dem Rittergeschlecht gleichen Namens genannt.

Erste Jahrtausendwende[Bearbeiten]

Die Herren von Bederkesa wurden schon um die Jahrtausendwende als Dienstmannen der Erzbischöfe von Hamburg-Bremen eingesetzt und erlangten im hohen Mittelalter im Mündungsgebiet der Elbe und Weser besondere Bedeutung.

Sie verfügten über reichen Grundbesitz und andere Einkünfte in der Börde Ringstedt. Vielleicht lag ihr Stammsitz am Nordufer des Bederkesaer Sees in Holzurburg, wo es noch heute einen mit Wällen und Gräben umsäumten, geräumigen Platz gibt, dessen ursprüngliche Bedeutung man nicht kennt.

Burg Bederkesa

11. Jahrhundert[Bearbeiten]

Ihre erste Erwähnung finden die Herren von Bederkesa in einer erzbischöflichen Urkunde. 1159 erschien Marcward de Bederkesa als Zeuge unter einer von Erzbischof Hartwig I. von Stade (1148–1168) ausgestellten Urkunde. Fünf Herren von Bederkesa gehörten im 13. Jahrhundert zu den Domherren des Bremer Doms, Erich von Bederkesa war Archidiakon von Rüstringen, und Rudolf von Bederkesa war sogar Dekan des bremischen Domkapitels.

13. und 14. Jahrhundert[Bearbeiten]

1295 gründeten die Herren von Bederkesa die hiesige St. Jakobi-Kirche und statteten sie mit reichen Einkünften aus. Fortan galt Bederkesa als Tochtergründung der Mutterkirche in Ringstedt, zu deren Parochie sie vorher gehörte. Ein Knappe, Gevehard von Bederkesa, schenkte der Kirche damals aus Verehrung eine Roggenernte im nahen Flögeln.

Zweifellos hat der Flecken Bederkesa im Anschluss an die stattliche Burg und die Pfarrkirche bereits im Mittelalter eine größere Straßensiedlung gebildet, stellt also von der Anlage her eine andere Siedlungsform dar, als die vielen Haufendörfer der Geest. Insofern spiegelt die Bezeichnung „Flecken“ den stadtähnlichen Charakter des Ortes wider, in dem schon recht früh neben der Landwirtschaft fast jedes Handwerk vertreten war. Bereits im Jahre 1339 wird in einer Urkunde ein Markt zu Bederkesa genannt.

15. Jahrhundert[Bearbeiten]

Im 15. Jahrhundert wurde es still um das einstmals verbreitete Geschlecht der Ritter von Bederkesa. Fast der ganze Besitz befand sich nun in fremden Händen oder war verschuldet. Die Stadt Bremen war ab 1421 Besitzer von Amt und Burg. Mit Arndt von Bederkesa starb das Geschlecht 1499 aus. Die Burg bildete einen Mittelpunkt, um den sich mannigfaltiges Leben sammelte, das sein Eigendasein selbständig weiterentwickeln konnte.

16. und 17. Jahrhundert[Bearbeiten]

Bederkesa aus der Dilich-Chronik von 1603

Ort und Amt Bederkesa blühten im 16. Jahrhundert wirtschaftlich auf. Bremen gewährte den Bürgern mancherlei Rechte: Sie durften Bier brauen und Schnaps brennen und im ganzen Amt und in anderen Gebieten verkaufen. Handel und Gewerbe nahmen einen besonderen Aufschwung. Es durfte Markt abgehalten werden, und jedes Handwerk konnte im Ort ansässig sein. Der Rat der Stadt Bremen setzte in den sechs Kirchengemeinden des Amtes Bederkesa reformierte Prediger ein und sorgte durch die Visitationen von Ratspersonen, dass nur das reformierte Bekenntnis in Ringstedt, Bederkesa, Flögeln, Debstedt, Holßel und Lehe gültig war. Auf den Altären dieser Orte wurden Schrifttafeln anstatt von Bildwerken eingesetzt. Nur Elmlohe blieb lutherisch.

Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts setzte der Rat der Stadt Bremen bremische Bürger gegen eine Pachtsumme als Amtmänner in Bederkesa ein. Danach übernahm die Stadt die Herrschaft in eigener Regie. Als Zeichen der Gerichtshoheit ließ Bremen 1602 den Roland im Burghof errichten. Die Wappenschilde der den Roland begleitenden Figuren erinnern an Bremer Ratsfamilien, die hier als Amtleute tätig waren. Der liegende Schlüssel im Ortswappen von Bederkesa erinnert an die Zeit der bremischen Herrschaft im Amte.

Es gelang Bremen im Dreißigjährigen Krieg sogar, Flecken und Amt Bederkesa mehr als andere Gebiete im Erzbistum Bremen vor Plünderungen und Brandschatzungen zu bewahren.

Im Westfälischen Frieden von 1648 wurde das bisherige Erzbistum Bremen der Krone Schwedens zugesprochen. Bremen jedoch verweigerte die Abtretung seiner Landesgebiete. Im Ersten Bremisch-Schwedischen Krieg holte sich die Großmacht Schweden 1654 mit Gewalt, was sie als ihr Eigentum betrachtete. Darunter war auch das Amt Bederkesa. Das schwedische Königreich beabsichtigte nun auch, die bisher reformierten Kirchen im Amte lutherisch zu machen. Dies gelang nur zum Teil, denn die Gemeinden leisteten Widerstand gegen das aufgezwungene Luthertum. Das reformierte Bekenntnis blieb in Holßel, Lehe und Ringstedt bis heute erhalten. Das Amt Bederkesa kam 1661 mit seinen Einkünften gegen eine Summe von 40.000 Reichstalern in den Pfandbesitz des General Feldmarschalls Graf Hans Christoph von Königsmarck. Die Burg war in den nachfolgenden Jahren Wohnsitz von Königsmarcks Frau und seinen Enkelinnen, zu denen auch die berühmte Aurora zählte.

18. Jahrhundert[Bearbeiten]

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts verlor Schweden unter Karl XII. im Nordischen Krieg seine europäische Großmachtstellung. Das Kurfürstentum Hannover erwarb 1720 für eine Summe von 1.090.000 Reichstalern die Herzogtümer Bremen und Verden von Schweden. Erst nach langen Verhandlungen wurden 1735 auch die Rechte der Familie von Königsmarck am Amte Bederkesa gegen Erstattung der Pfandsumme von Kurhannover eingelöst. Die Einwohnerzahlen wiesen in der ungefähr 150 Jahre dauernden hannoverschen Epoche nur geringfügige Schwankungen auf und bewegten sich zwischen 1.000 und 1.300 Personen.

19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Hauptmann Böse

Eine markante Persönlichkeit war Hauptmann Böse, der Sohn eines Bremer Zuckerfabrikanten. Er hatte mit einer eigenen Einheit gegen Napoléon Bonaparte gekämpft; nun nahm er hier im Brunnenholz seinen Wohnsitz. Er wurde Wohltäter für den Ort und das Sietland, das unter dem Meeresspiegel lag und dessen Bewohner stetige Überflutungen zu erleiden hatten. Durch seine Initiative wurde der Hadelner Kanal gebaut. 1834 gründete er die "Schützengilde der Elbe und Weser" - später dann "Schützenverein Bederkesa". 1876 erhielt Bederkesa ein königliches Lehrerseminar am Brunnenholz und 1896 eine Eisenbahnverbindung nach Bremerhaven.

Die kleine Fachwerkkirche in der Ortsmitte war für die wachsende Einwohnerzahl zu klein geworden. Sie wurde abgerissen und an ihrer Stelle trat 1861 die jetzige neugotische Kirche. Sie wurde durch den Bremer Architekten Simon Löschen erbaut, der auch die Bürgermeister-Smidt-Gedächtnis-Kirche in Bremerhaven errichten ließ.

Nachdem das Königreich Hannover 1866 preußische Provinz geworden war, verlegte man den Amtssitz nach Lehe.

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Das Lehrerseminar wurde 1927 zum heute noch existenten Niedersächsischen Internatsgymnasium. Bederkesa entwickelte sich zum Luftkurort und Moorheilbad und trägt seit dem 1. Oktober 1996 die Bezeichnung Bad.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. März 1974 wird die Nachbargemeinde Fickmühlen eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1961 1970 1987 1992 1997 2002 2007 2008 2009 2010 2011
Einwohner 3328 3775 4221 4474 5079 5207 4995 5000 4943 4993 4967

(1961 am 6. Juni, 1970 am 27. Mai, jeweils Volkszählungsergebnisse einschließlich Fickmühlen[3] ; ab 1987 jeweils am 31. Dezember[4])

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2011[5]
Wahlbeteiligung: 50,12 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,47 %
36,20 %
9,92 %
2,39 %

Im Rat des Fleckens sind seit der Kommunalwahl am 11. September 2011 die CDU mit acht, die SPD mit fünf und die Grünen mit zwei Sitzen vertreten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Mühle in Bederkesa
Roland vor der Burg
Der Bederkesaer See aus der Ferne

Sehenswert[Bearbeiten]

  • Moor-Therme (Sport-, Erlebnis- und Wellnessbad mit Saunalandschaft), eröffnet am 4. April 2004
  • Wasserburg
  • Windmühle (1881)
  • Altes Amtshaus mit Amtsscheune
  • Holzurburger Wallanlagen
  • Steinbackofen
  • Niedersächsisches Internatsgymnasium

Museen[Bearbeiten]

Museum Burg Bederkesa: Museum für Archäologie und Kulturgeschichte im Landkreis Cuxhaven. Das Museum wurde 1982 eingerichtet und zeigt reichhaltige Funde aus dem Landkreis Cuxhaven vom 4. Jahrtausend bis zur Neuzeit. Besonders eindrucksvoll sind die außerordentlich gut erhaltenen Holzfunde aus den Wurtensiedlungen des 1. bis 5. Jahrhunderts.

Museumseisenbahn: Historische Bahnlinie von Bederkesa nach Bremerhaven. Die jahrzehntelang nicht für den Personenverkehr genutzte Nebenbahnstrecke wird seit 2000 als Museumseisenbahn im Stil der 1950er Jahre betrieben[6]

Museum des Handwerks: Das Museum wurde im Sommer 1998 eröffnet. Die Trägerschaft übernahm die 14 Innungen mit 22 Handwerksberufen umfassende Kreishandwerkerschaft Bremerhaven Wesermünde. Das Museum bietet einen Einblick in die verschiedenen Handwerksberufe und deren Geschichte, so sind unter anderem Gegenstände der Zimmermänner, Seilmacher, Schriftsetzer und Drucker, Fischer, Satzer, Uhrmacher und vieles mehr zu sehen. An angekündigten Aktionstagen werden die verschiedenen Berufe vorgeführt.

Heimatmuseum „Jan Christopher Hus“: in Flögeln; historische, handwerkliche und kulturelle Gerätschaften des Lebens in der Vergangenheit.

Chronik der Burg Bederkesa[Bearbeiten]

  • 12. Jahrhundert Anfang des Burgenbaues am damaligen Randbereich des Bederkesaer Sees
  • um 1400 letzter Bau einer Temburg („Motte“) auf dem aufgeschütteten Burgberg
  • 1421 Burg und Herrschaft Bederkesa in bremischem Besitz
  • 1460 Bau des Südflügels (Bauinschrift heute über dem Haupteingang)
  • 1536 Bau des Nordflügels
  • 1579 Errichtung des Mittelbaues
  • 1602 Aufstellung des Rolandes auf einem gekuppelten Brunnen
  • 1604 Veröffentlichung des Kupferstiches von Wilhelm Dilich
  • 1612 Bau des Treppenturmes
  • 1654 Einnahme der Burg durch den schwedischen Feldmarschall Hans Christoph von Königsmarck
  • 1735 Burg und Amt Bederkesa im Besitz von Kurhannover
  • um 1745 Abbruch des Turmes und weiterer Gebäudeteile. Fachwerkanbau
  • 1881 Verkauf der Burg in Privatbesitz, Nutzung unter anderem als Gastwirtschaft und Hotel
  • 1975/77 Ankauf der verfallenden Burg durch den Landkreis Wesermünde
  • 1977–83 Restaurierung und Wiederaufbau durch den Landkreis Cuxhaven

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Gefördert wird vor Allem der Fremdenverkehr in Bad Bederkesa und mit diesem zusammenhängende Einrichtungen wie der Camping-Park Bederkesa mit über 500 Stellplätzen.

Jährlich werden vom Beerster Gewerbeverein eine Sonnenblumenkönigin und eine Sonnenblumen-Prinzessin ernannt, welche für Urlaub in der Samtgemeinde und im Cuxland werben. Sie repräsentieren die Region bundesweit auf Tourismusmessen, in Fernsehshows und auf Volksfesten.

Ein Handels- und Gewerbepark wurde erschlossen.

Die Cuxland Ferienparks GmbH bietet Ferienhäuser zum Kauf und zur Vermietung an.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Landstraße L 120 führt nach Drangstedt und Bremerhaven sowie zur Bundesautobahn A 27 (Cuxhaven-Bremen), die L 119 nach Neuenwalde und Cuxhaven, die 117 nach Otterndorf und die L 128 nach Ringstedt und Beverstedt. Bad Bederkesa liegt an der Bahnstrecke Bremerhaven–Bederkesa. Diese Strecke wird als Museumsbahn genutzt.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Allgemein
  • Rathaus, Am Markt 8
  • Die Freiwillige Feuerwehr Bad Bederkesa, Holzurburgerstraße 15, hat eine weitere Stützpunktfeuerwehr in Köhlen sowie weitere elf Ortsfeuerwehren.
  • Verschönerungsverein Bederkesa von 1896
Schulen
  • Grundschule Bederkesa, Seminarstr. 9
  • Grundschule Drangstedt, Elmloher Str. 1
  • Grundschule Elmlohe, Im Wiebusch 8
  • Grundschule Kührstedt, Schulstr. 7
  • Grundschule Lintig, Schulstr.1
  • Grundschule Ringstedt Kreuzstr.2
  • Das Schulzentrum An der Mühle, Mühlenweg, ist eine Oberschule.
  • Das Niedersächsische Internatsgymnasium, Seminarstr. 8
  • Die Schule Am Wiesendamm 1, ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“.
  • Das ev. Bildungszentrum, Alter Postweg 2
Kirchen
  • Bad Bederkesa ist Sitz der Superintendentur des Kirchenkreises Wesermünde der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Zuvor war es bereits Sitz des Kirchenkreises Wesermünde-Süd, der zum 1. Januar 2013 mit dem Kirchenkreis Wesermünde-Nord vereinigt wurde.[7]
  • Die evangelisch-lutherische Kirche St.Jakobi in Bad Bederkesa wurde 1295 erstmals erwähnt.
  • Die evangelisch-lutherische Kirche Unserer Lieben Frau zu Elmlohe stammt von 1346.
  • Die evangelisch-lutherische Kirche St. Pauli in Flögeln wurde 1198 gegründet.
  • Die römisch-katholische St. Benedikt-Kapelle in Bad Bederkesa, Berghorn 5, gehört zur Pfarrei Hl. Herz Jesu in Bremerhaven-Lehe mit der Herz-Jesu-Kirche.
  • Die Neuapostolische Kirchengemeinde hält Gottesdienst im Musiksaal der Grundschule Bad Bederkesa.
Sport
  • Turn- und Sportverein Bederkesa von 1896
  • Wassersportverein Bederkesa
  • Angelsportverein Bederkesa.
  • Schützenverein Bederkesa von 1834.

Sonstiges[Bearbeiten]

Rekord[Bearbeiten]

1999 schaffte Bad Bederkesa einen Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde. Der Gewerbeverein in Zusammenarbeit mit dem Verschönerungsverein verteilte Sonnenblumensamen an die Einwohner mit der Bitte, diese einzupflanzen. Viele folgten der Bitte und auch viele öffentliche Grünflächen wurde mit Sonnenblumen bepflanzt. Bad Bederkesa bekam den Eintrag für 600.000 Sonnenblumen im Ort. Das entspricht mehr als 100 Sonnenblumen pro Einwohner.[8]

Zweisprachige Ortsschilder[Bearbeiten]

Bad Bederkesa liegt im Verbreitungsraum der niederdeutschen Sprache. Diese ist nicht mehr sehr verbreitet, erlebt aber in zunehmendem Maße eine Renaissance. Es werden Anstrengungen unternommen, die Kinder schon in frühem Alter an die regionale Sprache heranzuführen. Kürzlich wurden im Rahmen der Brauchtumspflege die Ortsschilder der Gemeinde um den niederdeutschen Ortsnamen „Beers“ ergänzt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Der „Bösehof“ in Bederkesa, den sich Hauptmann Böse 1825 als Ruhesitz zugelegt hatte; dient heute als Hotel.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Aust: Burg Bederkesa – Geschichte des Hauses und seiner Bewohner. Restaurierung und Wiederaufbau. Bremerhaven 1984.
  • Ernst Beplate: Bederkesa zur Königsmarck-Zeit 1662–1736. Bederkesa 2001.
  • Ernst Beplate: Das Bederkesaer Seminar - vom Lehrerseminar zur Pädagogischen Hochschule. Bederkesa 1991.
  • Klaus Dobers: Unter dem Dach von St. Jakobi. Bederkesaer Lebenszeugnisse aus 250 Jahren. Bederkesa 1995.
  • Johannes Göhler: Jakobus kam auch nach Bederkesa. Von den Bederkesaer Rittern, Pfarherren und der St. Jakobi-Kirche 1295–1355. Bederkesa 1995.
  • Sönke Hansen (Hrsg.): Bad Bederkesa in Gegenwart und Vergangenheit. Eine Ortskunde. Bremerhaven 2004.
  • Männer vom Morgenstern (Hrsg.): Hake Betken siene Duven. Das grosse Sagenbuch aus dem Land an Elb- und Wesermündung. Bremerhaven 1999, ISBN 3-931771-16-4.
  • Hans-Cord Sarnighausen: Hannoversche Amtsjuristen von 1675 bis 1859 in Bederkesa. In: Jahrbuch der Männer vom Morgenstern 89. Bremerhaven 2011, S. 41–62.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bad Bederkesa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1996
  3. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 248.
  4. LSKN-Online
  5. http://www.bederkesa.de/buerger/topthemen/KW2011_01.html
  6. http://museumsbahn-bremerhaven-bederkesa.de/
  7. Kirchliches Amtsblatt für die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers 7/2012, S. 311f.
  8. http://www.cn-online.de/lokales/news/beerster-haben-den-sonnenblumen-rekord-geschafft.html