Energieversorgungsunternehmen

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Ein Energieversorgungsunternehmen (abgekürzt EVU, kurz Energieversorger) ist ein Unternehmen, das in der Energieversorgung tätig ist.

Im gebräuchlicheren engeren Sinne und im Sinne des deutschen Energierechtes[1], ist hiermit nur die Grundversorgung von Verbrauchern, also die direkte Belieferung von privaten und gewerblichen Endkunden, mit leitungsnetzgebundenen Energieträgern gemeint, als da sind:

Aufgrund der Bedeutung als Grundversorgung und wegen der besonderen Marktbedingungen (eingeschränkter Wettbewerb aufgrund der Netzgebundenheit) unterliegen Energieversorgungungsunternehmen einer besonderen öffentlichen Kontrolle und sie müssen besondere gesetzliche Auflagen erfüllen. Vielfach sind Energieversorgungsunternehmen ganz oder teilweise im Besitz der Öffentlichen Hand und als Stadtwerke oder andere kommunale Werke organisiert.

Im erweiterten Sinne sind alle Arten der Energieversorgung, also auch die Belieferung mit Brennstoffe (wie Heizöl, Kohlebriketts, Holzpellets, etc.) und auch vorgeschaltete Stufen der eigentlichen Belieferung wie Kraftwerke, Energiehandel, Speicherung und Transport über große Entfernungen eingeschlossen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Niels Ridder: Öffentliche Energieversorgungsunternehmen im Wandel: Wettbewerbsstrategien im liberalisierten Deutschen Strommarkt. Tectum, 2003, ISBN 9783828885271.
  •  Johann-Christian Pielow: Grundstrukturen öffentlicher Versorgung: Vorgaben des Europäischen Gemeinschaftsrechts sowie des französischen und des deutschen Rechts unter besonderer Berücksichtigung der Elektrizitätswirtschaft (= Jus publicum. 58). Mohr Siebeck, 2001, ISBN 9783161471742.
  •  Martin Schacht: Örtliche und regionale Energieversorgungskonzepte: zu den ökonomischen und interessenbedingten Hemmnissen einer rationellen Energieversorgung auf dem Wärmemarkt (= Beiträge zur angewandten Wirtschaftsforschung. 17). Duncker & Humblot, 1988, ISBN 9783428063796.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. § 3 Nr. 18 EnWG