Evolution (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Evolution
Originaltitel Evolution
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2001
Länge 97 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Ivan Reitman
Drehbuch Don Jakoby,
David Diamond,
David Weissman
Produktion Daniel Goldberg,
Joe Medjuck,
Ivan Reitman
Musik John Powell
Kamera Michael Chapman
Schnitt Wendy Greene Bricmont,
Sheldon Kahn
Besetzung

Evolution ist eine Science-Fiction-Komödie aus dem Jahr 2001 von Regisseur Ivan Reitman, der den Film auch mitproduzierte. Die Hauptrollen spielten David Duchovny, Orlando Jones, Seann William Scott und Julianne Moore.

Handlung[Bearbeiten]

Ein Meteorit stürzt auf die Erde und trifft dabei das Auto von Wayne Grey, der sich an einem abgelegenen Ort in der Wüste von Arizona auf die Prüfung zum Feuerwehrmann vorbereiten wollte.

Zwei Wissenschaftler der Universität von Glen Canyon – Biologe Ira Kane und der Geologe Harry Block, der zugleich örtlicher Vertreter der Geologischen Kommission der USA (USGS) ist – entdecken am Meteoriten unbekannte Lebensformen. Die Mikroorganismen vermehren und entwickeln sich schnell weiter, die Einzeller mutieren bereits nach wenigen Stunden zu mehrzelligen Organismen. Kane analysiert die DNA und findet heraus, dass die Organismen zehn Basenpaare besitzen, irdisches Leben besitzt aber nur vier Paare. Block und Kane träumen schon vom Nobelpreis.

Das Gelände, auf dem der Meteorit einschlug, wurde in der Zwischenzeit vom Militär abgeriegelt. Das Sagen hat nun der Befehlshaber der Forschungsabteilung der US-Army, General Woodman – ein ehemaliger Arbeitskollege von Kane, als dieser noch in der Forschungsabteilung des Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten arbeitete. Kane wurde dort entlassen, da der von ihm entwickelte Impfstoff gegen Milzbrand massive Nebenwirkungen zeigte. Von dem Meteoriten erfuhr das Militär, da sie Kanes Computer überwacht hatten. Neben dem General ist auch die Epidemiologin Allison Reed von der US-Gesundheitsbehörde CDC für den Fall zuständig – die beiden Entdecker des Meteoriten werden somit ausgebootet und müssen das Gelände verlassen.

Die Lebewesen entwickeln sich extrem schnell weiter: Es entstehen zuerst sauerstoffumwandelnde Pilze, dann Plattwürmer, Gliederfüßer und Wirbeltiere. Der Meteorit ist bei seinem Aufschlag in eine unterirdische Höhle gestürzt, um den Ort des Einschlags baut das Militär ein Labor. Kane und Block versuchen nun erfolglos vor Gericht, weiter Zugang zur Fundstelle zu erhalten. Als Kane und Block in ihr Universitätslabor zurückkehren, wurden dort sämtliche Proben gestohlen. In der darauffolgenden Nacht verschaffen sie sich, als Militär-Mitarbeiter verkleidet, Zugang zum Meteoriten. Vom weiteren Vorgehen werden sie von Allison Reed abgehalten, die sie über die Überwachungskameras entdeckt hatte. In Blocks Körper dringt währenddessen eines der Insekten ein, welches man ihm, auf für ihn schmerzliche Art, rektal wieder entfernen muss.

Die außerirdischen Lebewesen, welche die Evolution im Schnelldurchgang durchlaufen, erreichen inzwischen über ein unterirdisches Höhlensystem und ehemalige Minenschächte auch die naheliegende Stadt. Ein reptilienähnliches Wesen zerrt einen Mann an einem Golfplatz ins Wasser und tötet ihn, wenig später stirbt es selbst. Man findet heraus, dass die Kreaturen den Sauerstoff in der Erdatmosphäre nicht verkraften. Die schnelle Evolution bringt jedoch schon bald Exemplare hervor, die auch Sauerstoff atmen. Ein fliegendes Wesen, das einem Flugsaurier ähnelt, überfällt ein Einkaufszentrum und greift sich eine Frau. Kane, Block und Wayne Grey erschießen das Tier und retten die Frau.

Indes entwickeln sich die außerirdischen Organismen im Höhlensystem bereits zu Primaten. Das Militär schlägt nun den massiven Einsatz von Napalm vor, da bei der aktuellen Verbreitungsrate die fremden Wesen innerhalb von nur zwei Monaten die gesamte USA bevölkert hätten. Gouverneur Lewis ist zunächst dagegen, willigt aber ein, nachdem mehrere Primaten aus den Höhlen das Labor überfallen. Reed schließt sich nun Block, Kane und Grey an. In ihrem Labor finden sie heraus, dass Feuer den Organismus nicht zerstört, sondern deren Wachstum sogar beschleunigt. Reed versucht General Woodman zu warnen, dieser weigert sich jedoch, ihren Anruf entgegenzunehmen.

Kane geht davon aus, dass für die auf Stickstoff basierenden Lebensformen Selen genauso giftig ist, wie Arsen für die auf Kohlenstoff basierenden Menschen, da beide im Periodensystem der Elemente die gleichen Abstände zueinander haben. Doch woher sollen sie mitten in der Nacht die benötigten 2500 Liter Selen bekommen? Deke und Danny, zwei sonst weniger durch Wissen glänzende Studenten, weisen darauf hin, dass sich in Head & Shoulders, dem von ihnen verwendeten Anti-Schuppen-Shampoo, Selensulfid befindet. Sie füllen ein Löschfahrzeug voll Shampoo und machen sich auf den Weg.

Nach dem Napalm-Einsatz entsteht eine einzige, gigantische Amöbe, die aus den unterirdischen Höhlen durch die Erdoberfläche bricht und dabei ihre anderen, höher entwickelten Lebensformen vernichtet. Als die Amöbe gerade dabei ist, sich durch Mitose zu vermehren, gelingt es ihnen, das Shampoo in die Amöbe zu pumpen, worauf diese platzt.

Zum Schluss werben Block, Kane und Grey in einem Werbespot für Shampoo der Marke Head & Shoulders (siehe Product-Placement).

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Für die Darstellung der im Film Glen Canyon genannten Stadt, wurden die Aufnahmen in der Ortschaft Page (Arizona) in der Wüste gedreht. Zusätzliche Drehorte lagen an verschiedenen Orten in Kalifornien, darunter die California State University, Fullerton für die Darstellung der lokalen Universität. Die Studioaufnahmen wurden in Los Angeles gedreht.[1]
  • Die Dreharbeiten fanden vom 19. Oktober 2000 bis 7. Februar 2001 statt. Die Produktionskosten wurden auf rund 80 Millionen US-Dollar geschätzt. Der Film spielte in den Kinos weltweit rund 98 Millionen US-Dollar ein, davon rund 38 Millionen US-Dollar in den USA und rund 7 Millionen US-Dollar in Deutschland.[2][3]
  • Kinostart in den USA war am 8. Juni 2001, in Deutschland am 19. Juli 2001.[4]
  • Das Drehbuch wurde ursprünglich von Don Jakoby für einen ernsthaften Science-Fiction-Thriller geschrieben, Ivan Reitman ließ es dann zu einer Komödie umschreiben.[5]
  • Basierend auf dem Spielfilm, entstand eine für den Fernsehsender Fox Kids Network produzierte Zeichentrick-Serie mit dem Titel Alienators: Evolution Continues.[6]

Kritiken[Bearbeiten]

„… eine unterhaltsame SF-Komödie, deren Tricks einem gelegentlich den Atem rauben können, dessen Stärken aber dennoch in einem durchdachten Drehbuch liegen. Dieses verrät eben nicht um eines billigen Effektes willen seine eigene Logik und gönnt auch zunächst eher lachhaften Nebenfiguren eine überzeugende Entwicklung.“

Das Science Fiction Jahr 2002[7]
  • Auf Rotten Tomatoes wurde der Film bei 128 gezählten Kritiken im Durchschnitt mit 43 % bewertet. Der zusammengefasste Konsens lautet: „Regisseur Reitman versucht eine Neuverfilmung von Ghostbusters, aber seine Bemühungen sind größtenteils nicht erfolgreich, da der Film zu viele komödiantische Fehlzündungen hat.“[8]
  • Das Lexikon des Internationalen Films urteilte, dass der Film eine „Handwerklich konventionelle Science-Fiction-Actionkomödie“ sei, die auf Grund „überzeugender Hauptfiguren und ihrer Darsteller, die zum Teil gegen ihren Ruf spielen, sowie der fantasievoll gestalteten Aliens“ gut unterhalte.[9]

Weblinks[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

  1. Drehorte in der Internet Movie Database (englisch)
  2. Budget – Einspielergebnis in der Internet Movie Database (englisch)
  3. Budget – Einspielergebnis Boxofficemojo.com
  4. IMDb: Kinostarts
  5. Audiokommentar der DVD
  6. Alienators: Evolution Continues in der englischsprachigen Wikipedia
  7. Wolfgang Jeschke, Sascha Mamczak (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2002. ISBN 3-453-19674-0, S. 342.
  8. Sammlung von Kritiken zu Evolution bei Rotten Tomatoes (englisch)Vorlage:Rotten Tomatoes/Wartung/Gleicher Kenner in Wikipedia und Wikidata
  9. Evolution im Lexikon des Internationalen Films