Hochschule Lausitz

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Hochschule Lausitz
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Aktivität 1991 – 2013
Trägerschaft staatlich
Ort Cottbus, Senftenberg
Bundesland Brandenburg
Staat Deutschland
Präsident zuletzt: Günter H. Schulz
Studenten ca. 3.500
Website www.hs-lausitz.de
Konrad-Zuse-Bau am Standort Senftenberg
Biotechnologiezentrum in Senftenberg
1957: In der damaligen Bergingenieurschule Senftenberg erklärt ein Student Jugendlichen die Funktion eines Raupenbaggers

Die 1991 gegründete Fachhochschule Lausitz, seit 13. Januar 2009 Hochschule Lausitz (FH), University of Applied Sciences[1] (FH Lausitz) war eine staatliche Hochschule mit ca. 3.500 Studierenden. Am 1. Juli 2013 fusionierte sie mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus zur Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg und beendete somit ihre Existenz als eigenständige Hochschule.[2] Die Studienorte der Hochschule befanden sich in Cottbus und Senftenberg, die Mensen an den beiden Standorten wurden vom Studentenwerk Frankfurt (Oder) betrieben.

Gründung[Bearbeiten]

Hervorgegangen ist die FH Lausitz aus der 1947 gegründeten Bergingenieurschule Senftenberg. Die Landesregierung beschloss im Oktober 1991 die Gründung der Hochschule Lausitz, welche daraufhin in Senftenberg eröffnet wurde. Die Hochschule übernahm Anfang 1992 die Liegenschaften und den Mitarbeiterstamm der ehemaligen Ingenieurschule Senftenberg. Der Studienort Cottbus entstand aus der ehemaligen Kaserne Cottbus-Sachsendorf. Der akademische Senat der Hochschule Lausitz beschloss am 13. Januar 2009, dass die Hochschule mit ihren Studienorten Senftenberg und Cottbus ab dem 15. Januar 2009 den Namen „Hochschule Lausitz, University of Applied Sciences“ trägt.

Studierende[Bearbeiten]

  • Circa 3.500 Studierende (darunter etwa 300 ausländische Studierende, aus über 40 Staaten)

Soziales Engagement[Bearbeiten]

Die Hochschule Lausitz unterstützte barrierefreies Studieren mit dem Studienzentrum für barrierefreie Lehre und Forschung. Im Studienzentrum halfen Studenten als Tutoren anderen Studenten mit Behinderung beim Aufarbeiten von Skripten, unterstützten bei Mitschriften und erstellten tastbarer Grafiken. Insbesondere blinde Studenten in der Informatik, Betriebswirtschaftslehre sowie in der Sozialen Arbeit erhielten technische Unterstützung mit Brailledrucker, Blinden-PC-Arbeitsplatz, digitalisierten Lehrbüchern und weiteren Hilfsmitteln. Studenten mit anderen Behinderungsarten gab es in sämtlichen Studiengängen, unter anderem den ehemalige Hochleistungsturner Ronny Ziesmer im Studiengang Biotechnologie. Bei der bautechnischen Gestaltung des Campus wurde auf Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer durch Rampen, Aufzüge und Automatiktüren geachtet.

Fakultäten[Bearbeiten]

  • Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik (Fakultät 1)
  • Fakultät für Naturwissenschaften (Fakultät 2)
  • Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Musikpädagogik (Fakultät 3)
  • Fakultät für Bauen (Fakultät 4)

Abschlüsse[Bearbeiten]

  • Bachelor (Bachelor of Arts, Bachelor of Engineering, Bachelor of Sciences)
  • Master (Master of Arts, Master of Engineering, Master of Sciences)
  • Diplom (FH)

Studiengänge (Stand Wintersemester 2010/2011)[Bearbeiten]

Senftenberg[Bearbeiten]

  • Biotechnologie
  • Chemie
  • Informatik
  • Elektrotechnik
  • Maschinenbau
  • Medizinische Technik
  • Naturstoffchemie
  • Physiotherapie (duales Studium)
  • Technische Informatik und Kommunikationstechnik
  • Wirtschaftsingenieurwesen

Cottbus[Bearbeiten]

  • Architektur
  • Bauingenieurwesen
  • Bauingenieurwesen (duales Studium)
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Civil and Facility Engineering
  • Gerontologie (berufsbegleitendes Studium)
  • Instrumental- und Gesangspädagogik
  • Klimagerechtes Bauen und Betreiben
  • Soziale Arbeit

Gottlob-Schumann-Preis[Bearbeiten]

Die Hochschule verlieh seit 1999 alljährlich den Gottlob-Schumann-Preis für herausragende Graduiertenarbeiten. Die Hochschule erinnerte damit an den Unternehmer Gottlob Schumann, der durch „sein Wirken zum Begründer des wirtschaftlichen Aufschwungs in der Lausitz“ wurde.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hochschule Lausitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemitteilung der Hochschule
  2. Manfred Götzke: Ein Sarg im Senatssitzungssaal. Studenten protestieren gegen Hochschulfusion in Brandenburg. In: Deutschlandfunk. 1. Juli 2013, abgerufen am 6. Juli 2013.
  3. Hochschule Lausitz verleiht Gottlob-Schumann-Preise, Pressemitteilung der FH Lausitz