Cottbus

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Cottbus
Cottbus
Deutschlandkarte, Position der Stadt Cottbus hervorgehoben
51.76055555555614.33416666666775Koordinaten: 51° 46′ N, 14° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Höhe: 75 m ü. NHN
Fläche: 164,28 km²
Einwohner: 99.913 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 608 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 03042–03055
Vorwahl: 0355
Kfz-Kennzeichen: CB
Gemeindeschlüssel: 12 0 52 000
Stadtgliederung: 19 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Neumarkt 5
03046 Cottbus
Webpräsenz: www.cottbus.de
Oberbürgermeister: Frank Szymanski (SPD)
Lage der Stadt Cottbus in Brandenburg
Berlin Polen Freistaat Sachsen Freistaat Thüringen Sachsen-Anhalt Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern Frankfurt (Oder) Cottbus Potsdam Brandenburg an der Havel Landkreis Prignitz Landkreis Ostprignitz-Ruppin Landkreis Oberhavel Landkreis Uckermark Landkreis Barnim Landkreis Havelland Landkreis Potsdam-Mittelmark Landkreis Märkisch-Oderland Landkreis Teltow-Fläming Landkreis Dahme-Spreewald Landkreis Oder-Spree Landkreis Elbe-Elster Landkreis Oberspreewald-Lausitz Landkreis Spree-NeißeKarte
Über dieses Bild
Blick in das Stadtzentrum von Cottbus, zu sehen das Rathaus (roter geöffneter Quader) und das Blechen Carré

Cottbus, niedersorbisch Chóśebuz [ˈxɨɕɛbus] Chöshebuss[2], ist eine kreisfreie Stadt im Land Brandenburg. Nach dessen Landeshauptstadt Potsdam ist sie die zweitgrößte Stadt und neben Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder) eines der vier Oberzentren des Landes. Obwohl in Cottbus selbst nur eine kleine sorbische Minderheit wohnt, gilt sie als das politische und kulturelle Zentrum der Sorben in der Niederlausitz. Die Stadt ist ein Dienstleistungs-, Wissenschafts- und Verwaltungszentrum.

Inhaltsverzeichnis

Schreibweise[Bearbeiten]

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war die Schreibweise des Stadtnamens strittig. Während bei Berliner Straßennamen die modernere Schreibweise mit K angewandt wurde und auch noch teilweise wird („Kottbusser Tor“), hielt man vor Ort am traditionellen C fest. Weil die amtliche Eigenbezeichnung der Stadt schon den vor 1996 geltenden Regeln widersprach, bleibt sie nach der dringenden Empfehlung des Ständigen Ausschusses für Geographische Namen[3] für die Anwendung der Rechtschreibreform auf geografische Namen weiterhin die gültige Schreibweise. In dem Zusammenhang sei erwähnt, dass sowohl die Schreibweise Cottbuser(in) als auch Cottbusser(in), also mit einem oder zwei s, zulässig ist.[4]

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Cottbus ist die größte Stadt in der Niederlausitz und liegt an der mittleren Spree zwischen dem Lausitzer Grenzwall im Süden und dem Spreewald im Norden. Die Stadt dehnt sich in Ost-West-Richtung 15,6 km aus, in Nord-Süd-Richtung 19,2 km. Die Spree erreicht in Cottbus eine Breite von 36 m. Sie fließt in einer Länge von 23 km durch die Stadt.

Die Gesamtfläche der Stadt beträgt 164,2 km², davon sind 35,2 km² Waldfläche, weitere drei km² Wasserfläche. Die nächstgelegenen Großstädte sind Dresden, ca. 90 km südwestlich, Zielona Góra in Polen, ca. 100 km nordöstlich, und Berlin, ca. 100 km nordwestlich von Cottbus.

Klima[Bearbeiten]

Die Stadt Cottbus befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die Jahresmitteltemperatur betrug in der CLINO-Periode 1971–2000 9,3 Grad Celsius.[5] Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 18,6 Grad Celsius. Der kälteste Monat ist der Januar mit −0,6 Grad Celsius im Mittel. Die Differenz zwischen dem Maximum und dem Minimum, die so genannte Amplitude, beträgt 19,2 Grad Celsius.

Die mittlere jährliche Niederschlagsmenge im Zeitraum 1971–2000 betrug 559 Millimeter.[5] Der meiste Niederschlag fällt im Juli mit 74 Millimetern im Durchschnitt, der wenigste im Februar mit 34 Millimetern im Mittel. Es gibt ganzjährig Niederschläge, im Sommer sind diese jedoch stärker. Das Klima ist damit ganzjährig humid.

Cottbus
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
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3
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Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de: Klimadaten Cottbus
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Cottbus
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2 4 8 14 19 23 24 24 20 14 8 3 Ø 13,6
Min. Temperatur (°C) −3 −3 0 3 8 12 13 13 10 6 2 −2 Ø 5
Niederschlag (mm) 36 29 33 42 58 65 53 69 50 38 43 47 Σ 563
Sonnenstunden (h/d) 1,6 2,3 4 5,3 7,2 7,3 7,4 6,9 5,1 3,8 1,8 1,3 Ø 4,5
Regentage (d) 17 15 12 13 12 12 14 14 12 14 16 15 Σ 166
Luftfeuchtigkeit (%) 85 82 77 72 69 70 69 73 78 82 83 86 Ø 77,1
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Stadtgliederung[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet von Cottbus ist in 19 Ortsteile gegliedert. Die angegebenen Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 30. September 2013.[6] Ausgehend vom Stadtzentrum handelt es sich um folgende Ortsteile (niedersorbische Bezeichnungen in Klammern):

Ortsteile von Cottbus
Ortsteil Einwohner Fläche (km²)[7] EW-Dichte (EW/km²) Erst-
erwähnung
Ein-
gemeindung
Ortsbeiräte
1 Stadtmitte (Srjejź) 9.361 1,7 5.506 1156 -
2 Schmellwitz (Chmjelow) 14.170 8,1 1.749 1414 1950 -
3 Sandow (Žandow) 15.940 8,7 1.832 1415 1905 -
4 Spremberger Vorstadt (Grodkojske pśedměsto) 14.238 3,6 3.955 -
5 Ströbitz (Strobice) 14.827 11,7 1.267 1452 1950 -
6 Sielow (Žylow) 3.629 18,8 193 1300 1994 7
7 Saspow (Zaspy) 653 4,3 152 1455 1950 -
8 Merzdorf (Žylowk) 1.095 7,4 148 1411 1994 3
9 Dissenchen (Dešank) 1.148 30,7 37 1536 1994 3
10 Branitz (Rogeńc) 1.415 5,4 262 1449 1994 3
11 Madlow (Módłej) 1.505 3,0 502 14951 1950 -
12 Sachsendorf (Knorawa) 12.014 6,6 1.820 1779 1950 -
13 Döbbrick (Depsk) 1.710 15,5 110 1551 1994 3
14 Skadow (Škódow) 520 4,6 113 1407 1994 3
15 Willmersdorf (Rogozno) 653 6,4 102 1449 1994 3
16 Kahren (Kórjeń) 1.227 14,0 88 1300 1994 3
17 Kiekebusch (Kibuš) 1.301 3,7 352 1427 2003 5
18 Gallinchen (Gołynk) 2.612 5,5 475 1421 2003 4
19 Groß Gaglow (Gogolow) 1.383 4,6 301 1389 2003 5
Cottbus 99.401 164,3 605 1156

1Ersterwähnung der Madlower Mühle

In den Ortsteilen, die 1994 und später eingemeindet eingemeindet worden sind, sind gemäß der Hauptsatzung der Stadt Cottbus[8] Ortsbeiräte zu wählen. Diese sollen u. a. die Stadtverordneten und die Stadtverwaltung in ihrer Arbeit unterstützen.

Darüber hinaus gibt es 19 weitere Gemeindeteile und sonstige Siedlungsplätze.

Nachbargemeinden und -kreise[Bearbeiten]

Die Stadt Cottbus wird als kreisfreie Stadt vollständig vom Landkreis Spree-Neiße umschlossen und grenzt im Norden und Nordosten an die Gemeinden Drachhausen, Drehnow und Turnow-Preilack, die Stadt Peitz sowie die Gemeinden Teichland und Heinersbrück. Im Osten und Süden grenzt sie an die Gemeinden Wiesengrund und Neuhausen/Spree, im Südwesten an die Stadt Drebkau mit Klein Oßnig und im Westen an die Gemeinden Kolkwitz, Briesen und Dissen-Striesow.

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte von Cottbus
Politische Zugehörigkeit von Cottbus seit 1156
Staat Verwaltungseinheit/
Gliedstaat
Zugehörigkeit
Banner of the Holy Roman Emperor (after 1400) Haloes.jpg Heiliges Römisches Reich
Markgrafschaft Lausitz 1156–1445
Markgrafschaft Brandenburg 1445–1701
Königreich Preußen 1701–1806
Flag of the Kingdom of Prussia (1803-1892).svg Preußen Markgrafschaft Brandenburg 1806–1807
State flag of Saxony before 1815.gif Sachsen Markgrafschaft Niederlausitz 1807–1813
Flag of the Kingdom of Prussia (1803-1892).svg Preußen
von Preußen besetzt 1813–1815
Provinz Brandenburg 1815–1867
Norddeutscher BundNorddeutscher Bund Norddeutscher Bund Königreich Preußen 1867–1871
Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich Königreich Preußen 1871–1918
Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich Freistaat Preußen 1918–1933
Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit)
Preußen 1933–1945
Deutschland 1946Deutschland 1945 bis 1949 Sowjetische Zone
Preußen 1945–1947
Brandenburg 1947–1949
Deutschland Demokratische Republik 1949Deutsche Demokratische Republik DDR
Deutschland Demokratische Republik 1949DDR
Brandenburg 1949–1952
Bezirk Cottbus 1952–1990
Flag of Germany.svg Deutschland Brandenburg seit 1990

Mittelalter[Bearbeiten]

Die Cottbuser Siedlungsgeschichte im heutigen Altstadtgebiet kann fast 2000 Jahre zurückverfolgt werden. Im 3. und 4. Jahrhundert siedelten sich im Altstadtbereich germanische Siedler an. Seit dem 6. Jahrhundert wanderten aus dem Südosten slawische Stämme in das Gebiet zwischen Elbe/Saale und Oder ein. Im 8. Jahrhundert folgten die Lusitzi, ein westslawischer Stamm. Sie erbauten auf einer Talsandinsel am Westufer der Spree einen mittelslawischen Burgwall. Im Schutze der slawischen Burg legten die Wenden eine Vorburgsiedlung an, die sich im 11. und 12. Jahrhundert zu einer frühstädtischen Siedlung entwickelte. Am 30. November 1156 fand der Name „Cottbus“ seine erste urkundliche Erwähnung. Die Stadtrechte scheint Cottbus zwischen 1216 und 1225 erhalten zu haben.[9] Im 14. Jahrhundert wurde die Cottbuser Stadtmauer angelegt.

Die „Herren von Cottbus“, ein fränkisches Adelsgeschlecht, herrschten von 1199 bis 1445. 1304 mussten die Wettiner wegen Geldschwierigkeiten die Lausitz verkaufen. Bis 1370 kam es aus diesem Grund zu einem häufigen Besitzwechsel der Stadt Cottbus. In den Jahren 1405 und 1406 erteilte Johann III. den Tuchmacher- und Leineweberzünften ihr Privileg.

Neuzeit[Bearbeiten]

Seit 1445 stand Cottbus unter brandenburgischer Herrschaft, außer der Zeit von 1807 (Tilsiter Frieden) bis 1815 (Wiener Kongress), in der die Stadt dem Königreich Sachsen angegliedert war. 1468 schlug der Blitz in die Stadt ein und legte ganz Cottbus und auch die Oberkirche in Asche. 1479 vernichtete ein Feuer die Stadt abermals.

Auch Pestepidemie und die jahrzehntelange Besatzung nach Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1618 brachten Zerstörung, Not und Elend für die Stadt und deren Bevölkerung. Die Stadt war im Dreißigjährigen Krieg den Truppen ausgeliefert. So zog Wallenstein mit seinen Truppen durch Cottbus. Die Stadt erlebte über Jahrzehnte Besatzung, Plünderung und Zerstörung. Am Ende des Krieges im Jahr 1648 lebten nur noch wenige hundert Menschen in Cottbus.

Im 18. Jahrhundert siedelten sich die französischen Hugenotten an und Cottbus erlebte einen wirtschaftlichen Aufschwung. Im selben Jahrhundert wurde auch ein Teil der Wehranlagen zurückgebaut und die Cottbuser nutzten das Gelände u. a., um Maulbeerbäume zu pflanzen. Gärten wurden angelegt und die mittelalterliche Stadt begann sich in alle Richtungen auszudehnen. Von 1756 bis 1763 tobte der Siebenjährige Krieg. Dieser machte sich auch in Cottbus bemerkbar. Wenn auch keine direkten Kampfhandlungen stattfanden, so gab es doch Durchzüge und Einquartierungen von Truppen. Durch die Bestimmungen des Wiener Kongresses 1815 erfolgte der Anschluss des Kreises Cottbus mitsamt der Lausitz an Preußen. Davor war Cottbus vom sächsischen Hoheitsgebiet umgeben.

Jüngere Geschichte[Bearbeiten]

Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert nahm die Stadt einen bedeutenden Aufschwung. Cottbus wurde zu einem Zentrum der Niederlausitz – zu einer Industriestadt mit moderner Infrastruktur, mit Kultur- und Sozialbauten. Sie entwickelte sich durch den Bau der Eisenbahnen zu einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt. In dieser Zeit wurden viele neue Gewerbe in Cottbus gegründet. Dazu gehören beispielsweise eine Wollgarn-Spinnerei und eine Baumkuchenbäckerei. Im Zuge des Verwaltungsaufbaus erhielt Cottbus im Oktober 1824 ein Landgericht. Am 17. März 1831 wurde die revidierte Städteordnung eingeführt. Die vom Landrat, dem Bürgermeister und Vertretern der Bürgerschaft ausgearbeitete Stadtverfassung erhielt am 14. Dezember 1831 die Regierungsgenehmigung. Vom 12. bis 15. Februar 1832 fanden dann die Wahlen zum ersten Stadtparlament statt. Im Oktober 1835 erhielt der Tuchmacher Heinrich Kittel eine Fabrikkonzession. Er vereinigte Spinnerei, Weberei, Walke und Appretur unter einer Leitung. Noch wurden die alten Maschinen von einem Pferdegöpel angetrieben. Anfang der 1840er Jahre wurden aber Dampfmaschinen und der Jacquardwebstuhl vorherrschend. Es waren die Anfänge der Großbetriebe in der Cottbuser Textilindustrie.

Kaiser-Wilhelm-Platz, bis 1888 Neustädter Platz, ab 1946 Ernst-Thälmann-Platz, heute Brandenburger Platz

Am 1. August 1914 nahm man auch in Cottbus den Beginn des Ersten Weltkrieges jubelnd auf. Am Gymnasium fanden Notreifeprüfungen statt, und einige Tage später zog das Infanterieregiment Nr. 52 unter dem Jubel Tausender Cottbuser zum Bahnhof. Im September wurde auf der Rennbahn im Norden der Stadt ein Lager für 10.000 Gefangene eingerichtet. Am 4. September 1914 traf der erste Transport mit 7.000 Russen ein. Im Jahr 1915 kam noch ein Gefangenenlager im Osten der Stadt dazu.

Am 1. September 1939 begann mit dem deutschen Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. In Cottbus wurde seit 1940 für den Krieg produziert. Im Herbst des Jahres 1940 erlebten die Cottbuser die ersten Luftangriffe auf die Stadt. In Cottbus entstanden während der Zeit des Nationalsozialismus außerdem eine Deutsche Verkehrsfliegerschule und ein Hydrierwerk. Ein US-amerikanischer Bombenangriff am 15. Februar 1945 zerstörte große Teile der Stadt. 459 amerikanische B 17-Bomber bombardierten die Stadt Cottbus. Dabei wurden rund 4.000 Sprengbomben auf das Bahnhofsgelände, die östlichen und südlichen Stadtbezirke, die Branitzer Siedlung und mehrere Industriebetriebe geworfen. Dabei starben mehr als 1.000 Bürger. Am 22. April 1945 nahmen sowjetische Streitkräfte nach dreitägigen verlustreichen Kämpfen mit der deutschen Wehrmacht die Stadt ein.

Als Bezirkshauptstadt des Bezirks Cottbus zu DDR-Zeiten wurde das Gebiet um Cottbus ab 1957 zum wichtigsten Kohle- und Energielieferanten. Aber auch das Bauwesen, die Textil- und Möbelindustrie sowie die Nahrungsmittelproduktion bestimmten die Wirtschaftsstruktur der Stadt, die 1976 den Status einer Großstadt erhielt.

Mit dem Vollzug der deutschen Einheit im Oktober 1990 begann durch die Privatisierung der Wirtschaft ein tiefgreifender Strukturwandel in Stadt und Region. Cottbus wurde zu einem Dienstleistungs-, Wissenschafts- und Verwaltungszentrum. Im Zuge der brandenburgischen Kreisreform von 1993 wurde der Landkreis Cottbus Teil des neu gebildeten Landkreises Spree-Neiße. Die Stadt selbst blieb aber kreisfrei. Im Jahr 2006 begann die Stadt Cottbus die 850-Jahr-Feier der urkundlichen Ersterwähnung. Seit dem 1. Januar 2007 ist Cottbus der Sitz des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Vor allem Cottbus-Sachsendorf-Madlow hat sich durch die Wohnbauprogramme vergrößert.

In der Geschichte der Stadt wurden folgende Gemeinden bzw. Gemarkungen nach Cottbus eingegliedert:

  • 1871: Schlossgebiet, Mühleninsel, Metze und Markgrafeninsel[10]
  • 1872: Brunschwig am Berge, Brunschwig in der Gasse, Brunschwig Rittergut und Gemeinde Ostrow
  • 1904: Landgemeinde Sandow und Gutsbezirk Brunschwig
  • 1926: Teilgebiet von Madlow
  • 1927: Teilgebiet von Branitz und Ströbitz
  • 1. Juli 1950: Madlow, Sachsendorf, Saspow, Schmellwitz und Ströbitz[11] sowie Teilgebiete von Groß Gaglow und Klein Gaglow
  • 1974: Branitzer Park
  • 6. Dezember 1993: Branitz, Dissenchen, Döbbrick, Kahren, Maiberg, Merzdorf, Schlichow, Sielow, Skadow und Willmersdorf[11]
  • 26. Oktober 2003: Gallinchen, Groß Gaglow und Kiekebusch[12], seit 1. April 2006 Postleitzahlzuordnung 03051 Cottbus

Die Eingemeindungen seit der Zugehörigkeit zur Bundesrepublik Deutschland dienten vor allem dem Zweck, den Status einer Großstadt (mit mindestens 100.000 Einwohnern) und den damit verbundenen finanziellen Zuwendungen zu erhalten. Zum Teil erfolgten diese Eingemeindungen, insbesondere die der südlichen Ortsteile im Jahr 2003, gegen den erklärten Willen der Bewohner. In den darauffolgenden zehn Jahren wurden bis heute keine weiteren Eingemeindungen vorgenommen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Demografie
Bevölkerungsentwicklung 1400–2011
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen seit 1875
Prognosen der Bevölkerungsentwicklung
Prognose der Altersstruktur

Die Bevölkerungsentwicklung von Cottbus ist starken Schwankungen ausgesetzt. Die Schwankungen der Einwohnerzahl zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert sind Folgen der Pest. Die Bevölkerungszahl von Cottbus überschritt am 4. September 1976 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. In nur 13 Jahren bis 1989 erreichte sie vor allem durch das Braunkohlekombinat mit fast 130.000 ihren historischen Höchststand. Seit der Wende in der DDR hat die Stadt in ihrem Stadtgebiet von 1990 wegen der hohen Arbeitslosigkeit und des Geburtenrückgangs bis 2007 rund 46.000 Einwohner verloren. Es gab mehr Sterbefälle als Geburten und auch mehr Wegzüge als Zuzüge. Der Status als Großstadt mit über 100.000 Einwohnern konnte in den ersten 13 Jahren nach der Wende nur durch Eingemeindungen von etwa 17.000 Einwohnern aus dem Umland erhalten werden. Für Anfang 2009 vermeldete die städtische Statistik noch 100.068 Einwohner.[13] Ende Januar 2009 fiel die Zahl der Einwohner einem Pressebericht zufolge auf unter 100.000.[14] Für 2010 vermeldete man erstmals wieder mehr Zuzüge (4.978) nach Cottbus als Wegzüge (4.305) und den Anstieg der Geburten auf über 800 im Jahr, die Bevölkerungszahl stieg wieder über 100.000.[13] Als Ergebnis des Zensus 2011 wurde die Bevölkerungszahl zum 9. Mai 2011 mit 99.984 angegeben.[15] Damit verlor Cottbus den Status einer Großstadt.

Als Folge des Einwohnerrückgangs und der Vergrößerung des Stadtgebietes ging die Einwohnerdichte stark zurück. Während sie am 31. Dezember 2000 noch bei 720 Personen je km² lag, lebten am 31. Dezember 2012 nun 608 Personen auf einem km².

Der Ausländeranteil lag am Ende des Jahres 2000 bei 2,8 %. Elf Jahre später, am 31. Dezember 2011, betrug dieser Anteil 3,4 %.[13] 6,1% der Cottbuser Einwohner haben einen Migrationshintergrund.[16]

Die bevölkerungsreichsten Ortsteile mit jeweils mehr als 10.000 Einwohnern sind Sandow, Ströbitz, Schmellwitz, die Spremberger Vorstadt und Sachsendorf. Die bevölkerungsärmsten Ortsteile mit jeweils weniger als 1.000 Einwohnern sind Skadow, Saspow und Willmersdorf. Im Jahr 1991 betrug das Durchschnittsalter der Stadtbevölkerung 35,5 Jahre. Im Jahr 2000 lag es bereits bei 40,9 Jahren, 2011 bei 45,7 Jahren.[17] „Jüngster Ortsteil“ Ende 2008 ist Sielow mit durchschnittlich 41,8 Jahren, den höchsten Altersschnitt gibt es im Ortsteil Madlow mit 49,9 Jahren, gefolgt von Sandow (48,9).[18]

Religionen[Bearbeiten]

Die überwiegende Anzahl der Einwohner der Stadt Cottbus ist konfessionslos, 3,4% bekennen sich zur Römisch-katholischen Kirche und 10,9% zur Evangelischen Kirche.[19]

Christentum[Bearbeiten]

Die Christianisierung der Lausitz erfolgte von Meißen aus und war etwa um 1100 abgeschlossen. Bischof Eido von Rochlitz konnte bei seinen Missionen von 992 bis 1015 durch seine Kenntnis der slawischen Sprachen erfolgreich in der Niederlausitz predigen und auch unter Benno von Meißen wurde die Mission ab 1058 erfolgreich fortgeführt. Die Stadt Cottbus gehörte so anfangs zum Bistum Meißen. Wegen der großen Entfernung der dünn besiedelten Niederlausitz zum sächsischen Meißen gab es in Lübben einen Offizial als Stellvertreter des Bischofs. Cottbus war Sitz eines Erzpriesters.

Evangelische Kirche[Bearbeiten]

Schlosskirche

1522 wurde ein erster Versuch unternommen, in der Stadt die Reformation einzuführen. Die endgültige Etablierung der evangelischen Konfession gelang erst Markgraf Johann von Küstrin 1537. Die Stadt war dann über Jahrhunderte überwiegend protestantisch. Gotteshäuser waren die Pfarrkirche St. Nikolai (Oberkirche) und die Kirche des um 1300 gegründeten Franziskanerklosters (Klosterkirche). Außerdem gab es an der Stelle der heutigen Schlosskirche eine Katharinenkirche, die 1600 abbrannte.[20] Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis, doch gab es ab 1620 auch eine reformierte Gemeinde auf dem Schloss. 1714 wurde die Schlosskirche erbaut.

1830 wurden durch König Friedrich Wilhelm III. beide Konfessionen innerhalb Preußens zu einer einheitlichen Landeskirche (Unierte Kirche) vereinigt. Somit gehörten die protestantischen Gemeinden von Cottbus zur „Evangelischen Kirche in Preußen“ bzw. deren Provinzialkirche Brandenburg, deren Oberhaupt der jeweilige König von Preußen als „summus episcopus“ war. Als Reaktion auf diese staatliche Zwangsvereinigung entstand im gesamten Königreich Preußen die evangelisch-lutherische (altlutherische) Kirche. Sie forderte ihr Recht auf Religionsfreiheit, indem sie uneingeschränkt lutherische Verfassung, Gottesdienst und Lehre in Geltung wissen wollte. So entstand in Cottbus 1846/47 zunächst eine Kirchengemeinde, die ihre evangelisch-lutherische Kreuzkirche jedoch erst 1878/79 errichten konnte. Bis heute sind die Altlutheraner mit einem Pfarramt und der Kreuzkirche in der Stadt präsent. Heute gehört die Evangelisch-Lutherische Kreuzkirchengemeinde zum Kirchenbezirk Lausitz der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche.

Nach Wegfall des Landesherrlichen Kirchenregiments 1918 war die Provinzialkirche Brandenburgs Gründungsmitglied der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union. 1947 wurde sie eine selbstständige Landeskirche mit einem Bischof an der Spitze. 2004 fusionierte die Kirche mit der Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz zur Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Die protestantischen Kirchengemeinden von Cottbus gehören – sofern es sich nicht um Freikirchen handelt – zum Kirchenkreis Cottbus innerhalb des gleichnamigen kirchlichen Amtsbezirks, dessen Sitz sich ebenfalls in Cottbus befindet.

Neben den landeskirchlichen Gemeinden gibt es mehrere Freikirchen in Cottbus, beispielsweise eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Evangelisch-methodistische Kirche, die Apostolische Gemeinschaft, die Biblische Glaubensgemeinde Cottbus e. V. und die Freie Christliche Gemeinde Sachsendorf.

Als Gotteshäuser stehen den evangelischen Gläubigen heute u. a. die Oberkirche St. Nikolai, die Schlosskirche, die Klosterkirche, die Lutherkirche und die Madlower Martinskirche zur Verfügung.

Römisch-katholische Kirche[Bearbeiten]

Propstei- und Pfarrkirche „St. Maria Friedenskönigin“

Nach der Reformation blieb nur ein geringer Rest katholischer Gläubiger in Cottbus und Umgebung. Diese wurden vom Kloster Neuzelle betreut. Gelegentliche Gottesdienste fanden in der Katharinenkirche bis 1590 statt.[21] Ab 1646 gestattete der Rat der Stadt an zwei Sonntagen im Jahr Gottesdienste in der Gottesackerkirche „Ad sanctam portam“.

Nach mehreren Gesuchen an die zuständigen staatlichen und kirchlichen Stellen wurde 1848 für die wachsende Zahl der Katholiken der Grundstein der heutigen Christuskirche gelegt und die Kirche „Zum Guten Hirten“ am 27. Oktober 1850 geweiht. Die Zahl der Katholiken wuchs bald auf über 2500 an und so wurde für die gewachsene Gemeinde am 7. Oktober 1934 ein neues Gotteshaus durch den Breslauer Kardinal Adolf Bertram auf das im Kontext der Zeit wohlgewählte Patrozinium „St. Maria Friedenskönigin“ geweiht. 1964 wurde die kriegsbeschädigte Kirche „Zum Guten Hirten“ wiederhergestellt und es bildete sich eine zweite Cottbuser Pfarrgemeinde um die „Christuskirche“. Seit 2012 sind beide Gemeinden wieder zusammengeführt und führen den alten Titel „Zum Guten Hirten“. Die Gemeinde gehört heute zum Bistum Görlitz.

Den römisch-katholischen Christen stehen die Christuskirche (Zum Guten Hirten), die Edith-Stein-Kirche und die Propstei- und Pfarrkirche „St. Maria Friedenskönigin“ als Gotteshäuser zur Verfügung.

Weitere Kirchen und Glaubensgemeinschaften[Bearbeiten]

Auch die Neuapostolische Kirche, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) und die Zeugen Jehovas sind in Cottbus vertreten.

Judentum[Bearbeiten]

Die älteste Nachricht über den Aufenthalt von Juden in Cottbus stammt aus dem Jahr 1448. Die erste Betstube befand sich 1811 im Hinterhaus eines Tuchmachers an der Mauerstraße. 1814 lebten nur 17 Juden in Cottbus. Mit dem Jahr 1816 und der Zugehörigkeit zu Preußen, wo seit 1812 das Judenedikt galt, wuchs auch die jüdische Gemeinde langsam. Im Jahr 1847 wurde von den Juden der Stadt und ihrer Umgebung beschlossen, die Bildung einer Jüdischen Gemeinde in Angriff zu nehmen. 1858 galt die Gemeinde schließlich als gegründet. 1866 gehörten ihr 31 Personen an, 1902 waren es bereits 90 Mitglieder.

Bereits im Jahr 1933 begann die systematische Entrechtung, Diskriminierung, Verfolgung und Vernichtung jüdischer Bürger durch die Nationalsozialisten. Allein in diesem Jahr wurden 315 Gesetze und Verordnungen zu ihren Ungunsten erlassen. Des Weiteren gründete sich ebenfalls 1933 die ausschließlich für so genannte „Judenangelegenheiten“ zuständige Ortspolizeibehörde Cottbus VI.

Am 31. März 1933 erschien in einer Cottbuser Tageszeitung der Boykottaufruf, der neben Lebensmittelläden auch sämtliche Büroräume jüdischer Rechtsanwälte, die Niederlassungen jüdischer Ärzte und Tuchversandgeschäfte betraf und ab dem 1. April 1933 gelten sollte. Darüber hinaus wurden zahlreiche Einbürgerungen, die zwischen 1918 und 1933 erfolgt waren, rückgängig gemacht. 1936 lebten 334 jüdische Bürger in Cottbus, darunter 87 Kinder, 128 Frauen und 119 Männer. Im Februar 1937 lebten bereits 499 Juden in Cottbus. Viele von ihnen waren aus den umliegenden Gemeinden nach Cottbus geflohen, da sie darauf hofften, in einer größeren Stadt anonymer leben zu können. Während der Novemberpogrome 1938 brannten die Nationalsozialisten auch die Cottbuser Synagoge nieder. Sie wurde später abgetragen und an ihrer Stelle in den 1960er Jahren ein Kaufhaus errichtet. Zur Erinnerung an die jüdische Gemeinde und ihre Synagoge steht auf dem Vorplatz der Stadtwerke in der Karl-Liebknecht-Straße eine Tafel, die 1988 aufgestellt und 1998 erneuert wurde. Die Nacht des 9. Novembers war Auftakt für die Deportationen jüdischer Bürger in Konzentrationslager. Schon Mitte November 1938 verließ der erste Transport die Stadt. Nach dem Kriegsende waren nur noch zwölf Mitglieder der ehemaligen Gemeinde am Leben.

Am 15. Juli 1998 wurde die jüdische Gemeinde in Cottbus wiedergegründet. Sie wirkt gemeinnützig als eingetragener Verein. Gegenwärtig zählt sie etwa 350 Mitglieder, die alle aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland gekommen sind. Die Gemeinde hat jedoch bis heute keine würdige Synagoge. Erschwerend kommt hinzu, dass die Räumlichkeiten nicht mehr die nötige Kapazität besitzen. Nach etlichen Jahren der Bemühung um bessere Gemeinderäume ist Mitte 2012 die lang diskutierte Wunschlösung ein Stück näher gerückt. Die evangelische Schlosskirche, die keine eigene Gemeinde besitzt, soll zur Synagoge umfunktioniert werden. Als Termin ist der Januar 2013 angepeilt.[22][23]

Politik[Bearbeiten]

Hauptartikel: Politik in Cottbus

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

16
14
11
4
3
2
1
16 14 11 
Von 51 Sitzen entfallen auf:

Die Stadtverordnetenversammlung hat neben dem Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) derzeit 50 Mitglieder. Seit der Kommunalwahl vom 28. September 2008 setzt sich die Stadtverordnetenversammlung wie folgt zusammen:

Die Verordneten haben sich zu fünf Fraktionen zusammengeschlossen: SPD/Grüne (16 Mitglieder), Die Linke (14 Mitglieder), CDU/FLC (11 Mitglieder), FDP (3 Mitglieder) und AUB (4 Mitglieder). Die zwei NPD-Verordneten sind fraktionslos. Die FDP-Fraktion bildet mit der CDU/FLC-Fraktion eine Zählgemeinschaft.

SPD, Die Linke und Grüne sind nach der Kommunalwahl eine Kooperation eingegangen. Sie verfügen über 30 der 50 Sitze.

Bürgermeister[Bearbeiten]

An der Spitze der Stadt Cottbus stand wohl schon seit dem 13. Jahrhundert ein Bürgermeister, doch sind nur einige Namen überliefert. Sie fungierten wohl als Sprecher der Bewohner und waren dem Schlossherrn unterstellt. Spätestens seit dem 16. Jahrhundert gab es auch einen Rat, der aus Ratsmännern und vier Bürgermeistern bestand. Später änderte sich die Zahl der Bürgermeister. Seit dem 19. Jahrhundert trug das Stadtoberhaupt meist den Titel „Oberbürgermeister“. Der Rat trug dann die Bezeichnung Stadtverordnetenversammlung.

Der Oberbürgermeister wird heute direkt vom Volk gewählt. Am 22. Oktober 2006 fand die letzte Wahl zum Oberbürgermeister statt. Nur zwei Kandidaten wurden vom Landeswahlausschuss zugelassen. Einsprüche gegen die Nichtzulassung von weiteren Bewerbern wurden aus formalen Gründen abgewiesen. Für die SPD kandidierte der brandenburgische Minister für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr, Frank Szymanski, der auch von den Grünen unterstützt wurde. Sein Kontrahent war der amtierende Oberbürgermeister Holger Kelch, Kandidat des „Bündnisses Cottbus“. Hinter diesem Bündnis stand eine Listenvereinigung von fünf in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien und politischen Vereinigungen. Das waren Linkspartei.PDS, CDU, Aktive unabhängige Bürger (AUB), FDP und Frauenliste. Eine Besonderheit war dabei die gegen starke Widerstände der Landes-CDU erfolgte Einigung der lokalen CDU mit der Linkspartei.PDS.

Nach dem vorläufigen Ergebnis der Wahl des Oberbürgermeisters der Stadt wählten 13.509 Bürger (38,84 %) Holger Kelch und 21.273 Bürger (61,16 %) Frank Szymanski. Von den 87.532 Wahlberechtigten gaben 35.325 (40,36 %) ihre Stimme ab. Die Ernennung Szymanskis fand am 29. November 2006 statt.

Bürgerschaftliches Engagement[Bearbeiten]

Das Lokale Bündnis für Familie läuft im Jahr 2008 noch als eines von bundesweit mehreren Modellprojekten. Es dient der Förderung der Familien und des bürgerschaftlichen Engagements in Zusammenarbeit mit Politik, Verwaltung, Bürgern, Bildungseinrichtungen und Vereinen.

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Cottbus
Blasonierung:

„Das Wappen der Stadt Cottbus zeigt in Silber eine bezinnte, gequaderte rote Burg mit geschlossenem Tor. Zwischen den mit beknauften Spitzdächern versehenen Türmen ragen über der Mauer zwei kleine Häuschen hervor. Darüber schwebt ein silberner Dreieckschild mit einem aufgerichteten roten Krebs.[8]

Beschreibung:

Das im Jahre 2000 genehmigte Cottbuser Stadtwappen zeigt ein geschlossenes Tor mit zwei Türmen, zwischen denen ein roter Krebs auf silbernem Schild steht. Unter Forschern heiß diskutiert wird die Frage, wie der Krebs in das Stadtwappen kam und welche Bedeutung er hat. Zweifelsfrei gaben die Herren von Cottbus, deren Wappentier der Krebs ist, ihn als Zeichen ihrer Herrschaft über die Stadt, ihres Besitzes, in das Stadtwappen. Wappentiere sind Symbole, der Krebs steht dabei für Schutz (der Panzer) und Wehr (die Scheren). Er symbolisiert außerdem die Wiedergeburt, weil das Krebstier jährlich seinen Chitinpanzer wechselt. Auch eine astrologische Bedeutung des Krebses ist nicht auszuschließen. Andere Forscher vermuten, dass die Herkunft auf die krebsreiche Spree oder den Rohstoff für die Küche zurückzuführen ist.

Stadtsiegel von Cottbus, um 1900
Stadtwappen vor 1945
Stadtwappen nach 1945 bis 1990
Stadtsiegel von Cottbus, 1987

Der Krebs als heraldisches Symbol ist relativ selten. Die Behauptung, dass Cottbus den Krebs als einzige Stadt im Wappen führt, ist aber falsch. Ebenfalls einen Krebs als Wappentier haben die Städte Bad Wurzach, Bernkastel-Kues, Kreßberg, Vörstetten und Pram in Oberösterreich. Außerdem haben auch die Landkreise Bernkastel-Wittlich und Spree-Neiße den Krebs im Wappen. Ursprünglich führten ihn streng gläubige Ritter in ihrem Schild. Nach Cottbus kam dieses Wappentier wahrscheinlich aus dem Fränkischen. Fredehelm von Cottbus, welcher 1307 starb, stammte vermutlich von fränkischen Adelsgeschlechtern ab. Er zeigte den Krebs in seinem Wappen. Im ältesten bildhauerischen Kunstwerk der Stadt, dem Grabstein in der Klosterkirche mit dem Bildnis Fredehelms und seiner Gemahlin Adelheid ist der Krebs auf dem Brustharnisch des Ritters abgebildet. Von dort kam der Krebs wahrscheinlich in das älteste erhaltene Stadtsiegel aus dem 14. Jahrhundert. Dies ist die älteste Überlieferung des Wappens.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge der Stadt Cottbus ist dreistreifig Rot-Weiß-Rot im Verhältnis 1:8:1 und mit dem Stadtwappen im Mittelstreifen.[8]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Cottbus unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:

FrankreichFrankreich Montreuil Frankreich 1959
ItalienItalien Grosseto Italien 1967
RusslandRussland Lipezk Russland 1974
PolenPolen Zielona Góra Polen 1975
BulgarienBulgarien Targowischte Bulgarien 1975
SlowakeiSlowakei Košice Slowakei 1978
DeutschlandDeutschland Saarbrücken Saarland, Deutschland 1987
DeutschlandDeutschland Gelsenkirchen Nordrhein-Westfalen, Deutschland 1987
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Nuneaton and Bedworth Vereinigtes Königreich 1999

Besonders intensiv ist dabei die Beziehung zu Zielona Góra, mit dem es Jahresvereinbarungen über die Zusammenarbeit gibt und für welches auch in der örtlichen Touristeninformation geworben wird. Zielona Góra wie auch Saarbrücken, Gelsenkirchen und Lipezk sind jeweils Straßennamen in Cottbus gewidmet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theater, Bühnen und Ensembles[Bearbeiten]

Piccolo Theater
Die Cottbuser Stadthalle dient Veranstaltungen und Shows

Die Stadt Cottbus verfügt über eine Vielzahl von Theatern, Bühnen und Ensembles. Das bekannteste ist wohl das Staatstheater Cottbus, erbaut nach Entwürfen des Architekten Bernhard Sehring. Es ist das einzige staatliche Theater in Brandenburg und stellt Schauspiel, Musiktheater und Ballett dar. Außerdem bietet die Stadthalle von Cottbus ungefähr 2000 Menschen Platz. In diesem Veranstaltungssaal gastieren regelmäßig internationale Ensemble wie der Chinesische Nationalcircus, das Russische Staatsballett sowie Stars aus Pop, Folk und Schlager: z. B. Harry Belafonte, Rosenstolz, Gitte Hænning. Das kleine Theater, die TheaterNative C, wurde als Privattheater 1989 gegründet und ist zu einer bestimmenden Größe in der Cottbuser Kunstszene geworden. Es bietet Schauspiel, Kabarett, Boulevard sowie Kindertheater und experimentelle Inszenierungen. Das piccolo-Theater ist seit 1991 ein Theater für Kinder und Jugendliche. Das Publikum der Puppenbühne Regenbogen besteht überwiegend aus Kindern im Alter von vier bis zehn Jahren, für die der Besuch oft das erste Theatererlebnis ihres Lebens ist und bleibende Eindrücke hinterlässt.

Musikalisch sind in der Stadt das Philharmonisches Orchester Cottbus, die Singakademie Cottbus, das Cottbuser Kindermusical und an Ensembles das Kinder- & Jugendensemble Pfiffikus, das Studententheater Bühne 8, sowie das Theater an der Wendeschleife im Gladhouse ansässig.

Kinos[Bearbeiten]

Mit dem Filmtheater Weltspiegel besitzt Cottbus den nach dem Burg Theater[24] in Burg (bei Magdeburg) zweitältesten Kinozweckbau Deutschlands. Dieser wurde im Jugendstil erbaut. Das Obenkino im Gladhouse und das KinOh Stadthalle sind weitere kleine Kinos im Stadtzentrum. Zudem gibt es eine UCI Kinowelt im Ortsteil Groß Gaglow, in der Nähe des Einkaufszentrums Lausitz Park.

Jährlich im Herbst findet seit 1991 in Cottbus das Filmfestival Cottbus mit einem Schwerpunkt auf das osteuropäische Kino statt. Das Festivalzentrum befindet sich in der Stadthalle Cottbus. Spielstätten sind weiterhin das Staatstheater, die Kammerbühne, das Filmtheater Weltspiegel, das Obenkino und das Zelig.

Museen und Galerien[Bearbeiten]

Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz bringt dem Besucher im Schloss sowie in der Multimedia-Ausstellung im Gutshof die Geschichte des Parks und dessen Schöpfer Fürst Hermann von Pückler-Muskau näher.

Das Wendische Museum vermittelt Einblicke in Kultur und Geschichte der Wenden der Niederlausitz. Zahlreiche Exponate zur Trachtenkunde, Schrifttum und Literatur, Kunst und Musik sowie zu Brauchtum und Lebensweise belegen die einzigartige Kultur der slawischen Bevölkerung.

Sowohl das Stadtmuseum als auch das Stadtarchiv gelten als historisches Gedächtnis der Stadt Cottbus. Sie sind Ansprechpartner für geschichtsinteressierte Bürger, Heimatforscher und Historiker. Beide Institutionen widmen sich der Stadtgeschichte. Seit 2010 ist das Stadtmuseum für die Öffentlichkeit geschlossen. Mit Sonderausstellungen im Rathaus und weiteren städtischen Einrichtungen werden weiterhin interessante Einzelthemen vorgestellt.

Das Brandenburgische Apothekenmuseum am Altmarkt ist das einzige Apothekenmuseum des Landes Brandenburg. Komplette Apothekeneinrichtungen aus der Zeit um 1830 und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts werden dort gezeigt.

Das Kunstmuseum Dieselkraftwerk, bis April 2006 Brandenburgische Kunstsammlungen Cottbus, beherbergt Werke aus den Gattungen Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie und Plakat und sie arbeitet vornehmlich mit dem Themenkomplex von Landschaft, Raum, Natur und Umwelt. Die Galerie Haus 23, die Galerie Fango und die Galerie auf Zeit bieten Bildhauern, Malern, Fotografen und Filmemachern aus Cottbus und der Region die Möglichkeit, ihre Werke auszustellen.

Das Flugplatzmuseum zeigt 80 Jahre Geschichte der Cottbuser Flugplätze und der Luftfahrt in der Lausitz.

Weitere Museen sind das Wassermuseum im Wasserwerk Cottbus, das Technische Denkmal Spreewehrmühle und das Technische Denkmal Parkschmiede Cottbus-Branitz.

Planetarium[Bearbeiten]

Das Raumflugplanetarium „Juri Gagarin“ wurde am 26. April 1974 am heutigen Lindenplatz eröffnet und es befand sich bis Ende 2012 der originale Sternprojektor Spacemaster – Raumflugplanetarium von Carl Zeiss aus Jena im Einsatz. Seine Kuppel mit einem Durchmesser von 12,5 m bietet 91 Besuchern Platz. Seit dem 19. Juni 2013 wird ein neues Hybrid-Projektionssystem vom Typ Chronos II − InSpace verwendet.[25]

Bauwerke[Bearbeiten]

Profanbauten[Bearbeiten]

Einzelbauwerke[Bearbeiten]
Das Stadtmuseum von Cottbus, Ecke Rudolf-Breitscheid-Straße, wurde zur Gründerzeit errichtet
Neues Rathaus
Stadtbefestigung[Bearbeiten]
Stadtmauer

Der 31 m hohe Spremberger Turm wurde im 13. Jahrhundert als Teil der 1.200 m langen Wehranlage erbaut und bildet mit Bastei und Torhaus das südliche Stadttor. Die Zinnenkrone erhielt er in den Jahren 1823 bis 1825. Der Münzturm ist der älteste Turm der Stadt. Die „Herren von Cottbus“ ließen hier wahrscheinlich schon 1483 den Cottbuser Heller mit dem Cottbuser Wappentier, dem Krebs, prägen. Türme, Tore und Wiekhäuser entlang der mittelalterlichen Stadtmauer lassen den Grundriss der Altstadt erkennen. Die Lindenpforte entstand, um schneller von der Altstadt den Markt in der Neustadt erreichen zu können. Dazu wurde im Jahre 1879 der Mauerturm in der Mauerstraße durchbrochen.

Bauensembles[Bearbeiten]
Der Altmarkt vom Turm der St. Nikolai-Kirche aus
Mühlengraben
  • Der Altmarkt mit Marktbrunnen war einst wichtiger Handelsplatz, ursprünglich mit Fachwerkhäusern umbaut. Heute ist er von Bürgerhäusern im Barockstil umgeben.
  • Das Wendische Viertel wurde 1984 bis 1989 auf historischem Stadtgrund zwischen Berliner Platz und Oberkirchplatz vorwiegend in Plattenbauweise mit altstadttypischer Fassadenstruktur erbaut. Bildkünstlerische Werke stammen von sorbischen und deutschen Künstlern.
  • Die als Fußgängerzone neu gestaltete 300 m lange Spremberger Straße war einst eine wichtige Handelsstraße, welche von Wohn- und Geschäftshäusern aus dem 19. Jahrhundert sowie aus den 1950er Jahren geprägt ist.
  • Am Schlosskirchplatz vereinen sich vier Bauepochen. Das Haus am östlichen Platzende war Sitz des Bürgermeisters, des Pastors und des französischen Richters. Im Süden steht ein Werk des Architekten Erich Mendelsohn im typischen Bauhausstil.
  • Am Mühlengraben befinden sich die ältesten Cottbuser Gebäude, die Loh- und Weißgerberhäuser. Diese belegen die drei Entwicklungsphasen des Gerberhandwerks. Das kleine Haus von 1727 war Werk- und Wohnhaus zugleich. Das Mittlere, welches um 1760 erbaut wurde, war bereits ein reines Wiekhaus. Um 1860 entstand der Ziegelbau.

Sakralbauten[Bearbeiten]

Hauptartikel: Kirchengebäude in Cottbus
  • Die evangelische Schlosskirche wurde 1419 als Katharinenkirche erbaut und später mehrmals durch Brände zerstört. Auf ihren Grundmauern wurde die heutige Kirche, nach Einzug der Hugenotten 1714, als einschiffiger Putzbau mit Walmdach und Sakristei errichtet. 1870 erhielt sie den neugotischen Turm.
  • Die evangelische Oberkirche St. Nikolai, ein spätgotischer dreischiffiger Backsteinbau des 14. Jahrhunderts, ist die größte Kirche der Niederlausitz und war ehemals das Gotteshaus für die Deutschen und für das gehobene städtische Bürgertum. Im Inneren sind Sterngewölbe sowie der 1664 erbaute Hochaltar mit prächtiger Alabasterschnitzerei sehenswert. Im Kirchenschiff und in den Kapellenanbauten befinden sich mehrere bedeutsame Grabdenkmäler des 16. und 17. Jahrhunderts. Von dem 55 Meter hohen Kirchturm besteht ein guter Ausblick über Cottbus.
  • Die evangelische Klosterkirche wird auch „Wendische Kirche“ genannt, da sie ehemals für die wendische Landbevölkerung und das dienende Volk zuständig war. Sie ist der Rest des ehemaligen Franziskanerklosters aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Das älteste Cottbuser Gotteshaus birgt mit der Grabplatte des Stadtgründers, die das heute noch gültige Wappentier zeigt, ein wichtiges Zeugnis der Stadtgeschichte.
  • Die 1911 bis 1912 von Robert Leibnitz in schlichten Jugendstilformen als freistehender Saalbau mit seitlichem Turm erbaute Lutherkirche.
  • Die Kreuzkirche der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche wurde 1878/79 als turmloser neugotischer Backsteinbau für die Evangelisch-lutherische (altlutherische) Kirche errichtet.
  • Die katholische Propstei- und Pfarrkirche „St. Maria Friedenskönigin“, errichtet 1934/35 als zweitürmiger Klinkerbau
  • Katholische Christuskirche, erbaut 1850 als Backsteinsaalbau in schlichten neugotischen Formen
  • Katholische Kirche Edith-Stein im Ortsteil Sachsendorf, ein moderner und schlichter Bau
  • Evangelische Martinskirche im Ortsteil Madlow, gotischer Backsteinbau aus dem späten 14. Jahrhundert mit rechteckigem Schiff und quadratischem Turm, die angebaute Sakristei besteht aus Feldsteinmauerwerk

Geschichtsdenkmale[Bearbeiten]

Gedenktafel an den Widerstand des Kapp-Putsches am Spremberger Turm
Ehrenmal für die Opfer des antifaschistischen Widerstandskampfes an der Puschkinpromenade
Stolpersteine in der Lessingstraße 4
  • Gedenktafel an den Widerstand des Kapp-Putsches am Spremberger Turm
  • Gedenktafel an der Stelle des von den Nationalsozialisten zerstörten Alten jüdischen Friedhofs in der Straße der Jugend Nr. 54 unter dem Zeichen des Davidsterns
  • Gedenkstein für verfolgte und ermordete jüdische Bürger von Cottbus an der Trauerhalle des Neuen jüdischen Friedhofs in der Dresdener Straße, Verlängerung der Straße der Jugend
  • Insgesamt 77 in Gehwegen eingelassene Stolpersteine für ehemalige jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger[26]
  • Gedenkstätte und Ehrenhain für die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Südfriedhof
  • Denkmal mit Skulptur auf dem Sowjetischen Ehrenhain des Südfriedhofs für 400 Gefallene der Frühjahrsoffensive 1945
  • Sowjetischer Ehrenhain auf dem Ströbitzer Friedhof für umgekommene Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter
  • Ehrenmal für die Opfer des antifaschistischen Widerstandskampfes an der Puschkinpromenade
  • Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus auf dem Gelände des früheren Zuchthauses[27]

Parks und Grünflächen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Parkanlagen in Cottbus
Branitzer Park, Blick auf die Seepyramide, Grabstätte Fürst Pücklers
Branitzer Park, Blick auf die Landpyramide
Branitzer Park, Blick auf das Schloss

Branitzer Park[Bearbeiten]

Der Branitzer Park ist der wohl bedeutendste und bekannteste Park in Cottbus. Branitz gelangte 1696 in Besitz der Grafen von Pückler. Im Jahr 1845 begann Hermann von Pückler-Muskau mit dem Bau der neuen Parkanlage. Der von ihm geschaffene Landschaftspark, der unter seinem Nachfolger vollendet wurde, ist ein Gartenkunstwerk von internationaler Bedeutung. Der namhafte Schriftsteller und Weltreisende Fürst Pückler war neben Peter Joseph Lenné und Friedrich Ludwig Sckell einer der bekanntesten deutschen Gartengestalter des 19. Jahrhunderts. Der Branitzer Park wurde als zonierter Landschaftspark mit gestalterisch differenzierten Parkbereichen angelegt.

Im Zentrum der Anlage befindet sich das 1770 bis 1772 erbaute Schloss. Das Schloss ist umgeben vom sehr reich mit Blumenbeeten, Plastiken, weiteren Schmuckelementen und Ziergehölzen ausgestatteten Pleasureground. Hier verwendete Pückler auch fremdländische Gehölze, während er in den weiteren Parkbereichen nur heimische pflanzen ließ.

Der anschließende „Innenpark“ mit einer Fläche von ungefähr 100 Hektar umfasst unter anderem die Gutsökonomie, die Gärtnerei, die Parkschmiede, das Cottbuser und das Branitzer Torhaus sowie die Pyramidenebene. Fürst Pückler gestaltete außerdem die den Park umgebende Feldflur, den „Außenpark“, als Ornamental Farm auf einem Gesamtareal von etwa 600 Hektar. Für die Gestaltung des Parks nutzte Fürst Pückler den hohen Grundwasserstand und die in der Nähe gelegene Spree, um in seinem Park ein künstliches Gewässersystem zu schaffen. Mit dem Aushub aus den Seen und Kanälen ließ er das gestalterisch vollendete Geländerelief des Parks anlegen. Besonders schön ist die Schilfseepartie modelliert.

Die Pyramidenebene beeindruckt mit den beiden einzigartigen Erdpyramiden, der ehemals stufenförmig erbauten Landpyramide (erbaut 1860–1863) und der Seepyramide, dem Tumulus (erbaut 1856). Fürst Pückler ließ sich 1871 im Tumulus beisetzen. 1884 wurde auch seine 1854 verstorbene Frau und Lebensgefährtin, Lucie von Pückler-Muskau, dorthin umgebettet.

Durch meisterhafte Gruppierung der Gehölze, künstlerisch gelungene Ausformung des Reliefs und geschickte Wegeführung schuf der Fürst mit dem Branitzer Park eine Art Bildergalerie, in der sich dem Betrachter beim Spazieren gehen eine Folge dreidimensionaler Landschaftsbilder darbietet.


Blick von Schloss Branitz auf den Pergolagarten, Cottbus-Branitz (Herbst 2002)

Goethepark und Carl-Blechen-Park[Bearbeiten]

Carl-Blechen-Park
Goethepark
Eliaspark
Schillerplatz

1898 entstand auf der feuchten Niederung der Mühleninsel die erste Cottbuser Parkanlage, der Goethepark, durch Initiative des Oberbürgermeisters Paul Werner und des Verschönerungsvereins. Der Amtsteich innerhalb des Parks wurde bereits um 1600 zur Fischzucht angelegt. 1914 bis 1935 erfolgte ein weiterer Ausbau des einst sumpfigen Geländes. Die Gestaltung der Uferbereiche mit Staudenpflanzungen an den Bachläufen nahe dem Dieselkraftwerk wurde 1954 zur Ausstellung „Grünen und Blühen an der Spree“ vorgenommen. Der Carl-Blechen-Park, mit seltenen Bäumen und Blütenstauden an der Ostseite der Spree, entstand in den 1930er Jahren. Seine 1934 und 1935 geschaffene Uferpromenade ist mit dem nach Süden verlaufenden „Rosenufer“, der heutigen Ludwig-Leichhardt-Allee, fortgeführt worden.

Eliaspark und Spreeauenpark[Bearbeiten]

Der Eliaspark entstand 1902 durch eine Stiftung des Kommerzienrates Elias. Dieser dreieinhalb Hektar große Park wurde im Rahmen der ersten Bundesgartenschau in den neuen Ländern 1995 neu gestaltet. Der mit 55 Hektar deutlich größere Spreeauenpark hingegen wurde erst im Vorfeld der Bundesgartenschau 1995 geschaffen. Inmitten von Wiesenflächen unter schattenspendenden Bäumen entstanden neue Wege, Spiel- und Sportanlagen, ein Wasserspielplatz und das Spielhaus als Treff für Kinder und Jugendliche. Der Spreeauenpark erfreute seit der BUGA Millionen Besucher. Um den 1,2 Hektar großen Parkweiher gruppieren sich ein Rosengarten, ein Rhododendronhain, Wiesenlandschaften mit Wechselpflanzungen und ein Apotheker- und Bauerngarten. Für Kenner ist der Tertiärwald mit Pflanzen und Gehölzen aus verschiedenen erdgeschichtlichen Epochen, Findlingen aus der Eiszeit und einem fossilen Mammutbaumstubben eine besondere Attraktion.

Tierpark[Bearbeiten]

Im Jahr 1954 eröffnet grenzt der Tierpark Cottbus heute an den Spreeauenpark und den Branitzer Park. Mit mehr als 1.200 Tieren in über 170 Arten aus allen Erdteilen ist er der größte zoologische Garten Brandenburgs, unter anderem bekannt durch die Züchtung von Wasservögeln. Durch die Unterstützung der Stadt Cottbus, verschiedener Firmen und des Tierpark-Fördervereins (gegründet 1994) wird der Tierpark stets modernisiert und erweitert.[28] Im Sommer 2014 soll der Bau eines neuen Raubtiergeheges beendet werden, welches als Domizil von Sumatra-Tigern geplant ist.[29]

Sport[Bearbeiten]

Feuerwehr-WM 2011 im Sportzentrum
Weg des Ruhmes

Vereine[Bearbeiten]

Der mit Abstand bekannteste Verein der Stadt ist Energie Cottbus (Fußball). Der FCE schaffte in der Saison 1999/2000 den Aufstieg in die erste Bundesliga sowie den zweimaligen Klassenerhalt, stieg in der Saison 2002/2003 allerdings in die zweite Bundesliga ab. In der Saison 2005/2006 konnte der Verein den erneuten Einzug in die erste Bundesliga erreichen, aus der er in der Saison 2008/2009 wieder abstieg. Das Stadion der Freundschaft hat aktuell ein Fassungsvermögen von 22.528 Zuschauern. Es bietet 10.949 überdachte Sitzplätze, 7.795 überdachte und 3.630 nicht überdachte Stehplätze, sowie 154 Plätze im Rollstuhl-Handicapbereich.

Weitere größere Vereine sind der Handballverein LHC Cottbus, welcher in der Saison 2007/2008 in der 2. Handball-Bundesliga spielte, die White Devils (Basketball), die Cottbus Crayfish (American Football), die Crabettes (Cheerleading), die Cottbus Cannibals (Lacrosse), sowie die 1. Damenmannschaft des SV Energie (Volleyball), die seit Jahren erfolgreich in der Regionalliga-Nordost spielen. Der Radsportverein RSC Cottbus brachte zahlreiche Weltmeister und Olympiasieger hervor.

Insgesamt gibt es mehr als 120 Sportvereine in Cottbus. In der Stadt gibt es vier Dachorganisationen, welche verschiedene Sportarten vereinen. Dazu gehört der PSV Cottbus 90 e. V., der SCC Breitensport e. V., der Stadtsportbund Cottbus e. V. und die Versehrtensportgemeinschaft Cottbus e. V.

Auf dem Weg des Ruhmes vor dem Neuen Rathaus werden die Medaillengewinner Olympischer und Paralympischer Spiele geehrt. Nach den Spielen in London befinden sich dort nun 37 in den Boden eingelassene Ehrenplaketten.[30]

Sportstätten[Bearbeiten]

Cottbus ist Olympiastützpunkt für die Sportarten Radsport, Turnen, Fußball (m), Leichtathletik, Boxen (m), Handball (m) und Volleyball (w). Für den aktiven Freizeitsport stehen allen Interessenten 50 Sporthallen, 49 Sportplätze und Stadien, 20 Tennisplätze, 70 Kegel- und Bowlingbahnen, fünf Schießstände, vier Badeseen, eine Reitsportanlage, eine Schwimmhalle mit Freibad und ein Bootshaus zur Verfügung.

Seit 2013 wird auch ein Paralympischer Trainingsstützpunkt für Leichtathletik, mit behindertengerechten Trainingsanlagen aufgebaut.

Sportzentrum

Das Sportzentrum, welches vom Sportstättenbetrieb der Stadt Cottbus verwaltet wird, ist eine der größten und modernsten Sportanlagen in der Region Südbrandenburg. Es wird für den Kinder- und Jugendsports, den Nachwuchs- und Spitzensport sowie den Breiten- und Behindertensport genutzt. Zum Komplex gehören das Max-Reimann-Stadion, ein Leichtathletikstadion, das mit allen seinen Anlagen internationalen Anforderungen erfüllt. Des Weiteren das Cottbuser Radstadion, mit seiner überdachten Radrennbahn finden nationale und internationale Wettkämpfe mit großem Anklang statt, beispielsweise der Weltcup im Bahnradsport 1995 und 1996. Darüber hinaus befinden sich noch eine Leichtathletik-Halle, zwei Turnhallen, zwei Fußballfelder und eine Boxhalle auf dem Gelände. Mit der Lausitz-Arena verfügt es zusätzlich noch über eine Sportmehrzweckhalle für rund 2000 Zuschauer.

Einmalige Sportveranstaltungen[Bearbeiten]

  • 2010: DFB-Futsal-Cup, Finalstadt im Städtewettbewerb Mission Olympic
  • 2011: 7. Weltmeisterschaft im Feuerwehrsport
  • 2013: 64. Bundesradsporttreffen, Fußball-WM-Qualifikationsspiel der Frauen (Deutschland – Russland)

Regelmäßige Sportveranstaltungen[Bearbeiten]

Start und Ziel des Lausitzer Citylaufs 2006

Beim Turnier der Meister – der wohl sportlich hochwertigsten Sportveranstaltung in Cottbus – treten jährlich rund 200 Turner aus rund 40 Nationen im Gerätturnen gegeneinander an und kämpfen um die begehrten Titel beim F.I.G.-Weltcup.

Im Sommer beherbergte das Sportzentrum in Cottbus von 1991 bis 2011 alljährlich das Internationale Lausitzer Leichtathletik-Meeting[31], bei dem regelmäßig neue Rekorde in allen Disziplinen der Leichtathletik aufgestellt wurden. Bei den Männern liegt der Meetingrekord im 100-Meter-Lauf bei 10,00 Sekunden, bei den Frauen bei 11,14 Sekunden. Seit 2003 gibt es alljährlich Ende Januar das Internationale Springer-Meeting mit den Disziplinen Hochsprung der Frauen ( Meetingrekord 2,01 m ) und Stabhochsprung der Männer ( Meetingrekord 5,90 m ).[32] Weitere leichtathletische Veranstaltungen in Cottbus sind das der Lausitzer Citylauf sowie der Spreewald-Marathon.

Seit 1999 gehört das 24 Stunden-Schwimmen fest zum Sportkalender der Stadt. Dieses wird durch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Cottbus traditionell im November durchgeführt. Mit zuletzt rund 1700 Teilnehmern gehört es zu den bundesweit größten Breitensportereignissen im Wassersport. Während der letzten Veranstaltung wurden insgesamt über 4181 Kilometer geschwommen.[33]

Mit der Drachenbootregatta auf der Spree, dem DAK-Firmen-Lauf und dem Frühlingsradeln haben sich noch weitere Breitensport-Veranstaltungen in Cottbus etabliert.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Messen und Ausstellungen[Bearbeiten]

Die Messen und Ausstellungen finden in der Messe Cottbus mit multifunktionalen Ausstellungsflächen von 6.500 m² statt. Die Messe liegt verkehrsgünstig am Stadtring und in unmittelbarer Nähe zum Spreeauenpark.

Jedes Jahr im Januar findet der Cottbuser Reisemarkt statt. Diese Messe bietet Angebote rund um Ferien, Tourismus, Freizeit, Caravan, Camping und Boote. Mit bis zu 250 Ausstellern und 15.000 Besuchern gehört diese Ausstellung zu den größten in Cottbus. Parallel dazu findet jedes Jahr die Ausstellung „Fit+Gesund“ statt, welche sich dem Themenbereich rund um Wellness, Kuren und Gesundheit widmet. Ende Januar beherbergt das Messegelände alljährlich eine Handwerkerausstellung. Hierbei handelt es sich um die einzige Ausstellung zum Handwerk in Südbrandenburg.

Die Messe Impuls, welche jedes Jahr im Februar stattfindet, befasst sich mit Ausbildung, Weiterbildung, Existenzgründung, Unternehmenssicherung und Arbeit. Im März findet die Ausstellung Cars & Bikes in den Messehallen statt. Dies ist die größte Automobil- und Zweiradausstellung im Land Brandenburg. Mit 27.000 Besuchern im Jahr 2005 war diese Ausstellung die besucherstärkste seit der Bundesgartenschau 1995. Auf der Tattoo-Convention zeigen internationale Künstler ihr Können. Regelmäßig findet im März die Ausstellung CottbusBau statt, bei der es sich um die größte Baufachmesse im Land Brandenburg handelt.

Im Oktober beherbergt Cottbus die Herbstmesse. Mit mehr als 330 Ausstellern ist dies die besucherstärkste Verbraucherausstellung im Land Brandenburg.

Weitere Veranstaltungen auf dem Messegelände sind die Ausstellungen Vital & Co. und die Erotik Messe.

Events und Fasching[Bearbeiten]

Cottbuser Weihnachtsmarkt

Zu den alljährlich stattfindenden Events zählen u. a. die Altstadtnacht (April), die Cottbuser Umweltwoche (Mai/Juni), die Nacht der offenen Kirchen (Pfingsten), das Stadtfest (Juni), die Spreeauennacht (August), der Tag der Vereine (August/September), das Töpferfest (September), der Lausitzer Bauernmarkt (September/Oktober), die Nacht der kreativen Köpfe (Oktober) sowie der Weihnachtsmarkt (Dezember).

An jedem Tulpensonntag (Februar/März) findet zudem mit dem Zug der fröhlichen Leute der größte Karnevalsumzug in Ostdeutschland statt. Zahlreiche Motivwagen, Kapellen und Tanzgruppen von Karnevalsvereinen aus Cottbus und Umgebung ziehen jedes Jahr rund 100.000 Besucher an. Jährlich findet in der Stadthalle die Karnevalsgala Heut steppt der Adler statt, die vom Rundfunk Berlin Brandenburg aufgezeichnet wird.[34]

Bildung und Forschung[Bearbeiten]

Allgemeinbildende Schulen[Bearbeiten]

In der Stadt gibt es derzeit (Stand: Schuljahr 2012/2013) zwölf Grundschulen, drei Oberschulen (eine davon nur als Angliederung an das Niedersorbische Gymnasium), zwei Gesamtschulen, vier Gymnasien, vier Förderschulen sowie ein Oberstufenzentrum die sich in städtischer Trägerschaft befinden und auf die 9938 Schülerinnen und Schüler gehen.[35] Daneben gibt es noch weitere Privatschulen u. a. auch eine Waldorfschule und ein evangelisches Gymnasium.

Mit dem Pückler-Gymnasium und dem Oberstufenzentrum II Spree-Neiße gibt es zudem noch zwei weitere öffentliche Schulen im Stadtgebiet, welche sich allerdings in Trägerschaft des Landkreises Spree-Neiße befinden.

Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg[Bearbeiten]

Blick vom Hauptgebäude auf den Campusplatz der BTU am Zentralcampus.
Lehrgebäude der BTU am Zentralcampus

In Cottbus gibt es nach der Fusion der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und der Hochschule Lausitz zum 1. Juli 2013 zur Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) nur noch eine staatliche Hochschule. Als Beauftragter für die Gründung wurde der Hochschulexperte Birger Hendriks ernannt.[36]

Gegen das Vorhaben der Landesregierung zur Hochschulfusion hat sich seitens beider Hochschulen frühzeitig reger Widerstand gebildet. Eine von der Initiative Hochschulen erhalten gestartete Volksinitiative mit über 42.000 Unterschriften (davon rund 33.000 gültig) wurde vom Brandenburgischen Landtag mit den Stimmen der Regierungskoalition am 15. November 2012 abgelehnt.[37] Als Reaktion auf diese Ablehnung wiederum, wurde seitens der Protestinitiative ein Volksbegehren gestartet. Hierfür wären 80.000 Unterschriften erforderlich gewesen, um das Gesetz erneut durch den Landtag prüfen zu lassen.[38] Das Vorhaben ist per 9. Oktober 2013 am geringen Zuspruch von nur rund 18.000 Unterschriften durch die Brandenburger Wahlbevölkerung gescheitert.[39]

Die BTU gliedert sich in acht Fakultäten:

ehemals BTU Cottbus
  • Fakultät 1 Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik
  • Fakultät 2 Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung
  • Fakultät 3 Maschinenbau, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen
  • Fakultät 4 Umweltwissenschaften und Verfahrenstechnik
ehemals Hochschule Lausitz
  • Fakultät 5 Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik
  • Fakultät 6 Fakultät für Naturwissenschaften
  • Fakultät 7 Fakultät für Wirtschafts-und Sozialwissenschaften, Musikpädagogik
  • Fakultät 8 Fakultät für Bauen

Die BTU unterhält des Weiteren mehrere Forschungszentren u. a.:

  • Forschungszentrum Landschaftsentwicklung und Bergbaulandschaften (FZLB)
  • Centrum für Energietechnologie (CEBra)
  • Forschungszentrum für Leichtbauwerkstoffe (Panta Rhei gGmbH)
  • Joint Lab-Institut für Elektronikforschung (zusammen mit der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Technischen Hochschule Wildau)
  • Humanökologisches Zentrum (HöZ)
  • Zentrum für Rechts- und Verwaltungswissenschaften (ZfRV)
  • Zentrum für Strömungs- und Transportvorgänge (CFTM²)
  • Deutsch-Polnisches Zentrum für Öffentliches Recht und Umweltschutz (zusammen mit der Universität Breslau)

Weitere Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Zudem gibt es eine Fachschule für Wirtschaft und eine Medizinische Schule am Carl-Thiem-Klinikum, das ein Lehrkrankenhaus der Berliner Charité ist. Des Weiteren verfügt Cottbus über eine Volkshochschule und die Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur.

Bibliotheken[Bearbeiten]

Öffentliche Bibliotheken in der Stadt sind die Stadt- und Regionalbibliothek in der Berliner Straße, mit einem Medienbestand von über 250.000 Einheiten (Stand: Juni 2005)[40] sowie die Bücherei in Sandow mit rund 6000 Einheiten.

Daneben unterhalten die BTU, mit dem Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ), mit über 890.000 Medieneinheiten, wie auch die Hochschule Lausitz mit rund 180.000 Einheiten (davon ca. 80.000 in Cottbus) eigene Hochschulbibliotheken. Daneben gibt es noch weitere Fach- und Behördenbibliotheken, wie z. B. die des Carl-Thiem-Klinikums, des Landesamts für Arbeitsschutz oder des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg.

Weitere besondere Bibliotheken sind die Pückler-Bibliothek im Schloss Branitz, als reine Präsenzbibliothek mit den Sammelschwerpunkten Literatur von und über Pückler, Garten- und Reiseliteratur sowie Kunst- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts und Regionalgeschichte[41] sowie die Niedersorbische Bibliothek mit den Schwerpunkten Geschichte, Sprache, Kunst und Kultur der Sorben.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Verwaltungsgebäude von Vattenfall

In Cottbus ist eine Vielzahl von Unternehmen ansässig. Dazu gehört z. B. die Vattenfall Europe AG, Mining & Generation, welche von Cottbus aus die Verwaltung von Tagebauen und Kraftwerken im Raum Hamburg und Ostdeutschland steuert. ABB ist ein Konzern der Elektrotechnik und ebenfalls in Cottbus ansässig. Die Deutsche Bahn besitzt in der Stadt ein Fahrzeuginstandhaltungswerk. Die envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) ist ein regionaler Energie- und Kommunikationsdienstleister in Ostdeutschland. Einen Standort hat dieses Unternehmen auch in Cottbus.

Die zehn größten Unternehmen 2013, nach Bilanzsumme [42]:

Weitere Unternehmen kommen vorrangig aus den Bereichen Architektur, Chemie und Pharmazie, Dienstleistungen, Einzelhandel, Energie, Finanzwesen, Forschung, Gesundheitswesen, Handel, Maschinenbau und Telekommunikation.

Der Wirtschaftsstandort ist einer von 15 Regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg. Dadurch werden ausgewählte zukunftsorientierte Branchen gefördert.

Mit Stand vom 31. März 2013[43] gab es in Cottbus 43.473 Arbeitnehmer, welche sich wie folgt verteilen:

  • Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 136
  • produzierendes Gewerbe insgesamt 5.232, darunter u. a.:
  • Baugewerbe 1.745
  • verarbeitendes Gewerbe 1.255
  • Dienstleistungsbereich insgesamt 38.105, darunter u. a.:
  • öffentliche und private Dienstleistungen 17.621
  • Handel, Verkehr und Gastgewerbe 9.543
  • Freiberufliche wissenschaftlich-technische Dienstleister 8.471
  • Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 1.050
  • Information und Kommunikation 850

Die Arbeitslosenquote beträgt mit Stand vom 31. Dezember 2013[44] 11,5 %, das heißt es gab insgesamt 6.099 Arbeitslose. Die Stadt liegt damit über dem Landesdurchschnitt von 10,2 %.[45] Nach einem stetigen Anstieg in den 1990er Jahren bis 2004 sinkt sie seitdem in Cottbus kontinuierlich.[7]

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Karte des Stadtrings
Luftaufnahme am westlichen Nordring in Cottbus

Durch das südliche Stadtgebiet von Cottbus führt die Bundesautobahn 15, die vom Dreieck Spreewald (A 13 DresdenBerlin) kommend und als Teil der Europastraße 36 in Richtung Polen/Ukraine führt. Die Autobahn ist vierspurig und hat zwei Autobahnanschlussstellen in Cottbus: Cottbus-West und Cottbus-Süd. Cottbus wird ferner von den Bundesstraßen 97, 168 und 169 durchzogen. Dabei bildet die B 168 zugleich den südlichen und östlichen Teil des Stadtrings.

Mit der in Planung und Bau befindlichen Ortsumgehung[46] im Osten der Stadt, welche durch die B 97n und B 168n gebildet werden sollen, soll künftig ein Großteil des Schwerlasttransports und Durchgangsverkehrs aus der Innenstadt ferngehalten werden. Ein 6,7 km langer erster Abschnitt der Ortsumgehung, von Peitz bis zur L 49 in Kahren, wurde am 3. September 2012 freigegeben. Der zweite Abschnitt befindet sich indes noch in der Planungsphase. Ein Baubeginn ist noch nicht bekannt. Mit Fertigstellung des zweiten Abschnitts wird Cottbus ab ca. 2015 auch eine dritte Autobahnanschlussstelle (Cottbus-Ost) in Höhe des Ortsteils Kahren erhalten. Ein dritter Abschnitt soll außerhalb des Stadtgebiets von der Anschlussstelle nach Süden verlaufen und nördlich von Groß Oßnig in die B 97 münden. Ob der dritte Abschnitt tatsächlich realisiert wird, ist noch nicht abschließend entschieden.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Bahnsteig mit Ortsnamen (Deutsch/Niedersorbisch)
Das alte Bahnhofsgebäude vor dem Zweiten Weltkrieg

Von Cottbus aus führen Bahnlinien in alle Richtungen: Regional-Express und Regionalbahn-Linien der DB Regio und der ODEG nach Wismar über Berlin sowie in Richtung Görlitz und Zittau (Bahnstrecke Berlin–Görlitz), Dresden (Bahnstrecke Priestewitz–Cottbus), über Finsterwalde und Falkenberg (Elster) nach Leipzig (Bahnstrecke Halle–Cottbus), Frankfurt (Oder) (Bahnstrecke Cottbus–Guben) und nach Forst (Lausitz) (Bahnstrecke Cottbus–Żary). Daneben gibt es auch täglich eine innerdeutsche Fernverbindung nach Emden und Norddeich Mole sowie internationale Zugverbindungen in die polnischen Städte Wrocław (Breslau), Kraków (Krakau) und Żagań (Sagan). Neben dem Bahnhof Cottbus (im Volksmund und bei Cottbusverkehr Hauptbahnhof genannt) befinden sich noch drei weitere Bahnhöfe der Deutschen Bahn im Cottbuser Stadtgebiet:

  • Cottbus-Sandow
  • Cottbus-Merzdorf
  • Cottbus-Willmersdorf Nord

Von 1898 bis 1970 existierte zudem eine Zugverbindung mit der Spreewaldbahn vom Cottbuser Spreewaldbahnhof über Burg nach Lübben. Die Gleise dieser Schmalspurbahn sind seit 1983 nahezu vollständig zurückgebaut. Lediglich das Empfangsgebäude des Spreewaldbahnhofs ist heute noch unweit des Hauptbahnhofs zu finden. Nach der Stadt ist der Intercity-Express Cottbus/Chóśebuz benannt.

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten]

Straßenbahn vor dem Rathaus bei der Einfahrt in die Haltestelle Stadthalle
Straßenbahnnetz Cottbus

Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen Straßenbahnen und Busse der Cottbusverkehr GmbH und Neißeverkehr GmbH, beide Mitgliedsunternehmen im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB). Insgesamt gibt es 49 Linien, davon fünf Straßenbahn- und 44 Omnibuslinien. Das Liniennetz verfügt über 634 Haltestellen und es ist ca. 934 km lang. Insgesamt sind 21 Straßenbahnen und 54 Omnibusse im Einsatz.

Außerdem verbindet eine Parkbahn (600 mm Spurweite) den Bahnhof Cottbus-Sandow mit dem Fußballstadion Stadion der Freundschaft, dem Messezentrum, dem Tierpark Cottbus und dem Branitzer Park. Der Verkehr beschränkt sich auf die Sommermonate.

Luftverkehr[Bearbeiten]

Cottbus verfügt über zwei regionale Flugplätze. Der Verkehrslandeplatz Neuhausen ist ca. 15 km entfernt. Mit 16.000 bis 20.000 Flugbewegungen pro Jahr gehört der Flugplatz zu den fünf größten Verkehrslandeplätzen in Brandenburg. Angeboten werden europaweite Charter- und Taxiflüge, Ausbildungen sowie Rund- und Wirtschaftsflüge mit dem Flugzeug und Hubschrauber. Luftsport, wie beispielsweise Fallschirmspringen und Segelfliegen, wird durch ortsansässige Vereine angeboten.

Auch der ca. 25 km entfernte Flugplatz Cottbus-Drewitz bietet europaweite Charter- und Taxiflüge an. Der ehemalige Flugplatz Cottbus-Nord wurde von der NVA genutzt und ist heute geschlossen. Dort befindet sich nun der Technologie- und Industriepark (TIP), ein rund 200 ha großes Gewerbegebiet, in Planung und Aufbau.

In größerer Entfernung zu Cottbus liegen die drei internationalen Flughäfen:

Fuß- und Radverkehr[Bearbeiten]

Wegweiser

Im Städteranking beim Fahrradklimatest 2012 des ADFC konnte Cottbus in der Kategorie Städte mit 100.000 bis 200.000 Einwohnern den fünften Platz (von 42) direkt nach der Landeshauptstadt Potsdam erringen.[47]

Fernwanderwege
Radfernwege

Die Stadt wird von einigen bedeutenden Radfernwegen durchlaufen und ist Ausgangspunkt einiger Fahrradtouren in den Spreewald oder die Tagebau-Region. Folgende Fahrradwege durchlaufen Cottbus:

Medien[Bearbeiten]

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk[Bearbeiten]

Cottbus ist Sitz eines Regionalstudios des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Bereits seit dem 2. August 1925 erfolgten regelmäßige Sendungen des Deutschen Radio-Klubs aus Cottbus. Sie hatten eine Empfangsreichweite von bis zu 600 km. Im Jahr 1946 wurde das Studio Cottbus des Landessenders Brandenburg gegründet. Es strahlte ausschließlich Rundfunkprogramme aus. Die DDR-Regierung unterstellte das Studio ab dem Jahr 1952 dem Nationalen Komitee für Rundfunk. In der Folgezeit wurden tägliche bis zu sechsstündige, regionale Hörfunksendungen auf Radio DDR II in deutscher und niedersorbischer Sprache produziert. Im Jahr 1989 erhielt das Studio Cottbus ein eigenes Außenstudio in Bautzen für die Produktion von Hörfunksendungen in obersorbischer Sprache. Das Studio Bautzen wurde am 1. Januar 1991 vom MDR übernommen.

Im Frühjahr 1990 gründeten die Regionalstudios von Radio DDR II in Cottbus, Potsdam und Frankfurt (Oder) das gemeinsame Hörfunkprogramm Antenne Brandenburg. Am 1. Januar 1992 wurden Programm und ein Teil der Redaktionen vom Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB) und später von dessen Rechtsnachfolger RBB übernommen. In seinen Cottbuser Hörfunkstudios produziert der RBB täglich rund fünf Stunden Hörfunksendungen in deutscher und für das Bramborske Serbske Radijo in niedersorbischer Sprache.

Das RBB-Regionalstudio Cottbus mit seinen rund 50 Mitarbeitern fertigt außerdem Fernsehsendungen und einzelne Fernsehbeiträge. So werden in Cottbus u. a. die Sendungen RBB regional, THEODOR – Geschichte(n) aus der Mark und die niedersorbischsprachige Sendung Łužyca (Lausitz) produziert (Stand 2012). Darüber hinaus erfolgen Zulieferungen für Das Erste, die dritten Fernsehprogramme sowie Produktionshilfen für das ZDF.

Regelmäßig erfolgt seit der Schließung des alten Berliner Friedrichstadtpalastes im Jahr 1980 die Produktion großer Fernsehshows in Cottbus, dazu gehören beispielsweise: Ein Kessel Buntes (DFF), Die Goldene Note (DFF), Musikanten sind da (DFF), Melodien für Millionen (ZDF), Musikantenstadl (DFF/ARD/SRF/ORF), Fest der Volksmusik (ARD) und Musik für Sie (MDR). Fernsehgeschichte schrieb der Entertainer Harald Juhnke mit seinem überraschenden Auftritt in der ersten deutsch-deutschen Unterhaltungsshow Musikantenstadl am 17. Dezember 1989. Jeweils im Januar produziert der RBB in Cottbus für die ARD die Karnevals-Sendung Heut’ steppt der Adler.

Privater Rundfunk[Bearbeiten]

Neben dem öffentlich-rechtlich organisierten Rundfunk sind in Cottbus auch private Radiosender vertreten. Ganz auf Cottbus und Umgebung fokussiert sendet der Sender 94.5 Radio Cottbus. Mit zeitweise regionalen Programmfenstern bzw. Nachrichten senden BB Radio und 94,3 rs2. Daneben lassen sich noch weitere Sender über UKW wie Radio B2 und der Berliner Rundfunk 91.4 empfangen. Mit Lausitz TV (LTV) gibt es zudem einen im Kabelnetz frei empfangbaren Lokalfernsehsender.

Printmedien[Bearbeiten]

In Cottbus und Umgebung erscheint die regionale Tageszeitung Lausitzer Rundschau, in Monopolstellung. Die Zeitung 20cent gehörte, über den Saarbrücker Zeitungs Verlag als Mutterunternehmen, zur Lausitzer Rundschau. Sie wurde zum 28. Februar 2009 eingestellt. Der Märkische Bote, die Lausitz am Sonntag und der Wochenkurier sind Anzeigenblätter der Region. Außerdem erscheinen die Veranstaltungsmagazine Blicklicht und Hermann. Während die Zeitung Konturmagazin auf eine jugendliche Zielgruppe abzielt, erscheint die Wochenzeitung Nowy Casnik in niedersorbischer Sprache für die Lausitzer Minderheiten der Wenden und Sorben.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Berühmte Persönlichkeiten aus Cottbus sind unter anderem der Maler Carl Blechen, der Physiologe Gustav Theodor Fritsch, der Résistance-Angehörige Adolphe Low, die Leichtathletin Ulrike Bruns, der Diskuswerfer Robert Harting sowie der Radrennfahrer Tony Martin.

Literatur[Bearbeiten]

Allgemeines
Architektur
  • Anderhalten Architekten: Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus. Jovis Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-939633-82-2.
  • Ingrid Halbach, Karl-Heinz Müller, Steffen Delang, Gerold Glatte und Peter Biernath (Hrsg.): Architekturführer Cottbus. Wanderungen durch die Stadt und Umgebung. Verlag für Bauwesen, Berlin und München 1993, ISBN 3-345-00506-9.
Geschichte
  • Arielle Kohlschmidt, Siegfried Kohlschmidt und Thomas Kläber: Cottbus: 1156–2006 – 850 Jahre. CGA-Verlag, Cottbus 2005, ISBN 3-937503-12-9.
  • Steffen Krestin: Chronik zur Geschichte der Stadt Cottbus. BVB-Verl.-Ges., Nordhorn 2003, ISBN 3-936092-98-2.
  • Steffen Lohbrandt (Bearb.): Plan der Stadt Cottbus. 1927 (Reprint mit Straßenverzeichnis) Niederlausitzer Verlag, Guben 2006, ISBN 978-3-935881-40-1.
  • Harriet Stürmer und Frank Mangelsdorf (Hrsg.): Einst und Jetzt. Cottbus. Culturcon-Medien, Berlin 2011, ISBN 978-3-941092-63-1.
  • Erich Schutt: Cottbus 1950–1995. Bildband, Steffen Verlag, 2011, ISBN 978-3-940101-94-5.
Kinder
  • Stefanie Schiemenz: Türmer und Türmine entdecken Cottbus. Schnelldruck Schiemenz, Cottbus 2012.

Filmografie[Bearbeiten]

  • Bilderbuch Deutschland, Cottbus, Dokumentation, Produktion: RBB, Erstausstrahlung: 19. März 2006, 45 Min.
  • BTU Cottbus, Dokumentationen, Produktion: Brandenburgische Technische Universität, IKMZ Videothek
  • Im Osten geht die Sonne auf, Energie Cottbus, Dokumentation, Produktion: 2001

Weblinks[Bearbeiten]

 Portal: Lausitz – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Lausitz
 Wiktionary: Cottbus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Cottbus – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Cottbus – Reiseführer
 Wikisource: Cottbus – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Martin Neumann: Sorben (Wenden). Eine Brandenburger Minderheit und ihre Thematisierung im Unterricht. Teil II: Ausgewählte Überblicksinformationen mit Vorschlägen für den Unterrichtseinsatz. Zentrum für Lehrerbildung der Universität Potsdam, 2008, S. 27 (PDF-Datei; 4,69 MB)
  3. Empfehlung des ständigen Ausschusses für Geographische Namen (StAGN) vom 17. September 1999 – zur Anpassung der Rechtschreibung von Toponymen an die reformierten Regeln (PDF-Datei; 39 kB)
  4. Duden.de: Cottbuser
  5. a b DWD Meteorologische Station Cottbus
  6. Stadt Cottbus: Einwohner nach Ortsteilen / Bevölkerungsbewegung abgerufen am 24. November 2013
  7. a b Land Brandenburg – Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft: Kreisprofil Cottbus 2013 (PDF-Datei; 1,58 MB)
  8. a b c Stadt Cottbus: Hauptsatzung der kreisfreien Stadt Cottbus/Chóśebuz (Anpassung an die Kommunalverfassung des Landes Brandenburg). 2009 (PDF-Datei; 44 kB)
  9. Heinrich Gottfried Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs-und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter. Erlangen 1863, S. 658–661
  10.  Steffen Krestin (Hrsg.): Chronik zur Geschichte der Stadt Cottbus. BVB-Verl.-Ges., Nordhorn 2003, ISBN 3-936092-98-2. S. 48ff.
  11. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  12. Statistisches Bundesamt: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands (siehe 2003)
  13. a b c Stadt Cottbus: Bevölkerung
  14. Cottbus verliert Status einer Großstadt. Welt Online, 15. Januar 2009
  15. ZENSUS 2011: Einwohnerzahl von Cottbus. Ergebnis des Zensus 2011 zum Berichtszeitpunkt 9. Mai 2011
  16. ZENSUS 2011: Bevölkerung im regionalen Vergleich nach Migrationshintergrund -in %-
  17. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Statistisches Jahrbuch 2012. S. 30 (PDF-Datei; 571 kB)
  18. rw: In Sielow leben die jüngsten Cottbuser. LR-online, 10. März 2009
  19. ZENSUS 2011: Bevölkerung im regionalen Vergleich nach Religion -in %-
  20. Georg Dehio Georg: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Die Bezirke Cottbus und Frankfurt/Oder. Institut für Denkmalpflege (Hrsg.), Berlin 1987, S. 207
  21. Josef Maria Bischoff (Hrsg.): Florian Birnbachs Traum. 150 Jahre Katholische Kirchen in Cottbus nach der Reformation. Festschrift zum 27.10.2000. Cottbus 2000
  22. In der entscheidenden Phase Jüdische Zeitung, April 2012
  23. Peggy Kompalla : Cottbuser Schlosskirche bekommt bald den Davidstern Lausitzer Rundschau online, 7. Juli 2012
  24. Eröffnungsannonce im Burger Tageblatt vom 2. Juni 1911
  25. Planetarium-Cottbus: Modernisierung des Planetarium Cottbus
  26. Stadt Cottbus: Neue Stolpersteine gegen das Vergessen abgerufen am 03. Dezember 2013
  27. Melanie Reinsch: Wenn Häftlinge ihr Gefängnis kaufen. Berliner Zeitung, 30. Juli 2012
  28. Die Geschichte vom Tierpark Cottbus , abgerufen am 24. November 2013
  29. Tiger kommen nach Cottbus zurück LR-online, abgerufen am 24. November 2013
  30. „Weg des Ruhmes“ mit vier neuen Ehrenplaketten für Cottbuser Weltklasse-Athleten. Niederlausitz aktuell, 19. November 2012
  31. Das waren 22 German Meeting Cottbus! auf german-meeting.de, abgerufen 8. November 2013
  32. http://www.springermeeting-cottbus.de
  33. 15. 24 Stunden-Schwimmen – ein voller Erfolg! auf bez-cottbus.dlrg.de, abgerufen 24. November 2013
  34. http://www.karneval-lausitz.de/kvl2011/index.php?option=com_content&view=article&id=51&Itemid=63
  35. Staatliches Schulamt Cottbus: Schulen in öffentlicher Trägerschaft (Stichtag 28.08.2012) (PDF-Datei; 13 kB)
  36. Birger Hendriks neuer Beauftragter der BTU Cottbus-Senftenberg. Niederlausitz aktuell, 6. Februar 2013
  37. Landtag Brandenburg lehnt Volksinitiative gegen Hochschul-Fusion in der Lausitz ab. Märkische Allgemeine, 15. November 2012
  38. Gegner der Lausitzer Hochschulfusion starten Volksbegehren. LR-online, 20. Dezember 2012
  39. Widerstand gegen Hochschulfusion gescheitert. RBB-Online, 1. November 2013
  40. TU-Cottbus: Bibliotheken in Cottbus
  41. Pückler-Museum: Archiv und Bibliothek
  42. Top 10 der größten Unternehmen. Busni.de. Abgerufen am 27. Februar 2014.
  43. Stadt Cottbus: Wirtschaftsstruktur
  44. Stadt Cottbus: Arbeitsmarkt
  45. Agentur für Arbeit: Arbeitslosenzahlen Dezember 2012
  46. Peggy Kompalla: Teil der Ortsumfahrung Cottbus Ende 2012 komplett. LR-online, 26. November 2011
  47. ADFC: ADFC Fahrradklima-Test 2012 Überwiegend heiter – Das Fahrradklima in Deutschland
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Dieser Artikel wurde am 8. Januar 2006 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.