Leogang

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Leogang
Wappen von Leogang
Leogang (Österreich)
Leogang
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Zell am See
Kfz-Kennzeichen: ZE
Fläche: 90,36 km²
Koordinaten: 47° 25′ N, 12° 45′ O47.41666666666712.75788Koordinaten: 47° 25′ 0″ N, 12° 45′ 0″ O
Höhe: 788 m ü. A.
Einwohner: 3.124 (1. Jän. 2013)
Bevölkerungsdichte: 35 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 5760, 5771
Vorwahl: 06583
Gemeindekennziffer: 5 06 09
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Leogang Nr. 4
5771 Leogang
Website: www.leogang.at
Politik
Bürgermeister Josef Grießner[1] (ÖVP)
Gemeinderat: (2014)
(19 Mitglieder)
7
11
1
11 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Leogang im Bezirk Zell am See
Bramberg am Wildkogel Bruck an der Großglocknerstraße Dienten am Hochkönig Fusch an der Großglocknerstraße Hollersbach im Pinzgau Kaprun Krimml Lend Leogang Lofer Maishofen Maria Alm am Steinernen Meer Mittersill Neukirchen am Großvenediger Niedernsill Piesendorf Rauris Saalbach-Hinterglemm Saalfelden am Steinernen Meer Sankt Martin bei Lofer Stuhlfelden Taxenbach Unken Uttendorf Viehhofen Wald im Pinzgau Weißbach bei Lofer Zell am See Salzburg (Bundesland)Lage der Gemeinde Leogang im Bezirk Zell am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Leoganger Steinberge
Leoganger Steinberge
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Leogang ist eine Gemeinde im Bundesland Salzburg im Bezirk Zell am See in Österreich mit 3124 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013).

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde nimmt das ganze Leoganger Tal ein. Leogang liegt im Pinzgau zwischen den Leoganger Steinbergen, deren höchster Gipfel das Birnhorn (2634 m ü. A.) im Norden ist, und den Kitzbüheler Alpen im Süden. Dort befindet sich Leogang nordwestlich der Schultersbachhöhe (1520 m) an der Leoganger Ache. Leogang grenzt an Tirol, über den in 1000 m Höhe gelegenen Grießenpass führt die Straße nach Hochfilzen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 16 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[2]):

  • Berg (45)
  • Ecking (170)
  • Grießen (82)
  • Hirnreit (447)
  • Hütten (144)
  • Leogang (363)
  • Madreit (91)
  • Otting (37)
  • Pirzbichl (70)
  • Rain (244)
  • Rosental (213)
  • Schwarzleo (49)
  • Sinning (220)
  • Sonnberg (618)
  • Sonnrain (188)
  • Ullach (108)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Ecking, Grießen, Leogang, Pirzbichl, Schwarzleo und Sonnberg.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Knappenkapelle hl. Anna

Leogang wurde bereits 930 als Liuganga erstmals urkundlich genannt.[3] Leogang ist eine der ältesten Bergbaustätten des Salzburger Landes, eine Knappenkapelle zeugt von der Bergbautradition. Heute wird der Ort mundartlich als „Loigom“ bezeichnet.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde ist: „In blauem Schild innerhalb einer am oberen Schildrande offenen und gesprengten siebengliedrigen Kette barocken Stils ein silberner Löwe. Die eiserne Kette, die Kirche und Turm oberhalb der Fenster umspannt und mit einem Hängeschloss versehen ist, soll auf die Befreiung der Unterdrückten und auf den wirtschaftlichen Aufschwung der Gemeinde verweisen.“[4]

Politik[Bearbeiten]

  • Direkt gewählte Bürgermeisterin ist Helga Hammerschmied-Rathgeb (SPÖ).
  • Gemeindevertretung: Die Gemeindevertretung von Leogang hat 19 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeindevertretungswahl 2009 wie folgt zusammen: 10 SPÖ, 9 ÖVP.

Tourismus[Bearbeiten]

Der Tourismus stellt in Leogang den wichtigsten Wirtschaftsfaktor dar. Ein Zusammenschluss mit dem Tourismusverband des Nachbarorts Saalfelden ließ ab dem Jahr 1999 die Urlaubsregion Saalfelden Leogang entstehen.

Winter[Bearbeiten]

Grießenpass: Kapelle an der Europaloipe

Die wichtigste Attraktion im Winter ist der Skicircus Saalbach-Hinterglemm/Leogang mit insgesamt 200 Pistenkilometern. Den Einstieg in den Skicircus stellen die Leoganger Bergbahnen im Ortsteil Hütten dar. Eine 8er-Kabinenbahn bringt den Wintersportler in wenigen Minuten auf ca 1800 m. Neben den eigenen Pisten in Leogang sind die Pisten von Saalbach und Hinterglemm direkt über die Skischaukel erreichbar.

Die Europaloipe verbindet Leogang über den Grießenpass mit Hochfilzen.

Sommer[Bearbeiten]

Im alpinen Sommertourismus sind Wandern, Radfahren und Mountainbiken die bedeutendsten Betätigungsfelder für die Touristen. Insgesamt stehen 400 km beschilderte Wander- und Radwege zur Verfügung. Für Mountainbiker und Downhillbegeisterte entstand 2002 der Bikepark Leogang,[5] in dem auch Wettbewerbe des UCI Mountain Bike Welt Cups ausgetragen werden.

Kath. Pfarrkirche hl. Leonhard

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Leogang
Buttenträger (18.Jhdt.) im Bergbau und Gotikmuseum Leogang
  • Pfarrkirche St. Leonhard
  • Bergbau- und Gotikmuseum Leogang: im Dorf Hütten
  • Schaubergwerk Barbarastollen: in Schwarzleo
  • Kubin Kabinett: das Kubin Kabinett Leogang zeigte zwischen Mai 1999 und Oktober 2010 als ständige Ausstellung Zeichnungen des österreichischen Grafikers Alfred Kubin ((1877-1959), aufgewachsen von 1882-1892 in Zell am See) und wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Künstler, deren Mittelpunkt künstlerischen Schaffens Zeichnung und Buchillustration ist. Das Kubin Kabinett Leogang befand sich im alten Badhaus und wurde aufgrund eines Konkurses des Besitzers 2010 geschlossen. Die Sammlung wurde von einem Wiener Kunstauktionshaus versteigert und befindet sich nicht mehr in Leogang. Das Gebäude wurde durch die Raiffeisenbank Leogang ersteigert.[6][7]
  • LeogangerKinderKultur: Die LeogangerKinderKultur wurde im Jahr 1990 mit der Intention, "... Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, Kultur aktiv mitzugestalten ..."[8] gegründet. Im Rahmen von "Werkstätten" bekamen dabei Kinder die Gelegenheit, unter der Anleitung von namhaften nationalen und internationalen Künstlern[9] verschiedene Bereiche der Kunst, wie Malen, Bildhauen, Schreiben, Tanzen, Schauspiel, oder Filmemachen zu erleben. Die Ergebnisse dieser Werkstätten befinden sich beispielsweise in Form von Kunstwerken an verschiedenen Stellen in Leogang oder wurden auch überregional veröffentlicht, wie etwa der unter der Regie von Wolfram Paulus gedrehte Film "Ein Rucksack voller Lügen", der 1996 österreichweit in die Kinos kam. Im Jahr 2013 gab der Organisator der LeogangerKinderKultur das Ende des Projekts bekannt. Als Grund wurde die immer schwierigere Beschaffung von Sponsorengeldern angegeben.[10]

Naturdenkmäler:

  • Birnbachloch
  • Grießener Moor

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Leonhardiritt zu Leogang: Der Leonhardiritt ist eine Prozession zu Pferd, die zum Brauchtum im Österreich-Bayrischen-Raum zählt. Sie findet zu Ehren des hl. Leonhard statt, welcher Schutzpatron landwirtschaftlicher Tiere, Gefangener und Bergleute ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren Richard Treuer und Frau Käthe Thalmann um die Wiederbelebung dieses alten Brauches bemüht. Dadurch konnte der Leoganger Leonhardiritt fast jedes folgende Jahr bis 1965 durchgeführt werden. Wegen der zunehmenden Mechanisierung in der Landwirtschaft fehlten aber schließlich die Pferde, weshalb dieses jährliche Ereignis 1966 eingestellt werden musste. 2004 wurde der Leonhardiritt vom Nostalgieverein „Anno 1900“ wiederbelebt. Der Leonhardiritt zu Leogang wird jedes Jahr am 6. November gefeiert.
  • UCI Mountainbike World Cup Leogang: Nach den Veranstaltungen in den Jahren 2010 und 2011 wird der Mountainbike Weltcup auch im Jahr 2012 wieder Station in Leogang machen.[11]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Töchter und Söhne
  • Sylvia Eder (* 1965), ehemalige Skirennläuferin, Schwester von Elfi Eder
  • Elfi Eder (* 1970), ehemalige Skirennläuferin, Schwester von Sylvia Eder
  • Stefan Gimpl (* 1979), Freestyle-Snowboardfahrer, 3-facher Air&Style-Gewinner
  • Harald Starzengruber (* 1981), Radrennfahrer
  • Bernd Hirschbichler (*1984), Fußballschiedsrichter
  • Julian Frick (*1933, †2012), Vorstand der Urologie im Salzburger Landeskrankenhaus, Mitbegründer der Paracelsus med. Universität in Salzburg
  • Albert Steidl (*1927), Nationalratsabgeordneter, Steuerberater und Autor

Sport[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Leogang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. leogang.at, offizielle Website. Abgerufen am 10. April 2014.
  2. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  3. Historisch wichtige Jahreszahlen von Leogang. Gemeinde Leogang, Alois Schwaiger, abgerufen am 31. August 2011 (PDF; 357 kB).
  4. Die Saalach - Vom Ursprung bis zur Mündung ein Kulturraum. EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land - Traunstein mit Unterstützung des Regional-managements Pinzgau, abgerufen am 31. August 2011.
  5. Andreas Lesti: Mountainbiken in Österreich: Hang zur Raserei. In: Spiegel Online. 15. April 2012
  6. http://www.leogang.at/gemeindeamt/download/219796147_1.pdf Alois Schwaiger: Bad-Leogang. Vom Heilbad zum KubinKabinett. Bergbaumuseum Leogang, 2008. Aufgerufen am 21. Juli 2013
  7. http://salzburg.orf.at/news/stories/2535902/ salzburg.orf.at: Kultur-Juwel: Käufer für „Badhaus“ gesucht, aufgerufen am 21. Juli 2013
  8. http://www.lkk.at/idee/index.htm LeogangerKinderKultur: Die Idee, aufgerufen am 21. Juli 2013
  9. http://www.lkk.at/geschichte/index.htm LeogangerKinderKultur: Geschichte, Aufgerufen am 21. Juli 2013
  10. http://salzburg.orf.at/news/stories/2591630/ salzburg.orf.at: Nach 20 Jahren Aus für „Leoganger Kinderkultur“, Abgerufen am 21. Juli 2013
  11. UCI Mountainbike World Cup 2010 bis 2012 in Leogang. austria.info - Urlaub in Österreich, abgerufen am 31. August 2011.