Georg Hohmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Es fehlt: polit. Tätigkeit (DDP-Vorsitzender in Bayern, Landtagsabgeordneter), engerer Kreis um Friedrich Naumann, Präsidentschaft in der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie, Wiederaufbau der Orthopäd. Klinik Harlaching, Rektor der Universitäten in Frankfurt und München, Gründer der Stiftung Pfennigparade

Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber kopiere bitte keine fremden Texte in diesen Artikel.

Georg Hohmann (* 28. Februar 1880 in Eisenach; † 5. Oktober 1970 in Bergen (Chiemgau)) war ein deutscher Orthopäde und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten]

Georg Hohmann wurde am 28 Februar 1880 als Sohn des Kaufmanns Louis Hohmann (1843–1922) und der Ida (1853–1931), geborene Neumann, in Eisenach geboren. Er studierte Medizin an der Universität Jena, der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. In Würzburg bestand er 1903 das Staatsexamen und promovierte er zum Dr. med..[1]

In München war er Assistenzarzt und Oberarzt bei Fritz Lange. Ab 1910 betrieb er eine eigene Arztpraxis. Während des Ersten Weltkriegs baute er zusammen mit Franz Schede, der ihn „Meister der operativen Technik“ genannt hat, ein erstes „Rehabilitations“-Zentrum für Kriegsversehrte auf. 1918 habilitierte er sich in München.[2] Seit 1926 in München a.o. Professor, folgte er 1930 dem Ruf der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main auf ihren Lehrstuhl für Orthopädie. Zugleich wurde er Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik Friedrichsheim. Für das akademische Jahr 1945/46 zum Rektor ernannt, erreichte er die Wiedereröffnung der Universität. Im April 1946 wechselte er auf den Lehrstuhl in München. Dort wurde er ür das akademische Jahr 1946/47 zum Rektor gewählt.[3] Er wurde 1950 emeritiert, leitete den Lehrstuhl und die Klinik aber bis 1954.

Georg Hohmann war zweimal verheiratet und starb im Alter von 90 Jahren.

Wirken[Bearbeiten]

Georg Hohmann galt neben seiner wissenschaftlichen und hervorragenden ärztlichen Tätigkeit als ein ausgezeichneter Lehrer für seine Assistenten und Studenten sowie als Gestalter für die gesamte Orthopädie in Technik, Krankengymnastik, Massage und orthopädischer Schuhmacherei, die er sinnvoll zur Behandlung einsetzte. „Ruhe und Bewegung“ waren die Grundlagen seines ärztlichen Handelns. Hohmann beschäftigte sich mit dem ganzen Menschen, dessen Umwelt sowie dessen sozialer Situation. Georg Hohmann wurde geprägt von Friedrich Naumann, der ihn schon als Student faszinierte und sein soziales Empfinden neben nationalen und fortschrittlichen Gedanken zu formen verstand. Auch nachdem er sich in Bergen endgültig zur Ruhe gesetzt hatte, zeigen Fachbücher, Kongreßbesuche, Vorträge und wissenschaftliche Arbeiten sein unermüdliches Potential.

Ehrungen[Bearbeiten]

Weitere Werke[Bearbeiten]

  • Fuß und Bein, ihre Erkrankung und deren Behandlung, 1923, 5. Auflage 1951;
  • Orthopädische Gymnastik, ein Übungsbuch, 1933, 3te Auflage 1956, mit Lina Jegel-Stumpf;
  • Orthopädische Apparate und Bandagen, In: Zeitschrift für orthopädische Chirurgie 1936, 2. Auflage 1938;
  • mit Karl Giuliani: Orthopädische Technik. 1941, 4. Auflage 1958 ;
  • Orthopädie. Ein Studienführer. 1947.
  • Hand und Arm, ihre Erkrankungen und deren Behandlung. 1949.
  • Ein Arzt erlebt seine Zeit. 1954.
  • mit Matthias Hackenbroch und Kurt Lindemann (Hg.): Handbuch der Orthopädie, 4 Bände, 1957–1961.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dissertation: Studie über Gießfieber.
  2. Habilitationsschrift: Die Pseudarthrosen und die durch Knochendefekte entstandenen Schlottergelenke.
  3. Rektoratsreden (HLM)