Gianmaria Bruni

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gianmaria Bruni
Gianmaria Bruni 2010
Automobil-/Formel-1-Weltmeisterschaft
Nation: ItalienItalien Italien
Erster Start: Großer Preis von Australien 2004
Letzter Start: Großer Preis von Brasilien 2004
Konstrukteure
2004 Minardi
Statistik
WM-Bilanz: WM-25. (2004)
Starts Siege Poles SR
18
WM-Punkte:
Podestplätze:
Führungsrunden: — über 0 km
Vorlage:Infobox Formel-1-Fahrer/Wartung/Alte Parameter

Gianmaria Bruni (* 30. Mai 1981 in Rom) ist ein italienischer Automobilrennfahrer. Er startete 2004 in der Formel 1 für das Minardi-Team und fuhr von 2005 bis 2006 in der GP2-Serie. Derzeit ist er in der FIA-GT-Meisterschaft aktiv.

Karriere[Bearbeiten]

Um im Alter von 10 Jahren eine Karriere als Amateur-Kart-Fahrer zu starten, obwohl das Mindestalter zum Wettstreit 12 Jahre betrug, belog er den damaligen Direktor von La Pista d’Oro, einer Kart-Rennstrecke in Rom, hinsichtlich seines Alters.

Seine erste Erfahrung als Rennfahrer erlangte er 1997 in der italienischen Formel Renault. 1998 gewann er den Titel und stieg zur europäischen Formel Renault auf. Den europäischen Titel gewann er 1999, woraufhin er sich der britischen Formel 3 widmete, welche ihm 2000 einen fünften und 2001 einen vierten Platz bescherte. Nach weiteren ähnlichen europäischen Serien erregte er die Aufmerksamkeit von Minardi, die ihn 2003 prüften; die größere Hürde in seiner Karriere war allerdings, 2004 für seine Teilnahme für Minardi genügend finanzielle Unterstützung aufzutreiben.

Obwohl Bruni schließlich ein Cockpit bei Minardi bekam und an der Formel-1-Saison 2004 teilnahm, musste er mit einem Wagen auskommen, der entschieden weniger fortschrittlich war als der der meisten restlichen Teilnehmer. Er und nur ein weiterer Teilnehmer in dieser Saison erzielten keinerlei Weltmeisterschaftspunkte.

2005 fuhr Bruni in der GP2-Serie, einer im F1-Support-Package enthaltenen und als Nachwuchsserie gedachten Formel-Meisterschaft. Er gewann sein erstes GP2-Rennen in Barcelona am 7. Mai. Kurz vor den Rennen in Monza im September verließ er das Coloni-GP2-Team und trat dem Durango-Team bei, wo er eine Pole-Position für die nächste Veranstaltung in Spa-Francorchamps in Belgien errang.

Auch 2006 startete Bruni in der Formel GP2. Diesmal trat er mit dem Team Trident Racing an. Er gewann die Rennen in Imola und Hockenheim und beendete die Saison auf dem siebten Platz.

2007 wechselte er in die FIA-GT-Meisterschaft, wo er mit dem Team AF Corse in der Klasse GT2 antrat. Die Saison 2007 beendete er zusammen mit seinem Teamkollegen Stéphane Ortelli nach drei Siegen auf dem dritten Gesamtrang. Auch in der Saison 2008 ist Bruni in der FIA-GT-Meisterschaft unterwegs. Mit seinem neuen Teamkollegen Toni Vilander konnte er nach fünf Klassensiegen den Titel der GT2-Klasse gewinnen. Parallel dazu trat Bruni mit Robert Bell auch in der Le Mans Series an. Bruni gewann mit Bell drei der fünf Meisterschaftsläufe, beim letzten Rennen in Silverstone kollidierten jedoch die Rennkalender beider Serien. Bruni entschied sich zugunsten der FIA GT und wurde daher lediglich Vizemeister hinter Teamkollegen Bell. In der Le-Mans-Series-Saison 2009 bildete er weiterhin mit Bell eine Fahrerpaarung und gewannen zwei 1000-km-Rennen der GT2-Klasse, beendeten die Meisterschaft dennoch hinter Marc Lieb und Richard Lietz. Parallel startete er weiterhin mit Toni Vilander in der FIA GT und beendete die Fahrermeisterschaft zwar hinter Richard Westbrook, trug aber mit mehreren Klassensiegen zum Sieg des Teammeisterschaft von AF Corse bei.

Statistik[Bearbeiten]

Statistik in der Formel 1[Bearbeiten]

Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Rennrunden
Punkte WM-Pos.
2004 Wilux Minardi Cosworth Minardi PS04B Ford Cosworth 3.0 V10 18 25.
Gesamt 18

Einzelergebnisse[Bearbeiten]

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18
2004 Flag of Australia.svg Flag of Malaysia.svg Flag of Bahrain.svg Flag of San Marino.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Europe.svg Flag of Canada.svg Flag of the United States.svg Flag of France.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Japan.svg Flag of Brazil.svg
DNF 14 17 DNF DNF DNF 14 DNF DNF 18 16 17 14 DNF DNF DNF 16 17
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung


Erfolge in der GP2-Serie[Bearbeiten]

Saison Team-Name Nr. Rennen Pole-Positions Siege Endgültige Platzierung
2005 Coloni Motorsport 17/25 19 2 1 9.
2006 Trident Racing 26 21 2 2 7.

Le-Mans-Ergebnisse[Bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2008 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Risi Competizione Ferrari F430 GTC FinnlandFinnland Mika Salo BrasilienBrasilien Jaime Melo Rang 19
2009 ItalienItalien AF Corse Ferrari F430 GTC ArgentinienArgentinien Luis Pérez Companc ArgentinienArgentinien Matías Russo Rang 26
2010 ItalienItalien AF Corse Ferrari F430 GTC DeutschlandDeutschland Pierre Kaffer BrasilienBrasilien Jamie Melo Ausfall Motorschaden
2011 ItalienItalien AF Corse Ferrari 458 Italia GTC ItalienItalien Giancarlo Fisichella FinnlandFinnland Toni Vilander Rang 13
2012 ItalienItalien AF Corse Ferrari 458 Italia GTC ItalienItalien Giancarlo Fisichella FinnlandFinnland Toni Vilander Rang 17 und Klassensieg
2013 ItalienItalien AF Corse Ferrari 458 Italia GT2 ItalienItalien Giancarlo Fisichella ItalienItalien Matteo Malucelli Rang 22
2014 ItalienItalien AF Corse Ferrari 458 Italia GT2 ItalienItalien Giancarlo Fisichella FinnlandFinnland Toni Vilander Rang 13 und Klassensieg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gianmaria Bruni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien