Autodromo Enzo e Dino Ferrari

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Autodromo Enzo e Dino Ferrari
bis 1988: Autodromo Dino Ferrari
bis 1968: Imola
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Adresse:
Autodromo Internazionale Enzo e Dino Ferrari
via F.lli Rosselli, 2
40026 Imola

Autodromo Enzo e Dino Ferrari (Italien)
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ItalienItalien Imola, Italien
Streckenart: permanente Rennstrecke
Eröffnung: 1952
Austragungsort
Formel 1:
1980–2006
Streckenlayout
Imola 2009.svg
Streckendaten
Wichtige
Veranstaltungen:
European Le Mans Series, Superbike-WM
Streckenlänge: 4,909 km (3,05 mi)
Kurven: 17
Grand-Prix Kurs 1995 - 2006
Streckendaten
Streckenlänge: 4,933 km (3,07 mi)
Rekorde
Streckenrekord:
(Formel 1)
1:20,411 min.
(Michael Schumacher, Ferrari, 2004)
Grand Prix Kurs 1981 - 1994
Streckendaten
Streckenlänge: 5,040 km (3,13 mi)
Kurven: 23
Rekorde
Streckenrekord:
(Formel 1)
1:24,335 min.
(Damon Hill, Williams - Renault, 1994)
http://www.autodromoimola.com

44.34027777777811.713611111111Koordinaten: 44° 20′ 25″ N, 11° 42′ 49″ O

Startbereich der Rennstrecke

Das Autodromo Enzo e Dino Ferrari ist eine Rennstrecke in Imola, Italien, auf der bis zum Jahr 2006 der Große Preis von San Marino stattfand. Auf Grund der Tatsache, dass ein Land nicht zwei Formel 1 Grand Prix austragen darf, wurde das Rennen in Imola an den Zwergstaat San Marino abgegeben. Da die Rennstrecke nur 80 km von Maranello, dem Stammsitz von Ferrari, entfernt liegt, wurde das Rennen in Imola auch als Heimspiel für die Scuderia gehandelt. Es war eine der wenigen Formel-1-Strecken, die entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Rennstrecke wurde 1953 eröffnet und geht auf eine Idee von Enzo Ferrari zurück, welcher hier einen kleinen Nürburgring errichten lassen wollte. Bei der Eröffnung waren keinerlei Schikanen im Layout vorhanden, so war die Tamburello-Kurve die erste einer Runde, die Tosa bereits die zweite Kurve. 1968 wurde die Strecke nach dem früh verstorbenen Sohn Alfredo (Dino) von Enzo Ferrari in Autodromo Dino Ferrari umbenannt. Nach Enzo Ferraris Tod im Jahr 1988 wurde der Name erweitert.[1]

Beim Großen Preis von San Marino 1994 verunglückten im Samstagstraining zunächst Roland Ratzenberger und beim Rennen einen Tag später Ayrton Senna tödlich. Diese und weitere Unfälle und die wieder aktivierte Grand Prix Drivers’ Association bewirkten zahlreiche Änderungen. Seitdem wird mehr Wert auf die Sicherheit vieler Rennstrecken und die der Wagen gelegt, die Sicherheit der Fahrer wurde erhöht. In Imola wurden daraufhin Schikanen in der Tamburello-Kurve und vor der Tosa-Kurve (benannt nach Gilles Villeneuve) eingebaut, welche die Geschwindigkeiten erheblich drosselten. Andere Stellen wie die Variante Alta wurden ebenfalls entschärft.

Zur Saison 2007 wurde der Grand Prix von San Marino aus dem Formel-1-Kalender gestrichen, da die Anlage als nicht mehr zeitgemäß galt.

Von Ende 2006 an wurde der Kurs für umfangreiche Umbauarbeiten geschlossen. Innerhalb von zehn Monaten wurde ein komplett neues Boxengebäude inkl. Mediacenter errichtet, die Auslaufzone in der „Tamburello-Schikane“ erweitert sowie einige Abschnitte neu asphaltiert. Im Zuge des neuen Boxengebäudes musste auch die Streckenführung erneut geändert werden. Nach der „Rivazza“ folgen nun mehrere schnelle Kurven anstatt der alten „Variante-Bassa“, so dass ein langes Vollgasstück bis zur „Tamburello-Schikane“ entstanden ist. Nach der Abnahme der FIA erhielt der Kurs eine 1T-Lizenz, welche alle Veranstaltungen außer der Formel 1 zulässt. [2] Zu Beginn des Jahres 2008 wurde auch ein neues Management gefunden [3], der Kurs mittlerweile in „Autodromo Internazionale Enzo e Dino Ferrari di Imola“ umbenannt. Erste große Veranstaltung nach dem Umbau war das Veranstaltungswochenende im Rahmen der FIA WTCC im September 2008.

Statistik[Bearbeiten]

Alle Sieger von Formel-1-Rennen in Imola[Bearbeiten]

Jahr Sieger Auto Zeit Streckenlänge Runden Ø-Tempo Datum GP von
1980 Brasilien 1968Brasilien Nelson Piquet Brabham-Ford 1:38:07,520 h 5,040 km 60 184,906 km/h 14. September ItalienItalien Italien
1981 Brasilien 1968Brasilien Nelson Piquet Brabham-Ford 1:51:23,970 h 5,040 km 60 162,873 km/h 3. Mai San MarinoSan Marino San Marino
1982 FrankreichFrankreich Didier Pironi Ferrari 1:36:38,887 h 5,040 km 60 187,733 km/h 25. April
1983 FrankreichFrankreich Patrick Tambay Ferrari 1:37:52,460 h 5,040 km 60 185,381 km/h 1. Mai
1984 FrankreichFrankreich Alain Prost McLaren-TAG-Porsche 1:36:53,679 h 5,040 km 60 187,255 km/h 6. Mai
1985 ItalienItalien Elio de Angelis Lotus-Renault 1:34:35,955 h 5,040 km 60 191,799 km/h 2. August
1986 FrankreichFrankreich Alain Prost McLaren-TAG-Porsche 1:32:28,408 h 5,040 km 60 196,208 km/h 27. April
1987 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Nigel Mansell Williams-Honda 1:31:42,076 h 5,040 km 59 194,562 km/h 3. Mai
1988 Brasilien 1968Brasilien Ayrton Senna McLaren-Honda 1:32:41,264 h 5,040 km 60 195,754 km/h 1. Mai
1989 BrasilienBrasilien Ayrton Senna McLaren-Honda 1:26:51,245 h 5,040 km 58 201,939 km/h 23. April
1990 ItalienItalien Riccardo Patrese Williams-Renault 1:30:55,478 h 5,040 km 61 202,876 km/h 13. Mai
1991 Brasilien 1968Brasilien Ayrton Senna McLaren-Honda 1:35:14,750 h 5,040 km 61 193,671 km/h 28. April
1992 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Nigel Mansell Williams-Renault 1:28:40,927 h 5,040 km 60 204,596 km/h 17. Mai
1993 FrankreichFrankreich Alain Prost Williams-Renault 1:33:20,413 h 5,040 km 61 197,625 km/h 25. April
1994 DeutschlandDeutschland Michael Schumacher Benetton-Ford 1:28:28,642 h 5,040 km 58 198,234 km/h 1. Mai
1995 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Damon Hill Williams-Renault 1:41:42,552 h 4,895 km 63 181,922 km/h 30. April
1996 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Damon Hill Williams-Renault 1:35:26,156 h 4,892 km 63 193,761 km/h 5. April
1997 DeutschlandDeutschland Heinz-Harald Frentzen Williams-Renault 1:31:00,673 h 4,930 km 62 201,509 km/h 27. April
1998 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich David Coulthard McLaren-Mercedes 1:34:24,593 h 4,930 km 62 194,255 km/h 26. April
1999 DeutschlandDeutschland Michael Schumacher Ferrari 1:33:44,792 h 4,930 km 62 195,630 km/h 2. Mai
2000 DeutschlandDeutschland Michael Schumacher Ferrari 1:31:39,776 h 4,930 km 62 200,077 km/h 9. April
2001 DeutschlandDeutschland Ralf Schumacher Williams-BMW 1:30:44,817 h 4,933 km 62 202,062 km/h 15. April
2002 DeutschlandDeutschland Michael Schumacher Ferrari 1:29:10,789 h 4,933 km 62 206,190 km/h 14. April
2003 DeutschlandDeutschland Michael Schumacher Ferrari 1:28:12,058 h 4,933 km 62 207,895 km/h 20. April
2004 DeutschlandDeutschland Michael Schumacher Ferrari 1:26:19,670 h 4,933 km 62 212,406 km/h 25. April
2005 SpanienSpanien Fernando Alonso Renault 1:27:41,921 h 4,933 km 62 209,086 km/h 24. April
2006 DeutschlandDeutschland Michael Schumacher Ferrari 1:31:06,486 h 4,959 km 62 202,323 km/h 23. April

Rekordsieger Fahrer: M. Schumacher (7), Rekordsieger Konstrukteure: Ferrari / Williams (8)

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Autodromo Enzo e Dino Ferrari – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Imola - The history of the racetrack, IMOLA-Homepage, abgerufen am 4. Mai 2012.
  2. http://www.motorsport-total.com/wtcc/splitter/2008/09/FIA_stellt_Imola_eine_1T-Lizenz_aus_08090302.html
  3. http://www.motorsport-total.com/f1/splitter/2008/04/Neue_Teilhaber_in_Imola_08041902.html