Ferrari F430
| Ferrari | |
|---|---|
| F430 | |
| Hersteller: | Ferrari |
| Produktionszeitraum: | 2004–2009 |
| Klasse: | Sportwagen |
| Karosserieversionen: | Coupé, zweitürig Spider, Stoffverdeck |
| Motoren: | 4,3-Liter V8-Ottomotor, (360–375 kW) |
| Länge: | 4512 mm |
| Breite: | 1923 mm |
| Höhe: | 1214–1234 mm |
| Radstand: | 2600 mm |
| Leergewicht: | 1250–1420 kg |
| Vorgängermodell: | Ferrari 360 |
| Nachfolgemodell: | Ferrari 458 |
Der Ferrari F430 ist ein Sportwagenmodell des italienischen Herstellers Ferrari. Der F430 war bis zur Vorstellung des Ferrari California das Ferrari-Einstiegsmodell und ist der Nachfolger des erfolgreichen Ferrari 360, des bisher meistverkauften Ferrari-Modells.
Inhaltsverzeichnis |
Ausstattung [Bearbeiten]
Der V8-Mittelmotor liefert eine Leistung von 360 kW (490 PS), was bei entsprechender Fahrwerks- und Getriebeeinstellung eine Beschleunigung von 0–100 km/h in rund 4 s ermöglicht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei ca. 311 km/h.
Er verfügt als erstes Serienfahrzeug von Ferrari über ein elektronisch gesteuertes Differenzial „E-Diff“. Mittels eines am Lenkrad befindlichen Schalters („Manettino“ genannt; nach [italienisch] manetto: Handschalter) kann u. a. die Feinabstimmung des Fahrwerks durchgeführt werden.
Versionen [Bearbeiten]
F430 Spider [Bearbeiten]
Zudem ist eine offene Variante namens F430 Spider erhältlich. Dieser verfügt über den gleichen V8-Mittelmotor wie das Coupé, jedoch ist das Fahrwerk des Spiders um zwei Zentimeter höher gelegt, und das Fahrzeug wiegt circa 70 kg mehr als die Coupéversion.
430 Scuderia [Bearbeiten]
Der 430 Scuderia, Ferrari verzichtet hier auf das F, auf Basis des Ferrari F430 ist als direkter Konkurrent des Porsche 911 GT3 RS und des Lamborghini Gallardo Superleggera entstanden. Er wurde auf der IAA 2007 vorgestellt, und ist die Straßenversion des F430 Challenge. Im direkten Vergleich mit der Serienversion ist er um 100 kg leichter, das entspricht einem Gewicht von 1250 kg nach DIN-Norm. Zudem verfügt er über eine Maximalleistung von 375 kW (510 PS), was eine Mehrleistung von 15 kW (20 PS) gegenüber der normalen Coupévariante bedeutet. Zusätzlich ist der Scuderia der erste Ferrari, der mit dem neuen F1-Superfast-II-Getriebe/Schaltung ausgestattet ist, welches Schaltzeiten von weniger als 60 ms erlaubt (zum Vergleich: Ferrari Enzo: 110 ms). Weiterhin fährt der Scuderia im Vergleich zum regulären F430 auf breiteren, speziell für diesen Wagen entwickelten Reifen (Vorderachse: 235/35 ZR19, Hinterachse 285/35 ZR19). Die Beschleunigung von 0-100 km/h erfolgt dadurch in unter 3,6 Sekunden (orig. Werksangabe Ferrari).
Vom Scuderia wurde als Abschluss der 430-Baureihe noch eine auf 499 Exemplare limitierte offene Spider-Version vorgestellt (genaue Bezeichnung: Ferrari Scuderia Spider 16M), nach Deutschland wurden hiervon etwa 10 % verkauft.
F430 Challenge [Bearbeiten]
Die Rennversion des F430 für den Ferrari Markenpokal heißt F430 Challenge und wurde auf der IAA 2005 vorgestellt. Durch Gewichtsreduzierung in allen Bereichen wiegt das Fahrzeug 1.225 kg, besitzt jedoch keine Straßenzulassung.
Für den Motorsportbetrieb wurden verschiedene GT-Varianten des F430 angeboten. Zunächst überarbeitete Michelotto das Fahrzeug, dazu wurde die Aerodynamik gemäß dem FIA-GT2-Reglement und der Motor für den Rennbetrieb weiterentwickelt. Die ersten Testfahrten erfolgten im Oktober 2005; im folgenden Jahr wurden erste Varianten für 420.000 Euro angeboten.[1] Das Fahrzeug wurde von Michelotto im folgenden Jahr weiter entwickelt und 2007 als Evolutionsmodell mit dem Namen 430 GTC angeboten.
Parallel dazu schrieb die FIA für 2006 eine europäische GT-Meisterschaft aus. Dafür wurde in Zusammenarbeit mit dem Organisator SRO ein neues Regelwerk entwickelt. Für die GT3 getaufte Klasse modifizierte Ferrari ihr bereits vorgestelltes Challenge-Modell. Der erste Einsatz erfolgte 2006 mit dem monegassichen Kundenteam JMB. 2009 wurde dann ein weiteres GT3-Fahrzeug auf Basis des F430 homologiert, die Basis des Wagens ist nun jedoch der 430 Scuderia. Das erste Rennen des neuen Fahrzeugs bestritt Kessel Racing auf dem Silverstone Circuit im Mai 2009.
Technische Daten [Bearbeiten]
| Ferrari F430 | Ferrari F430 Spider | Ferrari 430 Scuderia | Ferrari Scuderia Spider 16M | |
|---|---|---|---|---|
| Zylinder/Ventile | 8/32 | |||
| Hubraum (cm³) | 4308 | |||
| Leistung kW (PS) bei min-1 | 360 (490) bei 8500 | 375 (510) bei 8500 | ||
| Drehmoment Nm bei min-1 | 465/5250 | 470/5250 | ||
| Antrieb | Hinterradantrieb | |||
| Beschleunigung 0-100 km/h | 3,9 s | 4,1 s | <3,6 s | 3,7 s |
| Höchstgeschwindigkeit (km/h) | 315 | 311 | 324 | 315 |
| Verbrauch (l/100 km) | 15,2 | 15,7 | ||
| Leergewicht (kg) nach EG-Norm | 1450 | 1520 | 1350 | 1440 |
| Tankinhalt (Liter) | 95 | |||
| Bauzeit | 2004–2009 | 2005–2009 | 2007–2009 | 2008–2009 |
Reifen/Felgen [Bearbeiten]
- Vorne: 225/35 (Straßenreifen)
-
- 235/35 (Semi-Slicks oder Sportreifen)
- Hinten: 285/35 (Straßenreifen)
-
- 295/30 (Semi-Slicks oder Sportreifen)
Bremsen [Bearbeiten]
Den F430 Spider gibt es mit herkömmlichen Stahlbremsen sowie auch mit Carbon-Keramik Bremsscheiben und Bremsklötzen.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- Ferrari Betriebsanleitung F430 Spider (Deutsch)
- ↑ 2007 Le Mans Series Yearbook. S. 72
Weblinks [Bearbeiten]
Aktuelle Modelle: 458 | California | F12berlinetta | FF | LaFerrari
Historische Modelle: AAC 815 | 125 | 159 | 166 | 195 | 208 | 212 | 250 | 250 GTO | 275 | 288 GTO | 208/308 | 328 | 330 | 340/342 | 348 | 360 Modena | 365 | 365 GTC/4 | 375 America | 400 Superamerica | 400i/412i | 410 Superamerica | 430 | 456 GT/MGT | 500 Superfast | 512BB/BBi | 550 Maranello | 575 Maranello | 599 Fiorano | 612 Scaglietti | Dino 206 | Dino 246 | Dino 308 GT 4 | Mondial | Testarossa | F355 | F40 | F50 | FXX | Enzo
Prototypen und Stilstudien: Superfast/II/III/IV | Berlinetta Boxer | 512 S Modulo | 250 GT Zagato 3Z | 365 GTC/4 Spider | P4/5 | Pinin | FX | Mythos | GG50