Glynis Johns

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Glynis Johns

Glynis Johns (* 5. Oktober 1923 in Pretoria, Südafrika) ist eine walisische Schauspielerin, Pianistin, Sängerin und Tänzerin.[1]

Sie ist die Tochter des walisischen Autors Mervyn Johns (1899-1992) und der Konzertpianistin Alys Steele.

Leben[Bearbeiten]

Glynis Johns wurde 1923 in Pretoria geboren, als sich die Familie auf Reisen in Südafrika befand. Ihre karrierebewußten Eltern sorgten für eine Ausbildung zur "kompletten Schauspielerin", was auch Gesang, Tanz und Klavierspiel beinhaltete.

Ihre Laufbahn als Filmschauspielerin begann 1938 mit South Riding. Der Durchbruch gelang ihr 1948 in der Titelrolle von Miranda, wo sie an der Seite von David Tomlinson und Margaret Rutherford eine Meerjungfrau spielte. Es war auch das Spielfilmdebüt des bisherigen Doku-Regisseurs Ken Annakin. 1954 wurde eine Fortsetzung unter dem Titel Mad About Men nachgeschoben, in dem Johns als Miranda und deren menschliche Cousine vor der Kamera stand. Die Reise ins Ungewisse (No Highway, 1951) mit James Stewart und Der Unwiderstehliche (The Card, 1952) mit Alec Guinness festigten ihren Ruf. Walt Disney gab ihr dann in zwei seiner in Großbritannien hergestellten Spielfilme die weibliche Hauptrolle, beide Male an der Seite Richard Todds: Als Mary Tudor in dem ebenfalls von Annakin inszenierten Eine Prinzessin verliebt sich (The Sword and the Rose, 1953) und in Rob Roy – Der königliche Rebell (Rob Roy, the Highland Rogue, 1953).

Ihre bekannteste Rolle ist aber zweifellos die der „Winifred Banks“ in der Disney-Verfilmung von P. L. TraversMary Poppins (1964), einem der erfolgreichsten Filmmusicals aller Zeiten. Zu den weiteren Höhepunkten ihrer Karriere zählen das humorvolle Musical Der Hofnarr (The Court Jester, 1955) mit Danny Kaye und der von Fred Zinnemann inszenierte Der endlose Horizont (The Sundowners, 1960) mit Deborah Kerr, Robert Mitchum und Peter Ustinov, für den sie eine „Oscar“-Nominierung als „Beste Nebendarstellerin“ erhielt.

Zudem stand Glynis Johns oft auf der Theaterbühne und für Fernsehproduktionen vor der Kamera. 1963 war sie Hauptdarstellerin der Fernsehserie Glynis, in der sie die Krimi-Schriftstellerin „Glynis Granville“ spielte. Die Serie wurde allerdings bereits nach 13 Folgen wieder eingestellt.

Eine ihrer letzten großen Rollen spielte die beliebte Schauspielerin als gutmütige Großmutter „Elsie Callaghan“ in Jon Turteltaubs Während Du schliefst von 1995 an der Seite von Sandra Bullock und Bill Pullman.

Privates[Bearbeiten]

Ihr Vater war der bekannte walisische Schauspieler Mervyn Johns (1899–1992). Ihre Mutter Alys Steele war eine australische Konzertpianistin. Glynis wurde geboren, als sich ihre Eltern beruflich in Südafrika befanden.

Sie war insgesamt vier Mal verheiratet, aber alle Ehen wurden geschieden. Aus ihrer ersten Ehe mit Anthony Forwood ging ihr Sohn Gareth Forwood (1945–2007) hervor, der ebenfalls Schauspieler wurde. Ihre späteren Ehemänner waren David Foster, Cecil Henderson (1960–1962) und Elliott Arnold (1964–?)

Ihr Bruder Glyn Johns (*1942) wurde als Musikproduzent bekannt, unter anderem für die Beatles und The Who.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Glynis Johns – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biographische Daten von Glynis Johns in: Scott Palmer: British film actors' credits, 1895–1987. McFarland, 1988, ISBN 1-55862-166-0, S. 404.