Sandra Bullock

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Sandra Bullock im Juni 2013 bei der Taffe Mädels-Filmpremiere in London

Sandra Annette Bullock (* 26. Juli 1964 in Arlington, Virginia) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, Filmproduzentin und Synchronsprecherin mit deutschen Wurzeln. Sie wurde durch die Actionfilme Demolition Man (1993) und Speed (1994) sowie die Romanze Während du schliefst (1995) berühmt und gehört seitdem zu den beliebtesten und bestbezahlten Schauspielerinnen Hollywoods. Zu ihren größten Erfolgen zählen vor allem Komödien wie Miss Undercover (2000), Ein Chef zum Verlieben (2002), Selbst ist die Braut (2009) und Taffe Mädels (2013). Sie glänzte aber auch in ernsthaften Rollen wie in dem oscarprämierten Episodenfilm L.A. Crash (2004), dem Drama Blind Side – Die große Chance (2009) und dem Science-Fiction-Thriller Gravity (2013). Für Blind Side – Die große Chance wurde Bullock als beste Hauptdarstellerin mit dem Oscar und dem Golden Globe ausgezeichnet. Gravity, der bislang finanziell erfolgreichste Film ihrer Karriere, brachte ihr ihre zweite Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin ein sowie, dank Umsatzbeteiligung, eine Rekordgage von mindestens $70 Millionen. [1]

Leben[Bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

Bullock wurde 1964 als Tochter der deutschen Opernsängerin Helga Meyer (1942–2000) und des US-amerikanischen Militärangehörigen und Gesangslehrers John Bullock geboren. Ihre ersten zwölf Lebensjahre verbrachte sie überwiegend in Nürnberg, da ihre Mutter am örtlichen Staatstheater auftrat; zeitweise lebte die Familie auch in Salzburg und Wien. Sandra und ihre jüngere Schwester Gesine (* 1970, verh. Bullock-Prado)[2] traten im Kinderchor auf und übernahmen kleinere Rollen, zum Beispiel in den Opernaufführungen ihrer Mutter. Bullock spricht fließend Deutsch, dem eigenen Bekunden nach mit einem leichten fränkischen Akzent.[3][4] Bis zu ihrem 18. Lebensjahr besaß sie neben der US-amerikanischen auch die deutsche Staatsangehörigkeit.[3]

In Nürnberg besuchte Bullock die Waldorfschule,[5] in Arlington County die Washington-Lee High School, an der sie als Cheerleader-Captain auftrat und an vielen Theateraufführungen teilnahm. Nach ihrem High-School-Abschluss 1982 studierte sie Schauspiel an der East Carolina University. Sie brach das Studium 1986 ab, um in New York Schauspielerfahrungen zu sammeln, was sich als schwierig erwies. So arbeitete sie unter anderem als Kellnerin, Reinigungskraft, Diskotänzerin oder auch als Hundefrisörin, bis sie bei Sanford Meisner ihre Schauspielausbildung beendet hatte. In New York besuchte sie Schauspielkurse und trat in verschiedenen Studentenfilmen auf. Ein erstes Engagement hatte sie in dem Off-Broadway-Stück No Time Flat.

Anfänge der Karriere[Bearbeiten]

1989 zog Bullock nach Los Angeles und spielte kleine Film- und Fernsehrollen, darunter eine Hauptrolle in dem Fernsehfilm Bionic Showdown: The Six Million Dollar Man and the Bionic Woman. In der Fernsehserie Working Girl, basierend auf dem gleichnamigen Kinohit (Die Waffen der Frauen), hatte Bullock 1990 eine Hauptrolle, die Serie wurde allerdings nach nur zwölf Episoden wieder eingestellt. Anschließend wirkte sie in mehreren Kinofilmen mit, darunter eine Hauptrolle in der Komödie Love Potion No. 9 – Der Duft der Liebe (1992) mit Tate Donovan, eine Nebenrolle in dem Thriller Spurlos (1993) mit Jeff Bridges und Kiefer Sutherland sowie eine Nebenrolle in dem Drama The Thing Called Love – Die Entscheidung fürs Leben (1993) mit River Phoenix. Für The Thing Called Love, in dem Bullock eine Country-Musikerin spielte, schrieb sie den Song Heaven Knocking On My Door und sang diesen auch im Film.[6]

1993 spielte Bullock neben Sylvester Stallone und Wesley Snipes in Demolition Man eine Polizistin, da die Schauspielerin Lori Petty, die ursprünglich für die Rolle vorgesehen war, wenige Tage nach Drehbeginn entlassen wurde. Der Actionfilm war Bullocks erster großer finanzieller Erfolg und steigerte ihren Bekanntheitsgrad, er brachte ihr jedoch auch eine Nominierung für eine Goldene Himbeere als schlechteste Nebendarstellerin ein.

Durchbruch[Bearbeiten]

Sandra Bullock bei den Filmfestspielen von Cannes 1996
Bullocks Stern auf dem Walk of Fame
Sandra Bullock im September 2006 bei der Premiere zu Das Haus am See in London

Ihren Durchbruch in Hollywood feierte sie ein Jahr später mit dem Actionhit Speed an der Seite von Keanu Reeves und Dennis Hopper. Der von Jan de Bont gedrehte Film über einen Linienbus, der wegen einer Bombe an Bord ohne anzuhalten durch den Berufsverkehr von Los Angeles rast (Tagline: Get ready for rush hour – Mach dich bereit für den Berufsverkehr), spielte 1994 weltweit 350,4 Mio. Dollar ein und erhielt zwei Oscars (bester Ton, bester Tonschnitt). Als Nächstes spielte Bullock die Hauptrolle in der Romanze Während Du schliefst (1995) an der Seite von Bill Pullman, nachdem Demi Moore vor Drehbeginn aus dem Projekt ausgestiegen war. Während Du schliefst war ein weiterer Kassenerfolg und brachte Bullock ihre erste Golden-Globe-Nominierung ein.

Mit dem Thriller Das Netz (1995), der wenig erfolgreichen Komödie Gestohlene Herzen (1996) und dem Justizthriller Die Jury (1996) etablierte sich Bullock als eine der beliebtesten und am besten bezahlten Schauspielerinnen Hollywoods. In Die Jury, einer Verfilmung des Debütromans von Bestsellerautor John Grisham mit Matthew McConaughey und Samuel L. Jackson, spielte sie eigentlich nur eine Nebenrolle. Aufgrund ihrer Popularität wurde ihr Name auf Filmplakaten jedoch an erster Stelle genannt. Für die Rolle erhielt Bullock bereits eine Gage von sechs Millionen US-Dollar.

In der Verfilmung des Buches „Hemingway in Love and War“, In Love and War (1996), verkörperte Bullock mit Agnes von Kurowsky erstmals in ihrer Karriere eine reale Person. An ihrer Seite spielte Chris O’Donnell den jungen Ernest Hemingway. Der Film, der gemischte Kritiken erhielt, war nicht sehr erfolgreich.

1997 drehte Bullock unter der Regie von Jan de Bont die Fortsetzung Speed 2 – Cruise Control. Die männliche Hauptrolle übernahm Jason Patric, nachdem Keanu Reeves abgelehnt hatte. Bullock bekam 12,5 Millionen Dollar Gage, der Film spielte allerdings gerade so die Produktionskosten ein. Außerdem bekam er schlechte Kritiken und eine Goldene Himbeere für die „schlechteste Neuverfilmung oder Fortsetzung“ sowie sieben weitere Nominierungen, darunter eine für Bullock als „schlechteste Hauptdarstellerin“.

Debüt als Regisseurin[Bearbeiten]

1998 war Bullock in dem Drama Eine zweite Chance mit Harry Connick junior zu sehen, dabei versuchte sie sich zum ersten Mal als Filmproduzentin. Im selben Jahr spielte sie zusammen mit Nicole Kidman in dem Fantasyfilm Zauberhafte Schwestern und gab mit dem Kurzfilm Making Sandwiches ihr Debüt als Drehbuchautorin und Regisseurin. In Making Sandwiches spielte sie neben ihrem Filmpartner aus Die Jury, Matthew McConaughey, und Eric Roberts – der Film kam allerdings nicht in die Kinos, er wurde nur auf ausgewählten Filmfestivals gezeigt. In dem Zeichentrickfilm Der Prinz von Ägypten (1998) übernahm Bullock eine Sprechrolle. 1999 wirkte sie lediglich in der halbwegs erfolgreichen Komödie Auf die stürmische Art an der Seite von Ben Affleck mit.

2000 übernahm Bullock eine Rolle in der Komödie Ein Herz und eine Kanone neben Liam Neeson. Der Film spielte nicht einmal die Produktionskosten ein. In dem Drama 28 Tage (2000) mit Viggo Mortensen spielte sie eine Alkoholikerin, die nach einem Autounfall im Vollrausch zu einem Aufenthalt in einer Entzugsklinik verurteilt wird. Für diese Darstellung, die so gar nicht ihrem öffentlichen Image als „everybody's darling“ entsprach, erntete Bullock allerdings gemischte Kritiken. Mit ihrer Rolle als FBI-Agentin, die als Teilnehmerin bei einer Misswahl eingeschleust wird, konnte sie als Miss Undercover (2000) dagegen einen weltweiten Kinohit (Einspielergebnis: 212,7 Mio. US-Dollar) verbuchen. Die Komödie brachte ihr den American Comedy Award sowie ihre zweite Golden-Globe-Nominierung ein.

In dem Thriller Mord nach Plan (2002) war Bullock als Detective zu sehen, die ein scheinbar perfektes Verbrechen aufzudecken versucht – inspiriert wurde der Film von dem authentischen Mordfall Leopold und Loeb. Das Südstaaten-Drama Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern (2002) mit Ellen Burstyn thematisiert einen Mutter-Tochter-Konflikt. Mit Ein Chef zum Verlieben (2002) an der Seite von Hugh Grant bewies Bullock einmal mehr, dass ihre erfolgreichsten Filme im Genre der romantischen Komödie angesiedelt sind, der Film spielte weltweit knapp 200 Mio. US-Dollar ein. 2003 nahm Bullock erneut eine Auszeit von der Schauspielerei.

2004 spielte sie eine Rolle in dem von Kritikern hoch gelobten Episodenfilm L.A. Crash, in dem Menschen in Los Angeles auf unterschiedliche Weise mit den Themen Rassismus und Gewalt konfrontiert werden. L.A. Crash wurde später als bester Film mit dem Oscar ausgezeichnet und erhielt weitere Preise, u.a. für das beste Schauspielensemble (Screen Actors Guild Award, Critics' Choice Award).

Am 24. März 2005 wurde Bullock mit einem Stern auf dem berühmten Hollywood Walk of Fame für ihre künstlerische Arbeit geehrt. Der Stern mit der Nummer 2281 befindet sich gleich neben der Plakette ihres Speed-Filmpartners Keanu Reeves. Im selben Jahr spielte sie eine kleine Nebenrolle in Loverboy, dem Regiedebüt von Kevin Bacon. Für die Hauptrolle in der Fortsetzung Miss Undercover 2 – Fabelhaft und bewaffnet (2005) erhielt sie die Rekordgage von 17,5 Mio. US-Dollar, doch die Komödie kam nicht an den Erfolg des ersten Teils heran.

Für das Drama Das Haus am See stand Bullock 2006 wieder mit Keanu Reeves zusammen vor der Kamera. In dem Jahr spielte sie noch in Kaltes Blut – Auf den Spuren von Truman Capote die Rolle der Schriftstellerin Harper Lee. Obwohl der Film über das Leben von Truman Capote bis in die Nebenrollen hinein prominent besetzt war (u. a. Daniel Craig, Gwyneth Paltrow und Sigourney Weaver), stand er im Schatten des Oscar-Gewinners Capote (2005) und floppte an der Kinokasse.

2007 war Bullock lediglich in dem Drama Die Vorahnung mit Julian McMahon zu sehen.

Comeback und Oscar-Gewinn[Bearbeiten]

Sandra Bullock bei der Oscarverleihung 2011

2009 startete Bullock mit der romantischen Komödie Selbst ist die Braut an der Seite von Ryan Reynolds ein fulminantes Comeback. Der Film spielte weltweit 317,4 Mio. US-Dollar ein und bescherte ihr die dritte Golden-Globe-Nominierung. Die folgende Komödie Verrückt nach Steve (2009) mit Bradley Cooper war dagegen ein klarer Misserfolg. Bei negativen Kritiken floppte der Film auch finanziell und erhielt fünf Nominierungen für die Goldene Himbeere, u. a. als „schlechtester Film“. Bullock erhielt den Preis als „schlechteste Hauptdarstellerin“, den sie – wie bereits ihre Kollegin Halle Berry 2005 – auch persönlich entgegennahm.

Das Drama Blind Side – Die große Chance (2009) wurde der bis dahin größte künstlerische Erfolg in ihrer Karriere. Die Verfilmung des Lebens von Michael Oher, der als Kind in verschiedenen Pflegefamilien aufwuchs, dann von Sean und Leigh Anne Tuohy adoptiert und schließlich ein erfolgreicher American-Football-Spieler wurde, spielte weltweit 309,2 Mio. US-Dollar ein und erhielt eine Oscar-Nominierung als bester Film. Bullock erhielt für ihre Darstellung der Adoptivmutter viel Kritikerlob und gewann den Oscar, Golden Globe, Critics' Choice Award und Screen Actors Guild Award als beste Hauptdarstellerin. Die Oscarverleihung erfolgte am 7. März 2010; einen Tag zuvor hatte sie die Goldene Himbeere als schlechteste Hauptdarstellerin für Verrückt nach Steve persönlich abgeholt.[7]

2011 drehte Bullock an der Seite von Tom Hanks das Drama Extrem laut & unglaublich nah nach dem gleichnamigen Bestseller von Jonathan Safran Foer. Trotz gemischter Kritiken wurde der Film für mehrere Filmpreise nominiert, u.a. für den Oscar als bester Film.

2013 spielte sie an der Seite von Melissa McCarthy in der erfolgreichen Buddy-Komödie Taffe Mädels (Einspielergebnis: 229,9 Mio. US-Dollar) und an der Seite von George Clooney in dem Science-Fiction-Film Gravity. Als einer der erfolgreichsten Filme des Jahres (Einspielergebnis weltweit bis 30. April 2014: 716,3 Mio. US-Dollar[8]) –  und der mit Abstand erfolgreichste in ihrer Karriere – erhielt Gravity zudem hervorragende Kritiken, wobei insbesondere Bullocks Leistung gelobt wurde. Für diese Rolle erhielt sie zahlreiche Nominierungen als beste Hauptdarstellerin, darunter für den Oscar, Golden Globe, Critics' Choice Award, Screen Actors Guild Award und British Academy Film Award. Gravity erhielt insgesamt 10 Oscar-Nominierungen und wurde in 7 Kategorien ausgezeichnet, u.a. für die beste Regie.

2014 war Bullock die große Gewinnerin der 40. People’s Choice Awards: Sie wurde als „beliebteste Filmschauspielerin“, „beliebteste Filmschauspielerin – Komödie“ (für Taffe Mädels), „beliebteste Filmschauspielerin – Drama“ (für Gravity) und zusammen mit George Clooney als „beliebtestes Leinwandpaar“ (für Gravity) ausgezeichnet, zudem erhielt Taffe Mädels den Preis als „beliebtester Film – Komödie“ und Gravity den Preis als „beliebtester Film – Drama“.

Privatleben[Bearbeiten]

Bullock lebt in New Orleans, Louisiana. 2002 war sie mit dem Schauspieler Ryan Gosling liiert. Sie lernten sich bei den Dreharbeiten zu Mord nach Plan kennen. Die Beziehung hielt sieben Monate. Ab dem 16. Juli 2005 war sie mit dem Moderator der TV-Show Monster Garage, Jesse G. James, verheiratet und wurde Stiefmutter von dessen Kindern Chandler, Jesse James Jr. und Sunny.[9] Im Januar 2010 adoptierte das Paar ein weiteres Kind, Louis. Im März 2010 wurden außereheliche Affären ihres Ehemanns bekannt und Bullock reichte die Scheidung ein,[10] die im Juni 2010 rechtskräftig wurde.[11]

Bullock ist als großzügige Unterstützerin wohltätiger Organisationen bekannt. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 spendete sie eine Million US-Dollar an das Rote Kreuz und die gleiche Summe noch einmal nach dem Seebeben im Indischen Ozean 2004. Nach dem Erdbeben in Haiti 2010 spendete sie erneut eine Million US-Dollar, diesmal an Ärzte ohne Grenzen. 2011 gab sie eine Million Dollar für die Erdbebenopfer des Tōhoku-Erdbebens 2011.[12]

Bullock hat eine eigene Produktionsfirma namens Fortis Films.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Darstellerin

Synchronsprecherin

Regisseurin und Drehbuchautorin

  • 1998: Making Sandwiches (Kurzfilm)

Produzentin

Einspielergebnisse und Kritiken (Auswahl)[Bearbeiten]

Jahr Film Einspielergebnisse in US-Dollar[13] Kritiken (Rotten Tomatoes)
Deutscher Titel Originaltitel USA & Kanada Übrige Welt Gesamt Durchschnittliche Bewertung Positive Bewertung
1992 Love Potion No. 9 – Der Duft der Liebe Love Potion No. 9 0,8 Mio. N/A N/A [14] 27%
1993 Spurlos The Vanishing 14,5 Mio. N/A N/A [14] 47%
1993 The Thing Called Love The Thing Called Love 1,0 Mio. N/A N/A [14] 57%
1993 Walter & Frank – Ein schräges Paar Wrestling Ernest Hemingway 0,3 Mio. N/A N/A [14] 60%
1993 Demolition Man Demolition Man 58,0 Mio. 101,0 Mio. 159,0 Mio. [14] 64%
1994 Speed Speed 121,2 Mio. 229,2 Mio. 350,4 Mio. [14] 93%
1995 Während Du schliefst While You Were Sleeping 81,1 Mio. 101,0 Mio. 182,1 Mio. [14] 80%
1995 Das Netz The Net 50,7 Mio. 59,9 Mio. 110,6 Mio. [14] 36%
1996 Gestohlene Herzen Two If by Sea 10,7 Mio. N/A N/A [14] 11%
1996 Die Jury A Time to Kill 108,8 Mio. 43,5 Mio. 152,3 Mio. [14] 67%
1996 In Love and War In Love and War 14,5 Mio. 10,9 Mio. 25,4 Mio. [14] 11%
1997 Speed 2 – Cruise Control Speed 2: Cruise Control 48,6 Mio. 115,9 Mio. 164,5 Mio. [14] 3%
1998 Eine zweite Chance Hope Floats 60,1 Mio. 21,4 Mio. 81,5 Mio. [14] 24%
1998 Zauberhafte Schwestern Practical Magic 46,8 Mio. 21,5 Mio. 68,3 Mio. [14] 20%
1999 Auf die stürmische Art Forces of Nature 52,9 Mio. 41,0 Mio. 93,9 Mio. [14] 46%
2000 Ein Herz und eine Kanone Gun Shy 1,6 Mio. 1,6 Mio. 3,2 Mio. [14] 24%
2000 28 Tage 28 Days 37,2 Mio. 25,0 Mio. 62,2 Mio. [14] 31%
2000 Miss Undercover Miss Congeniality 106,8 Mio. 105,9 Mio. 212,7 Mio. [14] 42%
2002 Mord nach Plan Murder by Numbers 31,9 Mio. 24,8 Mio. 56,7 Mio. [14] 31%
2002 Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern Divine Secrets of the Ya-Ya Sisterhood 69,6 Mio. 4,2 Mio. 73,8 Mio. [14] 44%
2002 Ein Chef zum Verlieben Two Weeks Notice 93,4 Mio. 105,7 Mio. 199,0 Mio. [14] 42%
2005 Miss Undercover 2 – Fabelhaft und bewaffnet Miss Congeniality 2: Armed and Fabulous 48,5 Mio. 52,9 Mio. 101,4 Mio. [14] 15%
2005 L.A. Crash Crash 54,6 Mio. 43,8 Mio. 98,4 Mio. [14] 75%
2005 Loverboy Loverboy 33,2 Mio. 20,2 Mio. 53,4 Mio. [14] 17%
2006 Das Haus am See The Lake House 52,3 Mio. 62,5 Mio. 114,8 Mio. [14] 35%
2006 Kaltes Blut – Auf den Spuren von Truman Capote Infamous 1,2 Mio. 1,5 Mio. 2,6 Mio. [14] 73%
2007 Die Vorahnung Premonition 47,9 Mio. 36,3 Mio. 84,1 Mio. [14] 8%
2009 Selbst ist die Braut The Proposal 164,0 Mio. 153,4 Mio. 317,4 Mio. [14] 43%
2009 Verrückt nach Steve All About Steve 33,9 Mio. 6,2 Mio. 40,1 Mio. [14] 7%
2009 Blind Side – Die große Chance The Blind Side 256,0 Mio. 53,2 Mio. 309,2 Mio. [14] 66%
2011 Extrem laut & unglaublich nah Extremely Loud & Incredibly Close 31,8 Mio. 23,4 Mio. 55,2 Mio. [14] 47%
2013 Taffe Mädels The Heat 159,6 Mio. 70,3 Mio. 229,9 Mio. [14] 66%
2013 Gravity Gravity 274,0 Mio. 442,3 Mio. 716,3 Mio. [14] 97%
2,1 Mrd. 1,9 Mrd. 4,0 Mrd.

Filmgagen (Auswahl)[Bearbeiten]

Jahr Film Gage in US-Dollar[15]
Deutscher Titel Originaltitel
1994 Speed Speed 0,50 Mio.
1995 Während du schliefst While You Were Sleeping 1,20 Mio.
1995 Das Netz The Net 0,25 Mio.
1996 Die Jury A Time to Kill 8,00 Mio.
1996 In Love and War In Love and War 10,50 Mio.
1997 Speed 2 – Cruise Control Speed 2: Cruise Control 11,00 Mio.
1998 Eine zweite Chance Hope Floats 11,00 Mio.
2000 28 Tage 28 Days 12,50 Mio.
2002 Mord nach Plan Murder by Numbers 15,00 Mio.
2005 Miss Undercover 2 – Fabelhaft und bewaffnet Miss Congeniality 2: Armed and Fabulous 17,50 Mio.
2009 Blind Side – Die große Chance The Blind Side 20,00 Mio.
2013 Taffe Mädels The Heat 10,00 Mio.
2014 Gravity Gravity 20,00 Mio.

Nicht verwirklichte Filmprojekte[Bearbeiten]

Candyman’s Fluch (1992) – Bullock war im Gespräch für die Hauptrolle in diesem Horrorfilm, die Rolle ging dann aber an Virginia Madsen.

Die Braut, die sich nicht traut (1999) – Bullock und Julia Roberts waren im Gespräch für diese romantische Komödie, Roberts bekam schließlich den Zuschlag. 2009 ersetzte Bullock Roberts in Selbst ist die Braut, nachdem Roberts angeblich eine zu hohe Gagenforderung gestellt hatte.

Million Dollar Baby (2004) – Mehrere Jahre lang versuchte Bullock vergeblich Geldgeber für ein Drama um eine Boxerin zu finden. Der Stoff wurde schließlich ohne Bullocks Mitwirkung von Clint Eastwood mit Hilary Swank in der Hauptrolle realisiert. Bullock dementierte danach entschieden, sie habe die Rolle, welche Hilary Swank ihren zweiten Oscar einbrachte, abgelehnt.

Couchgeflüster – Die erste therapeutische Liebeskomödie (2005) – Bullock war für die Hauptrolle eingeplant, stieg aber zwei Wochen vor Drehbeginn wegen Differenzen mit Regisseur Ben Younger aus dem Projekt aus. Uma Thurman übernahm die Rolle.

Capote (2005) – Bullock war für die Rolle der Schriftstellerin Harper Lee im Gespräch, die Rolle ging dann an Catherine Keener. Kurz darauf spielte Bullock dennoch diese Rolle im Film Kaltes Blut – Auf den Spuren von Truman Capote (2006).

Superman Returns (2006) – Bullock wurde für die Rolle der Lois Lane in Betracht gezogen, die Rolle bekam Kate Bosworth.

Wonder Woman – Ein Kinospielfilm nach dem gleichnamigen Comic kam bislang nicht zustande.[15]

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Sandra Bullock bei der Verleihung der Goldenen Himbeere am 6. März 2010, wo sie den Preis als schlechteste Hauptdarstellerin für Verrückt nach Steve persönlich in Empfang nahm

Bullocks deutsche Standard-Synchronsprecherin ist Bettina Weiß.

Das britische Magazin Empire wählte Bullock im Oktober 1997 auf Platz 58 der 100 größten Filmstars aller Zeiten.

1996 und 1999 wurde Bullock von dem US-Magazin People unter die 50 schönsten Menschen der Welt gewählt.

Sandra Bullock eröffnete im November 2006 in ihrer Wahlheimat Austin (Texas) unter dem Namen Bess ein Nobelrestaurant.[16] Später eröffnete sie ebenfalls in Austin zusammen mit ihrer Schwester Gesine die Bäckerei/Konditorei Walton's Fancy and Staple.[17]

2007 belegte sie mit einer Gagenforderung von geschätzten 10 bis 15 Millionen US-Dollar pro Film Platz sechs der bestbezahlten Schauspielerinnen Hollywoods.[18] Mit geschätzten Einnahmen von 56 Millionen US-Dollar zwischen Juni 2009 und Juni 2010 war Bullock laut Forbes Magazine in diesem Zeitraum die bestbezahlte Schauspielerin Hollywoods. Die Einnahmen setzten sich aus ihrer Gage für Selbst ist die Braut sowie der Gage für und einer Gewinnbeteiligung an Blind Side – Die große Chance zusammen.[19]

2009 landete sie in einer jährlichen Umfrage unter den Kinobetreibern der USA auch auf Platz eins der Liste der an der Kinokasse erfolgreichsten Stars. Diesen Rang hatte mit Julia Roberts zuletzt 1999 eine Frau belegt.[20] 2013 war Bullock laut Forbes Magazine die erfolgreichste Schauspielerin des Jahres gemessen am Einspielergebnis ihrer Filme: Taffe Mädels und Gravity erzielten zusammen ca. 862 Millionen US-Dollar (Platz 5. im Gesamtranking).[21]

Bullock gewann bereits sechsmal den People’s Choice Award als beliebteste Filmdarstellerin des Jahres (1996, 1997, 1999, 2006, 2010, 2014), weitere zweimal war sie nominiert (2007, 2008).

Bullock war 2010 die erste Schauspielerin, die im selben Jahr die bekanntesten Filmpreise sowohl als beste Darstellerin (Oscar für Blind Side – Die große Chance) als auch als schlechteste Darstellerin (Goldene Himbeere für Verrückt nach Steve) gewann. Bullock hatte zuvor angekündigt, die Goldene Himbeere persönlich in Empfang zu nehmen, falls sie gewinnen sollte, und sie tat es auch: „Wenn ich gewinne, gehe ich auf jeden Fall hin. Ich muss das genauso genießen wie einen Oscar zu gewinnen. Zwischen diesen beiden Polen bewegt sich dieses Geschäft“.[22] In der Regel nehmen die Preisträger den Schmähpreis nicht selbst in Empfang, eine viel beachtete Ausnahme machte auch Oscar-Preisträgerin Halle Berry, als sie 2005 für den Flop Catwoman ausgezeichnet wurde.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sandra Bullock – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hollywood Reporter 26. Februar 2014
  2. Liza Hamm: Sandra Bullock: Mom Was the Life of the Party. people.com, 30. September 2009; abgerufen am 29. August 2010.
  3. a b Zimtzicke mit Haltung. fr-online.de, 29. Juni 2009; Interview mit Sandra Bullock
  4. Bambi-Verleihung 2006 auf YouTube, abgerufen am 2. August 2013
  5. waldorf.net abgerufen am 3. April 2011
  6. imdb.com
  7. Sandra Bullock: Oscar und Goldene Himbeere zugleich. merkur online, 8. März 2010; abgerufen 14. Juli 2013
  8. Box Office Mojo: Gravity. Abgerufen am 2. Mai 2014 (englisch).
  9. Eintrag bei filmreference.com
  10. Sandra Bullock reicht Scheidung ein. Spiegel online, 28. April 2010
  11. Sandra Bullock und untreuer Jesse James sind geschieden. Agence France-Presse, 29. Juni 2010
  12. Sandra Bullock spendet eine Million Dollar für Japan. stern.de, 17. März 2011, abgerufen am 17. März 2011
  13. Sandra Bullock: Box Office. Box Office Mojo, abgerufen am 11. Januar 2014 (englisch).
  14. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag Love Potion #9 (1992). Rotten Tomatoes, abgerufen am 11. Januar 2014 (englisch).
  15. a b Biographie bei imdb.com
  16. Nobelrestaurant Bess in Austin/Texas
  17. Bäckerei/Konditorei Walton's Fancy and Staple in Austin/Texas
  18. vgl. hollywoodreporter.com: Top actress salaries are quoteworthy (Version vom 23. August 2007 im Internet Archive)
  19. Hollywood's Highest-Paid Actresses. Forbes.com
  20. Sandra Bullock is top star of '09 boxoffice.Vorlage:Webarchiv/Wartung/Nummerierte_Parameter The Hollywood Reporter
  21. Dwayne „The Rock“ Johnson macht Kinobetreiber glücklich. Focus
  22. Sandra Bullock würde ihre Goldene Himbeere abholen