Guer

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Guer
Guer (Frankreich)
Guer
Region Bretagne
Département Morbihan
Arrondissement Vannes
Kanton Guer
Koordinaten 47° 54′ N, 2° 7′ W47.903888888889-2.120555555555640Koordinaten: 47° 54′ N, 2° 7′ W
Höhe 18–155 m
Fläche 52,11 km²
Einwohner 6.240 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 120 Einw./km²
Postleitzahl 56380
INSEE-Code
Website http://www.ville-guer.fr/

Guer ist eine französische Stadt mit 6240 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Morbihan in der Region Bretagne. Der bretonische Name der Gemeinde ist Gwer-Porc´hoed. Die Stadt gehört zum Gemeindeverband Communauté de Communes du Pays de Guer.

Geografie[Bearbeiten]

Guer liegt 41 Kilometer südwestlich von Rennes und 7 Kilometer nördlich des Forêt de la Bourdonnaie (Wald von Bourdonnaie). Die Flüsse Aff und Oyon durchqueren das Gemeindegebiet.[1] Die Stadt liegt auf der Kreuzung der Départementsstraßen D772 und D773.

Geschichte[Bearbeiten]

In gallo-römischer Zeit befand sich Guer auf der Kreuzung von wichtigen Römerstraßen. Eine Straße verlief von Angers (Juliomagus) nach Carhaix (Vorgium), eine von Rieux (Duretia) nach Corseul (Fanum Martis) und eine von Vannes (Dariorigum) nach Rennes (Condate).[2][3]

Guer wird im 9. Jahrhundert zum ersten Mal urkundlich erwähnt, als Plebs Wern. Wern oder vern ist das gallische Wort für „Erlenwald“ (frz. aulnaie).[4]

Teil des Orts ist das Dorf Coëtquidan, in dem sich seit 1945 die Militärschule Saint-Cyr befindet.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Es besteht eine Städtepartnerschaft mit der italienischen Stadt Gravedona.[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Eine 300 m lange Steinreihe aus Menhiren aus prähistorischer Zeit in Guer ist heute im Privatbesitz. Die Steine bestehen aus Tonschiefer.

Im Weiler La Ville Boscher, der zu Guer gehört, gibt es ein Galeriegrab aus prähistorischer Zeit, das ebenfalls aus Tonschiefer besteht.

Die Kapelle Saint-Etienne stammt aus der Zeit der Karolinger und wurde mit Materialien und vielleicht auf einem Fundament aus gallo-römischer Zeit erbaut. Eines ihrer Fenster wurde 1631 vergrößert. Das Gebäude wird auf das 9. Jahrhundert datiert und ist seit 1971 als Monument historique (historisches Denkmal) klassifiziert.[5]

Museen[Bearbeiten]

Das Gedenkmuseum Saint-Cyr Coëtquidan (Musée du Souvenir des écoles militaires de Saint-Cyr-Coëtquidan) in der Militärschule Saint-Cyr zeigt Sammlungen, die die Geschichte der Offiziere vom Ende des Ancien Regime bis in unsere Tage dokumentieren.[6]

Das Museum für landwirtschaftliche Maschinen (Musée Agri-Auto) liegt im Stadtzentrum von Guer. Es zeigt über 500 Maschinen und Werkzeuge sowie 15 Fahrzeuge, die die Geschichte der Landwirtschaft von 1850 bis heute dokumentieren. Es ist Sonntags von Mai bis November geöffnet.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wichtige Erwerbszweige der Guérois sind die Zucht von Rindern, Schweinen, Pferden und Nerzen. Es gibt eine Cidrerie, die auch besichtigt werden kann.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Guer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Guer auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 3. Oktober 2009
  2. a b Pays de Guer (französisch) Abgerufen am 3. Oktober 2009
  3. Les Voies romaines en Ille-et-Vilaine (französisch) Abgerufen am 3. Oktober 2009
  4. a b [http://www.quid.fr/communes.html?mode=detail&id=09095/details.htm Guer auf quid.fr] (französisch) Abgerufen am 3. Oktober 2009, seit dem 25. März 2010 nicht mehr abrufbar.
  5. Guer in der Base Merimée (französisch) Abgerufen am 3. Oktober 2009
  6. Gedenkmuseum Saint-Cyr Coëtquidan Abgerufen am 3. Oktober 2009